7 Tipps für eine erfolgreiche Bewerbung

Das Web 2.0 hat eine neue Ära in Sachen Bewerbungsschreiben und Lebenslauf eingeläutet. Online-Bewerbungen liegen im Trend und die Jobsuche gestaltet sich mit sozialen Netzwerken (Facebook, Twitter), Blogs und Podcasts immer interaktiver. Mit Hilfe von Business Netzwerken wie z.B. XING oder LinkedIn kann sogar die herkömmliche Form der Bewerbung umgangen werden, indem man sich ein aussagekräftiges Profil erstellt und von Personalern selbst gefunden wird.

Trend Online-Bewerbung

Die Papierbewerbung gerät langsam in Vergessenheit und die klassische Bewerbungsmappe scheint ausgedient zu haben. Immer mehr Unternehmen setzen auf Online-Bewerbungen und sind von der Zeitersparnis und der Kosteneffizienz überzeugt. Aufgrund der entfallenden Kosten für Bewerbungsmappe, Drucken etc. kommen aber auch insgesamt mehr Bewerbungen in viel kürzerer Zeit beim Personaler an. Durch die daraus resultierenden kürzeren Bearbeitungszeiten wird vermehrt ausgesiebt und kleine Fehler können umso mehr ein vorschnelles Ausscheiden bedeuten.

Das Auswahlverfahren verlagert sich ebenfalls weiter ins Netz. Elektronische Assessment-Center und Vorstellungsgespräche via Skype sind keine Seltenheit mehr. Des Weiteren werden Bewerberportale immer beliebter und viele Unternehmen versuchen mittlerweile, auf der eigenen Website Bewerbungsaktivitäten zu bündeln und einen standardisierten Prozess einzuführen. Dazu füllt jeder Interessent ein Profil mit seinen Bewerbungsdaten aus und stellt es dem Unternehmen zur Verfügung.

Die Zukunft der Bewerbung

Der Trend für Bewerbungen geht zur visuellen, bunten Gestaltung. Tools wie beispielsweise Vizualize.me erfreuen sich immer mehr Beliebtheit und ermöglichen es den Usern einen illustrierten Lebenslauf als Infografik zu erstellen. Oftmals kommen dabei die wichtigen Informationen beim Personaler nicht an und die Bewerbung wirkt schnell unseriös. Man sollte sich verdeutlichen, in welcher Branche bzw. um welchen Job man sich bewirbt und dementsprechend seine Bewerbung anpassen.

Ein Personaler bei einer Bank wird z.B. eher eine Bewerbung mit schlichtem Design bevorzugen, da sie Professionalität und Seriosität suggeriert. Bewirbst du dich allerdings für einen Job, in dem sehr viel Kreativität gefordert wird, z.B. Webdesigner, dann kannst du mit einer einfallsreichen Bewerbung ordentlich punkten.

Viele Bewerber sind angesichts des rasanten Umschwungs und der Vielzahl an unterschiedlichen Bewerbungsmöglichkeiten überfordert und verunsichert. Lass dich dadurch nicht entmutigen!

Wir haben für dich die 7 wichtigsten Faktoren zusammengestellt, auf die es bei der Bewerbung aktuell ankommt.

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7 Tipps für eine erfolgreiche Bewerbung

1. Rechtschreibung:

Obwohl es eigentlich selbstverständlich sein sollte, gibt es viele Bewerber, denen immer wieder kleine Flüchtigkeitsfehler oder grobe Grammatikfehler unterlaufen. Studien belegen, dass die Zeit für das Screening einer Bewerbung immer geringer wird. Dadurch werden Grammatik- oder Rechtschreibfehler viel schneller bestraft und ihre Bewerbung landet im Papierkorb des Personalers. Wie hoch die Fehlertoleranzgrenze ist, kann pauschal nicht beantwortet werden und variiert je nach Größe des Unternehmens und Anzahl der Bewerber.

Nimm dir Zeit bei der Verfassung deiner Bewerbung (der Duden hilft) und lassen sie sie von Freunden Korrektur lesen.

2. Struktur/Aufbau:

Schreibe keinen Roman. Das Anschreiben sollte nicht länger als eine Seite sein. Konzentriere dich auf die Fähigkeiten und Qualifikationen, die für das Unternehmen auch wichtig sind und in der Stellenausschreibung angesprochen wurden. Hast du bereits viel Berufserfahrung gesammelt, dann bietet die dritte Seite deiner Bewerbung (Motivationsschreiben) dir die Möglichkeit noch spezieller auf deine Motivation für die neue Arbeitsstelle oder auf besondere Qualifikationen einzugehen. Vermeide außerdem lange, verschachtelte Sätze. Eine übersichtliche, klar strukturierte Bewerbung fördert zudem die Lesbarkeit für den Personaler. Wenn du dabei nicht genau weiter weißt, dann kannst du dir für die Formatierung Bewerbungsvorlagen aus dem Internet herunterladen.

3. Individualität:

Ein Personaler merkt recht schnell, ob es sich bei der ihm vorliegenden Bewerbung um eine Standardversion oder Bewerbungsmuster handelt. Vermeide veraltete Floskeln wie „Hiermit bewerbe ich mich um einen Ausbildungsplatz“. Dass du dich bewirbst, sollte bereits aus der Betreffzeile hervorgehen. Große Unternehmen benutzen zudem oft Scansoftware, die bei Online-Bewerbungen das Dokument nach Schlüsselwörtern durchsucht. Markiere dir aus der Stellenausschreibung wichtige Schlüsselbegriffe wie z.B. das Anforderungsprofil und hebe die gewünschten Qualifikationen in deinem Anschreiben hervor.

4. Formulierung:

Ein gern gemachter Fehler bei Bewerbungen ist eine zu passive Sprache sowie die Verwendung des Konjunktivs. Lenke das Augenmerk des Personaler auf deine guten Leistungen und Stärken, indem eine eine lebendige, aktive Sprache benutzt.

Schreibe statt:
Über eine Einladung zum Vorstellungsgespräch würde ich mich sehr freuen
lieber etwas direkter:
Wenn Sie mich kennen lernen wollen, dann stelle ich mich Ihnen gerne persönlich vor.“

5. Anhang:

Neben dem eigentlichen Bewerbungsschreiben, Lebenslauf und gegebenenfalls Motivationsschreiben sollten der Bewerbung typischerweise Zeugnisse und Zertifikate angehängt werden. Zu beachten ist, dass du es nicht mit der Anzahl der Zeugnisse übertreibst. Kein Personaler hat Lust sich durch Stapel von Zertifikaten und Urkunden zu kämpfen. Konzentriere dich deshalb auf 2-3 Urkunden bzw. Zeugnisse, die für die Stelle am wichtigsten erscheinen.

Wichtig! Bei Online-Bewerbungen ist darauf zu achten, dass alle Dateien in einem PDF-Dokument zusammengefasst werden.
So vermeidet man einerseits unschöne Formatierungsverschiebungen bei Word, falls der Personaler eine andere Version benutzt, und zusätzlich sind alle wichtigen Informationen auf einen Blick gesammelt.

6. Lücken im Lebenslauf:

TIPP Ob ein abgebrochenes Studium, eine längere Reise oder einfach mal eine Auszeit genommen – es gibt Dinge, die man im Lebenslauf lieber verschweigen möchte. Stelle dich darauf ein, dass Personaler dich gezielt darauf ansprechen werden. Verzichte allerdings auf fadenscheinige Ausflüchte, sondern überlege dir im Vorfeld, wie diese Lücke in Pluspunkte umwandeln kannst und gehe selbstbewusst mit Fehlversuchen und Auszeiten um. Stelle eine Weltreise beispielsweise als Auslandserfahrung dar, bei der du deine Sprachkenntnisse ausgebaut hast.

7. Online-Bewerbung:

Bei der Online-Bewerbung kommt es vor allem auf den Stil an. Dieser sollte an einem normalen Geschäftsbrief orientiert sein. Viele machen den Fehler und wählen einen zu lockeren Umgangston. Achten deshalb auf eine seriöse Ausdrucksweise und vermeide Smileys oder E-Mail-Adressen wie z.B. hotgirl@xxx.de.

Empfehlenswert ist auch, seine Kontaktdaten in einer Signatur am Ende der E-Mail anzugeben. Des Weiteren muss aus der Betreffzeile eindeutig hervorgehen, um was es sich bei der E-Mail handelt. Benenne deshalb nicht nur, dass es sich um eine Bewerbung handelt, sondern auch, auf welche Position du dich bewirbst. Gerade bei E-Mail-Verkehr kann es immer mal wieder vorkommen, dass die Mail aus diversen Gründen beim Empfänger nicht ankommt oder ungelesen bleibt. Frage ruhig nach. Solltest du nach zwei Wochen noch keine Reaktion auf die Bewerbung bekommen haben, solltest du dichnicht scheuen, telefonisch nachzuhaken.

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Fazit

Obwohl sich das Bewerbungsverfahren stark verändert hat und du mit Kreativität durchaus aus der Masse heraus stechen können, solltest du trotzdem nie aus den Augen verlieren, dass es bei Bewerbungen vor allem darum geht, den Personaler mit seinen Fähigkeiten und Kenntnissen zu überzeugen. Und daher ist und bleibt der Inhalt bei der Bewerbung das entscheidendste Kriterium.

Dieser Artikel wurde von Stefan Gerth verfasst, der den Bewerbungs-Service Die-Bewerbungsschreiber.de betreibt.

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