Bewerbungsvorlage für Word 100% kostenlos herunterladen

Anmelden und herunterladen
Teazerbild

Kündigungsschreiben

„Hiermit kündige ich …“ – Das Kündigungsschreiben ist heikel und häufig mit vielen Fragen verbunden: Wie genau verfasse ich so ein Schreiben? Wie gestalte ich den Aufbau und welche Formalitäten muss ich beachten? In unserem Beitrag gehen wir auf alle diese Punkte ein und verraten dir, wie ein rechtskräftiges Kündigungsschreiben aussieht. Außerdem zeigen wir dir, welche Fristen und Aspekte du dabei unbedingt beachten solltest. Profitiere von unseren Tipps, Formulierungshilfen und kostenlosen Vorlagen.

Kündigungsarten in Deutschland

Hierzulande wird zwischen verschiedenen Kündigungsformen unterschieden. Zunächst ist es entscheidend, wer ein Arbeitsverhältnis beendet. Kündigst du als Arbeitnehmer deine Stelle, wird von einer Eigenkündigung gesprochen. Wirst du allerdings von deinem Arbeitgeber gekündigt, so handelt es sich um eine Fremdkündigung.


Darüber hinaus wird zwischen einer ordentlichen und einer außerordentlichen Kündigung unterschieden. Die Voraussetzung für ein ordentliches Kündigungsschreiben ist die Einhaltung der Kündigungsfrist, wohingegen bei dem außerordentlichen Kündigungsschreiben – auch fristlose Kündigung genannt – auf diese Frist verzichtet wird.

Mirko Bettenhausen

Mirko Bettenhausen

Fachautor von Bewerbung.net 

„Damit eine fristlose Kündigung wirksam ist, benötigt sie einen wichtigen Grund (z. B. Arbeitszeitenbetrug oder Beleidigung des Arbeitgebers). Diese kann erst dann erfolgen, wenn der Arbeitgeber vorher eine Abmahnung ausgesprochen, eine zweiwöchige Frist eingehalten und eine Prüfung eines milderen Mittels in Betracht gezogen wurde.“

Eine ordentliche Fremdkündigung erfolgt unter Anwendung des Kündigungsschutzgesetzes aus einem der folgenden drei Gründe:

  • Betriebsbedingt (Problematische Umstände im Unternehmen wie z. B. Insolvenz)

  • Verhaltensbedingt (Fehlverhalten des Arbeitnehmers wie z. B. Diebstahl)

  • Personenbedingt (Arbeitnehmer kann Aufgaben nicht mehr erfüllen z. B. durch Erkrankung)

Ein Grund muss vom Arbeitgeber erst genannt werden, wenn der Beschäftigte mindestens sechs Monate ohne Unterbrechung im Unternehmen gearbeitet hat und mehr als zehn Arbeitnehmer beschäftigt sind. Gilt für den Angestellten dieser Kündigungsschutz nicht, kann auch ohne Grund gekündigt werden.


Vor 2004 musste ein Betrieb mindestens fünf Angestellte beschäftigen, um einem Arbeitnehmer den Kündigungsschutz zu gewähren. Arbeitnehmer, die vorher eingestellt wurden, haben also weiterhin einen Schutz, wenn der Betrieb seither mindestens fünf Angestellte beschäftigt.

Eine ordentliche Eigenkündigung hingegen hat meistens private Gründe, wie z. B.:

  • Möglichkeit für bessere Aufstiegschancen / höheres Einkommen

  • Umzug in eine andere Stadt

  • Der Wunsch nach neuen Herausforderungen / Abwechslung

  • Berufliche Neuorientierung

Weitere ausführliche Infos zu den Kündigungsarten und alles zu den wichtigsten Rahmenbedingungen bei einer Kündigung findest du in unserem Artikel „Kündigung“.

Aufbau & Inhalt des Kündigungsschreibens – Beispiele

Wer eine Kündigung schreibt, muss klar verdeutlichen, dass es sich um eine Vertragskündigung handelt. Darüber hinaus gibt es keine inhaltlichen Vorschriften für das Schreiben – Allerdings sind die meisten sehr ähnlich aufgebaut.

Formaler Aufbau – Die Grundlagen

Neben den Grundvoraussetzungen müssen auch im formalen Aufbau einige Formvorschriften berücksichtigt werden, damit das Kündigungsschreiben rechtskräftig ist.

Formaler Aufbau Kündigungsschreiben
  • Briefkopf: Da es sich um ein offizielles Dokument handelt, müssen deine Kontaktdaten und die Anschrift des Empfängers angegeben werden. Am besten adressierst du das Kündigungsschreiben direkt an den zuständigen Ansprechpartner, um die Gültigkeit zu garantieren.

  • Datum: Rechtsbündig im Dokument folgt das Ausstellungsdatum des Schreibens. Es sagt aus, an welchem Tag du es verfasst bzw. ausgestellt hast. Zusätzlich musst du im Hauptteil noch einmal explizit das Datum erwähnen, zu dem du den Vertrag kündigen möchtest.

  • Betreffzeile: Nutze die Betreffzeile des Kündigungsschreibens, um deutlich zu kommunizieren, dass es sich um eine Kündigung handelt. Außerdem kannst du Folgendes im Betreff nennen: Personalnummer, Vertragsbeginn, Vertragsende, Begründung (z. B. Kündigung in der Probezeit, gesundheitliche Gründe, etc.).

Beispiele für die Betreffzeile:

  • „Fristgerechte Kündigung des Arbeitsverhältnisses zum TT.MM.JJJJ“

  • „Ordentliche Kündigung des Arbeitsverhältnisses vom TT.MM.JJJJ“

  • „Kündigung des Arbeitsvertrages zum TT.MM.JJJJ, Personalnummer: 12345“

Hauptteil – Erklärung & Nennung der Kündigungsfrist

Du beginnst wie bei einem Bewerbungsschreiben mit einer persönlichen Anrede. Darauf folgt der Teil, in dem du dem Empfänger mitteilst, dass du mit diesem Schreiben den Vertrag kündigst. Wichtig ist, dass dies unmissverständlich formuliert wird. Bringe außerdem die Kündigungsfrist in deinem Schreiben unter, indem du das Datum nennst, zu dem der Vertrag beendet wird.

Beispiele für den Hauptteil:

  • „Sehr geehrter Herr Beispiel,
    hiermit kündige ich das bestehende Arbeitsverhältnis zum TT.MM.JJJJ.“

  • „Sehr geehrte Frau Beispiel,
    hiermit kündige ich meinen Vertrag unter Einhaltung der vertraglich vereinbarten Kündigungsfrist zum TT.MM.JJJJ.“

  • „Sehr geehrter Herr Beispiel,
    hiermit kündige ich meinen bestehenden Arbeitsvertrag ordentlich und fristgerecht zum nächstmöglichen Datum.“

Die Angabe eines Kündigungsgrunds ist bei einer ordentlichen Kündigung nicht erforderlich. Bei einer außerordentlichen Kündigung, also im Fall von Mobbing, Diskriminierung, etc., kann es sein, dass du dem Vorgesetzten den Grund nennen musst.

Schlussteil – Danksagung und Unterschrift

Ein weiterer Bestandteil des Schreibens ist eine kurze und formale Danksagung. Mit ihr sowie einer freundlichen Grußformel und deiner persönlichen Unterschrift beendest du das Kündigungsschreiben.

Beispiele für den Schlussteil:

  • „Herzlichen Dank für die Zusammenarbeit. Ich konnte mich auf fachlicher und persönlicher Ebene weiterentwickeln und neue Eindrücke gewinnen.
    Mit freundlichen Grüßen
    (Name und Unterschrift)“

  • „Ich habe in Ihrem Unternehmen viel für meine berufliche Zukunft gelernt. Dafür bedanke ich mich und wünsche Ihnen und dem Unternehmen weiterhin alles Gute.
    Mit freundlichen Grüßen
    (Name und Unterschrift)“

  • „Ich bedanke mich für die ausgesprochen gute und kollegiale Zusammenarbeit. Ich konnte in Ihrem Unternehmen viel lernen und bin für die entgegengebrachte Unterstützung sehr dankbar.
    Mit freundlichen Grüßen
    (Name und Unterschrift)“

Bei einer nicht so reibungslosen Trennung vom Unternehmen kannst du diesen Teil des Schreibens kürzer gestalten:

Beispiel für einen neutralen Abschluss:

  • „Ich bedanke mich für die Zusammenarbeit.
    Mit freundlichen Grüßen
    (Name und Unterschrift)“

Zudem kannst du im Schlusssatz optional noch um eine Empfangsbestätigung sowie ein Arbeitszeugnis bitten.


Fragst du am Ende deines Kündigungsschreibens um eine schriftliche Bestätigung, kann dies mögliche Komplikationen im Nachhinein verhindern.

Beispiele für die Bitte um eine Empfangsbestätigung:

  • „Ich bitte Sie, mir eine Empfangsbestätigung an die obige Adresse zu schicken.“

  • „Bitte bestätigen Sie den Empfang meiner Kündigung schriftlich.“

  • „Ich bitte Sie, mir den Erhalt meiner Kündigung sowie das Datum, zu dem der Arbeitsvertrag endet, zu bestätigen.“

Ben Dehn

Ben Dehn

Fachautor von Bewerbung.net 

„Grundsätzlich gilt ein Kündigungsschreiben bei formgerechter Verfassung und Empfangsbestätigung einseitig. Somit ist kein Einverständnis der anderen Partei notwendig, allerdings ist die schriftliche Anerkennung hilfreich, um rechtliche Streitigkeiten zu vermeiden.“

Nach der Kündigung folgt in den meisten Fällen die Jobsuche. Trifft das auch auf dich zu, solltest du in deinem Kündigungsschreiben um ein qualifiziertes Arbeitszeugnis bitten. Es legt deine Schlüsselqualifikationen, Zuständigkeitsbereiche und Aufgaben der Tätigkeit offen und kann dir evtl. einen Vorteil im zukünftigen Bewerbungsprozess verschaffen.

Beispiele für die Bitte um ein qualifiziertes Arbeitszeugnis:

  • „Ich bitte Sie, mir ein qualifiziertes Arbeitszeugnis auszustellen und mir dies an die obige Adresse zu schicken.“

  • „Bitte stellen Sie mir ein qualifiziertes, berufsförderndes Arbeitszeugnis aus.“

  • „Ich bitte Sie um die Ausstellung eines qualifizierten Arbeitszeugnisses.“

Um die Kündigungsfrist zu umgehen, kannst du deinen Arbeitgeber um einen Aufhebungsvertrag bitten. Dieser ist jedoch nicht dazu verpflichtet, dem Vertrag zuzustimmen. Für eine angemessene Bitte muss kein Grund genannt werden und auch eine bestimmte Form gibt es nicht.

Beispiel für eine Bitte um einen Aufhebungsvertrag:

  • „Ich bitte Sie herzlichst darum, meinen Arbeitsvertrag zum TT.MM.JJJJ aufzuheben. Wenn dies nicht möglich ist, kündige ich meinen Vertrag fristgerecht zum TT.MM.JJJJ.“

Kündigungsschreiben Vorlagen – Kostenlose Downloads

Kündigungsschreiben Arbeitgeber

Blogpostvorschaubild Zum Download

Kündigungsschreiben Arbeitnehmer

Blogpostvorschaubild Zum Download

Kündigungsschreiben Fitnessstudio

Blogpostvorschaubild Download

Kündigungsschreiben Handyvertrag

Blogpostvorschaubild Download

Kündigungsschreiben Versicherung

Blogpostvorschaubild Download

Kündigungsschreiben Wohnung

Blogpostvorschaubild Download

Vorlage mit Mustertext – Das steckt drin:

  • Kostenloser Download

  • Vorlagen für Kündigungsschreiben

  • Jederzeit wiederverwendbar

  • Bearbeitbare Microsoft Word-Datei (.docx)

Die Kündigungsfrist eines Mietvertrags ist unabhängig davon, wie lange du schon in der Wohnung lebst. Der Mietvertrag wird grundsätzlich mit einer Frist von drei Monaten spätestens zum dritten Werktag des Monats gekündigt.


Versicherungs- und Handyverträge werden meist für eine gewisse Laufzeit abgeschlossen. Wird nicht rechtzeitig gekündigt, wird diese um eine vertraglich festgelegte Zeit verlängert und muss vor Ende dieser Laufzeit abgeschlossen werden. Auch hier gilt die Frist von drei Monaten.


Um eine Mitgliedschaft im Fitnessstudio zu kündigen, muss ebenfalls eine Frist von drei Monaten eingehalten werden. Hier ist es sogar möglich, die Kündigung per E-Mail an das Studio zu schicken, jedoch solltest du unbedingt nach einer unverzüglichen Empfangsbestätigung bitten. Eine Unterschrift ist dabei auch nicht mehr zwingend notwendig, denn der volle Name und die richtige Anschrift sind völlig ausreichend.


Eine Sonderkündigung kann aus gesundheitlichen Gründen bestätigt durch ein ärztliches Attest erfolgen. Solltest du umziehen, besteht darauf leider kein Recht. Viele Fitnessstudios genehmigen jedoch ein Kündigungsschreiben aus Kulanz. Darum lohnt es sich, dort persönlich nachzufragen.

Das Kündigungsschreiben – Vorschriften & Gültigkeit

Um einen Vertrag zu beenden, ist ein Kündigungsschreiben notwendig. Im Arbeitsrecht ist eine Kündigung eine „einseitige, empfangsbedürftige Willenserklärung“ mit dem Ziel, ein bestehendes Rechtsverhältnis aufzuheben. Somit ist ein Kündigungsschreiben bei Einhaltung bestimmter Fristen und Bedingungen gültig, ohne dass die Gegenseite des Vertrags zugestimmt hat.

Damit die Kündigung rechtskräftig und somit gültig ist, muss …

  • … das Schreiben schriftlich erfolgen (nicht elektronisch / mündlich).

  • … sie handschriftlich und mit vollem Namen unterschrieben werden.

  • … die Kündigungsfrist eingehalten werden (fristgerechte Zustellung zu einem vorher festgelegten Zeitpunkt).

  • … die Aussage des Schreibens eindeutig sein („Hiermit kündige ich meinen Vertrag XXX.“).

Rechtskräftige Zustellung eines Kündigungsschreibens

Für eine rechtskräftige Zustellung des Kündigungsschreibens müssen Arbeitnehmer und Arbeitgeber wissen, an wen und vor allem wann das Schreiben verschickt wird.

Die Kündigungsfrist

Die Kündigungsfrist ist der Zeitraum zwischen dem Eintreffen des Kündigungsschreibens und dem letzten Tag des Arbeitsverhältnisses.


Bei einem Kündigungsschreiben vom Arbeitnehmer gilt die sogenannte Grundkündigungsfrist, welche vier Wochen zum Fünfzehnten oder zum Ende eines Kalendermonats beträgt (§ 622 BGB Abs. 1) und unabhängig von der Beschäftigungsdauer ist.


Wenn du dein Arbeitsverhältnis kündigen möchtest, solltest du dir nicht zu viel Zeit lassen. Errechne dir anhand der geltenden Fristen das Datum aus, an dem das Schreiben spätestens zugestellt sein muss. Natürlich kannst du im Vorfeld ein Gespräch mit deinem Chef ausmachen, in dem du den bevorstehenden Abtritt ankündigst.


Bei einem Kündigungsschreiben vom Arbeitgeber variiert die Kündigungsfrist mit der Anstellungsdauer des Arbeitnehmers in dem Unternehmen (§ 622 BGB Abs. 2).

Kündigungsfrist

Dennoch gibt es Ausnahmen, bei denen die Kündigungsfrist abweicht:

  • Außerordentliches Kündigungsschreiben (Kündigungsfrist verfällt)

  • Abweichende, im Arbeitsvertrag / Tarifvertrag festgelegte Kündigungsfrist

  • Erhalt des Kündigungsschreibens in der Probezeit (bei einer Probezeit von sechs Monaten beträgt die Kündigungsfrist ca. zwei Wochen)

Der richtige Empfänger

Das Kündigungsschreiben muss an den richtigen Adressaten gerichtet sein. In den meisten Fällen ist das dein Vorgesetzter oder die Personalabteilung. Erreicht dein Schreiben nicht die rechtmäßig zuständige Person, ist sie unter Umständen nicht gültig.


Als zugestellt gilt das Kündigungsschreiben, sobald es im Machtbereich des Empfängers ist. Das können zum Beispiel der Briefkasten oder der Schreibtisch des zuständigen Personalverantwortlichen sein. Eine persönliche Zustellung unter Zeugen ist hierbei auf jeden Fall zu empfehlen, um Komplikationen zu vermeiden.


Ist das Kündigungsschreiben schriftlich und den formalen Anforderungen entsprechend zugestellt, dann ist es gültig und kann rechtlich nicht mehr rückgängig gemacht werden.

Du benötigst alle Infos zum Kündigungsschreiben in einer übersichtlichen Liste? Bekommst du bei uns! Hier erhältst du eine kostenlose Checkliste mit allen wichtigen Infos und Tipps.

Arbeitsrechte bestimmter Arbeitsgruppen

Bestimmte Gruppen von Arbeitnehmern können aufgrund des Kündigungsschutzgesetzes nur erschwert entlassen werden. Diese sind beispielsweise folgende Personengruppen:

  • Betriebsratsmitglieder

  • Menschen mit Behinderung

  • Azubis nach der Probezeit

  • Frauen in der Schwangerschaft (bis zu 4 Monate nach der Entbindung)

  • Arbeitnehmer in Eltern- und Pflegezeit

Teilzeitkräfte, Minijobber sowie Praktikanten haben nach der Probezeit dieselben Kündigungsrechte wie Vollzeit-Angestellte.


Führungskräfte sind je nach Funktion meistens nicht durch einen Kündigungsschutz abgesichert und werden auch nicht vom Betriebsrat vertreten. Da die Führungsposition das Unternehmen angemessen repräsentieren soll und somit einer strengeren Verhaltenspflicht unterliegt, ist eine verhaltensbedingte Kündigung schneller möglich. Wird eine leitende Kraft jedoch grundlos gekündigt, kann das Gericht eine Abfindung festlegen.

Häufig gestellte Fragen zum Kündigungsschreiben

Wie kommst du früher aus einem Arbeitsvertrag heraus? Kann dieser widerrufen werden? Wie wird der Resturlaub nach einer Kündigung geregelt? Diese und weitere wichtige Fragen zum Kündigungsschreiben beantworten wir dir im folgenden Abschnitt.

Kann ich kündigen, bevor ich den Job überhaupt angetreten habe?

Es kommt gar nicht so selten vor, dass sich der Bewerber plötzlich gegen einen Job entscheidet, obwohl der Vertrag längst unterzeichnet wurde. Manchmal ist ein Angebot eines anderen Arbeitgebers einfach attraktiver oder nach längerer Überlegung überschneidet sich die Stelle nicht mit seinen Zukunftsplänen.


Wurde ein unbefristeter Arbeitsvertrag ausgemacht, können Arbeitnehmer vor dem vereinbarten Dienstbeginn vorzeitig kündigen und müssen nicht antreten. Achte darauf, dass dies im Vertrag nicht ausdrücklich ausgeschlossen wird.

Ist es möglich, früher aus dem Vertrag zu kommen?

Ja, es ist möglich. Du kannst beispielsweise Gebrauch vom sogenannten Aufhebungsvertrag machen. Das bedeutet, dein Arbeitgeber stimmt freiwillig zu, dich vorzeitig zu entlassen. Da er jedoch nicht dazu verpflichtet ist, kann er durchaus ablehnen. Eine weitere Möglichkeit ist das Verhandeln eines vorzeitigen Entlassens durch die Inanspruchnahme der restlichen Urlaubstage und angesammelter Überstunden.


Liegen wichtige Gründe vor, darf der Arbeitnehmer außerordentlich und fristlos kündigen. Mobbing am Arbeitsplatz oder auch eine große Summe an fehlendem Lohn sind solche triftigen Gründe.

Die Kündigung ist bereits eingereicht – Kann ich diese noch widerrufen?

Hast du deine Kündigung schon bei deinem Chef eingereicht und diese somit wirksam gemacht, kannst du nicht ohne Weiteres aus der Kündigung raus. Möchtest du diese zurücknehmen, musst du das mit deinem Chef persönlich klären. Es liegt nun in seiner Hand, ob er das Angebot der Fortsetzung annimmt.

Wann lohnt sich eine Kündigungsschutzklage und wer trägt die Kosten?

Der Kündigungsschutz gibt dem Arbeitnehmer die Möglichkeit, eine ungerechtfertigte Kündigung mittels einer Klage abzuwehren. Dabei wird die Wirksamkeit vom zuständigen Arbeitsgericht überprüft und bei erfolgreicher Klage eine Weiterbeschäftigung gewährleistet oder eine Abfindung zugesprochen.


Jede Partei zahlt seine Anwaltskosten selbst, jedoch muss der Verlierer des Prozesses die Gerichtskosten tragen.

Kann eine Kündigung auch per E-Mail erfolgen?

Im Falle einer Arbeitskündigung ist immer die schriftliche Form einzuhalten. Somit ist die Übermittlung des Kündigungsschreibens per E-Mail und sämtlichen anderen Wegen (z. B. mündlich, elektronisch, per Fax oder SMS) nicht rechtswirksam.

Was passiert mit dem Resturlaub nach Eingang des Kündigungsschreibens?

Die restlichen Urlaubstage müssen von dem Arbeitnehmer vor der Beendigung der Arbeitsstelle genommen werden. Wird der Urlaub nicht gewährt, muss er vom Arbeitgeber abgegolten werden (§7 BUrlG Abs. 4).

Wie reiche ich meine Kündigung ein, wenn der Chef im Urlaub ist?

Grundsätzlich muss der Chef eine Vertretung berufen, die in seinem Namen die Kündigung annimmt oder dafür sorgen, dass er im Urlaub erreichbar ist. Er muss also seine Abwesenheit so organisieren, dass eine ordnungsgemäße Zustellung gewährleistet ist.