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Englischer Lebenslauf

Bewerbungen auf Englisch werden heutzutage immer häufiger benötigt. Doch vor allem der englische Lebenslauf unterscheidet sich in wesentlichen Punkten von der deutschen Variante. In diesem Beitrag findest du nicht nur alles Wissenswerte zum Lebenslauf auf Englisch, sondern auch hilfreiche Vokabeln und kostenlose Vorlagen.

Ein Beitrag von Ben Dehn

Formen des englischen Lebenslaufs

Der englische Lebenslauf kommt in zwei Varianten daher:

CV vs. Résumé - Unterschiede

Das Curriculum Vitae (kurz: CV) stellt auf 2-3 Seiten deinen gesamten beruflichen Werdegang dar. Neben Jobs werden hier auch Weiterbildungen, Zertifikate und (wissenschaftliche) Publikationen aufgelistet.


Im Gegensatz zur ausführlichen Darstellung des CV nennst du in einem Résumé nur die wichtigsten Stationen deines Werdegangs. Außerdem werden hier besondere Kenntnisse und Soft Skills hervorgehoben, die für die angestrebte Position von Relevanz sind.


Wichtig: Während du bei einem CV mehr Platz hast, müssen die Inhalte des Résumé auf eine DIN A4-Seite passen. Achte dennoch darauf, dass die einzelnen Abschnitte sichtbar voneinander abgegrenzt sind und verwende keine zu kleinen Schriftgrößen. Eine gute Lesbarkeit deines Résumé sollte gewährleistet sein.

Das Résumé gehört vor allem bei Bewerbungen in den USA und Kanada zum Standard. 


Das Curriculum Vitae dagegen wird vorrangig in Großbritannien und anderen englischsprachigen Ländern verwendet und kommt außerdem bei Bewerbungen im wissenschaftlichen Kontext zum Einsatz. Auch bei der englischsprachigen Bewerbung innerhalb Deutschlands sowie anderen europäischen Ländern wird oft ein CV gefordert.

Eine klare Abgrenzung der beiden Begriffe findet im täglichen Sprachgebrauch nicht immer statt. Und auch der deutsche Lebenslauf wird manchmal umgangssprachlich als CV oder Résumé bezeichnet. In der Regel kannst du dich jedoch nach den Bezeichnungen in der Stellenbeschreibung richten.

Englischen Lebenslauf erstellen - Schritt-für-Schritt-Anleitung

In diesem Abschnitt findest du ausführliche Informationen zum Aufbau & Inhalt des englischen Lebenslaufs. Wir gehen im Detail auf jede Kategorie des CV / Résumé ein und liefern passende Beispiele. Du möchtest deinen Lebenslauf direkt mit Inhalten füllen? Dann kannst du zusätzlich unsere kostenlosen Word-Vorlagen sowie die Vokabelliste am Ende dieses Artikels verwenden.

Hinweis: Die unten beschriebenen Kategorien (Berufserfahrung, Kenntnisse etc.) gelten sowohl für das CV als auch für das Résumé. Beachte jedoch die im vorherigen Abschnitt beschriebenen Unterschiede – das Résumé wird deutlich kürzer gehalten.

Kontaktdaten

Genau wie der deutsche Lebenslauf, enthalten auch das CV und das Résumé deine Kontaktdaten. Hier sollten Name, AdresseTelefonnummer und E-Mail-Adresse angegeben werden. Darüber hinaus kannst du auch Profile in sozialen Netzwerken (v.a. XING und LinkedIn) verlinken, jedoch nur wenn diese gepflegt sind und weitere Argumente für dich als Bewerber liefern. Fleißige Entwickler können hier z.B. auf ihr GitHub-Profil verweisen.


Persönliche Angaben wie das Geburtsdatum, die Nationalität oder der Familienstand haben in einem englischen Lebenslauf nichts zu suchen! Auch ein Bewerbungsfoto wird nicht verwendet. Grund dafür sind die strikten Antidiskriminierungsgesetze in Ländern wie den USA, Kanada oder Großbritannien. Vor allem in Nordamerika werden Bewerbungen mit Foto oder persönlichen Informationen oft direkt aussortiert.


Ausnahme: Auch deutsche Unternehmen, die im internationalen Kontext tätig sind, fordern manchmal englische Bewerbungsunterlagen. In diesem Fall kannst du deinen Lebenslauf jedoch nach deutschen Standards aufbauen und lediglich übersetzen.

Englischer Lebenslauf - Kontaktdaten

Executive Summary / Career Objective

Das (Executive) Summary ist ein optionaler Bestandteil des englischen Lebenslaufs und kann sowohl im CV als auch im Résumé eingesetzt werden. Hier nennst du in zwei bis drei Sätzen deine relevante Berufserfahrung sowie deine wichtigsten Qualifikationen. Das Summary wird meist zuerst gelesen und dient als Zusammenfassung deines englischen Lebenslaufs. Es eignet sich vor allem für Bewerber mit mehrjähriger Praxiserfahrung.

Englischer Lebenslauf - Summary

Das (Career) Objective kann anstelle des Summary verwendet werden und legt einen Fokus auf deine Motivation. Auch hier nennst du zunächst deine Praxiserfahrung, deinen Universitätsabschluss oder vergleichbare Qualifikationen sowie deine fachlichen Stärken. Anschließend gehst du in einem Satz auf deine Karriereziele ein. 


Wichtig ist, dass an dieser Stelle auch der Nutzen für das Unternehmen deutlich wird. Auch das Career Objective umfasst 2-3 Sätze und eignet sich vor allem für Berufseinsteiger.


Sowohl Summary als auch Career Objective werden in der 3. Person formuliert und die Sätze auf das Wesentliche gekürzt (siehe Beispiele).

Englischer Lebenslauf - Objective

Work Experience (Berufserfahrung)

Unter der Kategorie „Work Experience“ oder „Professional Experience“ gibst du in antichronologischer Reihenfolge (= neueste zuerst) die Stationen deines beruflichen Werdegangs an. 


Im CV ist diese Auflistung in der Regel vollständig und umfasst auch kleinere Jobs. Bewerber mit viel Berufserfahrung können jedoch irrelevante Inhalte kürzen, vor allem dann, wenn das CV ansonsten mehr als drei DIN A4-Seiten umfassen würde.


Das Résumé dagegen legt weniger Wert auf Vollständigkeit und ist stattdessen stärker auf die jeweilige Stelle ausgerichtet. Bewerber mit mehrjähriger Berufserfahrung sollten hier nur die neuesten bzw. relevantesten Beschäftigungen nennen, Berufseinsteiger können in ihrem Résumé dagegen auch Praktika oder die Mitarbeit in studentischen Organisationen aufführen.


Wie auch im deutschen Lebenslauf werden berufliche Stationen in beiden Formen des englischen Lebenslaufs mit Angabe des Zeitraums, der Positionsbezeichnung und des Unternehmens aufgelistet. Unter jeder Station kannst du außerdem in Stichpunkten deine wichtigsten Tätigkeiten und Erfolge (konkrete Zahlen!) nennen. Dabei solltest du stets darauf achten, dass diese auch für die angestrebte Position relevant sind.

Praktika (engl.: „Internships“) können im englischen Lebenslauf eine eigene Kategorie darstellen, sofern du mehrere absolviert hast.

Englischer Lebenslauf - Berufserfahrung

Education (Bildung)

Die Kategorie „Education“ beschreibt deine (universitäre) Bildung. Die jeweiligen Stationen werden ähnlich angegeben wie deine Berufserfahrung: Zeitraum, ggf. Studiengang und der Name der Institution werden genannt. Die Auflistung der Aufgaben entfällt. Schwerpunkte, besondere Auszeichnungen oder das Thema deiner Abschlussarbeit können je nach Relevanz genannt werden.


Die Grundschule wird im englischen Lebenslauf niemals genannt. Hast du bereits einen Universitätsabschluss erworben, kann auch die weiterführende Schule weggelassen werden.

Wenn du keine oder nur wenig relevante Berufserfahrung hast, dann stelle die Kategorie Bildung vor deine Berufserfahrung.

Englischer Lebenslauf - Bildung

Skills and Qualifications (Kenntnisse & Fähigkeiten)

Die Darstellung der jobrelevanten Kenntnisse erfolgt im englischen Lebenslauf ähnlich wie in der deutschen Variante.  Lies die Stellenbeschreibung aufmerksam durch, identifiziere die geforderten Kernqualifikationen und versuche, diese in deinem CV oder Résumé bestmöglich abzudecken. Verwende dabei Schlüsselwörter aus der Stellenbeschreibung. Falsche Angaben sind jedoch ein No-Go.


Genau wie im deutschen Lebenslauf gibst du auch hier zu jedem Eintrag (z.B. „Microsoft Word“) dein aktuelles Kompetenzniveau an. Im Deutschen sind das z.B. „Grundkenntnisse“ oder „sehr gute Kenntnisse“. 

Im CV und Résumé sind folgende Abstufungen beim Kompetenzniveau möglich:

  • beginner: Grundkenntnisse

  • intermediate: Du kannst eine Anwendung, Programmiersprache o.Ä. in der Praxis zielführend einsetzen.

  • advanced: Sehr gute Kenntnisse

  • expert: Expertenniveau

Sprachkenntnisse können z.B. folgendermaßen eingeordnet werden:

  • basic: Grundkenntnisse

  • intermediate: konversationssicher / gut

  • proficient: verhandlungssicher

  • native: Muttersprache

Kenntnisse in der Kategorie „Skills and Qualifications“ sollten zur besseren Übersicht sinnvoll gruppiert werden. Unterkategorien wie „Computer Skills“ (EDV-Kenntnisse) oder „Languages“ (Sprachkenntnisse) sind auch im CV und Résumé üblich. Besondere Vorgaben existieren nicht – wichtig ist, dass deine Qualifikationen für Personaler auf den ersten Blick erkennbar sind. Beispielsweise können Bewerber in der IT die gesamte Kategorie als „Technical Skills“ bezeichnen und diese u.a. in Programmiersprachen, Software- und Hardwarekenntnisse aufgliedern.


Eine Besonderheit englischer Lebensläufe ist, dass auch Soft Skills genannt werden. In deutschen Lebensläufen ist dies eher unüblich. Liste 4-8 jobrelevante Soft Skills auf, wobei du dich auch hier auf die Anforderungen der Stellebeschreibung fokussieren kannst und solltest. Achte darauf, dass die wichtigsten Punkte abgedeckt sind. Für Grafikdesigner ist Kreativität eine unverzichtbare Eigenschaft, während Pflegekräfte belastbar sein müssen.

Englischer Lebenslauf - Kenntnisse

Continuing Training (Weiterbildungen)

In dieser Kategorie kannst du mögliche Fort- und Weiterbildungen angeben. Diese werden genauso angegeben wie Stationen in der Kategorie „Beruflicher Werdegang“ – mit Datum, Bezeichnung, Ort und Institution. Auch hier können ggf. inhaltliche Schwerpunkte genannt werden.  

Certificates and Awards (Zertifikate & Auszeichnungen)

Relevante Zertifikate und Auszeichnungen können sowohl im CV als auch im Résumé angegeben werden. Achte jedoch darauf, dass es sich um seriöse Institutionen handelt.

Hobbys and Interests (Hobbys & Interessen)

Hobbys und Interessen sind auch im englischen Lebenslauf eine optionale Angabe. Diese können bei einem späteren Jobinterview als Gesprächseinstieg dienen und signalisieren im Idealfall das Vorhandensein bestimmter Kenntnisse und Soft Skills (z.B. Teamfähigkeit).

References (Referenzen)

Bei Bewerbungen in Deutschland ist die Angabe von Referenzen eher unüblich. In englischsprachigen Ländern dagegen werden sie oft verlangt. Falls du Referenzen in deinem CV oder deinem Résumé angeben möchtest, steht die Kategorie „References“ in der Regel an letzter Stelle.


Hier nennst du 2-4 Referenzgeber – Personen, die deine Arbeit schätzen und bereit sind, auf Nachfrage Auskunft zu deinen persönlichen und fachlichen Stärken zu geben. Wähle die Referenzgeber gezielt aus. Ehemalige Vorgesetzte sind eine gute Wahl, Familienmitglieder dagegen nicht. 

Englischer Lebenslauf - Referenzen

Englische Lebenslauf Vorlagen - Kostenlose Downloads

Ob Schüler, Student oder erfahrener Mitarbeiter – unsere kostenlosen Microsoft Word Vorlagen für englische Lebensläufe (sowohl CV als auch Résumé) kannst du ganz einfach downloaden und als Orientierungshilfe nutzen.

Basisvorlagen für CV und Résumé

Sowohl das CV als auch das Résumé sollten so aufgebaut sein, dass deine Stärken hervorgehoben werden. Wichtige Inhalte müssen für Personaler auf den ersten Blick erkennbar sein. Unsere Basisvorlagen sind an das jeweilige Lebenslauf-Format angepasst und überzeugen mit einer übersichtlichen Struktur.

Anprechende Designs für den englischen Lebenslauf

Falls du mit deinem englischen Lebenslauf aus der Bewerbermasse hervorstechen möchtest, findest du bei uns ansprechende Designvorlagen. Die Inhalte können in Word nach Belieben angepasst werden - die Vorlagen eignen sich daher sowohl für das CV als auch für das Résumé.

Ben Dehn

Ben Dehn

Fachautor von Bewerbung.net

„Du kannst deinem LinkedIn- oder Xing-Profil einen englischen Lebenslauf hinzufügen und erhöhst somit deine Chancen, von einem internationalen Headhunter gefunden zu werden.“

Die wichtigsten Unterschiede zum deutschen Lebenslauf

Bei der Erstellung eines englischen Lebenslaufs (CV oder Résumé) sind im Gegensatz zur deutschen Variante folgende Besonderheiten zu beachten:

  • Anonymisierung der Bewerbung: Bei der Bewerbung in englischsprachigen Ländern enthalten sowohl das CV als auch das Résumé keine persönlichen Informationen (Geburtsdatum, Nationalität, Familienstand, Religion) und kein Bewerbungsfoto.

  • Keine Unterschrift: Das englischsprachige Bewerbungsschreiben (Cover Letter) wird unterschrieben, der Lebenslauf jedoch nicht.

  • Hervorhebung von Erfolgen: Besonders bei Bewerbungen in den USA ist üblich, einen Fokus auf die eigenen Erfolge zu legen. Dabei sollten, wenn möglich, konkrete Zahlen genannt werden.

Häufige Fehler im englischen Lebenslauf

  • Zeichensetzung: Kommata werden im Englischen grundsätzlich anders gesetzt als im Deutschen. Während im Deutschen vor jedem „dass“ ein Komma gesetzt wird, bleibt es bei einem englischen „that“ einfach aus.

  • Britisches und amerikanisches Englisch vertauschen: Eine Vielzahl von Vokabeln unterscheiden sich im britischen und amerikanischen Englisch. Beispielsweise enden Worte auf Britisch mit „-our“ und „-ise“, während sie im amerikanischen Englisch auf „-or“ (colour / color) und „-ize“ (organise / organize) enden.

  • Verwendung deutscher Standards: Achte darauf, deine auf deutschen Standards basierenden Angaben (z.B. Schulnoten, Sprachniveaus, Abschlüsse, Zertifizierungen) an die Standards des Ziellandes anzupassen oder zumindest sinnvoll zu übersetzen/erklären.

  • Groß- und Kleinschreibung: In der englischen Sprache werden im Fließtext auch Nomen klein geschrieben. In Überschriften dagegen wird meist groß geschrieben, ebenso bei Eigen-/Markennamen oder besonderen Bezeichnungen.

Wichtige Vokabeln für den englischen Lebenslauf

Neben einem Fokus auf deine fachliche Eignung sollte dein englischer Lebenslauf auch sprachlich überzeugen. Übersetze deinen deutschen Lebenslauf nicht eins-zu-eins, sondern verwende die im CV und Résumé üblichen Bezeichnungen für Kategorien, Kenntnisse und Soft Skills. In diesem Abschnitt haben wir die wichtigsten Vokabeln zum englischen Lebenslauf für dich zusammengestellt.

Kategorien im englischen Lebenslauf:

  • Persönliche Angaben = Personal Details

  • Zusammenfassung = (Executive) Summary

  • Karriereziel = Career Objective

  • Beruflicher Werdegang = Work Experience / Professional Experience

  • Bildung = Education

  • Akademische Bildung = Academic Education

  • Praktika = Internships

  • Weiterbildungen = Continuing Training / Continuing Education

  • Kenntnisse und Qualifikationen = Skills and Qualifications

  • EDV-Kenntnisse = Computer Skills / IT Skills

  • Sprachkenntnisse = Languages

  • Zertifikate = Certificates

  • Auszeichnungen = Awards

  • Referenzen = References

Soft Skills im englischen Lebenslauf:

  • Führungsstärke = strong leadership skills

  • Belastbarkeit = resilience

  • Anpassungsfähigkeit = adaptability

  • Teamfähigkeit = ability to work as part of a team

  • Kreativität = creativity

  • Zuverlässigkeit = reliability

  • Stressresistenz = stress tolerance

  • Geduld = patience

  • Zeitmanagement = time management

  • Problemlösungsfähigkeit = problem-solving skills

  • Sorgfalt = diligence

  • Präsentationfähigkeit = presentation skills

Beschreibung deiner Kenntnisse:

  • Grundkenntnisse = basic knowledge

  • Anfänger = beginner

  • Mittleres Niveau = intermediate level

  • Fortgeschrittene Kenntnisse = advanced knowledge

  • Expertenniveau = expert level

Wir haben dir über 100 der wichtigsten Vokabeln für deinen englischen Lebenslauf in einer PDF zusammengefasst. Lade dir die Datei durch einen Klick auf den Button kostenlos herunter!

Ein Foto von Ben Dehn

Autor: Ben Dehn

Ben entschied sich nach seinem Lehramtsstudium dazu, seinen Weg zunächst im Journalismus zu bestreiten. Nach sieben Jahren bei Print, Online und Radio heuerte er 2013 bei der webschmiede GmbH an und betreute im „Die Bewerbungsschreiber“ Team Personen auf sämtlichen Hierarchieebenen. Durch seine Tätigkeit konnte er sein Know-how im Karrierebereich stetig vertiefen. Heute schreibt Ben Dehn hilfreiche Fachartikel, hält Vorträge und gibt Interviews, Workshops & Seminare.


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