Ehrenamt – Immer ein Pluspunkt in der Bewerbung?
Wenn man ein Ehrenamt ausübt, dann sollte man dieses auch in seinem Lebenslauf erwähnen. Generell zeigen Ehrenämter das Interesse des Arbeitnehmers auch unentgeltlich etwas Gutes für die Gesellschaft machen zu wollen. Oftmals zeichnen sich Ehrenämter durch soziale Kompetenz und Teamfähigkeit aus. Diese Eigenschaften werden von der Personalabteilung des potentiellen Arbeitgebers meist sehr positiv bewertet.
In einigen Fällen werden bewusst Ehrenämter gesucht, um bei zukünftigen Bewerbungen zu punkten. Dies kann jedoch manchmal nicht den gewünschten positiven Effekt beim Personalverantwortlichen erzeugen.
Kriterien zur Auswahl eines Ehrenamtes
Man sollte sich vor der Auswahl eines Ehrenamtes erstens fragen, ob das Amt auch zur eigenen Persönlichkeit passt und man glaubwürdig das Interesse an dieser Arbeit zeigen kann. Zweitens sollte das Ehrenamt im besten Fall mit dem Berufswunsch verbunden sein oder eine andere Facette der eigenen Persönlichkeit zeigen. Wenn z.B. ein Informatiker ehrenamtlich in einem Krankenhaus oder einem Jugendzentrum arbeitet, zeigt diese Arbeit seine soziale Kompetenz, die oftmals bei Informatikern in Frage gestellt wird. Drittens steht die Wirkung des Ehrenamtes auf die Mitmenschen im Mittelpunkt. Wirkt die ehrenamtliche Betätigung auf das Umfeld befremdlich und wird es als nicht glaubhaft oder ehrlich empfunden?
Wenn sich alle drei Fragen positiv beantworten lassen, dann steht der Ausübung des Ehrenamtes nichts mehr im Wege.
Weniger ist oftmals mehr
Man sollte es jedoch bei den ehrenamtlichen Aktivitäten auch nicht übertreiben. Wenn man mehr als drei Ehrenämter ausübt, dann wirkt das schon ein bisschen befremdlich. Man könnte den Eindruck gewinnen, dass die Person nun gar keine Zeit mehr für seine Arbeit haben wird, da z.B. die Flexibilität der Arbeitszeiten oder auch die Notwendigkeit von möglichen Überstunden inkompatibel mit den weiteren Tätigkeiten ist.
Man sollte nie vergessen, dass Ehrenämter oftmals nicht Weiterbildungen wie Sprach-oder Computerkurse aufwiegen, da diese zusätzlichen Qualifikationen meist wichtiger für den Arbeitgeber sind. Ehrenämter sind eine gute Ergänzung zu den beruflichen Qualifikationen, aber weitem kein Substitut.

