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Bewerbung als Aushilfe

Aushilfstätigkeiten oder Minijobs sind beliebte Arbeitsmodelle, vor allem bei Schülern und Studenten. Wie du dich als Aushilfe bewirbst, welche Unterlagen du brauchst und weitere interessante Fragen, beantworten wir dir hier. Zudem haben wir ein Muster-Anschreiben erstellt, welches du dir kostenlos herunterladen kannst.
Bewerbungsschreiben Aushilfe

Bewerbungsunterlagen für einen Aushilfsjob

Wenn du dich für eine Aushilfstätigkeit bewerben möchtest, reicht oft eine Kurzbewerbung. Diese umfasst lediglich ein Bewerbungsschreiben sowie einen Lebenslauf. Manche Unternehmen fordern jedoch auch komplette Bewerbungsunterlagen. Dann solltest du relevante Zeugnisse hinzufügen und über ein Deckblatt nachdenken. Ein Motivationsschreiben wird in der Regel nicht verlangt.


Lies dir die Stellenausschreibung aufmerksam durch und informiere dich über den erwarteten Umfang deiner Bewerbungsunterlagen. Sollte dort ein Motivationsschreiben gefordert sein, reiche es unbedingt ein. Ansonsten wird deine Bewerbung höchstwahrscheinlich sofort aussortiert.

Das Anschreiben

Das Bewerbungsschreiben ist auch bei einem Nebenjob unerlässlich. Es ist die erste Seite deiner Bewerbungsunterlagen, auf der du deine Persönlichkeit und Motivation darstellst. Da es sich bei einer Aushilfstätigkeit um eine von weniger Verantwortung geprägte Stelle handelt, musst du dich nicht zu sehr auf deine Qualifikationen beziehen. 

Bewerbung Aushilfe Anschreiben Briefkopf

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Briefkopf

Du beginnst dein Anschreiben mit deinen Angaben sowie den Daten des Unternehmens. Diese finden im oberen Bereich deines Dokuments Platz. Das aktuelle Datum kannst du darunter darstellen, am rechten Seitenrand ausgerichtet. 


Anschließend fährst du mit der Betreffzeile (linksbündig) fort. Diese kannst du, wie im Beispiel, neutral gestalten. Es sind jedoch auch kreative Lösungen möglich.


Sollte in der Ausschreibung eine Kennnummer angegeben sein, füge diese unter dem Betreff hinzu. Falls keine vorhanden ist oder du dich ohne Ausschreibung initiativ bewirbst, fällt diese Information ersatzlos weg. 

Inhalt

Im Anschluss beginnst du mit dem inhaltlichen Teil deines Bewerbungsschreibens.


Der erste Satz deines Anschreibens ist besonders wichtig. Er liefert dem Personaler den ersten Eindruck von dir, für den du bekanntlich keine zweite Chance erhältst. Es gilt also zu überzeugen.


Wir empfehlen dir, von standardisierten Einleitungssätzen Abstand zu nehmen

Diese Sätze hat der Personaler schon oft gesehen:  

  • „Für die von Ihnen ausgeschriebene Stelle als Verkäuferin möchte ich mich hiermit bewerben.“

  • „Ihre auf dem Karriereportal XY ausgeschriebene Stelle als Verkäuferin hat mein Interesse geweckt, weshalb ich mich auf sie bewerben möchte.“

Nutze stattdessen einen individuellen Einleitungssatz, mit dem du das Interesse des Personalers weckst. Du kannst dich beispielsweise auf aktuelle Gegebenheiten, persönliche Stärken oder Zitate beziehen:  

  • „>>Verkaufen ist ein Marathon, kein Hundert-Meter-Lauf<<. Dieses Zitat von Alfred G. Lämmle beschreibt meine kundenorientierte und gewissenhafte Arbeitsweise bestmöglich, die ich gerne als Verkaufsaushilfe in Ihrem renommierten Unternehmen einbringen würde.“

  • „In Zeiten des Internets wird eine kundenorientierte und ausführliche Beratung immer wichtiger. Dass der Kunde auch für mich im Fokus steht, möchte ich gerne als Aushilfe im Verkauf in Ihrem Unternehmen unter Beweis stellen.“

Im Anschluss solltest du dich vor allem auf deine Soft Skills fokussieren, denn diese sind für Aushilfstätigkeiten oft wichtiger als berufliche Erfahrung. 

Mirko Bettenhausen

Mirko Bettenhausen

Fachautor bei bewerbung.net

„Deine Soft Skills sind deine persönlichen Stärken; sie zeichnen dich als Mensch aus. Sie sind für den Arbeitgeber besonders wichtig und helfen dabei, dich als Person besser einschätzen zu können. Soft Skills sind ein guter Indikator für Personaler, ob du als potenzieller Arbeitnehmer zum Unternehmen passt.“

Stelle deine Werte vor, beschreibe deine Charaktereigenschaften. Was zeichnet dich aus? Warum bist du für die Stelle geeignet? Mache deutlich, dass du dem Unternehmen einen Mehrwert bietest und du eine verlässliche, wertvolle Arbeitskraft bist. 

Deine Soft Skills solltest du immer anhand von Beispielen belegen. So zeigst du, dass du dich gut einschätzen kannst und deine genannten Stärken keine leeren Versprechungen sind. 

Du kannst sie beispielsweise anhand deiner bisherigen Tätigkeiten beschreiben und erläutern, wodurch du bisher glänzen konntest. Solltest du noch keine beruflichen Erfahrungen haben, ist das aber kein Problem. Erkläre deine Werte, Einstellungen und Persönlichkeitsmerkmale beispielsweise anhand deiner Hobbys

Leere Versprechungen solltest du vermeiden:  

  • „Ich bin ein sehr ehrgeiziger Mensch. Dazu bin ich zielstrebig und habe einen hohen Anspruch an mich selbst, dem ich gerecht werde.“

  • „Teamgeist ist mir sehr wichtig. Ich engagiere mich sozial, bin ein offener Mensch und agiere strategisch geschickt.“

So kannst du deine Soft Skills belegen:  

  • „Meinen Ehrgeiz konnte ich bereits in meinem Studium unter Beweis stellen, welches ich aktuell mit einer Durchschnittsnote von 1,7 ausführe. Zudem bin ich ein sehr zielstrebiger und disziplinierter Mensch, weshalb ich das Studium ohne Verzögerung in Regelstudienzeit abschließen werde.“

  • „Mich zeichnet vor allem viel Teamgeist aus. Diesen kann ich aktuell mit meinem großen sozialen Engagement verbinden, indem ich die Jugendmannschaft des ortsansässigen Fußballclubs betreue. Dort bringe ich neben meiner Offenheit auch strategisches Geschick mit ein.“

Natürlich sind auch berufliche Kenntnisse hilfreich für deine Bewerbung. Solltest du bereits praktische Erfahrung gesammelt haben, nenne diese in deinem Anschreiben. Achte dabei darauf, nur für die Position Relevantes im Bewerbungsschreiben zu erwähnen. Nutze deine praktischen Erfahrungen stattdessen gezielt, um Soft Skills zu betonen.


Ende dein Bewerbungsschreiben, indem du dein Interesse an einem Vorstellungsgespräch betonst. Achte dabei darauf, eine aktive Formulierung zu verwenden. 

Konjunktive wie diese solltest du vermeiden: 

  • „Ich würde mich über die Einladung zu einem persönlichen Gespräch freuen.“

  • „Ich würde gerne die Chance erhalten, Sie in einem persönlichen Gespräch von mir zu überzeugen.“

Eine aktive Formulierung zeugt stattdessen von Interesse und Selbstbewusstsein, wie beispielsweise: 

  • „Einem persönlichen Gespräch sehe ich mit Freude entgegen.“

  • „Weitere Informationen zu meiner Person erzähle ich Ihnen gerne in einem persönlichen Gespräch“

Im Lebenslauf hast du genug Platz, alle Stationen deines beruflichen und schulischen Werdegangs aufzuzeigen. Das Anschreiben solltest du nicht dafür nutzen, deinen Lebenslauf auszuformulieren, sondern gezielt für die Position Relevantes erwähnen . 

Der Lebenslauf

Der tabellarische Lebenslauf ist fester Bestandteil jeder Bewerbung und ist auch für eine Kurzbewerbung um eine Aushilfsstelle unerlässlich

Bewerbung Aushilfe Lebenslauf

Aufbau

Beginne deinen Lebenslauf mit deinen persönlichen Daten. Nenne deinen Namen, deine Adresse sowie aktuelle Kontaktdaten (E-Mail, Telefon). Zudem sollte dein Geburtsort und -datum nicht fehlen. Diese persönlichen Angaben finden bestenfalls im oberen Bereich des Lebenslaufs, entweder in der Kopfzeile oder links neben dem Bewerbungsfoto Platz.


Anschließend listest du deinen bisherigen Werdegang auf. 

Ben Dehn

Ben Dehn

Fachautor von bewerbung.net

„Ordne deinen Werdegang in anti-chronologischer Reihenfolge. Beginne mit deiner aktuellen / letzten Tätigkeit und ende mit deiner ersten Station. So sieht der Personaler sofort, wo du zuletzt tätig warst. In der Regel besteht hier die größte Relevanz für den angestrebten Job.“  

Inhalt 

In erster Linie ist der Lebenslauf dazu da, deine bisherigen Stationen und daraus resultierende fachliche Kompetenzen zu präsentieren. Solltest du jedoch noch keine oder kaum praktische Erfahrung in der Berufswelt gesammelt haben, ist das kein Problem. Vor allem als Schüler oder Student wird niemand von dir erwarten, zeilenweise berufliche Erfahrung auflisten zu können.


Im unteren Teil des Dokuments kannst du dann noch sonstige Kompetenzen auflisten. Hast du beispielsweise Kurse oder Fortbildungen besucht, solltest du diese hier nennen. Weitere Pluspunkte, wie der Besitz eines Führerscheins, finden hier ebenfalls ihren Platz.


Auch dein soziales Engagement und deine Hobbys kannst du integrieren. Besonders Ehrenämter oder Vereinstätigkeiten solltest du auflisten. Achte jedoch bei der Angabe deiner Hobbys darauf, aussagekräftige Tätigkeiten auszuwählen. Dein Hobby, Ferienfreizeiten zu leiten, lässt beispielsweise auf großes Verantwortungsbewusstsein schließen, während „treffe mich gerne mit Freunden“ wenig spezifisch ist und lieber außen vor gelassen werden sollte. 

Die Anlagen

Um deine Fähigkeiten weiter zu belegen, empfiehlt es sich, der Bewerbung Zeugnisse und mindestens ein Referenzschreiben anzuhängen.


Hast du schon berufliche Erfahrung sammeln können, bitte die dir zuvor / aktuell vorgesetzte Person um eine Referenz oder ein Empfehlungsschreiben. Solltest du noch keine derartigen Ansprechpartner haben, da du beruflich noch nicht aktiv geworden bist, gibt es jedoch auch andere Möglichkeiten.


Bitte beispielsweise einen Lehrer darum, dir ein persönliches Empfehlungsschreiben auszustellen. Dieser kann zwar nicht auf berufliche Kompetenzen, aber auf deine Normen und Werte sowie auf dein Sozialverhalten Bezug nehmen


Solltest du dich im Studium befinden, frage deine Dozenten nach einer Einschätzung. Sie können deine Leistung im Studium aufgreifen und dem Personaler dadurch einen guten Eindruck vermitteln.


Falls du neben deiner Schule / deinem Studium oder in deiner Freizeit Fortbildungen gemacht hast, kannst du diese Bescheinigungen einfügen. Dies solltest du dann machen, wenn die Weiterbildung (beispielsweise ein Computer-Kurs) für den Job relevant ist und du davon ausgehst, deine Chancen dadurch verbessern zu können.

Solltest du Hilfe bei deiner Bewerbung brauchen, können wir dir Die Bewerbungsschreiber empfehlen. Dort erstellen Bewerbungsexperten deine individuellen Bewerbungsunterlagen. Du erhältst professionelle Dateien im Word-Format, die du jederzeit wiederverwenden und anpassen kannst. 

Muster-Anschreiben – Aushilfe im Supermarkt

Wir bieten dir hier eine Vorlage, die du kostenlos im Word-Format herunterladen kannst. Das Anschreiben wurde für eine Aushilfe im Supermarkt erstellt, lässt sich jedoch einfach bearbeiten und individuell auf deine Bedürfnisse (Job, Qualifikationen) anpassen


Bedenke jedoch immer, dass Personaler Vorlagen sofort erkennen, sodass du unser Muster lediglich als Inspiration nutzen solltest. 

bewerbung.net_Bewerbung-aushilfe_Vorlage.png

Davon profitierst du: 

Kostenloses Muster
Word-Format
Individuell anpassbar
Jederzeit wiederverwendbar
Beispielformulierungen
Jetzt herunterladen

Aushilfe, Werkstudent oder Minijobber? Die Unterschiede

Vielleicht fragst du dich jetzt, wo der Unterschied zwischen einer Aushilfstätigkeit und einem Minijob liegt. Wir wollen es dir erklären. Auch die Werkstudententätigkeit wollen wir dir noch einmal nahelegen und sie von Minijobs und Aushilfsstellen unterscheiden.

Aushilfstätigkeit

Mit welchem zeitlichen Aufwand, welchem Gehalt und welchem Maß an Verantwortung du als Aushilfe rechnen kannst, zeigen wir dir hier. 

Zeitlicher Umfang:
Eine Aushilfstätigkeit kann entweder durch eine kurze Dauer oder durch eine geringe Anzahl an Wochenstunden definiert sein. Ersteres bedeutet, dass Unternehmen für eine kurze Zeit Hilfe brauchen. Dies kann beispielsweise bei Branchen der Fall sein, die saisonbedingte Schwankungen erleben. Solltest du beispielsweise Winzern bei der Ernte helfen, bist du in deren Erntesaison angestellt. Du verdienst in dieser Zeit höchstwahrscheinlich über 450€ monatlich, bist jedoch nur über eine kurze Zeit dort beschäftigt. 


Solltest du nach einer längerfristigen Anstellung suchen, kannst du als Aushilfe in vielen Bereichen arbeiten. Vor allem im Einzelhandel und der Gastronomie werden diese Anstellungen oft vergeben. Du solltest auf jeden Fall flexibel sein, da du als Aushilfe einspringen musst, wenn Not am Mann ist. Vor allem in Restaurants kann es große Schwankungen des Gästeaufkommens geben, sodass du kurzfristig arbeiten musst. 

Natürlich bist du nicht immer zum Einspringen verpflichtet. Eine grundsätzliche Bereitschaft zu spontanen und kurzfristigen Schichten ist jedoch ratsam.

Gehalt:
Als Aushilfe verdienst du in der Regel maximal 450€ monatlich. Du bist in diesem Fall geringfügig beschäftigt und musst keine Steuern zahlen. Durch einen Antrag kannst du dich ebenso von der Rentenversicherungspflicht befreien lassen. Es ist jedoch auch möglich, monatlich mehr zu verdienen. Solltest du beispielsweise 600€ im Monat verdienen, bist du steuerpflichtig. Deine Tätigkeit fällt dann nicht mehr in den Bereich einer geringfügigen Beschäftigung, da du die monatliche Einkommensgrenze von 450€ überschreitest.

Verantwortung:
Die meisten Aushilfsjobs verlangen keine große Verantwortungsbereitschaft von dir. Du bist eine helfende Hand und unterstützt deinen Arbeitgeber bestmöglich. Dennoch verlangt niemand von dir, deine Arbeit zu deinem Lebensmittelpunkt zu machen. Du musst weder viel Verantwortung übernehmen noch deine Arbeit gedanklich mit nach Hause nehmen. Auch die Einarbeitung fällt in der Regel kurz und unkompliziert aus, sodass du sehr früh in die praktische Arbeit einsteigst.

Minijob

Die Merkmale eines Minijobs unterscheiden sich nur geringfügig von denen einer Aushilfsstelle. Dennoch gibt es einige Unterschiede, die du bei der Wahl deines Arbeitsmodells bedenken musst. 

Zeitlicher Umfang:
Du arbeitest maximal 45 Monatsstunden, weswegen der Minijob vor allem bei Schülern, Studenten und Rentnern beliebt ist. Wichtig ist jedoch, dass du flexibel bist. Du agierst als helfende Hand, die das Unternehmen teilweise kurzfristig braucht.

Gehalt:
Ein Minijob ist vor allem durch das Gehalt geprägt. Als Minijobber verdienst du maximal 450€ pro Monat. Dies garantiert, dass du keine Steuern zahlen musst, sodass dir ein monatliches Einkommen von maximal 450€ ohne Abzüge zugutekommt. Diese Einkommensgrenze darfst du zwar einmal jährlich überschreiten, durchschnittlich darfst du jedoch nicht mehr als 450€ pro Monat verdienen.

Auch von der Rentenversicherungspflicht kannst du dich mittels eines Antrags befreien lassen, sodass dein Bruttoverdienst deinem Nettoeinkommen entspricht. 

Verantwortung:
In dieser Form des Nebenjobs trägst du in der Regel eine geringe Verantwortung. Minijobs werden oft im Einzelhandel und der Gastronomie vergeben. Auch stellen viele Firmen Minijobber ein, die im Lager aushelfen oder sonstige Hilfstätigkeiten erledigen. Die Einarbeitung ist weniger umfangreich und komplex als die eines Werkstudenten. In der Regel verspürst du bei deiner Tätigkeit relativ wenig Druck, nimmst die Arbeit nicht mit nach Hause und hast keine Pflichten außerhalb deiner Arbeitszeit.

Werkstudent

Eine Werkstudentenstelle unterscheidet sich deutlich von Mini- und Aushilfsjobs. Wo die größten Unterschiede liegen, zeigen wir dir hier. 

Zeitlicher Aufwand:
Eine Werkstudentenposition beinhaltet einen hohen zeitlichen Aufwand. Du kannst bis zu 20 Wochenstunden leisten. Dies ist auch das gängigste Volumen für ausgeschrieben Werkstudentenstellen. Natürlich kannst du mit deinem Arbeitgeber aber auch andere Wochenstunden vereinbaren. Achte dabei darauf, ab wie viel Verdienst Steuern fällig werden, wie hoch deine zu leistenden Abgaben sind und ob sich ein paar mehr oder weniger Stunden eher rentieren würden.

Gehalt:
Als Werkstudent verdienst du deutlich mehr als bei einem Minijob und bei den gängigen Aushilfsjobs. Da Unternehmen dir den Mindestlohn zahlen müssen, ist der Verdienst bei 20 Stunden die Woche entsprechend hoch. Da du die 450€ Einkommensgrenze überschreitest, musst du jedoch Steuern zahlen.

Verantwortung:
Die Verantwortung, die du in deinem Werkstudentenjob innehast, ist nicht mit der einer Aushilfs- oder Minijobtätigkeit gleichzusetzen. Du arbeitest in einer Branche, die mit deinem Studium kompatibel ist und setzt dein theoretisches Wissen praktisch um. Du sammelst also wertvolle berufliche Erfahrung und erhältst tiefe Einblicke. Dementsprechend hoch ist dein Verantwortungsbereich: du bist ein vollwertiges Mitglied des Unternehmens, leistest dir übertragene Aufgaben und erledigst nicht nur Hilfstätigkeiten. Daher kann es durchaus sein, dass du in Projekten eingebunden bist, du dir auch im Privaten Gedanken über deine Arbeit machst und unter größerem Druck stehst.

Weitere häufig gestellte Fragen zum Aushilfsjob

Was sind Aushilfen?

Wie der Name schon sagt, helfen Aushilfen aus. Das bedeutet, sie unterstützen ein Unternehmen und packen dort mit an, wo sie gebraucht werden. Vor allem Betriebe mit saisonbedingten Schwankungen sind oft auf Aushilfen angewiesen, die nur zu bestimmten Hochphasen unterstützen. Dies kann beispielsweise in der Landwirtschaft der Fall sein, wenn die Erntesaison beginnt. Auch im Einzelhandel gibt es stressige Phasen, sodass vor allem vor und um Weihnachten nach Aushilfen gesucht wird.

Muss ich als Aushilfe Steuern zahlen?

Steuern musst du nur dann zahlen, wenn du monatlich über 450€ verdienst. Solltest du diese Grenze nicht überschreiten, hast du keine Abgaben zu befürchten.

Manchmal kann es vorkommen, dass du größere saisonbedingte Schwankungen bei deinem Gehalt in Kauf nehmen musst. Du solltest dann individuell mit dem Finanzamt abklären, ob du weiterhin steuerfrei bleibst.

Grundsätzlich gilt: einen Monat pro Jahr darfst du die 450€ überschreiten, durchschnittlich musst du jedoch unter dieser Grenze bleiben. Spreche in solchen Fällen unbedingt mit einem Steuerberater.

Wo finde ich einen Aushilfsjob?

Wir raten dir, dich erst einmal in den bekannten Jobbörsen umzuschauen. Solltest du dort keine passende Ausschreibung finden, hast du jedoch noch andere Möglichkeiten.

Viele Unternehmen, vor allem in der Gastronomie und im Einzelhandel, schreiben ihre offenen Aushilfsstellen gar nicht bei bekannten Karriereportalen aus. Stattdessen drucken sie die Stellenbeschreibung und -anforderung aus, um sie im Schaufenster oder am Eingang zu platzieren. Halte also die Augen offen, wenn du an geeigneten Läden vorbei gehst.

Wenn du bereits eine Idee hast, wo genau du gerne arbeiten würdest, kannst du direkt nach offenen Stellen fragen. Das sogenannte Klinkenputzen ist auch heute noch oft von Erfolg gekrönt.

Wie viel verdienen Aushilfen und geringfügig Beschäftigte?

Wie viel du genau verdienst, hängt stark von der Branche ab, in der du arbeitest. Zudem spielen individuelle Faktoren eine Rolle, wie beispielsweise die Unternehmensgröße und der Standort deines Arbeitgebers.

Grundsätzlich ist dein Arbeitgeber jedoch verpflichtet, Mindestlohn zu zahlen. Dieser liegt um die zehn Euro und erhöht sich nahezu jährlich. Da du in der Regel geringfügig beschäftigt bist, verdienst du maximal 450€im Monat. Bei kurzfristigen Aushilfsbeschäftigungen kann dies auch deutlich mehr sein. Hilfst du beispielsweise bei der Ernte und arbeitest dort 40 Stunden in der Woche, verdienst du für die Zeit deutlich über 450€. Bedenke jedoch, dass dann eventuell Steuern fällig werden.

Welche Aufgaben haben Aushilfen?

Da du in nahezu jeder Branche als Aushilfe tätig sein kannst, lassen sich die genauen Aufgaben einer Aushilfe nicht verallgemeinern. Grundsätzlich sind es meist unterstützende Tätigkeiten (wie beispielsweise das Abräumen des Geschirrs im Restaurant oder das Einsortieren von Briefen im Postzentrum). Jedoch gibt es auch Aushilfsstellen mit mehr Verantwortung. Im Einzelhandel bist du womöglich für die Warenverräumung und das Beraten der Kunden zuständig und auch das Kassieren kann zu deinem Tätigkeitsbereich zählen.