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Initiativbewerbung

Was genau ist eine Initiativbewerbung und in welchen Situationen ist sie wichtig? Antworten auf diese Fragen sowie Informationen und was du alles bei der Erstellung dieser speziellen Bewerbungsart beachten musst, findest du in diesem Artikel. Es erwarten dich nützliche Tipps, eine Vielzahl an Formulierungshilfen und eine kostenlose Vorlage zum Download.

Was ist eine Initiativbewerbung?

Eine Initiativbewerbung ist eine Bewerbung, die sich nicht direkt auf ein ausgeschriebenes Stellenangebot bezieht. Du wartest also nicht, bis dein Wunschunternehmen eine passende Position ausschreibt, sondern ergreifst die Initiative, um dort deine Arbeitsleistung anzubieten!

Vorsicht! 

Im Netz gibt es viele Bewerbungsmuster, die dir versprechen, mit dieser Vorlage sehr schnell das „perfekte“ Anschreiben für deine Initiativbewerbung zu erhalten. Da du dich jedoch nicht auf eine Stellenausschreibung beziehen kannst, ist es hier besonders wichtig, deine Formulierungen speziell auf das Unternehmen auszurichten und mit Individualität zu punkten.


Das gilt natürlich auch, wenn du dich für ein Praktikum, eine Ausbildung oder eine Werkstudentenstelle bewirbst: Eine Initiativbewerbung ist alles andere als eine Universalbewerbung oder Blindbewerbung.

Bedeutung der Initiativbewerbung – Vor- und Nachteile

Der Traum eines jeden Personalers ist es, für eine offene Stelle direkt den richtigen Kandidaten zu finden, ohne lange suchen zu müssen. Ausschreibungen und Bewerbungsgespräche bedeuten für das Unternehmen Aufwand und Kosten, die durch eine Initiativbewerbung vermieden werden können.


Genau aus diesem Grund werden viele zu besetzende Stellen gar nicht erst ausgeschrieben, da sie entweder intern oder über externe Kontakte besetzt werden können, bevor dieser Aufwand notwendig wird. Studien bestätigen, dass etwa 70 % der Stellen dadurch nie auf Jobbörsen landen.


Schon allein deshalb ist eine Initiativbewerbung durchaus sinnvoll! Weitere Gründe erfährst du im nächsten Abschnitt.

Vergiss nicht: Der Gedanke, dass sich eine Bewerbung nur dann für dich lohnt, wenn eine passende Stelle ausgeschrieben ist, kann dich am Ende deinen Traumjob kosten!

Vor allem durch den Fachkräftemangel verschiebt sich das Kräfteverhältnis immer mehr in Richtung der Arbeitnehmer. Die Folge daraus ist, dass viele Arbeitgeber Stellen schaffen und stark auf die Bedürfnisse des Bewerbers eingehen, wenn sie diesen unbedingt einstellen wollen. Du hast also jeden Grund, selbstbewusst aufzutreten.


Bei aller Euphorie musst du jedoch realistisch bleiben: Die Chance, eine neue Anstellung zu finden, ist bei einer klassischen Bewerbung höher als bei einer Initiativbewerbung. Doch ein wirklicher Nachteil ist dies nicht, denn was ist die Alternative? Nur wenn du dich gar nicht bewirbst, steht längst fest, wie es ausgeht.

Initiativbewerbung Vorteile und Nachteile

Falls das Unternehmen zukünftig eine geeignete Stelle ausschreibt, stehen die Chancen auf eine Rückmeldung gut, da es dich nun kennt. Dennoch darfst du nicht davon ausgehen, dass sie von sich aus auf dich zukommen. Insbesondere bei großen Firmen gehen einzelne initiative Bewerbungen schnell unter, weshalb du zusätzlich immer noch weitere, auf Stellenausschreibungen zugeschnittene Bewerbungen versenden solltest.

Wie bereite ich eine Initiativbewerbung richtig vor?

Die besondere Herausforderung einer Initiativbewerbung besteht darin, dass du deine Bewerbungsunterlagen nicht auf eine bestimmte Stellenausschreibung ausrichten kannst. Umso wichtiger ist es, dass du den Arbeitgeber als „Ganzes“ ansprichst und dich darüber informierst, was dieses Unternehmen aktuell bewegt und welche Werte und Visionen es vertritt.

Ben Dehn

Ben Dehn

Fachautor von Bewerbung.net

Du kannst online ganz einfach nach ähnlichen Stellenangeboten suchen und dich an den hier genannten Anforderungen orientieren. Darüber hinaus bieten dir Job-Verzeichnisse hervorragende Möglichkeiten, um dich intensiver über die Voraussetzungen für deinen Wunsch-Job zu informieren.

Anschließend kannst du dir überlegen, wie du deine Erfahrungen und Fähigkeiten im Unternehmen einsetzen kannst. Dadurch erreichst du, dass sich der Leser direkt angesprochen fühlt, sodass im besten Fall Emotionen und Bilder in seinem Kopf entstehen. Wenn dies passiert, steigen deine Chancen auf ein Bewerbungsgespräch enorm.


Dafür ist jedoch zunächst eine Analyse-Arbeit nach dem WAS-WEN-WIE-Prinzip nötig.

Das WAS: Ergründe deine Stärken und Schwächen

Neben allen Herausforderungen, die wir jeden Tag meistern, gibt es eine ganz elementare Sache, die fast jedem schwerfällt: Die Selbstreflexion.


Das „WAS“ im WAS-WEN-WIE-Prinzip beschreibt die Selbstanalyse, die du vor deiner Bewerbung betreibst.


Denn nur, wenn du dich selbst widerspiegelst, dir also deiner Stärken und Schwächen, Vorlieben, Ziele und Motivation bewusst bist, kannst du den Personaler authentisch von dir überzeugen.

Denke für deine Selbstreflexion über die folgenden Fragen nach:

  • Was will ich? Genügt es mir, in meinem Beruf einfach nur Geld zu verdienen oder gibt es weitere Aspekte, die mich motivieren und antreiben?

  • Was kann ich gut? Übersehe ich einige meiner Kompetenzen vielleicht sogar? Wofür wurde ich schon öfters gelobt? Was fällt mir leicht?

  • Was kann ich nicht so gut? Welche Aufgaben schiebe ich gerne vor mir her? Und warum? Ist es sogar in Ordnung, dass ich nicht in allen Bereichen perfekt bin?

Beantworte die Fragen am besten immer schriftlich auf einem Blatt Papier. Durch das Aufschreiben kannst du deine Gedanken besser in eine logische Abfolge bringen.

Das WEN: Kenne das Unternehmen

Wie bereits erwähnt, ist es wichtig, individuell auf das Unternehmen einzugehen. Ein allgemeines Bewerbungsmuster ist wenig hilfreich, wenn du es nicht durch individuelle Inhalte ergänzt.


Das „WEN“ bezieht sich auf die Unternehmensanalyse, die du unbedingt sorgfältig durchführen musst. Nur so kannst du einen konkreten Bezug zwischen dir und dem Unternehmen herstellen.

Folgende Fragen helfen dir dabei, Inhalte für dein Bewerbungsschreiben zu entwickeln:

  • Welche Probleme löst das Unternehmen für seine Kunden? Wer sind die Kunden (Zielgruppe)?

  • Vor welchen Herausforderungen steht das Unternehmen? Wie sieht die Entwicklung der Branche aus? Sind hier zum Beispiel Trends erkennbar?

  • Was sind die Werte des Unternehmens? Kann ich mich mit der Unternehmensphilosophie identifizieren? Was genau finde ich gut daran?

Die Basis für eine gute Unternehmensanalyse ist zunächst einmal eine weitreichende Recherche. Bei deiner Unternehmensrecherche gibt es die unterschiedlichsten Quellen, die du zur Informationsbeschaffung nutzen kannst. Eine gute Anlaufstelle ist immer die Unternehmenswebseite, auf der du nach folgenden Rubriken schauen kannst:

  • „Über uns“

  • „Mission / Vision“

  • „Philosophie / Werte“

  • „Leitbild“

Um ein vollständiges Bild zu erhalten, empfiehlt es sich, zu schauen, was andere über dieses Unternehmen berichten. Sieh dir beispielsweise Medienberichte und -artikel über das Unternehmen an und stöbere auf Plattformen zur Arbeitgeberbewertung wie kununu nach unterschiedlichen Meinungen.

Folgende Fragen sind bei der Recherche allgemein interessant:

  • Welche Produkte / Dienstleistungen erstellt das Unternehmen?

  • Wer ist die Zielgruppe?

  • Was ist das Haupt-Geschäftsmodell und wie werden die Kunden gewonnen?

  • Wie groß ist die Firma bezogen auf Mitarbeiteranzahl und Umsatz?

  • Was sind die Herausforderungen und aktuellen Trends der Branche?

  • Welche langfristige Vision / Mission hat das Unternehmen?

  • Welche Unternehmensphilosophie und Werte werden vertreten?

Der Königsweg der Unternehmensrecherche besteht darin, mit jemandem zu sprechen, der bereits dort arbeitet. Über soziale Netzwerke, vor allem LinkedIn und Xing, kannst du schnell interessante Menschen finden. Warum die Person nicht einfach einmal anschreiben?


Die meisten Menschen reden gerne über sich selbst und ein Interesse an der Person und ihrer Arbeit steigert möglicherweise deine Chancen auf einen neuen wertvollen Kontakt – und vielleicht sogar einen neuen Job.

Das WIE: Durchschaue den Bewerbungsprozess

Nach deiner Selbstanalyse und umfangreichen Recherche zu deinem zukünftigen Arbeitgeber geht es nun an die konkrete Umsetzung.


Das „WIE“ stellt die Bedarfsanalyse im WAS-WEN-WIE-Prinzip dar. Dabei geht es einerseits um den Bewerbungsprozess und andererseits darum, wie das Unternehmen dich möglicherweise einsetzen kann.


Da jedes Unternehmen den Bewerbungsprozess unterschiedlich gestaltet, ist es definitiv ratsam, dort anzurufen und dich zum Prozess für Initiativbewerbungen zu informieren. Dies ist ein übliches Vorgehen, daher musst du keine Scheu haben, zum Hörer zu greifen.


Das Ziel sollte hierbei sein, mit einem Verantwortlichen aus der Personalabteilung zu sprechen und dabei einen konkreten Ansprechpartner und eine E-Mail-Adresse herauszufinden. Auf diese Weise kannst du dich direkt vorstellen und deinen Plan erläutern.

Folgende Fragen sind besonders interessant:

  • Wie ist der Bewerbungsprozess gestaltet?

  • Welche Position könntest du besetzen?

  • Ist in naher Zukunft geplant, passende Stellen zu schaffen?

  • Wird eine Datenbank geführt, über die du in Zukunft bei passenden Stellenanzeigen benachrichtigt wirst?

Du kannst oft auch persönlich mit Unternehmen auf Jobmessen oder anderen Events in Kontakt treten. Mit Bewerbungsflyern bekommen die Personaler einen ersten Eindruck von dir und deinen Kompetenzen.

Aufbau und Inhalt einer Initiativbewerbung – Das Anschreiben

Eine Initiativbewerbung hat grundsätzlich denselben Aufbau wie eine normale Bewerbung:

Bewerbungsunterlagen Dokumente

| Zur Shop-Vorlage „Kompetent“ |

Inhaltlich ist jedoch einiges zu beachten, da du dich nicht auf eine Stellenausschreibung beziehen kannst. Du musst daher aufzeigen, dass das Unternehmen dich aufgrund deiner Erfahrungen, Fähigkeiten und Persönlichkeit unbedingt braucht.

Als Faustregel kannst du dir merken, dass im Anschreiben drei Dinge besonders wichtig sind:

  • Deine Persönlichkeit mit deinen Fähigkeiten und deiner Motivation

  • Das Unternehmen mit seinen Zielen und Herausforderungen

  • Die gewünschte Stelle mit ihren Anforderungen und Besonderheiten

Wie bereits angesprochen, liegt der Fokus bei einer Initiativbewerbung eher auf den ersten beiden Punkten, da du keine konkrete Stelle hast, auf die du dich bewirbst.


Das Bewerbungsschreiben wird in drei inhaltliche Abschnitte eingeteilt: Einleitung, Hauptteil und Schluss. Der optionale Teil, der sonst Informationen zur Gehaltsvorstellung und Kündigungsfrist beinhaltet, kann ausgelassen werden. Schließlich geht es zunächst darum, herauszufinden, ob das Unternehmen generell interessiert ist, eine Stelle für dich zu schaffen.

Betreff

Da du in der Regel deine Bewerbung per E-Mail versendest, musst du eine passende Betreffzeile wählen. Benenne dazu einfach den konkreten Beruf, auf den du dich bewirbst und kommuniziere gegebenenfalls schon eine vorteilhafte Eigenschaft deiner Person.

Beispiele für die Betreffzeile

  • Initiativbewerbung als Verkäuferin im Bereich Damenmode.

  • Initiativbewerbung als Produktionsmitarbeiter in der Fertigung.

  • Organisationstalent sucht neue Herausforderung.

  • Leidenschaftlicher Vertriebler möchte sich weiterentwickeln – und Ihre Umsatzziele gleich mit.

Einleitung

Hast du schon von der „Magie des ersten Satzes“ gehört? Gemeint ist damit, dass der Einleitungssatz und der damit verbundene erste Eindruck enorm wichtig sind und den weiteren Leseverlauf der Bewerbung prägen. Darüber hinaus muss deine Einleitung Lust darauf machen, mehr über dich zu erfahren.

Wir raten dringend davon ab, Standardsätze zu verwenden, wie:

  • „Hiermit bewerbe ich mich…“

  • „Ich bin durch XY auf Sie aufmerksam geworden.“

Das ist nicht nur einfallslos, sondern geht im schlimmsten Fall als Massenbewerbung unter. Gehe individuell und authentisch vor und beweise beispielsweise deine Branchenkenntnis oder zeige auf, dass du dieselben Werte und Ziele vertrittst.


Dabei kannst du durch bestimmte Stilmittel Emotionen wie Überraschung oder Neugier erzeugen. Die Verwendung von Zitaten kann den Eindruck vermitteln, dass du gebildet und belesen bist. Mit einer provokanten Aussage beweist du Mut und wirkst automatisch selbstbewusst.

Formulierungen für die Einleitung deiner Initiativbewerbung

  • Die digitale Transformation stellt viele Unternehmen im Dienstleistungssektor vor große Herausforderungen.

  • ’Gesundheit ist nicht alles, aber ohne Gesundheit ist alles nichts.‘ Dieses Zitat von Arthur Schopenhauer begleitet mich bereits ein Leben lang und hat meinen beruflichen Werdegang sehr geprägt.

  • ‘Die Natur braucht keine Menschen – Menschen brauchen die Natur.‘ (Harrison Ford) Der Schutz unserer Umwelt liegt mir ebenfalls sehr am Herzen, weshalb ich mich bei Ihnen für das Freiwillige Ökologische Jahr bewerbe.

  • Wir müssen die Natur nicht schützen, das macht sie schon ganz allein.

Es gibt unzählige Varianten, einen spannenden Einleitungssatz zu formulieren. Je intensiver du die Unternehmensrecherche gemacht hast, umso leichter wird es dir fallen, passende Sätze zu finden.


Generell gilt: Beginne mitten im Geschehen. Das entwickelt eine viel größere Sogwirkung als klassische, langweilige Einleitungssätze. Das führt dazu, dass der Leser dein Anschreiben aufmerksamer liest.

Hauptteil

Der Hauptteil ist das Herzstück deines Bewerbungsschreibens, denn hier kannst du deine Persönlichkeit und dein fachliches Know-how vermitteln. Auf diese Weise kannst du den im ersten Satz gesetzten Eindruck bewusst fortführen. Nutze die Chance, genau das Bild von dir zu zeichnen, von dem du möchtest, dass es im Kopf des Personalers entsteht. Dafür kannst du den Hauptteil deines Anschreibens in zwei Absätze aufteilen.


Im ersten Absatz geht es um deine fachlichen Fähigkeiten und Erfahrungen (Hard Skills). Hier darfst du gerne Fachbegriffe verwenden, um deine Expertise zu unterstreichen.

Formulierungen für Hard Skills in deiner Initiativbewerbung

  • In meinem langjährigen Werdegang habe ich vielfältige Erfahrungen in der Baumaschinenbranche gesammelt und dabei meine Kompetenzen besonders in den Bereichen Vertrieb und Marketing weiterentwickelt und vertieft. Durch meine umfangreichen Kenntnisse im Projektmanagement überzeuge ich daher bei der Entwicklung von Strategien und konnte komplexe Projekte stets zeitnah und erfolgreich abschließen.

  • Mit meinen tiefgreifenden Fachkenntnissen in der Vertriebssteuerung und der Marketingkonzeption bin ich in der Lage, komplexe Prozesse zu überblicken und zu begleiten. Auf Basis meines Studiums der Wirtschaftswissenschaften analysiere ich zudem umfangreiche Datensätze und leite daraus Informationen zur Projektoptimierung ab.

  • Durch meine 20-jährige Berufserfahrung verfüge ich über ein umfangreiches Fachwissen in der Automobilbranche, besonders in den Bereichen Marketing und Vertrieb. Mein Wissen zur Suchmaschinenwerbung konnte ich in dem Lehrgang Muster erweitern. Im Anschluss daran erzielte ich einen besonderen Erfolg und verbesserte innerhalb von 2 Jahren den Werbeumsatz um 10 %.

Im zweiten Absatz geht es um deine Soft Skills. Sprich, welche Eigenschaften dich auszeichnen. Doch das Auflisten einzelner Fähigkeiten ist deutlich weniger zielführend als aufzuzeigen, was diese Kompetenzen für deinen Wunscharbeitgeber bedeuten.

Einfache Auflistung:

  • „Ich bin sehr strukturiert, zielstrebig und ergebnisorientiert.“

Aktive Sprache:

  • „Durch meine strukturierte und zielstrebige Arbeitsweise schaffe ich es immer wieder, meine (Umsatz-)Ziele zu übertreffen.“

Belege deine Fähigkeiten mit konkreten Beispielen, wie die folgenden Beispielformulierungen zeigen.

Formulierungen für Soft Skills in deiner Initiativbewerbung

  • Dank meiner hohen Belastbarkeit behalte ich auch in stressigen Situationen einen kühlen Kopf und bleibe stets daran interessiert, bestmögliche Resultate zu erzielen. Bei Projekten kann ich sowohl im Team als auch eigenständig arbeiten und habe dabei immer das Wohl des Unternehmens im Blick. Meine Kollegen schätzen besonders meine zuverlässige und aufgeschlossene Art.

  • Mit meinen ausgeprägten kommunikativen Fähigkeiten und meiner begeisterungsfähigen Art konnte ich in bisherigen Einsätzen stets die Motivation des gesamten Teams hochhalten und dadurch überdurchschnittliche Ergebnisse mit meinen Mitarbeitern erzielen.

  • Mit meinem sicheren und verbindlichen Auftreten überzeuge ich sowohl in der internen als auch externen Kommunikation und fungiere somit als zuverlässiger Ansprechpartner für Kunden jeglicher Art.

Das Bewerbungsschreiben ist das Herzstück deiner Bewerbungsunterlagen und muss besonders bei einer initiativen Bewerbung mit ausdrucksstarken Formulierungen überzeugen. In unserem Soforthilfe-Paket lernst du, worauf es bei einer Initiativbewerbung sonst noch ankommt. Darüber hinaus profitierst du von Artikeln, Leitfäden und Videos, die dich im gesamten Bewerbungsprozess unterstützen.

Schlusssatz

Der Schlusssatz ist deine letzte Chance, einen Einfluss auf den Eindruck des Anschreibens auszuüben – schließlich bleibt das zuletzt Gelesene meist am längsten im Gedächtnis. Unterstreiche unbedingt deine Motivation und deine Freude, dich in einem persönlichen Gespräch vorzustellen.

Im Schlusssatz verwenden viele Bewerber gerne den Konjunktiv. Dieser drückt jedoch Unsicherheit und Zweifel aus, weshalb er nichts in der Bewerbung zu suchen hat:

  • „Ich würde mich freuen, Sie in einem Vorstellungsgespräch persönlich von meinen Kompetenzen überzeugen zu können.“

Bessere Varianten sind folglich also:

Formulierungen für den Schluss deiner Initiativbewerbung

  • Ich freue mich bereits darauf, Sie in einem Bewerbungsgespräch persönlich von meinen Kompetenzen zu überzeugen.

  • Mit großer Motivation sehe ich einer Einladung zu einem persönlichen Gespräch entgegen. Gerne überzeuge ich Sie dabei von meinen Fähigkeiten und meiner Persönlichkeit.

  • Ich freue mich auf den persönlichen Austausch, in dem ich Sie von meinen persönlichen Fähigkeiten überzeuge und gerne mögliche Einsatzgebiete mit Ihnen abstimme.

Im Schlusssatz ist noch einmal wichtig, zu vermitteln, dass du davon überzeugt bist, genau die richtige Person für das Unternehmen zu sein. Dies erreichst du am besten mit einer selbstsicheren und zuversichtlichen Formulierung.

Gratis PDF-Download - Alle Formulierungen 

Alle Formulierungen findest du hier als kostenlosen Download zusammengefasst in einem Dokument.

Deckblatt und Lebenslauf in der Initiativbewerbung

Das Deckblatt gehört in eine vollständige Bewerbungsmappe und enthält Folgendes:

  • Name, Anschrift und aktuelle Position bilden eine gute Übersicht

  • Dein Bewerbungsfoto (ein Bild von dir auf dem Deckblatt ist zwar kein Muss, wird aber in vielen Personalbüros immer noch gern gesehen

  • Zudem kannst du auf dem Deckblatt in einem „Mini-Kurzprofil“ deine wichtigsten Qualifikationen, Eigenschaften und Fähigkeiten in wenigen Stichpunkten zusammenfassen

Deckblatt Initiativbewerbung Beispiel

| Shop-Vorlage „Organisationstalent“ |

Gehe bei einer Initiativbewerbung besonders auf deine bisherige Gesamterfahrung in der relevanten Branche oder dem Berufsfeld ein und formuliere sie etwas allgemeiner.

Das kann beispielsweise so aussehen:

  • „Marketingallrounder mit weitreichender Expertise“

  • „Engagierte Führungskraft mit 15 Jahren Erfahrung im Vertrieb“

Beim Lebenslauf geht es darum, deine Entwicklung und deine Fähigkeiten übersichtlich und strukturiert darzustellen. Auf diese Weise bekommen Arbeitgeber schnell einen guten Einblick in deine Hard Skills.

Folgende Punkte sind für einen gelungenen Lebenslauf besonders wichtig. Er sollte …

  • … tabellarisch und übersichtlich aufgebaut sein.

  • … keine Fehler oder Lücken enthalten.

  • … nach Möglichkeit nicht mehr als 3 Seiten umfassen.

  • … sich auf die Inhalte beschränken, die für die Bewerbung wichtig sind.

  • … den Fokus auf besonders wichtige Qualifikationen richten.

  • … durch bis zu zehn Tätigkeitspunkte je (relevanter) Stelle deutlich machen, was konkret deine Aufgaben waren.

Wenn du diese Punkte bei deiner Initiativbewerbung berücksichtigst, kannst du deine Chancen, zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden, deutlich steigern.


Denke ebenfalls daran, alle Zeugnisse und Nachweise mitzuschicken. Alle Unterlagen, die für die Position relevant sind, dürfen auf keinen Fall ausgelassen werden.

Eine Kurzbewerbung ist auf ein bis zwei Seiten verkürzt: Ein kurzes Anschreiben und ein Lebenslauf mit den wichtigsten Stationen ohne Beschreibung. Diesen kannst du vor allem dafür verwenden, um auf Jobmessen Personaler auf dich aufmerksam zu machen. Bei Interesse folgt auf eine Kurzbewerbung in der Regel die vollständige Bewerbung.

Initiativbewerbung Muster

bewerbung.net_initiativbewerbung_muster.png

Vorlage mit Mustertext – Das steckt drin:

Kostenloser Download
Vorlage für deine Initiativbewerbung
Bearbeitbare Microsoft Word-Datei (.docx)
Jederzeit wiederverwendbar

Initiativbewerbung auf Englisch


Initiativbewerbung Englisches Muster

Bei deinem Traumarbeitgeber im Ausland ist keine passende Stelle frei, jedoch möchtest du dich unbedingt dort bewerben? Dann versuche es mit einer Initiativbewerbung („unsolicited application“ / „speculative application“). Diese Form der Bewerbung ist im englischsprachigen Raum deutlich gängiger als im deutschsprachigen Raum.


Die Bewerbungsunterlagen unterscheiden sich kaum zur deutschen Initiativbewerbung und umfassen ein englisches Bewerbungsschreiben, Deckblatt sowie einen englischen Lebenslauf. Denke ebenfalls an eine ansprechende Betreffzeile und direkte Anrede deines Ansprechpartners.


Je nach Land ist die Anonymität im Bewerbungsprozess zu beachten. Bewerbungsfoto, Unterschrift sowie persönliche Daten (Geburtsdatum, Staatsangehörigkeit, Religion und Familienstand) sollten dann nicht hinzugefügt werden.


Dafür ist hingegen eine „Executive Summary“ und ein „Objective“ (Zusammenfassung und berufliche Zielsetzung) ziemlich gängig.

Unterschied – Initiativbewerbung vs. Blindbewerbung

Die Begriffe Initiativbewerbung und „Blindbewerbung“ werden oft gleichgesetzt, dabei handelt es sich hierbei um zwei unterschiedliche Formen.

  • Initiativbewerbung: Die Initiativbewerbung schreibst du gezielt für ein ganz bestimmtes Unternehmen. Du brennst so sehr darauf, dort zu arbeiten, dass du dich selbst dann bewirbst, wenn gerade keine Stelle ausgeschrieben ist. Vor allem in der Einleitung deines Bewerbungsschreibens gehst du explizit auf dieses Unternehmen ein.

  • Blindbewerbung: Bei einer Blindbewerbung hast du keinen Bezug zu einer Stellenausschreibung und einem bestimmten Unternehmen. Diese Bewerbung wird einmalig erstellt und „blind“ an mehrere Firmen geschickt. Wie du dir denken kannst, sind die Chancen bei dieser Vorgehensweise sehr gering, da diese Massenbewerbung wenig motiviert wirkt. Daher raten wir von Blindbewerbungen grundsätzlich ab.

Weitere häufig gestellte Fragen zur Initiativbewerbung

Eine Zusammenfassung häufig gestellter Fragen zur Initiativbewerbung findest du im folgenden Teil.

Was schreibe ich in die E-Mail bei einer Initiativbewerbung?

Neben der aussagekräftigen Betreffzeile ist ebenfalls der Text bei der Bewerbung per E-Mail sehr wichtig. Mache hier bereits deutlich, welches Anliegen du hast und welche Kompetenzen du mitbringst. Achte ebenfalls darauf, deine Dokumente zu einer PDF-Datei zusammenzufassen und vermeide unbedingt Tippfehler in der E-Mail.

Ein Beispiel für eine Initiativbewerbung per E-Mail:

Betreff: Initiativbewerbung als Projektmanagerin im Bereich XY


Sehr geehrter Herr Schmidt,


als qualifizierte Projektmanagerin habe ich langjährige Erfahrungen im Bereich XY gesammelt. Ich kann mich mit Ihren Werten und Visionen sehr gut identifizieren, da ich mich ebenfalls durch eine dynamische und innovative Arbeitsweise auszeichne. Ich bin überzeugt, Ihr Team mit meinen kreativen Ideen unterstützen zu können und übersende Ihnen hiermit im Anhang meine Bewerbungsunterlagen.


Ich freue mich auf Ihre Einladung.


Mit freundlichen Grüßen

Maria Mustermann

Wie erfolgreich ist eine Initiativbewerbung?

Natürlich stehen die Chancen bei einer Bewerbung auf eine bestimmte Position besser. Dennoch hat eine Initiativbewerbung eine Langzeitwirkung, da dich das Unternehmen bereits kennt und dich bei späteren Anstellungen im Bewerbungsprozess berücksichtigen kann.


Deshalb ist eine Initiativbewerbung definitiv sinnvoll und du solltest dir die Möglichkeit nicht entgehen lassen, deinen Traumjob bei deinem gewünschten Arbeitgeber zu bekommen. Trotzdem ist es nicht verkehrt, weitere Bewerbungen zu bestimmten Stellenausschreibungen zu versenden, um deine Erfolgsquote zu erhöhen.

Kann ich eine Initiativbewerbung für mehrere Stellen erstellen?

Nein, Initiativbewerbungen sollten sich immer nur auf eine bestimmte Stelle beziehen. Ansonsten erweckst du den Eindruck, dass du unsicher darüber bist, was du beruflich machen möchtest und dich nur wegen des Bekanntheitsgrades des Unternehmens bewirbst.

Wann kann ich mit einer Rückmeldung rechnen?

Die Anzahl der Rückmeldungen ist bei Initiativbewerbungen geringer, da die Unternehmen nicht verpflichtet sind, darauf zu antworten. Einige Unternehmen antworten gar nicht oder lassen sich mehr Zeit.


Aus diesem Grund musst du wesentlich mehr Geduld mitbringen. Es kann durchaus bis zu vier Wochen dauern, bis du eine Zu- oder Absage in der Hand hältst. Wenn du allerdings nach drei Wochen noch gar nichts vom Unternehmen gehört hast, kannst du telefonisch nachfragen, ob die Bewerbung eingegangen ist und wann du mit einer Rückmeldung rechnen kannst.

Was ist beim CV Parsing zu beachten?

Da es den Bewerbungsprozess sehr vereinfacht und verschnellert, benutzen viele Unternehmen CV Parser. Damit dein Lebenslauf perfekt übernommen wird, achte besonders auf folgende drei Punkte:

  • Rechtschreibfehler und Abkürzungen meiden

  • Lebenslauf passend zur Unternehmenskommunikation erstellen

  • Parsingfähiges Design verwenden