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Kurzlebenslauf

Ein Kurzlebenslauf kann dir am Anfang des Bewerbungsprozesses in verschiedenen Situationen einen Vorteil verschaffen. Durch seinen geringeren Umfang bringt er deinen beruflichen Werdegang und die dort erworbenen Fähigkeiten und Kompetenzen auf den Punkt und erlaubt Personalverantwortlichen einen schnellen Überblick. Hier erfährst du, wie du deinen Kurzlebenslauf aufbaust, welche Inhalte du benötigst und in welchen Situationen dieser dir einen Vorteil bringt.

Ein Beitrag von Ben Dehn

Kurzlebenslauf


Was ist ein Kurzlebenslauf?

Im Gegensatz zum klassischen Lebenslauf hat ein Kurzlebenslauf einen geringeren Umfang und fasst deine beruflichen Stationen und die relevantesten Qualifikationen und Erfahrungen zusammen und ermöglicht so einen prägnanten Überblick. Alle Aspekte werden spezifisch auf das Unternehmen und die Stelle, die du anstrebst, fokussiert.


Da der Kurzlebenslauf maximal eine Seite umfasst, kannst du den Personalverantwortlichen deine Fähigkeit zeigen, Informationen komprimiert und effizient aufzubereiten und gleichzeitig optimal zu präsentieren. Dabei solltest du alle Punkte nach der Relevanz auswählen und nicht beliebig Aspekte kürzen.


Je mehr Berufserfahrung du hast, umso schwieriger ist es, die einzelnen Inhalte so zu kürzen, dass eine DIN-A4-Seite nicht überschritten wird. Dennoch solltest du diesen Umfang einhalten


Allerdings kann nicht pauschal festgelegt werden, welche Informationen rausgelassen werden können. Diese Entscheidung ist individuell und hängt von der ausgeschriebenen Stelle und deinem Profil ab. Deshalb solltest du dir vor dem Verfassen deines Kurzlebenslaufs das Anforderungsprofil der Stelle anschauen und die wichtigsten Aspekte auswählen. 

Aufbau eines Kurzlebenslaufs

Der Aufbau eines Kurzlebenslaufs ist mit dem klassischen tabellarischen Lebenslauf identisch. Die Informationen über deinen Bildungsweg und deine beruflichen Stationen werden in Abschnitte gegliedert. Diese umfassen einzelne Blöcke, die entweder nach zeitlichen oder fachlichen Kriterien aufgebaut sind. Die zeitlichen Aspekte kannst du chronologisch oder antichronologisch anordnen. Einen kurzen Lebenslauf in Textform solltest du nur schreiben, wenn explizit danach gefragt wird. 


In diese Abschnitte wird der Kurzlebenslauf gegliedert: 

Hobbys und Interessen, die keinen direkten Bezug zu der Stelle haben, gehören nicht in einen Kurzlebenslauf. Diese Aspekte solltest du nur mit einbringen, wenn sie dir bei der Bewältigung der Tätigkeit von Vorteil sind.

Inhalt eines Kurzlebenslaufs

Der Inhalt deines Kurzlebenslaufes soll einen komprimierten Überblick über deinen bisherigen Werdegang geben und deine wichtigsten Qualifikationen und Kompetenzen enthalten. Dabei solltest du darauf achten, dass trotz der Kürzungen keine zeitlichen Lücken entstehen. Deshalb ist es wichtig, deine Angaben zu verkürzen, damit alle relevanten Informationen im Kurzlebenslauf Platz finden.


Dennoch solltest du dich nicht auf reine Zeitangaben und bisherige Jobtitel und Arbeitgeber beschränken. Diese Angaben haben wenig Aussagekraft und vermitteln nicht, welche Aufgaben du in dieser Zeit übernommen und welche Kompetenzen du erworben hast. Stattdessen solltest du die Informationen über deine einzelnen Stationen kürzer fassen und nicht relevante Angaben streichen. Auch wenn die Kürzungen von deiner individuellen Situation und der ausgeschriebenen Stelle abhängen, findest du im Folgenden Beispiele für die Komprimierung der Kategorien. 

Kontaktdaten 

Der erste Teil des Kurzlebenslaufes enthält deine persönlichen Daten. Hier kannst du dich auf deinen Zu- und Nachnamen sowie deine Kontaktdaten beschränken, die deine Telefonnummer, Adresse und E-Mail-Adresse umfassen. Diese Daten kannst du in den Briefkopf deiner Bewerbung schreiben, um Platz zu sparen. In manchen Fällen kann die Angabe deines Geburtsdatums hilfreich sein. Angaben von Informationen über deine Religion, deinen Familienstand und Kinderanzahl sowie deine Staatsangehörigkeit kannst du weglassen.

Kurzlebenslauf Berufserfahrung

Beispiel für die Darstellung deiner Berufserfahrungen

Berufserfahrungen

Bei der Darstellung deiner bisherigen beruflichen Laufbahn solltest du nur die wichtigsten Stationen aufnehmen. In den meisten Fällen solltest du dich auf deine aktuellen Tätigkeiten fokussieren, sofern du eine ähnliche Stelle übernehmen möchtest. Beschränke dich dabei auf zwei oder drei berufliche Stationen, die du ausführlicher darstellst. 


Übernimm dabei hauptsächlich Anforderungen und Aufgaben, die auch für deine angestrebte Position von Bedeutung sind, um die Aussagekraft der Erfahrung zu erhöhen. Sollten Tätigkeiten, die zeitlich weiter zurückliegen, von Bedeutung für die Stelle sein, solltest du auf diese eingehen. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn du dich beruflich neu orientierst.



Solltest du Berufseinsteiger sein oder du verfügst noch nicht über viel Berufserfahrung, kannst du auch Praktika und Neben- oder Aushilfsjobs anführen, die einen relevanten Bezug zu der ausgeschriebenen Stelle haben. Wenn du dagegen über viel Berufserfahrung verfügst, kannst du diese weglassen. Zudem solltest du mit vielen relevanten beruflichen Stationen auf die antichronologische Struktur zugreifen, da die Personalverantwortlichen sofort sehen können, wo du derzeit beschäftigt bist.

Kurzlebenslauf Bildungsweg

Beispiel für die Darstellung deines Bildungsweges

Bildungsweg

In einem Kurzlebenslauf solltest du nur deinen höchsten Bildungsabschluss angeben. Wenn du eine Ausbildung oder ein Studium absolviert hast, kannst du auf deine restlichen Schuldaten verzichten.

Du kannst deinen Ausbildungs- oder Studienabschluss mit den wichtigsten Fakten angeben und so Platz sparen.

Ausnahmen sind eine Ausbildung oder ein Studium, die weiter zurückliegen aber einen konkreten Bezug zur Stelle haben, beispielsweise, wenn du ein Zweitstudium in einem anderen Bereich abgeschlossen hast, dort aber nicht arbeiten möchtest. 

Kurzlebenslauf Fähigkeiten

Beispiel für die Darstellung weiterer Fähigkeiten

Kenntnisse und Fähigkeiten

Neben zeitlichen Blöcken gibt es auch einen mit fachlichem Bezug, den du in deinen Kurzlebenslauf aufnehmen solltest. Dieser umfasst Kenntnisse und Fähigkeiten, die du nebenberuflich erworben hast. Dabei solltest du dich auf die Qualifikationen konzentrieren, die du für die Bewältigung der Stelle benötigst, beispielsweise Sprachkenntnisse und EDV-Kenntnisse. 


Berufs- oder Quereinsteiger sollten einen Fokus auf diesen Abschnitt legen, da notwendige fachliche Kompetenzen zumeist nicht während einer beruflichen Station erworben wurden. 

Design und Layout eines Kurzlebenslaufs

Das Design und Layout eines Kurzlebenslaufs unterscheiden sich kaum von der herkömmlichen Variante. Dennoch ist die Optik ein wichtiger Aspekt, der mit ausschlaggebend für den ersten Eindruck der Bewerbenden ist. Deshalb sollten die folgenden Punkte in jedem Fall beachtet werden.


Wichtige Tipps für die Gestaltung deines Kurzlebenslaufs: 

  • Einheitliche Formatierung:
    Datumsangaben werden immer links angeordnet, davon rechts abgerückt stehen die Titel der einzelnen Stationen deines Werdeganges. 

  • Überschriften einheitlich hervorheben:
    Die Überschrift der einzelnen Blöcke muss einheitlich formatiert werden, um diese optimal hervorzuheben. Die serifenfreien Schriftarten Calibri, Arial, Helvetica, Tahoma und Verdana bieten sich dafür an. 

  • Einheitlicher Fließtext:
    Die restlichen Textabschnitte sollten ebenfalls einheitlich formatiert werden. Hier kannst du die serifenfreien Schriftarten Times New Roman, Courier, Georgia und Cambria verwenden. 

  • Einheitliche Schriftgrößen:
    Achte darauf, die Schriftgrößen zwischen 10 und 15 Punkt zu variieren. Dein Name und Titel sollten in 15 Punkt, Zwischenüberschriften in 13 Punkt, Fließtext in 11 Punkt und Datumsangaben in 10 Punkt formatiert werden.

  • Passenden Zeilenabstand wählen:
    Der linke Seitenrand sollte 2,5 cm breit sein, der rechte 2 cm. Den Zeilenabstand solltest du auf einzeilig bis maximal anderthalbzeilig einstellen. Der untere Seitenrand wird an die Länge des Lebenslaufs angepasst, allerdings kannst du dich hier an 2,5 cm orientieren. 

Kostenlose Vorlage für deinen Kurzlebenslauf

Damit du deinen Kurzlebenslauf einfach und schnell erstellen kannst und dennoch einen positiven ersten Eindruck hinterlässt, haben wir dir ein Muster für einen Kurzlebenslauf erstellt. Das Dokument kannst du dir kostenlos im Word-Format herunterladen, sodass du individuelle Anpassungen vornehmen kannst.

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Davon profitierst du: 

Kostenloser Download
Mustervorlage für deinen Kurzlebenslauf
Bearbeitbare Microsoft Word-Datei (.docx)
Jederzeit wiederverwendbar
Individuell anpassbar
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Wann brauche ich einen Kurzlebenslauf?

In spezifischen Situationen kann ein Kurzlebenslauf von Vorteil sein oder sogar explizit gefordert werden. Je nach Situation solltest du also diese Variante des Lebenslaufes wählen, um bei den Personalverantwortlichen im ersten Teil des Bewerbungsprozesses zu punkten.


Ein Kurzlebenslauf wird in jedem Fall in Zusammenhang mit der Kurzbewerbung benötigt. Auch hier ist das Ziel, das Interesse der Verantwortlichen mit einer kurzen und knackigen Bewerbung zu wecken. Deshalb sollte auch der Lebenslauf nur die wichtigsten Informationen enthalten und lediglich einen ersten Eindruck von dir vermitteln. Besonders für das Unternehmen bedeutet das eine Zeitersparnis, da nur von relevanten Bewerbenden weitere Unterlagen gefordert werden.


Auch bei Initiativ- oder Blindbewerbungen sind Kurzlebensläufe von Vorteil, um zunächst einen prägnanten Eindruck bei den Personalverantwortlichen zu hinterlassen. So besteht die Möglichkeit, dass du Aufmerksamkeit erregt hast und weitere Unterlagen von dir angefordert werden oder du in einen Kandidatenpool aufgenommen wirst, damit das Unternehmen bei einer zu besetzenden Stelle auf dich zukommen kann. 

  • Jobmessen:
    Wenn beidseitiges Interesse besteht, kannst du in Form eines Kurzlebenslaufs deine Informationen hinterlassen. 

  • Aushilfs- und Studentenjobs:
    Da Bewerbende häufig über wenig Berufserfahrung verfügen, reicht häufig ein Kurzlebenslauf aus. 

  • Recruiting:
    Unternehmen, die Personal für Kundenunternehmen suchen, fordern häufig einen Kurzlebenslauf an. 

Vor- und Nachteile eines Kurzlebenslaufs

Die Nutzung eines Kurzlebenslaufs kann für deinen Bewerbungsprozess sowohl Vor- als auch Nachteile haben. Vor der Bewerbung solltest du dir daher überlegen, welcher Lebenslauf in deiner individuellen Situation am sinnvollsten ist. 

Vorteile eines Kurzlebenslaufs: 

  • Der Kurzlebenslauf kann durch seine kompakte Darstellung der ersten Kontaktaufnahme dienen.

  • Du hast einen geringeren Aufwand und niedrigere Kosten.

  • Der Kurzlebenslauf kann bei offenen Positionen ohne Stellenanzeige ein Türöffner sein.

  • Ein Kurzlebenslauf gibt einen ersten Überblick und ist durch die Zeitersparnis bei Personalverantwortlichen beliebt.

Nachteile eines Kurzlebenslaufes: 

  • Der Kurzlebenslauf kann die klassische Bewerbung nicht ersetzen.

  • Wenn im Bewerbungsprozess nachfolgend ein vollständiger Lebenslauf angefordert wird, entsteht doppelte Arbeit.

  • Wenn vom Unternehmen ein vollständiger Lebenslauf gefordert wird, reicht ein Kurzlebenslauf nicht aus.

Wie geht es im Bewerbungsprozess weiter? 

Wie es im Bewerbungsprozess weitergeht, nachdem das Unternehmen deinen Kurzlebenslauf erhalten hat, ist individuell von den Personalverantwortlichen abhängig. Möglicherweise wirst du aufgefordert, deine gesamten Bewerbungsunterlagen zu versenden, um sich einen genaueren Überblick über dich und deine Eignung für die Stelle zu verschaffen. In manchen Fällen kannst du auch direkt zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen werden.


Ein Foto von Ben Dehn

Autor: Ben Dehn

Ben entschied sich nach seinem Lehramtsstudium dazu, seinen Weg zunächst im Journalismus zu bestreiten. Nach sieben Jahren bei Print, Online und Radio heuerte er 2013 bei der webschmiede GmbH an und betreute im „Die Bewerbungsschreiber“ Team Personen auf sämtlichen Hierarchieebenen. Durch seine Tätigkeit konnte er sein Know-how im Karrierebereich stetig vertiefen. Heute schreibt Ben Dehn hilfreiche Fachartikel, hält Vorträge und gibt Interviews, Workshops & Seminare.


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