Bewerbungsvorlage für Word 100% kostenlos herunterladen

Anmelden und herunterladen
Teazerbild

Initiativbewerbung

Viele Unternehmen besetzen ihre Stellen intern oder durch Kontakte, ohne sie in Jobbörsen einzustellen. Um dennoch Chancen auf einen Job des verdeckten Arbeitsmarktes zu erlangen, eignet sich eine Initiativbewerbung. Wir zeigen dir, wie du dich erfolgreich initiativ bewirbst, was du bei deinen Unterlagen bedenken musst und bieten dir umfangreiches Bewerbungswissen inklusive kostenloser Mustervorlagen und Beispielformulierungen.

Ein Beitrag von Ben Dehn

Initiativbewerbung

Was ist eine Initiativbewerbung?

Eine Initiativbewerbung ist eine Bewerbung, die sich nicht direkt auf ein ausgeschriebenes Stellenangebot bezieht. Du wartest nicht, bis dein Wunschunternehmen eine passende Position ausschreibt, sondern ergreifst die Initiative.


Der Traum eines jeden Personalers ist es, für eine offene Stelle direkt den richtigen Kandidaten zu finden, ohne lange suchen zu müssen. Ausschreibungen und Vorstellungsgespräche bedeuten für das Unternehmen Aufwand und Kosten, die durch eine Initiativbewerbung vermieden werden können.


Genau aus diesem Grund werden viele zu besetzende Stellen gar nicht erst ausgeschrieben, da sie entweder intern oder über externe Kontakte besetzt werden können, bevor dieser Aufwand notwendig wird. Studien bestätigen, dass etwa 70 % der Stellen dadurch nie auf Jobbörsen landen.


Vor allem durch den Fachkräftemangel verschiebt sich das Kräfteverhältnis immer mehr in Richtung der Arbeitnehmer. Infolgedessen schaffen viele Arbeitgeber neue Stellen und gehen stark auf die Bedürfnisse des Bewerbers ein, wenn sie diesen einstellen wollen. Du hast also jeden Grund, selbstbewusst aufzutreten.

Vorbereitung - Punkte mit umfangreichem Wissen

Wenn du dich initiativ bewirbst, ist eine gute Vorbereitung das A und O. Du musst dich über das Unternehmen informieren sowie über die Branche und gegebenenfalls über Produkte, die die Firma verkauft.


Noch vor dem ersten Schritt gilt es Folgendes zu klären: 

  • Welche Branche interessiert mich? Falls du Berufseinsteiger bist, solltest du nach deinem Interesse und deinen bisherigen Erfahrungen entscheiden. Stehst du bereits mitten im Berufsleben, solltest du nach deinem bisherigen Werdegang entscheiden. Gefällt mir was ich bisher tue oder möchte ich mich verändern? Für welche Branche kann ich mich begeistern?

  • Für was für ein Unternehmen möchte ich arbeiten? Es gibt eine große Spannweite zwischen kleinem Start-up und Weltkonzern. Bedenke in dem Zuge auch deine Einstellungen: Wie wichtig ist dir ein gutes Gehalt? Wie wichtig sind dir Weiterbildungsmöglichkeiten? Wie viel Wert legst du auf Teamwork und Zusammenhalt?

  • Welches Unternehmen erfüllt meine Voraussetzungen? Recherchiere nach Unternehmen, die sich in der von dir profitierten Branche niedergelassen haben und deine Bedürfnisse (Gehalt, Weiterbildung, Teamwork) erfüllen.

  • Wenn du ein (oder mehrere) interessante(s) Unternehmen gefunden hast: Kann ich mich mit den Werten des Unternehmens und dessen Philosophie identifizieren?

  • Ist das Unternehmen offen für Initiativbewerbungen? Recherchiere, wie es um das Unternehmen steht. Eine Firma, die mitten in einer Insolvenz steckt und eine große Welle von Mitarbeiterentlassungen hinter sich hat, wird deiner Bewerbung höchstwahrscheinlich nicht offen gegenüberstehen. Hat das Unternehmen jedoch gerade expandiert oder wird als sehr erfolgreich zitiert (Fachjournals, Wirtschaftspresse), hast du gute Chancen.

Recherchiere in bekannten Suchmaschinen, wie dein Wunschunternehmen zu Initiativbewerbungen steht. Nutze dafür den Suchbegriff „Initiativbewerbung“ plus den Namen des Unternehmens. Oft finden sich dort gute Suchergebnisse mit hilfreichen Informationen sowie wertvollen Tipps des Unternehmens, was es für eine Initiativbewerbung zu beachten gilt. 

Kontaktaufnahme vor der Initiativbewerbung

Um dir einen ersten Eindruck zu verschaffen, macht es Sinn, dein Wunschunternehmen zu kontaktieren. Rufe dort an und führe ein erstes Gespräch. So kannst du nicht nur in Erfahrung bringen, ob Initiativbewerbungen erwünscht sind, sondern auch, wen du in deiner Bewerbung adressieren kannst.


Im Idealfall hast du sogleich die Chance, ein erstes Gespräch mit deinem Ansprechpartner zu führen. Dies erlaubt nicht nur dir ein erstes Kennenlernen, sondern hilft auch dem Personaler weiter. Er kann sich einen ersten Eindruck von dir als Bewerber machen und kennt bereits die Stimme zu der Bewerbung. Zudem kann er sich auf eine bald eintreffende Initiativbewerbung einstellen und schon im Vorfeld überlegen, wo er Personalbedarf sieht und dich einsetzen kann.

Recherche - Was muss ich in Erfahrung bringen?

Was du nach der Kontaktaufnahme mit dem Unternehmen klären und recherchieren musst, haben wir dir hier zusammengefasst:

  • Informiere dich über das Unternehmen: Branche, Produkte, Zielgruppe, Größe (Mitarbeiterzahl und Umsatz), geplante Projekte und Expansionen, Werte, Visionen etc.

  • Reflektiere dich selbst: Wie kann ich mich in diesem Unternehmen einbringen?

  • Ergründe deine Stärken: Was kann ich gut, wie kann ich einen Mehrwert bieten?

  • Kenne deine Schwächen: Was muss ich noch verbessern? Wie kann ich an meiner Schwäche arbeiten?

  • Informiere dich über den Bewerbungsprozess: Was kommt in Zukunft auf mich zu? Bin ich dafür bereit / gut gerüstet? Beispiele wären ein Vorstellungsgespräch, Assessment-Center oder ein Einstellungstest.

  • Bringe deine Profile in den sozialen Netzwerken auf den aktuellen Stand: Kontrolliere, dass sich dort weder Partybilder noch sonstige unangemessene Inhalte befinden. Erstelle / optimiere unbedingt deine Profile auf Karrierenetzwerken wie XING oder LinkedIn. Dies ist oft die erste Quelle des Personalers, um sich einen Eindruck von dir als Bewerber zu machen. 

Da sich Personaler vor allem nach dem Erhalt einer Initiativbewerbung gerne einen persönlichen Eindruck von dir als Bewerber machen, kann es sein, dass sie zum Hörer greifen. Oft ist ein spontaner Anruf ein Mittel, um deine Spontanität zu testen und dir auf den Zahn zu fühlen. Achte also darauf, dich nach dem Einreichen der Initiativbewerbung stets freundlich und seriös und mit vollem Namen zu melden, wenn du ein Telefonat annimmst. Sorge auch dafür, dass dich unterdrückte sowie unbekannte Nummern anrufen können.

Aufbau und Inhalt der Initiativbewerbung

Grundsätzlich ist eine Initiativbewerbung ähnlich aufgebaut wie eine Bewerbung auf eine Stellenausschreibung. Wir zeigen dir, welche Dokumente unbedingt Teil deiner Bewerbungsunterlagen sein müssen und welche Extras du hinzufügen kannst.

Diese Dokumente sollte deine Initiativbewerbung unbedingt beinhalten:

  • Anschreiben

  • Deckblatt

  • Lebenslauf

  • Zeugnisse (Arbeitszeugnis, Referenzen)

Diese Dokumente kannst du hinzufügen, um deine Chancen zu steigern: 

  • Motivationsschreiben

  • Empfehlungsschreiben 

  • Bewerbungswebsite oder Bewerbungsvideo 

Der Erfolg deiner Initiativbewerbung steht und fällt in erster Linie mit dem Inhalt. In den folgenden Abschnitten zeigen wir dir wichtige Bausteine für dein Anschreiben, deinen Lebenslauf sowie dein Motivationsschreiben. Zudem erhältst du einige hilfreiche Tipps zu jedem Bewerbungsdokument und erfährst alles Wissenswerte zum Deckblatt sowie den Anlagen.


Schau dir gerne auch das von uns produzierte Video zum Thema Initiativbewerbung an:

Initiativbewerbung - Anschreiben

Anschreiben der Initiativbewerbung

Das Bewerbungsschreiben ist die erste Seite deiner Bewerbungsmappe und dementsprechend äußerst wichtig. Der Personaler sieht es, noch bevor er dein Deckblatt in der Hand hält. Du solltest daher bereits mit diesem Dokument überzeugen und den Recruiter begeistern, sodass er sich deine weiteren Unterlagen anschaut.


Der Fokus bei einer Initiativbewerbung liegt vor allem auf deinem fachlichen Know-how, deiner Persönlichkeit sowie deiner Motivation, da du keine konkrete Stelle hast, auf die du dich bewirbst. Um dennoch einen Eindruck zu erhalten, worauf das Unternehmen besonders viel Wert liegt, gibt es einen hilfreichen Trick: Suche in Karriereportalen und Jobbörsen nach anderen Stellenanzeigen deiner Wunschfirma und orientiere dich an den dort angegebenen Kompetenzen und Gesuchen.


Das Bewerbungsschreiben wird in drei inhaltliche Abschnitte eingeteilt: Einleitung, Hauptteil und Schluss. Die einzelnen Abschnitte erfordern verschiedene Inhalte, die wir dir in den folgenden Abschnitten näherbringen möchten. Du findest hier auch viele verschiedene Beispielformulierungen, die du als Inspiration für die Erstellung deines Anschreibens nutzen kannst.

Die Einleitung - Wecke mit dem ersten Satz Interesse 

Hast du schon von der „Magie des ersten Satzes“ gehört? Gemeint ist damit, dass der Einleitungssatz und der damit verbundene erste Eindruck enorm wichtig sind und den weiteren Leseverlauf der Bewerbung prägen. Darüber hinaus muss deine Einleitung Lust darauf machen, mehr über dich zu erfahren.

Wir raten dringend davon ab, Standardsätze zu verwenden, wie:

  • „Hiermit bewerbe ich mich…“

  • „Ich bin durch XY auf Sie aufmerksam geworden.“

Das ist nicht nur einfallslos, sondern geht im schlimmsten Fall als Massenbewerbung unter. Gehe individuell und authentisch vor und beweise beispielsweise deine Branchenkenntnis oder zeige auf, dass du dieselben Werte und Ziele vertrittst.


Dabei kannst du durch bestimmte Stilmittel Emotionen wie Überraschung oder Neugier erzeugen. Die Verwendung von Zitaten kann den Eindruck vermitteln, dass du gebildet und belesen bist. Mit einer provokanten Aussage beweist du Mut und wirkst automatisch selbstbewusst.

Beispielformulierungen für die Einleitung deiner Initiativbewerbung:

  • „Die digitale Transformation stellt viele Unternehmen im Dienstleistungssektor vor große Herausforderungen.“

  • „’Gesundheit ist nicht alles, aber ohne Gesundheit ist alles nichts.‘ Dieses Zitat von Arthur Schopenhauer begleitet mich bereits ein Leben lang und hat meinen beruflichen Werdegang sehr geprägt.“

  • „‘Die Natur braucht keine Menschen – Menschen brauchen die Natur‘ (Harrison Ford). Der Schutz unserer Umwelt liegt auch mir sehr am Herzen, weshalb ich mich bei Ihnen für das Freiwillige Ökologische Jahr bewerbe.“

Es gibt unzählige Varianten, einen spannenden Einleitungssatz zu formulieren. Je intensiver du die Unternehmensrecherche gemacht hast, umso leichter wird es dir fallen, passende Sätze zu finden.


Generell gilt: Beginne mitten im Geschehen. Das entwickelt eine viel größere Sogwirkung als klassische, langweilige Einleitungssätze. Das führt dazu, dass der Leser dein Anschreiben aufmerksamer liest.

Der Hauptteil - Überzeuge mit Know-how

Der Hauptteil ist das Herzstück deines Bewerbungsschreibens, denn hier kannst du deine Persönlichkeit und dein fachliches Know-how vermitteln. Auf diese Weise kannst du den im ersten Satz gesetzten Eindruck bewusst fortführen. Nutze die Chance, genau das Bild von dir zu zeichnen, von dem du möchtest, dass es im Kopf des Personalers entsteht. Dafür kannst du den Hauptteil deines Anschreibens in zwei Absätze aufteilen.


Im ersten Absatz geht es um deine fachlichen Fähigkeiten und Erfahrungen (Hard Skills). Hier darfst du gerne Fachbegriffe verwenden, um deine Expertise zu unterstreichen.

Formulierungen für Hard Skills in deiner Initiativbewerbung sind:

  • „In meinem langjährigen Werdegang habe ich vielfältige Erfahrungen in der Baumaschinenbranche gesammelt und dabei meine Kompetenzen besonders in den Bereichen Vertrieb und Marketing weiterentwickelt und vertieft. Durch meine umfangreichen Kenntnisse im Projektmanagement überzeuge ich daher bei der Entwicklung von Strategien und konnte komplexe Projekte stets termingerecht und erfolgreich abschließen.“

  • „Mit meinen tiefgreifenden Fachkenntnissen in der Vertriebssteuerung und der Marketingkonzeption bin ich in der Lage, komplexe Prozesse zu überblicken und zu begleiten. Auf Basis meines Studiums der Wirtschaftswissenschaften analysiere ich zudem umfangreiche Datensätze und leite daraus Informationen zur Projektoptimierung ab.“

  • „Durch meine 20-jährige Berufserfahrung verfüge ich über ein umfangreiches Fachwissen in der Automobilbranche, besonders in den Bereichen Marketing und Vertrieb. Mein Wissen zur Suchmaschinenwerbung konnte ich in dem Lehrgang Muster erweitern. Im Anschluss daran erzielte ich einen besonderen Erfolg und verbesserte innerhalb von 2 Jahren den Werbeumsatz um 10 %.“

Im zweiten Absatz geht es um deine Soft Skills. Zähle Fähigkeiten auf, die dich ausmachen. Achte dabei darauf, dass du Soft Skills in den Fokus stellst, die für den Job von Vorteil sind. Diese Eigenschaften solltest du gleichzeitig an Beispielen belegen und sie interessant in den Kontext deines Anschreibens einbinden. 

Formulierungen für Soft Skills in deiner Initiativbewerbung:

  • „Dank meiner hohen Belastbarkeit behalte ich auch in stressigen Situationen einen kühlen Kopf und bleibe stets daran interessiert, bestmögliche Resultate zu erzielen. Bei Projekten kann ich sowohl im Team als auch eigenständig arbeiten und habe dabei immer das Wohl des Unternehmens im Blick. Dies spiegeln auch meine Kollegen wider, die mich für meine kollegiale Art respektieren.“

  • „Mit meinen ausgeprägten kommunikativen Fähigkeiten und meiner begeisterungsfähigen Art konnte ich in bisherigen Einsätzen stets die Motivation des gesamten Teams hochhalten und dadurch überdurchschnittliche Ergebnisse mit meinen Mitarbeitern erzielen.“

  • „Mein hohes Maß an Zuverlässigkeit konnte ich bisher sowohl in meiner Tätigkeit als Aushilfskraft als auch in meinem Ehrenamt als Jugendtrainer unter Beweis stellen. Teamgeist und Zusammenhalt spielen für mich nicht nur im privaten Bereich eine große Rolle, sondern ich setze diese Eigenschaften auch im beruflichen Rahmen täglich um.“

Der Schlussteil - Mit dem letzten Satz in Erinnerung bleiben 

Der Schlusssatz ist deine letzte Chance, positiv aufzufallen – schließlich bleibt das zuletzt Gelesene am längsten im Gedächtnis.


Im letzten Satz deines Anschreibens ist noch einmal wichtig zu vermitteln, dass du davon überzeugt bist, genau die richtige Person für das Unternehmen zu sein. Dies erreichst du am besten mit einer selbstsicheren und zuversichtlichen Formulierung.


Ein absolutes No-Go für die Formulierung deines Schlusssatzes ist die Nutzung des Konjunktivs. Dieser drückt Unsicherheit und Zweifel aus, weshalb er nichts in der Bewerbung zu suchen hat. 

So solltest du es nicht machen:

  • „Ich würde mich freuen, Sie in einem Vorstellungsgespräch persönlich von meinen Kompetenzen überzeugen zu können.“

  • „Wenn Sie von meiner Bewerbung überzeugt sind, wäre ich für ein persönliches Gespräch sehr dankbar.“

Besser geeignete Schlusssätze für die Initiativbewerbung sind:

  • „Ich freue mich bereits darauf, Sie in einem Bewerbungsgespräch persönlich von meinen Kompetenzen zu überzeugen.“

  • „Mit großer Motivation sehe ich einer Einladung zu einem persönlichen Gespräch entgegen. Gerne überzeuge ich Sie dabei von meinen Fähigkeiten und meiner Persönlichkeit.“

  • „Hoch motiviert, meine Expertise gewinnbringend für die Muster GmbH einzusetzen, freue ich mich auf Ihre positive Rückmeldung.“

Solltest du zudem ein Bewerbungsvideo oder eine Bewerbungshomepage erstellt haben, kannst du darauf ebenfalls im letzten Satz des Anschreibens verweisen.

Beispielformulierungen für deine Initiativbewerbung - Gratis Download 

Du wünschst dir eine Übersicht mit den verschiedenen Formulierungen für dein initiatives Bewerbungsschreiben? In diesem kostenlosen PDF-Dokument erhältst du Beispielformulierungen für die verschiedenen Bausteine des Anschreibens.

Kostenlose Vorlage für die Initiativbewerbung

Wir haben dir ein Initiativbewerbung Muster im Microsoft Word-Format (.docx) erstellt, welches du für die Erstellung deines Anschreibens als Inspiration nutzen kannst. Lade es dir jetzt kostenlos herunter!

bewerbung.net_initiativbewerbung_muster_anschreiben.png

Initiativbewerbung Vorlage - Das steckt drin:

Kostenlose Vorlage für deine Initiativbewerbung
Bearbeitbare Microsoft Word-Datei (.docx)
Mustertext zur Inspiration
Individuell anpassbar 
Jederzeit wiederverwendbar

Weitere Bewerbungsdokumente für die Initiativbewerbung

In den folgenden Abschnitten haben wir dir hilfreiche Informationen zu allen weiteren Bewerbungsdokumenten zusammengestellt, die für eine Initiativbewerbung wichtig sind.

Initiativbewerbung - Deckblatt

Deckblatt - Entwickle ein stimmiges Gesamtbild

Runde deine Bewerbungsunterlagen ab, indem du ihr ein Deckblatt hinzufügst. Dieses ordnest du direkt hinter deinem Anschreiben an und kannst dem Personaler eine geordnete Bewerbungsmappe zur Verfügung stellen.


Dies macht einen besonders ordentlichen und strukturierten Anschein, was sich positiv auf den Eindruck auswirkt, den sich der Personaler von dir macht. Vor allem wenn eine strukturierte Arbeitsweise zu den Kernkompetenzen deines Traumjobs zählt, solltest du diese Qualität bereits in deinen Bewerbungsunterlagen unter Beweis stellen.


Achte unbedingt darauf, dass alle in der Mappe befindlichen Dokumente im gleichen Design erstellt sind. Dies gilt auch für das Deckblatt. Wenn du deine besondere Kenntnis und dein Interesse am Unternehmen schon vor dem Lesen deiner Unterlagen verdeutlichen willst, kannst du in deinem Design die Unternehmensfarben aufgreifen. 

Das Deckblatt ist Teil einer vollständigen Bewerbungsmappe und enthält Folgendes:

  • Name, Anschrift und aktuelle Position

  • Dein Bewerbungsfoto (ein Bild von dir auf dem Deckblatt ist zwar kein Muss, wird aber in vielen Personalbüros immer noch gern gesehen)

  • „Mini-Kurzprofil“ deine wichtigsten Qualifikationen, Eigenschaften und Fähigkeiten in wenigen Stichpunkten zusammengefasst

Gehe bei einer Initiativbewerbung besonders auf deine bisherige Gesamterfahrung in der relevanten Branche oder dem Berufsfeld ein und formuliere sie etwas allgemeiner.

Das kann beispielsweise so aussehen:

  • „Marketingallrounder mit weitreichender Expertise“

  • „Engagierte Führungskraft mit 15 Jahren Erfahrung im Vertrieb“

Initiativbewerbung - Lebenslauf

Lebenslauf - Deine Kompetenzen in den Fokus stellen

Beim Lebenslauf geht es darum, deinen schulischen und beruflichen Werdegang sowie deine Fähigkeiten übersichtlich und strukturiert darzustellen. Auf diese Weise bekommen Arbeitgeber schnell einen guten Einblick in deine Hard Skills.


Der Lebenslauf wird in der Regel tabellarisch aufgebaut und sollte keine Fehler oder Lücken aufweisen. Je nach vorhandener Berufserfahrung kann dein Lebenslauf länger oder kürzer ausfallen, maximal sollte er jedoch drei DIN-A4-Seiten umfassen und ausschließlich Informationen beinhalten, die für das Wunschunternehmen wirklich wichtig sind.


Darüber hinaus solltest du auf eine antichronologische Anordnung der Stationen deiner schulischen und beruflichen Laufbahn achten, sodass deine aktuellen Tätigkeiten an oberster Stelle stehen. Je Station kannst du bis zu zehn verschiedene Tätigkeitspunkte hinzufügen, die deine wichtigsten und relevantesten Aufgaben beschreiben. Je relevanter die Station für deinen neuen Traumberuf ist, desto mehr Stichpunkte solltest du aufführen.

CV-Parsing - Initiativbewerbung für die elektronische Erfassung optimieren

Da es den Bewerbungsprozess sehr vereinfacht und beschleunigt, benutzen viele Unternehmen CV Parser. Diese erfassen deinen Lebenslauf elektronisch und filtern deine Kompetenzen und Skills heraus. So werden unterqualifizierte Bewerber aussortiert und der Personaler liest nur wenig ausgewählte Bewerbungsunterlagen.


Damit dein Lebenslauf perfekt übernommen wird, solltest du darauf achten, Rechtschreibfehler und Abkürzungen zu vermeiden. Auch Sonderzeichen können nicht alle CV-Parser korrekt erkennen, weshalb du auf deren Verwendung ebenfalls verzichten solltest. Verwende zudem ein parsingfähiges Design. Der Lebenslauf sollte beispielsweise keine Keywordsammlung zu Beginn des Dokumentes erhalten. Auch wenn das zu einem strukturierten und ordentlichen Design beiträgt und deine wichtigsten Kompetenzen hervorhebt, sind nicht alle CV-Parser in der Lage, diese Darstellung korrekt zu erkennen.


Verzichte ebenfalls auf die Nutzung von Grafiken und Icons. Dies eignet sich normalerweise besonders bei der Darstellung deiner EDV-Kenntnisse. Nutze stattdessen Schulnoten oder aussagekräftige Adjektive, um deine Kompetenzen zu bewerten.

Motivationsschreiben - Betone dein Interesse erneut

Vor allem bei einer Initiativbewerbungen stehen deine Motivation und dein Ehrgeiz im Vordergrund. Auch wenn diese Merkmale bei jeder Bewerbung ausschlaggebend sind, bekommen sie eine noch größere Bedeutung, wenn du dich initiativ bewirbst. Ein Motivationsschreiben ist also sehr empfehlenswert, um deine Initiativbewerbung aufzuwerten.


Der Personaler muss das Gefühl bekommen, dass du für den Job, die Branche sowie das Unternehmen brennst. Deine Motivation, bei ausgerechnet diesem Unternehmen arbeiten zu wollen, muss zu ihm überschwappen.


Auch wenn deine Qualifikationen eventuell nicht genau das sind, was der Recruiter sich vorgestellt hat oder er im ersten Moment keine passende Stelle für dich im Sinn hat: Ein motivierter Mitarbeiter, der sich für das Unternehmen einsetzt und sich mit den Visionen identifiziert, ist immer Gold wert. Überzeugst du nachhaltig, wird der Personaler in Zukunft auf dich zurückkommen, da du ihm als motivierter Bewerber, der dem Unternehmen einen großen Mehrwert liefern kann, im Gedächtnis geblieben bist.

Im Motivationsschreiben solltest du folgende Aspekte verdeutlichen:

  • Du brennst für deinen Beruf

  • Du kannst dich mit dem Unternehmen (Werte, Philosophie, Visionen) identifizieren

  • Du hast Expertise und das nötige Fachwissen

  • Du bietest dem Unternehmen einen großen Mehrwert

  • Du bist engagiert und verfügst über wertvolle Soft Skills

Anlagen - Stütze deine Behauptungen

Denke ebenfalls daran, alle Zeugnisse und Referenzen in deine Bewerbungsunterlagen zu integrieren. Alle Unterlagen, die für die Position relevant sind, dürfen auf keinen Fall ausgelassen werden. Dazu zählen auch Zertifikate, die Weiterbildungen und Kompetenzen belegen.


Unabdingbar ist jedoch dein letztes / aktuelles Arbeitszeugnis. So kann sich der Personaler einen guten Überblick verschaffen, wie zufrieden deine bisherigen Vorgesetzten mit dir waren. Er erhält einen Eindruck aus dritter Hand und lernt mehr über deine Arbeitsweise sowie Charakterzüge

Zwar darf ein Arbeitszeugnis offiziell nicht negativ geschrieben werden und dich ausschließlich positiv darstellen, jedoch gibt es mittlerweile viele versteckte Hinweise. Lies dir dein Zeugnis im Vorfeld aufmerksam durch und achte auf unauffällig integrierte negative Hinweise. 

Möchtest du deinem aktuellen Vorgesetzten nicht von deiner Jobsuche berichten, kannst du dein letztes Arbeitszeugnis anhängen oder, falls dieses Dokument bereits sehr alt ist, auf eine Zwischenbeurteilung zurückgreifen (falls vorhanden). Alternativ kannst du den Personaler durch einen Sperrvermerk darauf aufmerksam machen, nicht transparent mit deiner Jobsuche umzugehen und ihm anbieten, ein Arbeitszeugnis nachzureichen.

Professionelle Bewerbungsdesigns für die Initiativbewerbung

Vor allem bei einer Initiativbewerbung ist eine fehlerfreie, optisch ansprechende Bewerbung besonders wichtig. Entdecke in unserem Shop professionelle Bewerbungsdesigns, die von Bewerbungsexperten erstellt wurden. Damit hebst du dich optisch von deinen Mitbewerbern ab und überzeugst mithilfe der enthaltenen Mustertexte.

Besonderheiten bei verschiedenen Bewerbersituationen

Initiativ bewerben kannst du dich nicht nur für eine Vollzeitstelle in deiner Branche, sondern auch für andere Positionen. Wir haben dir hier die wichtigsten Informationen zusammengefasst, wenn du dich für eine Ausbildung, ein Praktikum oder für eine Abschlussarbeit im Unternehmen initiativ bewerben möchtest. Zudem findest du hilfreiche Informationen für eine Initiativbewerbung auf Englisch sowie zahlreiche Tipps für eine Bewerbung als Quereinsteiger

Initiativbewerbung für eine Ausbildung

Du findest keine passende Ausbildungsstelle in den bekannten Jobbörsen oder möchtest deine Ausbildung unbedingt in einem bestimmten Unternehmen absolvieren? Dann kommt eine Initiativbewerbung für dich infrage. 


Folgende Aspekte solltest du beachten, wenn du dich initiativ für eine Ausbildung bewirbst:

  • Mache deutlich, warum du dich gerade für diese Ausbildung entschieden hast. Du kannst vorherige Berührungspunkte (z.B. Praktika oder Bekannte mit diesem Job) erwähnen oder auf dein grundsätzliches Interesse für die Branche / den Beruf verweisen.

  • Zeige, dass du dich bestens über die Ausbildung informiert hast und weißt, welche schulischen und praktischen Inhalte sie abdeckt, welche Zukunftsaussichten sie dir bietet und welche Voraussetzungen du erfüllen musst.

  • Stelle einen Bezug zum Unternehmen her und erkläre, warum du dich ausgerechnet bei dieser Firma bewirbst. Warum ist sie dein Wunscharbeitgeber? Grundlage dafür können neben der fachlichen Ausrichtung / Spezialisierung des Unternehmens auch dessen Werte und Philosophie sein.

  • Betone deine Motivation als auch deine Fähigkeiten. Zeige dem Personaler, dass du ein Mehrwert für die Firma sein wirst und überzeuge mit Ehrgeiz und Motivation.

  • Nenne deinen frühestmöglichen Ausbildungsbeginn. Achte dabei unbedingt darauf, kein individuelles Datum zu wählen, sondern dich an die offiziellen Ausbildungsbeginne zu halten.

Initiativbewerbung für ein Praktikum

Praktische Erfahrung zu sammeln ist vor allem für Studenten und Schüler wichtig, um sich ihrer Berufswahl sicher zu werden. Praktika bieten die Möglichkeit, durch eine meist kurze, jedoch sehr intensive Zeit in einen Beruf hineinzuschnuppern und die Branche / das Unternehmen besser kennenzulernen. Sollte sich in Jobportalen keine passende Praktikantenstelle ergeben, kannst du dich initiativ bewerben.


Folgende Aspekte solltest du bei einer Bewerbung für ein Praktikum beachten: 

  • Wieso interessierst du dich für die Branche? Zeige dem Personaler deine Motivation und dein Interesse, den Berufszweig kennenzulernen.

  • Welche Berührungspunkte hattest du bisher mit dem Beruf? Sei es durch (vorherige) Praktika, theoretische Inhalte deines Studiums oder Berührungspunkte im persönlichen Umfeld: Erkläre in deiner Bewerbung, was du bereits über den Beruf weißt und zeige so, dass du vorbereitet bist.

  • Nenne deine zeitliche Verfügbarkeit. Der Personaler muss wissen, ab wann und für wie lange du Zeit hast. Da Praktika meist in Vollzeit stattfinden, solltest du einige Monate keine anderen Verpflichtungen haben, die mit dem Praktikum kollidieren. Bleibe dabei möglichst flexibel. Im Anschreiben einer Initiativbewerbung solltest du nicht vorgeben, du hättest vom 03.01. bis zum 24.03. Zeit und möchtest auch genau diesen Zeitraum für dein Praktikum nutzen. Nenne stattdessen eine Zeitspanne, in der du verfügbar bist. Das kann beispielsweise so klingen: „Im Anschluss an meine Klausuren stehe ich zwischen dem 01.07. und 01.10. zur Verfügung. Ich bin an einem ein- bis drei-monatigen Praktikum interessiert.“

Englische Initiativbewerbung

Die englische Initiativbewerbung („unsolicited application“ oder „speculative application“ genannt) unterscheidet sich in nur wenigen Punkten von der Deutschen. 


Achte jedoch auf folgende Unterschiede:

  • Der englische Cover Letter muss (bei einer Online- oder E-Mail-Bewerbung) nicht unterschrieben werden.

  • Je nach Land ist die Anonymität im Bewerbungsprozess zu beachten. Bewerbungsfoto, Unterschrift sowie persönliche Daten (Geburtsdatum, Staatsangehörigkeit, Religion und Familienstand) sollten dann nicht hinzugefügt werden.

  • Gängig hingegen ist eine „Excecutive Summary“ und ein „Objective“ (Zusammenfassung und berufliche Zielsetzung). Ergänze diese Dokumente, wenn du besonders punkten willst.

Initiativbewerbung für Quereinsteiger

Da du als Quereinsteiger weniger mit Fachkompetenz und Know-how punkten kannst als deine Konkurrenten, ist die Betonung deiner Motivation umso wichtiger. Dieser Fokus deckt sich mit dem einer Initiativbewerbung, weshalb diese Bewerbungsform für Quereinsteiger geeignet ist.


Noch mehr als sonst solltest du also dein Interesse für den Beruf / die Branche und das Unternehmen herausstellen. Um dich darauf ausreichend fokussieren zu können, empfehlen wir dir die Ergänzung deiner Bewerbungsunterlagen um ein Motivationsschreiben.

Weiter oben in diesem Artikel geben wir dir hilfreiche Tipps, welche Inhalte du in dieses Extra deiner Bewerbungsmappe einbinden kannst. 

Initiativbewerbung für eine Bachelorarbeit / Masterarbeit

Du möchtest deine Abschlussarbeit im Unternehmen schreiben und findest keine passende Stellenausschreibung? Ein guter Weg kann dann sein, dich zuerst an den Lehrstuhl deiner Universität zu wenden. Hast du dort bereits ein Thema vereinbart und einen Prüfer (und Zweitprüfer) gefunden, kannst du dich mit einer Initiativbewerbung an die Unternehmen wenden. 


Diese Inhalte solltest du bei einer Initiativbewerbung für eine Abschlussarbeit abdecken: 

  • Dein Interesse am vereinbarten Thema: Warum findest du es spannend?

  • Wieso möchtest du die Arbeit unbedingt in diesem Unternehmen schreiben?

  • Welche Qualifikationen bringst du bereits mit? Hattest du eventuell bereits Berührungspunkte mit der Thematik in deiner Freizeit, deinem Studium oder im Rahmen von Praktika oder Studentenjobs?

  • In welchem Zeitraum planst du deine Arbeit zu schreiben? Was genau brauchst du vom Unternehmen (inwiefern arbeitest du dort mit?)

  • Wie kann das Unternehmen durch deine Abschlussarbeit und deren Ergebnisse profitieren? Welche Ergebnisse erhoffst du dir und wie können diese dem Unternehmen dienen?

Neben den üblichen Bewerbungsunterlagen solltest du unbedingt ein Motivationsschreiben für die Bachelorarbeit / Masterarbeit anfügen, um dein großes Interesse an der Arbeit und dem Unternehmen zu betonen.

Versand der Initiativbewerbung

Heutzutage ist die gängigste Form, seine Bewerbung einzureichen, der digitale Weg. Wenn du deine Initiativbewerbung per E-Mail abschickst, gibt es einiges zu beachten:

  • Adressiere deine Unterlagen an eine geeignete E-Mail-Adresse: Hast du bereits im Vorfeld mit deinem Wunschunternehmen gesprochen, wurde dir im besten Fall ein Ansprechpartner vorgestellt. Sende deine Bewerbungsunterlagen an die E-Mail-Adresse dieser Person. Solltest du keinen individuellen Kontakt erhalten haben, suche auf der Unternehmenswebsite nach Informationen. Viele Unternehmen bieten eine Karriereseite auf deren Website, auf der ein oder mehrere Ansprechpartner angegeben sind. Achte darauf, den richtigen Personaler für deine Position auszuwählen. Sollte es dieses Angebot nicht geben, nutze eine allgemeine E-Mail-Adresse aus dem Kontaktbereich der Unternehmenswebsite.

  • Verwende selbst eine seriöse E-Mail-Adresse: Auch deine eigene E-Mail-Adresse ist nicht unwichtig. Achte darauf, deine Bewerbungsunterlagen von einer seriös klingenden Adresse zu verschicken. [email protected] eignet sich dafür gut, während [email protected] keinen Personaler überzeugt.

  • Füge deiner E-Mail einen kurzen Text hinzu: Solltest du bereits vorher mit dem Personaler gesprochen haben, kannst du in deiner E-Mail auf das Gespräch verweisen, zum Beispiel so: „Sehr geehrter Herr Mustermann, wie bereits am Telefon besprochen, sende ich Ihnen heute meine Initiativbewerbung zu. Ich bedanke mich für das ausgesprochen nette Gespräch, was mich erneut in meiner Wahl Ihres Unternehmens als mein Wunscharbeitgeber bestätigt hat. Mit freundlichen Grüßen, Maria Musterfrau.“ Achte darauf, dass der Text deiner E-Mail nicht dem deines Anschreibens gleicht, auch nicht mit der Schlusssatz. Verwende stattdessen alternative Formulierungen.

  • Mache es dem Personaler so einfach wie möglich: Um den Zeitaufwand, den ein Recruiter für das Lesen deiner Bewerbung aufwenden muss, so gering wie möglich zu halten, solltest du auf eine gute Struktur achten. Dies gilt nicht nur für die Bewerbungsunterlagen selbst, sondern auch für deinen versandten Anhang der E-Mail. Füge alle Bewerbungsdokumente in der richtigen Reihenfolge als PDF-Dokument zusammen. Füge dieses eine Dokument als Anhang hinzu.

Solltest du deine Bewerbungsunterlagen per Post verschicken, solltest du Folgendes bedenken:

  • Drucke deine Unterlagen auf qualitativ hochwertigem Papier: Statt des normalen Druckerpapiers empfehlen wir dir, etwas schwereres Material zu verwenden. Papier mit einer Stärke von 100-120 g/m2 wirkt wertig und edel. Solltest du dies nicht zur Hand haben, kannst du dir deine Bewerbungsunterlagen für wenig Geld im Copy Shop drucken lassen.

  • Achte auf unbeschädigtes Papier: Eselsohren oder Knicke in deinen Dokumenten solltest du unbedingt vermeiden, da dies einen unordentlichen Eindruck macht. Auch Kaffeeflecken hinterlassen keinen guten Eindruck. Verwende zudem eine Versandtasche, die stabil genug ist, um deine Bewerbungsunterlagen vor Beschädigungen zu schützen.

  • Erwähne deinen Ansprechpartner: Damit deine Initiativbewerbung schnell an den richtigen Ansprechpartner weitergeleitet werden kann, solltest du die Person benennen. Füge dem Empfänger (Firmenadresse oder deren Poststelle) ein „z. Hd. Mustermann“ hinzu. So kann die Post schnell der für deine Bewerbung zuständigen Person zugeordnet werden und deine Wartezeit verkürzt sich bestenfalls. Dies ist vor allem bei großen Konzernen wichtig.

  • Versende deine Bewerbung ohne Einschreiben: Auch wenn dir deine Initiativbewerbung sehr wichtig ist: Als Einschreiben solltest du sie niemals versenden. Das kann dem Unternehmen den Eindruck vermitteln, du würdest dich für sehr wichtig halten und sichergehen wollen, dass dem Personaler deine Bewerbung keinesfalls entgeht. Um keinen Druck zu erzeugen, solltest du deine Unterlagen auf dem normalen Weg als (Groß-)Brief versenden.

Vorteile und Nachteile der Initiativbewerbung

Du fragst dich, ob eine Initiativbewerbung sich lohnt und wo ihre Vorteile wie Nachteile liegen? Wir zeigen dir, wo die Tücken, aber auch die Chancen einer initiativen Bewerbung liegen, um dir einen besseren Überblick zu verschaffen. 

Initiativbewerbung - Vorteile und Nachteile

Der offensichtlichste Vorteil einer Initiativbewerbung liegt in der zusätzlichen Jobchance, die du durch sie erhältst. Du ergänzt die in Jobbörsen eingestellten Anzeigen durch eine zusätzliche Möglichkeit, deinen Traumjob zu ergattern.


Zudem bieten Personaler dir oft die Möglichkeit, dich in einen Karriere-Pool des Unternehmens aufzunehmen. Diese Datenbank bemühen Personaler in der Regel dann, wenn sie eine Stelle besetzen möchten und überprüfen den Pool auf potenziell passende Bewerber. Solltest du auf deine Initiativbewerbung im ersten Versuch keine positive Nachricht erhalten, hast du also immer noch die Chance, später von deiner Bewerbung zu profitieren und zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden.


Vor allem aufgrund der aufwendigen Recherche hinterlässt du bei dem Personaler zudem einen guten Eindruck. Deine Eigeninitiative wird geschätzt und trägt hoffentlich (in Zukunft) Früchte. Des Weiteren steht deine Motivation für die Stelle im Vordergrund, da du dich nicht auf in einer Stellenanzeige geforderte Kompetenzen berufen kannst. Der Personaler kann also sicher sein, dass du für die Branche / das Unternehmen brennst, was einen erheblichen Vorteil darstellt.


Bei aller Euphorie musst du jedoch realistisch bleiben: Die Chance, eine neue Anstellung zu finden, ist bei einer klassischen Bewerbung höher als bei einer Initiativbewerbung. Zudem ist der zeitliche Aufwand, den du für die Unternehmensrecherche und Vorbereitung aufbringen musst, enorm.


Aufgrund der oft langen Wartezeit bis du eine Rückmeldung erhältst und der dadurch wenig planbaren Situation, empfehlen wir dir eine Initiativbewerbung vor allem dann, wenn du keinen Zeitdruck verspürst. Möchtest oder musst du schnellstmöglich eine neue Anstellung finden, solltest du dich besser auf ausgeschriebene Stellen bewerben.


Auch wenn eine Initiativbewerbung einige Nachteile beinhaltet, hast du grundsätzlich nichts zu verlieren. Du erhältst eine weitere Chance auf dem verdeckten Jobmarkt und hinterlässt oft einen nachhaltigen Eindruck beim Personaler. Möchtest du auf Nummer sichergehen, verfasse parallel auf Stellenanzeigen ausgerichtete Bewerbungen. 

Wann ist eine Initiativbewerbung sinnvoll?

Wann eine Initiativbewerbung für dich persönlich sinnvoll ist, hängt von vielen Faktoren ab. Suchst du dringend einen Job und verspürst Zeitdruck, solltest du dich lieber auf ausgeschriebene Stellen bewerben. Vakante Stellen zu besetzen, ist auch für die Unternehmen ein dringliches Anliegen, weswegen du in diesem Fall schneller mit einer Antwort rechnen kannst.


Eher ungeeignet wäre eine Initiativbewerbung zudem, wenn du dich noch nicht auf eine Branche oder eine Tätigkeit festgelegt hast. Stellenanzeigen bieten dir in diesem Fall eine gute Orientierung und helfen dir bei der Entscheidungsfindung. Wir raten dir in dem Fall, dich auf diesem Wege zu bewerben.


Wenn du jedoch genau weißt, in welcher Branche / Firma / Position du tätig werden willst und dafür brennst, ist eine Initiativbewerbung äußerst sinnvoll. Eventuell gibt es sogar ein Unternehmen, für das du unbedingt tätig sein willst, was jedoch kaum passende Stellen ausschreibt? Dann bewirb dich initiativ und versuche dein Glück. Grundsätzlich gilt: Was hast du zu verlieren?

Weitere häufig gestellte Fragen zur Initiativbewerbung

Wann kann ich mit einer Rückmeldung rechnen?

Da du dich initiativ bewirbst, dich also auf keine Stellenanzeige und vakante Position beziehst, kann die Wartezeit entsprechend lang sein. Wir empfehlen dir, dem Unternehmen drei bis vier Wochen Zeit für die Bearbeitung deiner Unterlagen zu geben.


Hast du nach dieser Zeit noch nichts gehört, kannst du deinen Ansprechpartner kontaktieren. Mache ihm jedoch keinen Druck und bringe dein Anliegen höflich und freundlich vor. Betone erneut dein Interesse und zeige gegebenenfalls dein Interesse an einer Aufnahme der Unterlagen in einen Daten-Pool des Unternehmens.

Auf welche Stelle bewerbe ich mich?

Wenn du dich initiativ bewirbst, aber noch keine Wunschposition gefunden hast, solltest du dich zunächst gut informieren. Frage dich, in welcher Branche du unterkommen möchtest. Anschließend solltest du überlegen, welche Art von Unternehmen dich interessiert: Möchtest du bei einem Big Player deiner Branche unterkommen oder bevorzugst du einen kleinen Familienbetrieb?


Begib dich dann auf die Suche nach einem Wunschunternehmen. Welche Werte sind dir wichtig? Womit kannst du dich identifizieren? Findest du die Branche / Produkte der Firma spannend? Gefällt dir deren Struktur und hast du das Gefühl, dich dort weiterbilden zu können?


Antworten findest du meist auf der Website des Unternehmens sowie auf Jobbörsen. Dort haben Mitarbeiter die Chance, ihren Arbeitgeber zu bewerten. So erhältst du einen individuellen und persönlichen Eindruck aus erster Hand und kannst dich noch besser entscheiden, ob das Unternehmen deinen Vorstellungen entspricht.


Insgesamt sind Initiativbewerbungen jedoch vor allem dann sinnvoll, wenn du einen konkreten Plan hast, beispielsweise ein Wunschunternehmen. Bist du darauf nicht festgelegt und offen für verschiedene Stellen / Firmen, eignet sich eine Bewerbung auf eine Stellenanzeige besser. Dort kannst du schnell erkennen, welche Aufgaben dich ansprechen und kannst dich an den in der Stellenausschreibung geforderten Kompetenzen orientieren.

Welchen Betreff nutze ich für den E-Mail-Versand meiner Bewerbung?

Die Betreffzeile deine E-Mail sollte aussagekräftig sein, damit der Personaler sofort weiß, womit er es zu tun hat. Ein geeigneter Betreff wäre beispielsweise „Übermittlung meiner Initiativbewerbung im Bereich Marketing“.

Was ist der Unterschied zwischen einer Blindbewerbung und einer Initiativbewerbung?

Die Begriffe Initiativbewerbung und „Blindbewerbung“ werden oft gleichgesetzt, dabei handelt es sich hierbei um zwei unterschiedliche Bewerbungsformen.


Die Initiativbewerbung schreibst du gezielt für ein bestimmtes Unternehmen. Du brennst so sehr darauf, dort zu arbeiten, dass du dich selbst dann bewirbst, wenn gerade keine Stelle ausgeschrieben ist. Vor allem in der Einleitung deines Bewerbungsschreibens gehst du explizit auf dieses Unternehmen ein.


Bei einer Blindbewerbung hast du hingegen weder einen Bezug zu einer Stellenausschreibung noch zu einem bestimmten Unternehmen. Diese Bewerbung wird einmalig erstellt und „blind“ an mehrere Firmen geschickt.


Wie du dir denken kannst, sind die Chancen bei dieser Vorgehensweise sehr gering, da diese  Massenbewerbung wenig motiviert wirkt. Daher raten wir von Blindbewerbungen grundsätzlich ab und empfehlen stattdessen eine auf die Unternehmen individualisierte Initiativbewerbung.

Ist eine Initiativbewerbung eine Kurzbewerbung?

Kurzum: Nein. Kurzbewerbungen sind, wie der Name bereits verrät, knapp gehaltene Bewerbungen. Sie sind auf ein Minimum komprimiert und eignen sich vor allem bei dem Besuch von Jobmessen. Dort dienen sie dazu, dem Personaler einen möglichst unkomplizierten und raschen Eindruck von dir zu vermitteln, da dieser an einem einzigen Messetag etliche Bewerbungen erhält. Indem du die hohe Belastung des Recruiters erkennst und ihm den Tag mit einer Kurzbewerbung erleichterst, sammelst du in der Regel bereits erste Pluspunkte.


Eine Initiativbewerbung ist hingegen nicht in ihrer Länge begrenzt. Sie zeichnet sich dadurch aus, dass du dich nicht auf eine ausgeschriebene Stelle, sondern auf „gut Glück“ bewirbst. Vor allem, da das Unternehmen nicht mit dir plant und keine passende vakante Stelle ausgeschrieben hat, solltest du dich nicht kurzfassen. Nutze hingegen dein Anschreiben und eventuell ein Motivationsschreiben, um dein großes Interesse an der Firma zu betonen und deine Motivation, einen Mehrwert für das Unternehmen darzustellen, in den Vordergrund zu stellen

Welche Rolle spielt der Datenschutz bei einer initiativen Bewerbung? Brauche ich einen Sperrvermerk?

Die Datenschutzverordnung besagt, dass mit Bewerberdaten besonders sorgsam umgegangen werden muss. Dazu gehört, dass deine Bewerbungsunterlagen nur einem begrenzen Personenkreis zur Einsicht bereitgestellt werden dürfen. Mitarbeiter XY wird dementsprechend nichts von deiner Bewerbung erfahren, es sei denn, er ist in den Bewerbungsprozess integriert. Auch außerhalb der Arbeit dürfen Personaler und Beteiligte nicht über ihre Bewerber und deren Unterlagen sprechen.


Solltest du dennoch Zweifel haben, ob dieser Datenschutz eingehalten wird, kannst du einen Sperrvermerk im Schlusssatz deines Anschreibens hinzufügen. In diesem bittest du den Personaler, deine Bewerbung vertraulich zu behandeln. Dies eignet sich vor allem, wenn du bereits weißt, dass dein aktueller Arbeitgeber mit deinem Wunschunternehmen in Kontakt steht oder es sonstige Berührungspunkte gibt.


In der Regel müssen Bewerbungsunterlagen zudem gelöscht werden, sobald die Stelle besetzt ist. Eine Ausnahme bildet jedoch die Zustimmung des Bewerbers, in den Karriere-Pool des Unternehmens aufgenommen zu werden. Bei ausdrücklichem Wunsch deinerseits, darf der Personaler deine Unterlagen speichern und zu einem späteren Zeitpunkt erneut ansehen und berücksichtigen. 

Sollte ich meine Gehaltsvorstellung nennen, wenn ich mich initiativ bewerbe?

Eine Gehaltsvorstellung solltest du immer dann angeben, wenn in der Stellenanzeige explizit darum gebeten wird. Da einer Initiativbewerbung keine Ausschreibung zugrunde liegt, solltest du auf eine Gehaltsvorstellung verzichten. Dieses Thema wird frühestens in einem Vorstellungsgespräch angesprochen und sollte von dir nicht durch eine Erwähnung in deinem Bewerbungsschreiben in den Vordergrund gestellt werden.

Kann ich eine Initiativbewerbung für mehrere Stellen erstellen?

Initiativbewerbungen sollten sich immer nur auf eine bestimmte Stelle beziehen. Ansonsten erweckst du den Eindruck, dass du unsicher darüber bist, was du beruflich machen möchtest und dich nur wegen des Bekanntheitsgrades des Unternehmens bewirbst. Schlussendlich entscheidet der Personaler, für welche Stelle er dich gebrauchen und einsetzen kann. Wir raten dir also davon ab, Initiativbewerbung für verschiedene Stellen an ein und dasselbe Unternehmen zu senden.

Ein Foto von Ben Dehn

Autor: Ben Dehn

Ben entschied sich nach seinem Lehramtsstudium dazu, seinen Weg zunächst im Journalismus zu bestreiten. Nach sieben Jahren bei Print, Online und Radio heuerte er 2013 bei der webschmiede GmbH an und betreute im „Die Bewerbungsschreiber“ Team Personen auf sämtlichen Hierarchieebenen. Durch seine Tätigkeit konnte er sein Know-how im Karrierebereich stetig vertiefen. Heute schreibt Ben Dehn hilfreiche Fachartikel, hält Vorträge und gibt Interviews, Workshops & Seminare.


Zu Bens Autorenprofil