Bewerbung 2017

Auch dieses Jahr haben wir für euch wieder zusammengefasst, was es im kommenden Jahr bei eurer Bewerbung zu beachten gibt, welche neuen Trends sich abzeichnen und wie ihr euch am besten darauf vorbereitet.

Was ist bei der Bewerbung 2017 neu, was bleibt gleich?

Bewerbung 2017

© Coloures-pic (fotolia.com)

Die grundsätzlichen Regeln, welche für eine Bewerbung gelten, bleiben auch in 2017 bestehen. So darf eine Bewerbung natürlich nach wie vor keine Rechtschreibfehler enthalten, der Lebenslauf sollte lückenlos sein sowie Angaben zu den jeweiligen Tätigkeitsfeldern enthalten und selbstverständlich geht ihr in eurem Anschreiben individuell auf das Unternehmen bzw. die Stelle ein. Eine „Universalbewerbung“ an 50 verschiedene Firmen zu schicken, wird auch in 2017 kaum den gewünschten Erfolg bringen. Für den aufmerksamen Bewerbung.net Leser alles nichts Neues.

„Same same, but different“

Jedoch gibt es auch hier die eine oder andere Feinheit, die noch nicht jedem geläufig ist. Neben allen inhaltlichen Aspekten, wird vor allem die optische Gestaltung der Bewerbungsunterlagen immer wichtiger. Wir wollen noch nicht ganz so weit gehen, zu behaupten, dass Bewerbungsdesigns mittlerweile zum Standard geworden sind, aber es sieht ganz danach aus, dass eurer Bewerbung in Zukunft ohne professionelles Layout kaum noch Beachtung geschenkt werden wird, was unsere Umfrage bereits deutlich zeigte. Gerade beim Lebenslauf verbessern die Verwendung unterschiedlicher Schriftgrößen, Schriftarten und der Einsatz von Farben erheblich die Übersichtlichkeit. Benutze am besten professionell gestaltete Word Vorlagen für die Bewerbung, sodass alle Dokumente zusammen ein stimmiges Bild ergeben.

Online, Digital, Mobile

Neuer Trend? Alter Hut?

Kaum jemand kauft sich heute noch eine Tageszeitung am Kiosk, um darin gezielt nach Jobangeboten zu suchen. Nahezu alle Bewerber schauen sich heutzutage auf den einschlägigen Online-Jobbörsen nach Stellenausschreibungen um. Das haben natürlich auch die Unternehmen erkannt, weshalb viele den Weg über Printmedien schon gar nicht mehr gehen. Gerade in lokalen Tageszeitungen findet man unter den Stellenanzeigen neben eher unseriösen Angeboten wie

„Bis zu 4.000 € monatlich von zuhause aus verdienen.“

oder

„Club [beliebigen Frauennamen einfügen] sucht nette Servicekräfte.“

meist nur eine Handvoll Jobangebote kleinerer Betriebe. Doch auch hier ist die Digitalisierung mittlerweile angekommen. Heutzutage gehört es für alle Unternehmen, und seien sie noch so klein, einfach zum guten Ton, eine Internetpräsenz vorweisen zu können. Nicht nur Kundenanfragen, sondern ebenso Bewerbungen werden auch in Kleinstbetrieben per E-Mail entgegengenommen. Größere Unternehmen lassen sich in diesem Bereich schon deutlich mehr einfallen. Vorstellungsgespräche per Skype, der Einsatz von Smartphone Apps oder sogar interaktiv gestaltete Stellenausschreibungen zeigen, dass hier in Sachen Candidate Experience einiges getan wird.

Candidate Experience und Employer Branding

Buzzwords oder echte Bewerbungstrends?

Vor nicht allzu langer Zeit dachte noch niemand daran, dass man ein Unternehmen möglichst attraktiv für Arbeitnehmer gestalten sollte. Heute wird schon vor dem Bewerbungsprozess darauf geachtet, dass Unternehmen und Kandidaten möglichst gut zusammenpassen. Hier gehen Employer Branding und Candidate Experience Hand in Hand. Ersteres bezeichnet im Grunde genommen die Eigenwerbung der Unternehmen als Arbeitgeber. Darunter fallen Aspekte wie:

  • Betriebsklima und Organisationsstruktur
  • Unternehmenswerte
  • Angebote für Fort- und Weiterbildungen
  • Gebotene Sozialleistungen
  • Work-Life-Balance
  • etc.

Für dich als Bewerber bedeutet dies, dass du einerseits natürlich direkt eine Vielzahl an Aspekten hast, um dein Bewerbungsschreiben zu individualisieren, und andererseits, dass du bereits vor deiner Bewerbung einen gewissen Einblick erhältst und entscheiden kannst, ob dieser Job in genau diesem Unternehmen etwas für dich ist. Das Konzept Candidate Experience bezeichnet die Bemühungen des Unternehmens, bereits den Bewerbungsprozess für die Kandidaten so angenehm wie möglich zu machen, um den frischen Mitarbeiter von Beginn an langfristig zu binden.

TIPP

Auf Bewertungsportalen wie kununu findest du Bewertungen von Mitarbeitern der unterschiedlichsten Unternehmen und kannst dir somit schnell einen Eindruck verschaffen, ob die Versprechen im Rahmen des Employer Brandings auch wirklich gehalten werden.

Flexibilität – Räumlich, zeitlich…beruflich?

Bei der Bewerbung auch mal andere Branchen in Betracht ziehen

Es ist zwar nicht direkt als Bewerbungstrend für 2017 zu verstehen, aber was die Karriere und das Berufsleben angeht, ist Flexibilität wichtiger als je zuvor. In nahezu jeder Stellenausschreibung wird zwar Flexibilität gefordert, aber in den seltensten Fällen näher spezifiziert. Zum einen geht es hier um räumliche Flexibilität, also die Bereitschaft, den Wohnort zu wechseln bzw. abseits des eigenen Wohnortes zu arbeiten. Zeitliche Flexibilität bezeichnet die Bereitschaft zu wechselnden Arbeitszeiten oder, falls erforderlich, auch mal Überstunden zu machen.

Der wichtigste Aspekt ist allerdings die sogenannte Karriere-Flexibilität. In Zukunft wird es immer wichtiger, sich nicht auf sein erlerntes Berufsfeld zu versteifen, sondern immer mal wieder über den Tellerrand hinaus zu schauen und in neue Tätigkeitsfelder einzutauchen. Regelmäßige Fort- und Weiterbildungen sind dabei natürlich unabdingbar. Der Grund hierfür liegt nicht nur darin, dass fast alle Berufe einem stetigen Wandel unterliegen und laufend neue Aufgaben dazukommen. Viele Berufe sterben mit der Zeit einfach aus. Tankwart war zum Beispiel vor rund 30 Jahren noch ein ganz normaler und gefragter Ausbildungsberuf. Dieser Beruf ist mittlerweile aber fast völlig von der Bildfläche verschwunden, da heute jeder sein Auto selbst betankt und kaum noch ein Tankstellenpächter dafür eine Vollzeitkraft einstellen wird.

Bewerbung 2017 – Unser Fazit

Wie ihr seht, bleibt bei eurer Bewerbung in 2017 vieles beim Alten. Durfte sich die Onlinebewerbung vor einigen Jahren noch als bedeutenden Trend feiern lassen, zählt sie heute auch in den kleinsten Betrieben zum Standard. Grundsätzlich richtet sich auch der Recruiting Markt immer nach den gegenwärtigen Online-Trends. In Zukunft werden Bewerber und Unternehmen gleichermaßen die neuen Möglichkeiten der digitalen Welt nutzen (müssen). Ob auf Bewerberseite soziale Karrierenetzwerke wie Xing oder LinkedIn dabei weiterhin eine große Rolle spielen werden oder ob diese von einer neuen, effizienteren Lösung verdrängt werden, steht noch in den Sternen.

Das gesamte Bewerbung.net Team wünscht euch ein spannendes und vor allem erfolgreiches Jahr 2017!