Gehaltsvorstellung in der Bewerbung

Wichtige Inhalte in diesem Video

Bei der Jobsuche ist eines der heikelsten Themen oft die Gehaltsvorstellung, denn meist wird nicht gern über Geld gesprochen. Während Bewerberinnen und Bewerber sich darum bemühen, einen positiven ersten Eindruck zu hinterlassen, steht gleichzeitig die Frage im Raum: Wie äußere ich meine Gehaltserwartungen, ohne meine Chancen auf die Stelle zu verringern oder mich unter Wert zu verkaufen? Dieser Artikel beleuchtet die Kunst der Gehaltsverhandlung im Bewerbungsprozess. Wir betrachten Strategien, wie du deine Gehaltsvorstellungen realistisch und überzeugend formulieren kannst, und ich gebe dir Tipps, wie du dich bestmöglich auf diese entscheidende Frage vorbereitest.


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Gehaltsvorstellung richtig formulieren

Bei der Formulierung deiner Gehaltsvorstellung solltest du ein paar Grundregeln beachten.

Dadurch erleichterst du Personalern und Personalerinnen ihren Job und vermeidest Missverständnisse.


Regeln für die Formulierung der Gehaltsvorstellung:

  • Gib die Gehaltsvorstellung als Bruttojahresgehalt an

  • Das Gehalt bezieht sich auf 12 oder 13 Monatsgehälter (für die Gesamthöhe irrelevant)

  • Zusatzleistungen werden nicht erwähnt (Urlaub-/Weihnachtsgeld, Zuschüsse, Prämien)

  • Mach die Angabe der Gehaltsvorstellung in der jeweiligen Landeswährung

  • Gib eine konkrete Zahl (oder eine Gehaltsspanne) an

  • Nimm dein aktuelles Gehalt als Orientierung

  • Im Fall eines Jobwechsels kannst du noch mal 10 bis 20 Prozent aufschlagen

  • Nenne die Gehaltsvorstellung im Schlusssatz deines Bewerbungsschreibens

Die Gehaltsvorstellung wird oft zusammen mit dem frühestmöglichen Eintrittsdatum und ggf. einer Kündigungsfrist angegeben. Darauf folgt meist nur noch ein Hinweis, der die Bereitschaft zu einem Vorstellungsgespräch signalisiert, bevor das Bewerbungsschreiben mit einer Grußformel sowie der Unterschrift abgeschlossen wird.  


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Beispielformulierungen für die Gehaltsvorstellung

Das Finden der richtigen Worte, um deine Gehaltsvorstellungen auszudrücken, kann eine Herausforderung sein. Es geht darum, Selbstbewusstsein zu zeigen, ohne überheblich zu wirken und gleichzeitig realistische Erwartungen zu vermitteln. In diesem Abschnitt bieten wir dir konkrete Beispielformulierungen, die du in deinem Bewerbungsgespräch oder in deiner schriftlichen Bewerbung nutzen kannst.

Standardformulierungen für die Gehaltsvorstellung

In diesem Abschnitt widmen wir uns Standardformulierungen, die du als Orientierungshilfe für deine Gehaltsvorstellung nutzen kannst. Sie können als Grundlage für deine individuelle Anpassung dienen und dir helfen, deine Gehaltserwartungen auf eine klare und überzeugende Weise zu kommunizieren.


Allgemeine Beispielformulierungen lauten: 

  • „Meine Gehaltsvorstellung liegt bei 55.000 Euro brutto jährlich.“

  • „Entsprechend meinen Erfahrungen und der mit der Position verbundenen Verantwortung empfinde ich ein Bruttojahresgehalt von 150.000 Euro als angemessen.“

  • „Meine verhandelbare Gehaltsvorstellung liegt bei 47.000 Euro brutto im Jahr.“

  • „Zu einem Bruttojahresgehalt zwischen 35.000 und 37.000 Euro stehe ich Ihnen hochmotiviert zur Verfügung.“

  • „Ein Gehalt von 140.000 Euro brutto im Jahr entspricht meinen Vorstellungen.“

  • „Meine Gehaltsvorstellung liegt bei einem Bruttogehalt von 45.000 Euro. Gerne erläutere ich Ihnen in einem persönlichen Gespräch, wie sich diese zusammensetzt.“

Die Gehaltsvorstellung bei einer internen Bewerbung unterscheidet sich in der Regel nicht von der Angabe in einer Standard-Bewerbung. Wer eine andere Position im gleichen Unternehmen anstrebt, erhofft sich oft ein höheres Gehalt. Dieses ist jedoch immer von der jeweiligen Stelle abhängig. Auch bei einem internen Wechsel wird oft das aktuelle Gehalt als Grundlage herangezogen. 

Formulierungsvorschläge mit Kündigungsfrist

In der Bewerbung ist es oft nötig, nicht nur Ihre Gehaltsvorstellungen, sondern auch Ihre Verfügbarkeit in Bezug auf die Kündigungsfrist anzugeben. Dies kann ein entscheidender Faktor für potenzielle Arbeitgeber sein. Oft bietet es sich an, diese Angabe mit Ihrer Gehaltsvorstellung zu verknüpfen.


Beispielformulierungen inklusive der Kündigungsfrist:

  • „Nach Einhaltung meiner 3-monatigen Kündigungsfrist stehe ich Ihnen zu einem verhandelbaren Bruttojahresgehalt von 60.000 Euro motiviert zur Verfügung.“

  • „Meine Gehaltsvorstellung für die Stelle, welche ich nach 3-monatiger Kündigungsfrist antreten kann, liegt bei 40.000 Euro brutto jährlich.“

  • „Mit Ablauf meiner vierwöchigen Kündigungsfrist stehe ich Ihnen hochmotiviert für die Position zur Verfügung. Für diese Rolle erwarte ich ein Jahresgehalt von etwa 45.000 Euro brutto.“

Formulierungen mit Eintrittstermin

Ein weiterer wichtiger Aspekt in Ihrer Bewerbung ist die Angabe des möglichen Eintrittstermins. Dieser Punkt spielt eine wesentliche Rolle für Arbeitgeber, da er direkt die Planungen und zeitlichen Abläufe im Unternehmen beeinflusst. Es ist empfehlenswert, deinen frühestmöglichen Eintrittstermin klar zu kommunizieren und diesen, wenn möglich, mit deiner Gehaltsvorstellung zu verbinden.


Beispielformulierungen inklusive des Eintrittstermins:

  • „Zu einem Bruttojahresgehalt von 45.000 Euro bin ich ab dem 01.01.2022 voll einsatzfähig.“

  • „Ich stehe Ihnen ab sofort zu einem Gehalt von 80.000 Euro brutto im Jahr zur Verfügung.“

  • „Nach Abschluss meines aktuellen Projekts könnte ich Ihre Position ab dem 01. April 2022 übernehmen. Mein Gehaltswunsch für diese Rolle liegt bei 70.000 Euro brutto jährlich.“

Formulierungen für Teilzeitstellen

Bei der Bewerbung für eine Teilzeitbeschäftigung solltest du angeben, auf welche Stundenzahl sich deine Gehaltsvorstellung bezieht. Das gilt z.B. auch für die Bewerbung als Werkstudent bzw. als Werkstudentin.


Beispielformulierungen für die Gehaltsvorstellung bei Teilzeitstellen:

  • „Ich stehe Ihnen für die ausgeschriebenen 20 Stunden pro Woche zu einem Bruttojahresgehalt von 25.000 Euro ab sofort zur Verfügung.“

  • „Meine Gehaltsvorstellung für diese 50%-Stelle liegt bei 25.000 Euro brutto jährlich.“

  • „Angesichts meiner Erfahrung und Qualifikationen liegt meine Gehaltsvorstellung für die 25-Stunden-Woche bei einem Bruttojahresgehalt von 20.000 Euro, mit der Möglichkeit zum sofortigen Arbeitsantritt.“

Formulierungen der Gehaltsvorstellung auf Englisch

In einem internationalen Arbeitsumfeld oder bei Bewerbungen für Stellen im Ausland ist es oft erforderlich, deine Gehaltsvorstellungen auf Englisch zu formulieren. Die sogenannte salary expectation bzw. salary requirement findet auch im englischen Bewerbungsschreiben (Cover Letter) am Ende – genauer im Schlusssatz – ihren Platz.


Beispiele für die Gehaltsangabe auf Englisch: 

  • „My salary expectation equals 45,000 dollars.”

  • „I will be available as of (date) for an annual gross salary of 47,000 dollars.”

  • „Based on my professional experience, my salary requirement is 63,000 dollars (negotiable).”

Formulierungen der Gehaltsvorstellung für ein Praktikum

Bei der Bewerbung um ein Praktikum ist zwischen zwei Fällen zu unterscheiden. Für freiwillige Praktika gilt der gesetzliche Mindestlohn, während Pflichtpraktika nicht vergütet werden müssen. Oft enthalten Ausschreibungen für Praktika bereits Angaben zum Gehalt, manchmal wird jedoch auch hier eine Gehaltsvorstellung gefordert. Gerade bei studentischen Pflichtpraktika kann die Vergütung stark variieren.


Beispielformulierungen für die Gehaltsvorstellung im Praktikum: 

  • „Hochmotiviert stehe ich Ihnen ab dem 01.01.2022 für ein dreimonatiges, nach Mindestlohn vergütetes Praktikum zur Verfügung.“

  • „Meine Gehaltsvorstellung für das ausgeschriebene Praktikum liegt bei 1.500 Euro monatlich.“

Wir haben dir alle hier gezeigten Beispielformulierungen noch einmal übersichtlich in einer PDF-Datei zusammengefasst. Lade sie dir jetzt kostenlos herunter!

Kostenlose Anschreiben Muster

Damit du mit einer Bewerbung überzeugst, ist es wichtig, dass dein Anschreiben einen professionellen Eindruck bei Personalverantwortlichen hinterlässt. Deshalb stellen wir dir hier 3 kostenlose Vorlagen für dein Anschreiben zur Verfügung. Diese überzeugen mit professionellem Design und Mustertext. Du kannst die Vorlagen als Word-Datei (.docx) herunterladen, auf deine individuelle Situation anpassen und selbstverständlich deine Gehaltsvorstellung einfügen. 

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Gehaltsvorstellung realistisch einschätzen

Vielen Bewerbern und Bewerberinnen fällt es schwer, sich bei ihrer Gehaltsvorstellung auf eine konkrete Summe festzulegen.

Vor allem Berufseinsteigende, die sich noch am Anfang ihrer Karriere befinden, haben oft Schwierigkeiten, ihren eigenen Marktwert einzuschätzen. Berufseinsteigende können beispielsweise Personen sein, die gerade aus ihrem Studium kommen oder ihre Ausbildung abgeschlossen haben und jetzt in den Berufsalltag einsteigen möchten.


Nicht selten unterliegen die Löhne tarifvertraglichen Regelungen – über die geltenden Vereinbarungen solltest du dich im Rahmen deiner Unternehmensrecherche bereits im Vorfeld informieren. Größere Unternehmen zahlen im Durchschnitt ein deutlich höheres Gehalt. Zudem sind die Löhne auch innerhalb Deutschlands standortabhängig.


Das Gehalt wird demnach unter anderem von folgenden Faktoren beeinflusst: 

  • Branche und Beruf

  • Standort und Unternehmensgröße

  • Aufgabenprofil und Personalverantwortung

  • Berufserfahrung

  • Bildungsniveau

  • Qualifikationen und Kenntnisse

Informationen zu den durchschnittlichen Gehältern deiner Branche findest du unter anderem im Gehaltsvergleich Rechner auf randstad.de und dem Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit.

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Muss ich die Gehaltsvorstellung angeben?

Ob du deine Gehaltsvorstellung in der Bewerbung angeben musst, hängt von verschiedenen Faktoren ab.

Wenn in der Stellenausschreibung ausdrücklich nach deiner Gehaltsvorstellung gefragt wird, solltest du dieser Aufforderung auf jeden Fall nachkommen. Das Nichtbeachten dieser Anforderung kann dazu führen, dass deine Bewerbungsunterlagen als unvollständig erachtet und nicht weiter berücksichtigt werden.


In einigen Branchen ist es außerdem üblich, Gehaltsvorstellungen anzugeben, während es in anderen weniger verbreitet ist. Es kann hilfreich sein, sich über die Gepflogenheiten in der spezifischen Branche zu informieren. Die Angabe einer Gehaltsvorstellung kann als Teil deiner Verhandlungsstrategie dienen. Sie zeigt, dass du dir über deinen Wert auf dem Arbeitsmarkt im Klaren bist.


Es besteht jedoch auch das Risiko, dass du entweder zu niedrig ansetzt und dich unter Wert verkaufst oder zu hoch pokerst und für den Arbeitgeber weniger attraktiv erscheinst. Manche Bewerbende bevorzugen es, die Gehaltsfrage offenzulassen, um Flexibilität in der Verhandlung zu bewahren oder um den Fokus auf ihre Qualifikationen und Erfahrungen zu legen.

Zusammenfassend ist es unumgänglich, eine Gehaltsvorstellung in der Bewerbung anzugeben, wenn diese explizit verlangt wird. In anderen Fällen solltest du abwägen, ob und wie du deine Gehaltserwartungen kommunizieren möchtest. 

Warum wird die Gehaltsvorstellung erfragt?

Insbesondere der Arbeitgeber profitiert von der Angabe einer Gehaltsvorstellung, doch auch seitens der Bewerbenden existieren einige Vorteile, die nicht außer Acht gelassen werden sollten. Denn für letztere bietet die Gehaltsangabe eine Möglichkeit, früh die eigenen Vorstellungen einzubringen und eine Basis für zukünftige Gehaltserhöhungen zu schaffen.


Wenn ein Arbeitgeber nicht bereit ist, einen Lohn zu zahlen, der deinen Vorstellungen entspricht, dann erspart dir die Angabe deiner Gehaltsvorstellungen im Anschreiben möglicherweise ein wenig zielführendes Vorstellungsgespräch.


Für Arbeitgeber ist die Gehaltsangabe wichtig, da Bewerbende so nicht nur anhand ihrer Qualifikationen, sondern auch basierend auf den anfallenden Personalkosten verglichen werden können. Das ermöglicht eine fundierte Vorauswahl. Die Angabe einer Gehaltsvorstellung kann dem Arbeitgeber zusätzlich dabei helfen, Informationen über die Bewerbenden zu gewinnen. 


Der Arbeitgeber achtet bei der Angabe der Gehaltsvorstellung vor allem auf Folgendes: 

  • Haben die Bewerbenden die Stellenanzeige richtig gelesen? Ist in der Stellenausschreibung ausdrücklich die Angabe einer Gehaltsvorstellung gefordert und du versendest deine Bewerbung ohne Wunschgehalt, erweckt das den Eindruck, dass du die Stellenanzeige nicht richtig gelesen hast.

  • Haben die Bewerbenden sich über das Unternehmen und die Branche informiert? Das Gehalt ist von verschiedenen Variablen abhängig – unter anderem Branche, Unternehmensgröße und Unternehmensstandort. Du musst dich im Vorfeld damit auseinandersetzen, welche Gehälter in der Regel am Unternehmensstandort und in der Branche gezahlt werden.

  • Wie schätzen die Bewerbenden ihren eigenen Marktwert ein? Neben den Variablen, die das Unternehmen betreffen, ist die Höhe deines Einkommens auch von persönlichen Faktoren abhängig. Welche Qualifikationen hast du als Bewerber bzw. Bewerberin, wie viel Erfahrung hast du und vor allem: Wie überzeugt bist du von dir und der Qualität deiner Arbeit?

  • Wie verhalten die Bewerbenden sich bei Gehaltsverhandlungen? Einfach eine Zahl hinzuschreiben und die Bewerbung abzuschicken ist relativ einfach. Was aber, wenn du dein Wunschgehalt im persönlichen Gespräch rechtfertigen musst? Dein Verhalten in diesen Situationen interessiert Personalverantwortliche besonders.

Vorstellungsgespräch - Gehaltswunsch begründen

Das Bewerbungsschreiben ist zwar für die Angabe einer Gehaltsvorstellung gedacht, nicht aber für die Rechtfertigung dieser Vorstellung. Die eigentliche Gehaltsverhandlung ist Teil des Vorstellungsgesprächs. Stelle dich also im Vorfeld eines Jobinterviews darauf ein, dass du deinen Gehaltswunsch begründen musst. Die Begründung deiner Gehaltsvorstellung im Vorstellungsgespräch muss wohlüberlegt und professionell sein.


Hier sind einige Schlüsselelemente, die du berücksichtigen solltest: 

  • Nutze die zuvor recherchierten Informationen bezüglich typischer Gehälter in deiner Branche und Region, um zu begründen, warum deine Gehaltsvorstellung marktüblich und angemessen ist.

  • Hebe besondere Fähigkeiten, Qualifikationen oder Erfolge hervor, die dich für die Position besonders qualifizieren. Beispiele für besondere Projekte, erzielte Ergebnisse oder zusätzliche Qualifikationen können deine Gehaltsvorstellung untermauern.

  • In manchen Fällen ist es angebracht, auf die Lebenshaltungskosten in deiner Region hinzuweisen, besonders wenn diese überdurchschnittlich hoch sind. Dies sollte allerdings auf keinen Fall der Hauptfokus deiner Argumentation sein.

  • Gegebenenfalls solltest du darauf eingehen, dass deine Gehaltsvorstellung ein Ausgangspunkt für Verhandlungen ist und du offen für Diskussion bist. Das zeigt, dass du verhandlungsbereit und an einer Einigung interessiert bist.

Denke daran, dass die Begründung sachlich, selbstbewusst und positiv sein sollte. Vermeide es, defensiv oder entschuldigend zu wirken. Eine gut durchdachte und fundierte Begründung deiner Gehaltsvorstellung kann deine Professionalität unterstreichen und deine Chancen verbessern, das gewünschte Gehalt zu erzielen.  

Weitere häufig gestellte Fragen zum Thema

Sollte ich eher eine feste Summe oder eine Gehaltsspanne nennen?

Ob du eine feste Summe oder eine Gehaltsspanne nennst, hängt von deiner Flexibilität, Marktkenntnis und persönlichen Verhandlungsstrategie ab. Eine Spanne zeigt Flexibilität und Verhandlungsbereitschaft und kann sinnvoll sein, wenn du unsicher über den genauen Marktwert deiner Position bist oder die Rolle verschiedene Gehaltsniveaus zulässt. Eine feste Summe hingegen signalisiert Klarheit und Selbstbewusstsein in Bezug auf deinen Wert und kann in Situationen geeignet sein, in denen du genau weißt, was deine Arbeit wert ist und was üblich ist. Wenn du den Anschein erwecken möchtest, dass du deine Gehaltsvorstellung sorgfältig berechnet hast, kannst du sogar eine krumme Summe nennen.

Wie sollte ich bei einem Einstiegsgehalt vorgehen?

Bei der Formulierung deines Einstiegsgehalts in der Bewerbung ist es wichtig, dass du kein zu hohes Gehalt verlangst. Du solltest eine Balance zwischen realistischen Erwartungen und dem Marktwert deiner Qualifikationen finden. Führe dazu im Vorfeld eine Recherche des in deinem Bereich und beispielsweise Bundesland gängigen Gehalts durch. Verwende dann Formulierungen wie „etwa 35.000 Euro“. Damit zeigst du, dass du zuvor eine Recherche durchgeführt hast und dennoch Verhandlungsspielraum offenlässt.

Gebe ich bei meiner Gehaltsvorstellung auch Zusatzleistungen an?

Es ist zwar wichtig, Zusatzleistungen wie beispielsweise Weihnachtsgeld oder Urlaubsgeld bei deiner Gehaltsvorstellung zu berücksichtigen, du gibst diese Leistungen jedoch nicht separat in deinem Anschreiben an. Im Anschreiben beschränkst du dich lediglich auf die Angabe eines Betrags oder einer Spanne, welche gegebenenfalls Spielraum bietet.

Inwiefern können Gewerkschaften und Berufsverbände bei der Formulierung der Gehaltsvorstellung helfen?

Gewerkschaften und Berufsverbände sind wertvolle Ressourcen, wenn es um die Festlegung deiner Gehaltsvorstellung geht. Diese Organisationen verfügen häufig über detaillierte und aktuelle Daten zu branchenüblichen Gehältern, einschließlich Informationen zu Einstiegsgehältern, Durchschnittsgehältern und Gehaltsspannen für verschiedene Karrierestufen und Regionen.