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Motivationsschreiben

Das Motivationsschreiben betont deine persönliche und fachliche Eignung für eine Stelle, ein Studium oder ein Stipendium. Bei der Bewerbung um einen Arbeitsplatz ist es fast immer freiwillig und kann als Ergänzung zu Anschreiben und Lebenslauf verfasst werden. In diesem Beitrag erfährst du alles zum Aufbau & Inhalt eines Motivationsschreibens und erhältst zahlreiche Beispielformulierungen sowie ein Muster zum kostenlosen Download.

Ein Beitrag von Ben Dehn

Motivationsschreiben

Was ist ein Motivationsschreiben?

Das Motivationsschreiben ist in der Regel ein Zusatzbestandteil der Bewerbung. Richtig eingesetzt kann es sowohl deine Motivation als auch deine Kernkompetenzen verdeutlichen und dadurch deine Erfolgschancen steigern.


Da es in einer typischen Bewerbungsmappe hinter Anschreiben und Lebenslauf eingefügt wird, ist das Motivationsschreiben auch als „Dritte Seite“ einer Bewerbung bekannt.


Inhaltlich weist es Ähnlichkeiten zum Bewerbungsanschreiben auf. Oft bietet das Motivationsschreiben eine gute Möglichkeit, relevante Informationen unterzubringen, für die im einseitigen Anschreiben kein Platz mehr ist.


In einem Motivationsschreiben kannst du deine Soft Skills aufzeigen, spezielle fachliche Qualifikationen hervorheben und deine Motivation mit Bezug zum Unternehmen (bzw. Studiengang oder Stipendium) betonen.


Indem du mehr über dich selbst, deine Ziele und Stärken erzählst, kannst du dich von anderen Bewerbern abheben und vermittelst Personalern ein besseres Gesamtbild von dir.

Wann ist ein Motivationsschreiben sinnvoll?

Das zusätzliche Motivationsschreiben ist nicht für jede Bewerbung geeignet. Wichtig ist vor allem, dass ein Mehrwert geboten wird. Das bloße Wiederholen von Informationen aus deinem Anschreiben oder deinem Lebenslauf sollte vermieden werden. 


Führungskräfte beispielsweise können mit einer dritten Seite deutlicher auf ihre Qualifikationen und bisherigen Erfahrungen eingehen. Für eine Bewerbung als Aushilfskraft benötigst du dagegen kein Motivationsschreiben.

In diesen Situationen ist ein Motivationsschreiben sinnvoll:

  • Bei starker Konkurrenz (z.B. Traineeprogramme oder Jobs / Praktika bei renommierten Unternehmen)

  • Wenn dein Lebenslauf die Anforderungen der Stelle nicht vollständig erfüllt

  • Bewerbung bei einem international agierenden Unternehmen oder einem Betrieb im Ausland

  • Wenn eine Stelle besonders hohe Ansprüche an die Bewerber stellt

  • Bei der Bewerbung für Berufe, die eine gewisse Leidenschaft oder Begabung erfordern (z.B. soziale oder kreative Berufe)

  • Wenn ein Motivationsschreiben gefordert wird (oft bei Stipendien, Masterstudiengängen und Auslandssemestern der Fall)

  • Bei der Bewerbung für ein FSJ, FÖJ oder anderen Formen des Gap Year

Stelle dir außerdem folgende Fragen. Kannst du eine oder mehrere dieser Fragen mit „ja“ beantworten, bietet dir ein Motivationsschreiben für deine Bewerbung einen Mehrwert.

  • Wird dein Anschreiben mit allen wichtigen Informationen länger als eine DIN A4-Seite?

  • Gibt es noch wichtige Informationen, die in deinem Anschreiben und Lebenslauf nicht auftauchen?

  • Gibt es etwas Außergewöhnliches über dich, das du mitteilen möchtest?

  • Hast du eine besondere Motivation für die Stelle?

Achtung: Wird in einer Stellenanzeige ein Motivationsschreiben gefordert, das Bewerbungsschreiben jedoch nirgendwo erwähnt, solltest du aufpassen. Meist nimmt das Motivationsschreiben dann die Rolle des klassischen Anschreibens ein und eine „Dritte Seite“ wird nicht benötigt. Bist du dir unsicher, ist es ratsam, das Unternehmen im Vorfeld zu kontaktieren.

Aufbau & Inhalt des Motivationsschreibens

Im Gegensatz zum Bewerbungsschreiben bietet das Motivationsschreiben einen größeren Gestaltungsspielraum. Sowohl formal als auch inhaltlich sind dir zunächst kaum Grenzen gesetzt. Dennoch ist eine schlüssige Gliederung wichtig. Ein Personaler sollte sich in dem Dokument gut zurechtfinden können. 

Layout & formaler Aufbau des Motivationsschreibens

Das optische Gesamtbild deines Motivationsschreibens sollte zu dem Rest deiner Bewerbung passen. Verwende daher die gleichen Schriftarten und Schriftgrößen wie in deinem Lebenslauf und deinem Anschreiben.


Deine Kontaktinformationen (Name, Adresse, E-Mail und Telefonnummer) kannst du im Briefkopf, einer Kopf- oder Fußzeile angeben. So kann der Personalverantwortliche das Motivationsschreiben leichter zuordnen.

Wenn bereits ein Anschreiben an erster Stelle deiner Bewerbung steht, kannst du auf eine Empfängeradresse, die Grußformel und auf das rechtsbündig formatierte Datum verzichten. Steht das Motivationsschreiben allein, solltest du diese Punkte aufgreifen und unterbringen. 

Am Ende des Motivationsschreibens folgen das aktuelle Datum und deine Unterschrift.


Wichtig: Das Motivationsschreiben sollte nicht länger als eine DIN A4-Seite sein. Falls die Stellenausschreibung formale Vorgaben zur Länge oder zum Layout enthält, musst du dich natürlich daran halten. 

Die Überschrift des Motivationsschreibens

Beginne dein Motivationsschreiben mit einer aussagekräftigen Überschrift. Diese ist wichtig, da sie die Aufmerksamkeit des Personalverantwortlichen gewinnen und für einen positiven ersten Eindruck sorgen soll.


Mögliche Überschriften:

  • Über mich

  • Was Sie über mich wissen sollten

  • Warum ich mich bei Ihnen bewerbe

  • Meine Motivation

  • Warum [Name des Unternehmens]?

  • Warum gerade ich?

Die Einleitung des Motivationsschreibens

Bereits zu Beginn deines Motivationsschreibens solltest du mit einem spannenden Einleitungssatz überzeugen, der den Personaler zum Weiterlesen anregt. Üblicherweise nennst du hier bereits einige relevante oder interessante Details zu deiner Person und verknüpfst diese mit deiner Motivation für die Bewerbung. Floskeln und unnötige Informationen sind im Motivationsschreiben ein No-Go.


Beispielformulierungen für die Einleitung:

  • Die erfolgreichsten Arbeitsergebnisse erzielt man, wenn man eine große Leidenschaft für seinen Beruf mitbringt und sich mit seinem Arbeitgeber identifiziert. Meine 15-jährige Berufserfahrung möchte ich nun gerne in Ihrem Unternehmen einbringen.

  • Innovatives Denken, hohe Internationalität, stetige Weiterentwicklung und respektvolles Miteinander – all das weiß ich an der Muster GmbH zu schätzen. Mein Arbeitsbereich ist seit zehn Jahren das Projektmanagement, in dem ich mich in Zukunft kontinuierlich weiterentwickeln möchte. Dazu gehören neue berufliche sowie persönliche Herausforderungen, die ich in Ihrem Unternehmen angehen möchte.

Die Anrede des Motivationsschreibens sollte sich immer an einen konkreten Ansprechpartner richten. Diesen findest du in der Regel leicht über die Stellenbeschreibung heraus, manchmal sind jedoch auch eine Internetrecherche oder ein Telefonat notwendig. 

Motivationsschreiben Beispielhafter Aufbau

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Der Hauptteil des Motivationsschreibens

Der inhaltliche Aufbau deines Motivationsschreibens ist an keine feste Struktur gebunden.


Durch das Setzen inhaltlicher Schwerpunkte kannst du das Dokument an deine Situation anpassen. So kannst du hier z.B. deine Motivation für eine Neuorientierung beschreiben, Fachkenntnisse erläutern oder Lücken in deinem Lebenslauf erklären.


Wichtig ist, dass du deine Motivation klar und deutlich auf den Punkt bringst. Aus dem Schreiben sollte hervorgehen, dass du dich bereits ausführlich mit dem Unternehmen, der Branche und deinen zukünftigen Tätigkeiten beschäftigt hast.


Unten findest du Beispiele für mögliche Inhalte eines Motivationsschreibens. Achte jedoch unbedingt darauf, dass dein Motivationsschreiben nur relevante Aspekte enthält und vermeide Wiederholungen.


Vermeide lange verschachtelte Sätze und konzentriere dich auf deine Argumente.

Mögliche Inhalte für dein Motivationsschreiben:

  • Ausführliche Darstellung und Begründung deiner Motivation

  • Deine Fähigkeiten und Kompetenzen ergänzend zum Anschreiben

  • Persönliche Schwerpunkte (was ist dir wichtig?)

  • Erklären von schwierigen Stellen im Lebenslauf

  • Deine Alleinstellungsmerkmale (Was hebt dich von anderen Bewerbern ab?)

  • Deine Leidenschaft für den Beruf

  • Dein besonderes Interesse am Unternehmen

  • Dein Engagement

  • Deine beruflichen Ziele

Beispielformulierungen für den Hauptteil:

  • Bezug zum Unternehmen: „Als sehr ansprechend empfinde ich die familiäre Aufstellung Ihres Unternehmens. Die angenehme Arbeitsatmosphäre begeistert mich ebenso wie die flachen Hierarchien. Daher freue ich mich darauf, Ihrem Unternehmen sowohl in strategisch-operativen Bereichen als auch in einem innovationsbestimmten Umfeld mit Verantwortungsbewusstsein und Innovationskraft zur Seite zu stehen.

  • Ziele und Motivation:Die digitale Transformation stellt viele Dienstleistungsunternehmen vor Herausforderungen. Gemeinsam mit Ihrer IT GmbH möchte ich mich dieser anspruchsvollen Aufgabe stellen. Dazu möchte ich meine Erfahrungen und Fertigkeiten gewinnbringend einsetzen, um zum weiteren Erfolg des Unternehmens beizutragen.

  • Persönliche Stärken:Meine besonderen Stärken sehe ich in der Führung eines Teams und dessen gewinnbringender Ausrichtung im unternehmerischen Kontext. Dabei kann ich besonders auf eigene Erfahrungen in vielfältigen Positionen innerhalb der Dienstleistungsbranche zurückgreifen.

  • Fachliche Qualifikationen:Stets interessiert an dem internationalen Austausch konnte ich bereits Erfahrungen im internationalen Raum sammeln. Der regelmäßige Austausch mit unseren Werken in China, Mexiko und Russland zählt zu meinem derzeitigen Aufgabenbereich bei der Muster GmbH. Besonders in früheren Projekten unterstützte ich die Unternehmen mit meiner umfassenden Expertise bei innovativen Ideen und deren Umsetzung.

In einigen Branchen kannst du deine Motivation auch kreativ darlegen. Dabei sollte sich das Motivationsschreiben von der traditionellen Version abheben. Das gelingt dir z.B. mit einem ausgefallenen berufsspezifischen Design oder einer originellen Sprache. 

Du kannst die Inhalte des Hauptteils als Fließtext oder in Aufzählungsform darstellen. Auch Mischformen sind möglich.

  • Motivationsschreiben als Fließtext: Die Formulierung als Fließtext eignet sich, wenn du das Motivationsschreiben persönlicher gestalten und die Zielperson direkt ansprechen möchtest. Zudem kannst du Details hier leichter unterbringen, ohne an eine feste Struktur gebunden zu sein. Durch das Setzen sinnvoller Absätze stellst du sicher, dass dein Text strukturiert und gut lesbar ist.

  • Motivationsschreiben als Aufzählung: Die Aufzählungsform ist noch etwas übersichtlicher und liefert dem Personaler einen schnellen Überblick über die Inhalte deines Motivationsschreibens. Dies erreichst du mit interessanten Unterüberschriften und gezielten Markierungen. Im Gegensatz zum Motivationsschreiben in Fließtext-Form wird hier ein eher sachlicher Eindruck erzielt. Je nach Branche kann dies von Vorteil sein.

Manchmal ist auch eine Mischform aus Fließtext und Aufzählung empfehlenswert. So kannst du z.B. deine Motivation besser in einem Text darstellen, für Kenntnisse eignet sich dagegen die Aufzählungsform.

Der Schlussteil des Motivationsschreibens

Beende dein Motivationsschreiben mit einem prägnanten Schlusssatz, damit deine Bewerbung dem Leser positiv in Erinnerung bleibt. Du kannst an dieser Stelle noch einmal deine Motivation bekräftigen und authentisches Interesse am Unternehmen bekunden.


Genau wie im Bewerbungsschreiben kannst du auch hier darauf hinweisen, dass du dich auf ein persönliches Kennenlernen freust. Vermeide jedoch Konjunktivformulierungen wie „Ich würde mich freuen…“


Beispiele für den Schlusssatz:

  • Vielen Dank für die Berücksichtigung meiner Bewerbungsunterlagen. Für Rückfragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Ich freue mich darauf, bald von Ihnen zu hören.

  • Ich danke Ihnen für die Sichtung meiner Unterlagen und freue mich darauf, Sie in einem persönlichen Gespräch kennenzulernen und von meiner Motivation zu überzeugen!

  • Voller Tatendrang und Neugierde sehe ich einer aufregenden Zukunft bei der Muster GmbH entgegen. Ich freue mich auf eine positive Rückmeldung Ihrerseits.

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Bewerbungsschreiben vs. Motivationsschreiben

Im Bewerbungsschreiben werden üblicherweise nur die relevantesten Kenntnisse genannt und auch der Grund für deine Bewerbung kommt nur kurz zur Sprache. Im Motivationsschreiben dagegen kannst du sowohl deine Motivation als auch deine Kompetenzen ausführlicher erläutern.

Bewerbungsschreiben:

  • Nennung der relevantesten Kenntnisse

  • Motivation wird nur kurz thematisiert

  • Geringer Gestaltungsspielraum

  • Pflichtbestandteil einer Bewerbung

Motivationsschreiben:

  • Nennung spezieller Kenntnisse möglich

  • Motivation wird ausführlich thematisiert

  • Größerer Gestaltungsspielraum

  • Optionaler Bestandteil einer Bewerbung

Wie ist die Anordnung in der Bewerbungsmappe?

Das Motivationsschreiben wird hinter dem Bewerbungsschreiben und Lebenslauf angeordnet. Diese Gliederung der Bewerbungsunterlagen ist der Grund, weshalb das Motivationsschreiben umgangssprachlich auch als „dritte Seite“ oder „Seite drei“ der Bewerbung bezeichnet wird.


Reihenfolge der Bewerbungsunterlagen:

Vorteile eines Motivationsschreibens

Durch die zusätzliche Individualisierung der eigenen Bewerbungsunterlagen ermöglicht das Motivationsschreiben eine Abgrenzung von anderen Bewerbern


Eine „Dritte Seite“ bietet dir die Möglichkeit, bestimmte Stationen deines Lebenslaufes zu verdeutlichen, deinen Mehrwert für das Unternehmen herauszustellen und deine Motivation zu unterstreichen. Ein gutes Motivationsschreiben kann deine Chancen auf ein persönliches Vorstellungsgespräch verbessern.

Motivationsschreiben Vorteile


Wenn du dich für eine Initiativbewerbung entscheidest, kann die dritte Seite für dich ebenfalls von Vorteil sein! Du kannst dort noch einmal deinen Entschluss, dich auf eine nicht ausgeschriebene Position zu bewerben, explizit mit deinem Interesse an dem Unternehmen sowie den zu erwartenden Aufgaben begründen. 

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Spezielle Motivationsschreiben

Wenn du dich für ein Studium, ein Stipendium o.ä. bewirbst, kann das Motivationsschreiben eine zentrale Rolle einnehmen. Gerade deshalb ist es wichtig, dass du inhaltlich überzeugst und dein Motivationsschreiben an die konkrete Situation anpasst.


Wir stellen dir im Folgenden verschiedene Variationen des Motivationsschreibens vor. Weitere Informationen zu den Anforderungen und Besonderheiten sowie passende Beispielformulierungen findest du in den verlinkten Fachartikeln. 

Motivationsschreiben für eine Ausbildung

Bei der Bewerbung um eine Ausbildung ist die dritte Seite eher unüblich. Ein Motivationsschreiben kann jedoch sinnvoll sein, wenn du zusätzliche Inhalte unterbringen oder deine Motivation besonders hervorheben möchtest. 


Inhalte des Motivationsschreibens für eine Ausbildung: 

  • Motivation für die Wahl des Ausbildungsberufs 

  • Motivation für die Wahl des Ausbildungsbetriebs

  • Vorkenntnisse und relevante praktische Erfahrungen

  • Persönliche Stärken und relevante soziale Kompetenzen

  • Interessen und Hobbys mit Bezug zum Ausbildungsberuf

Weitere Informationen zum Thema findest du in folgendem Fachartikel: Motivationsschreiben Ausbildung

Motivationsschreiben für das Studium

Bei der Bewerbung um einen Studienplatz wird manchmal ein Motivationsschreiben gefordert. Zu den Studiengängen, bei denen dies häufiger der Fall ist, gehören u.a. Soziale Arbeit, Medizin und Lehramtsstudiengänge.


Informiere dich im Voraus ausführlich über die Hochschule und den angestrebten Studiengang. Beachte zudem bei der Anfertigung des Motivationsschreibens die formalen und inhaltlichen Vorgaben der Universität.

 

Inhalte des Motivationsschreibens für ein Studium: 

  • Motivation für die Wahl des Studiengangs 

  • Motivation für die Wahl der Hochschule

  • Berufliche Ziele

  • Fachliche und persönliche Qualifikation

  • Engagement oder Praktika (falls vorhanden)

  • Für welche Studieninhalte interessiert du dich besonders?

Weitere Informationen zum Thema findest du in folgendem Fachartikel: Motivationsschreiben Studium

Motivationsschreiben für den Master

Bewerber für ein Masterstudium verfügen bereits über einen Hochschulabschluss und damit über Fachkenntnisse und Projekterfahrungen. Zudem sind oft erste Berufserfahrungen aus Praktika oder Werkstudentenjobs vorhanden. Diese Qualifikationen gilt es im Master-Motivationsschreiben darzustellen. 


Inhalte des Motivationsschreibens für ein Masterstudium: 

  • Berufliche Ziele  

  • Erfolge im Bachelor-Studium

  • Fachkenntnisse & Soft Skills

  • Geplante Gestaltung des Studiums (fachliche Schwerpunkte)

  • Besonderes Engagement im Bachelor-Studium

  • Praktische Erfahrungen

  • Evtl. Auslandserfahrungen

Weitere Informationen zum Thema findest du in folgendem Fachartikel: Motivationsschreiben Master

Motivationsschreiben für ein Auslandssemester

Bei der Gestaltung des Motivationsschreibens für ein Auslandssemester sollten auch die Bewerbungsstandards des jeweiligen Ziellandes beachtet werden.


Der englische „Letter of Motivation“ unterscheidet sich im Aufbau nicht sonderlich stark von einem deutschen Motivationsschreiben. Achte hier besonders auf die korrekte Übersetzung. 


Inhalte des Motivationsschreibens für ein Auslandsemester: 

  • Relevante Sprachkenntnisse 

  • Soziale und fachliche Kompetenzen

  • Motivation für die Wahl des Ziellandes

  • Motivation für die Wahl der Hochschule und des Studiengangs

  • Bedeutung des Auslandssemesters für deinen beruflichen Werdegang

  • Erwartungen an das Auslandssemester

Weitere Informationen zum Thema findest du in folgendem Fachartikel: Motivationsschreiben Auslandssemester

Motivationsschreiben für ein Stipendium

Bei der Bewerbung um ein Stipendium ist das Motivationsschreiben entscheidend. Darin solltest du vor allem einen persönlichen Bezug zu den Werten der Stiftung herstellen. Zeige anhand deines gesellschaftlichen Engagements sowie deiner Zukunftspläne, dass sich die Förderung lohnt.   


Inhalte des Motivationsschreibens für ein Stipendium: 

  • Persönlicher Bezug zu den Werten der Stiftung 

  • Gesellschaftliches Engagement

  • Berufliche und persönliche Ziele

  • Leistungen im Studium

  • Aussichten auf erfolgreichen Studienabschluss

  • Motivation für die Wahl des Studienplatzes / der Hochschule

Weitere Informationen zum Thema findest du in folgendem Fachartikel: Motivationsschreiben Stipendium

Motivationsschreiben für eine Abschlussarbeit

Deine Bachelor- oder Masterarbeit kannst du entweder an der Universität oder in Kooperation mit einem Unternehmen schreiben. Manchmal wird auch hier ein Motivationsschreiben gefordert, zudem kann es im Rahmen einer Initiativbewerbung deine Erfolgsaussichten steigern. Dabei gehst du vor allem auf deine Motivation für die Bearbeitung des gewählten Themas ein sowie den Mehrwert, den deine Abschlussarbeit für das Unternehmen bzw. die Universität bietet.

 

Inhalte des Motivationsschreibens für eine Abschlussarbeit: 

  • Beschreibung des gewählten Themas 

  • Motivation für die Themenwahl

  • (Gründe für die Wahl des Unternehmens)

  • Themenspezifische Kenntnisse

  • Geplante Vorgehensweise bei der Bearbeitung

Weitere Informationen zum Thema findest du in folgendem Fachartikel: Motivationsschreiben Bachelorarbeit & Masterarbeit

Bei der Bewerbung um ein Freiwilliges Soziales Jahr oder ein Freiwilliges Ökologisches Jahr wird das klassische Anschreiben durch ein Motivationsschreiben ersetzt.  

Praxis-Tipps und häufige Fehler

Zum Abschluss haben wir für dich noch einmal die wichtigsten Tipps zum Motivationsschreiben zusammengefasst. Außerdem informieren wir dich über die häufigsten Fehler und wie du sie vermeiden kannst.


Achte darauf, deine Motivation individuell, authentisch und lückenlos zum Ausdruck zu bringen. Außerdem solltest du dir zuvor überlegen, ob du das Schreiben als kompletten Fließtext formulierst oder die einzelnen Passagen mit Zwischenüberschriften und/oder als Aufzählung gliedern möchtest. 

Tipps für ein erfolgreiches Motivationsschreiben:

  • Wähle gute Formulierungen und achte auf Fehlerfreiheit (Grammatik, Rechtschreibung, Stil)

  • Passe das Layout dem Design deiner restlichen Bewerbungsunterlagen an

  • Wirf keine neuen Fragen auf (beantworte alle wichtigen, noch offenen Fragen)

  • Gestalte ein ansprechendes Design und sei kreativ

  • Wecke mit der Überschrift die Neugier des Personalers

  • Sei menschlich und natürlich, bleibe jedoch immer professionell

  • Beschränke dich auf Informationen, die dem Arbeitgeber einen Mehrwert liefern

  • Belege deine Fähigkeiten mit Beispielen

Nachdem du dein Motivationsschreiben verfasst hast, solltest du eine weitere Person Korrektur lesen lassen, um unverständliche Sätze und Fehler zu vermeiden.

Auch im Motivationsschreiben solltest du deine angegebenen Kenntnisse und Fähigkeiten immer belegen! Gehe darauf ein, wie und wo du diese erworben, vertieft und eingesetzt hast. Nenne nur Kenntnisse, die einen Bezug zur Stelle haben.

Häufige Fehler im Motivationsschreiben

Damit dein Motivationsschreiben ein Erfolg wird, haben wir hier häufige Fehler zusammengestellt, auf die du achten und vermeiden solltest:

  • Wiederholungen: Inhaltlich solltest du neue Informationen über dich liefern und nicht dein Anschreiben / deinen Lebenslauf wiedergeben.

  • Uninteressante Fakten: Alle Fähigkeiten und Kenntnisse, mit denen sich kein Bezug zur Stelle herstellen lässt, können gestrichen werden.

  • Reine Aufzählungen: Schreibe deine Fähigkeiten nicht nur herunter („Ich bin leistungsbereit, teamfähig und motiviert.“), sondern belege diese immer mit Beispielen!

  • Zu unnatürlich: Du solltest nicht aufgesetzt, sondern natürlich und menschlich wirken, dabei jedoch professionell. Genau dieser Spagat macht ein gelungenes Schreiben aus.

  • Betteln oder Rechtfertigungen: Vermeide es, um die Stelle zu betteln: „Man sollte mir diesen Job geben, weil (…)“ oder „Ich brauche diesen Job, denn (…)“.

Ein Foto von Ben Dehn

Autor: Ben Dehn

Ben entschied sich nach seinem Lehramtsstudium dazu, seinen Weg zunächst im Journalismus zu bestreiten. Nach sieben Jahren bei Print, Online und Radio heuerte er 2013 bei der webschmiede GmbH an und betreute im „Die Bewerbungsschreiber“ Team Personen auf sämtlichen Hierarchieebenen. Durch seine Tätigkeit konnte er sein Know-how im Karrierebereich stetig vertiefen. Heute schreibt Ben Dehn hilfreiche Fachartikel, hält Vorträge und gibt Interviews, Workshops & Seminare.


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