Tourismuskaufmann / Tourismuskauffrau

Hamburg, Paris oder New York – es gibt so viele wundervolle Orte auf dieser Welt, die es zu erkunden gilt. Als Tourismuskaufmann / Tourismuskauffrau* ermöglichst du Urlaubern dies und stehst ihnen mit Rat und Tat zu Seite.

Wie werde ich Tourismuskauffrau? Alles Wissenswerte über die Ausbildung zur Tourismuskauffrau und hilfreiche Tipps für eine überzeugende Bewerbung findest du in diesem Artikel.

Tourismuskaufmann / Tourismuskauffrau

Berufsbild Tourismuskauffrau

Der Arbeitsalltag einer Tourismuskauffrau ist vor allem abwechslungsreich. Vom Planen der Reisen in ferne Länder bis hin zur Gestaltung von Angeboten und Ausführung kaufmännischer Grundlagen beinhaltet dieser Ausbildungsberuf alles.

TIPP Diese Ausbildung ist ebenfalls bekannt unter der früheren Bezeichnung Reiseverkehrskauffrau. Inhaltlich liegt der Fokus einer Tourismuskauffrau mehr auf Geschäftsreisemanagement sowie Kundenorientierung bzw. -bindung.

Aufgaben – Beraten, Planen und Vermarkten

Als Tourismuskauffrau buchst du nicht nur Hotels und Flugtickets, denn zu diesem Beruf gehören noch viel spannendere Aufgaben! Grundsätzlich deckt die Ausbildung zur Tourismuskauffrau drei Tätigkeitsfelder ab:

  • Sozial-beratend
  • Verwaltend-organisatorisch
  • Kaufmännisch

Die meiste Zeit wirst du dich mit den Kunden beschäftigen. Während du die angehenden Urlauber berätst und informierst, lernst du, ihre Wünsche zu verstehen. Diese berücksichtigst du dann in der Reiseplanung, um eine Rundum-sorglos-Traumreise zu ermöglichen. Als Auszubildende wirst du Schritt für Schritt gelehrt, eigene Ideen miteinfließen zu lassen und selbstständig Reisekonzepte zu erstellen und anzubieten.

Zu deinen verwaltenden Aufgaben zählen zum Beispiel das Bearbeiten von Stornierungen und Reklamationen, kalkulieren von Reisepreisen, das Erstellen von Reisekostenabrechnungen sowie das entgegennehmen von Buchungen.

TIPP Zusätzlich zu den reinen Reiseinfos gibst du den Leuten Auskunft über für ihre Reise relevante Impfungen sowie Pass- und Zollbestimmungen.

In deinen kaufmännischen Aufgabenbereich fallen z. B. das Führen der Buchhaltung und das Berechnen von individuellen Angeboten. Zusätzlich kann es vorkommen, dass du den Jahresüberschuss oder weitere betriebswirtschaftliche Kenngrößen berechnen musst.

Neben verschiedenen Reisekonzepten entwickelst du diverse Marketingmaßnahmen und setzt diese um. Mit der Marktforschung in dieser Branche verfolgst du die Intention, zielgruppenspezifisches Marketing zu betreiben, indem du z. B. spezielle Reisekataloge oder Werbeflyer entwirfst. So hebst du dich von der Konkurrenz ab und steigerst den Verkauf.




Was ist der Unterschied zur Kauffrau für Tourismus und Freizeit?

Kauffrauen für Tourismus und Freizeit entwickeln und verkaufen touristische Produkte und Dienstleistungen. Sie betreuen und beraten die Urlauber vor Ort. Außerdem organisieren sie Veranstaltungen und setzen Verkaufs- und Marketingkonzepte um. Typische Einsatzorte sind z. B. in Informations- und Freizeitzentren oder Wellnesseinrichtungen.

Der Fokus einer Tourismuskauffrau liegt auf dem Planen und Verkaufen von individuellen Reisen. Sie beraten Kunden und gestalten passende Angebote. Dazu übernehmen sie kaufmännische Aufgaben und überlegen sich diverse Vermarktungsstrategien.

TIPP Nutze unsere Jobbörse: Wir zeigen dir die aktuellsten Stellenangebote für Tourismuskaufleute. Ein Klick auf den Button genügt!

Arbeitsbereiche – Deine Einsatzorte auf einen Blick

Als Tourismuskauffrau wirst du in typischen Arbeitsstellen wie Büros sowie Informations- und Verkaufsstellen arbeiten.

Du hast die Wahl aus verschiedenen Arbeitgebern:

  • Reisebüros / Reiseveranstalter
  • Unternehmen der Personenbeförderung (Fluggesellschaften, Busreisefirmen, etc.)
  • Große Hotels
  • Tourismusverbände
  • Freizeitzentren
  • Geschäftsservices (Dienstleistungsunternehmen, die Reisen für Geschäftskunden organisieren)
TIPP Die Arbeitszeiten richten sich nach der Art deines Ausbildungsbetriebs. Reisebüros bieten ihren Service meist nur unter der Woche an, während du an Flughäfen mit Schichtdienst und Arbeit am Wochenende rechnen musst.

Ähnliche Berufe:

  • Kauffrau für Tourismus und Freizeit
  • Kauffrau für Spedition- und Logistikdienstleistung
  • Kauffrau für Verkehrsservice
  • Studiengänge der Fachrichtung Tourismus

Karriere als Tourismuskauffrau

Die Reise in dein Berufsleben als Tourismuskauffrau kannst du mit einer Ausbildung beginnen. Danach stehen dir alle Türen offen. Egal, ob ergänzendes Studium oder eine Fortbildung – du hast die Wahl.

Ausbildung – Dein Trip zur Tourismuskauffrau

Du interessierst dich für eine Ausbildung als Tourismuskauffrau? Dann findest du hier vorerst die wichtigsten Eckdaten:

  • Duale Ausbildung (Berufsschule und Betrieb)
  • Dauert 3 Jahre mit Option auf Verkürzung (2 – 2.5 Jahre)
  • Zuständige Stelle ist die IHK

Den Beruf der Tourismuskauffrau kannst du theoretisch mit jedem möglichen Schulabschluss oder sogar ohne Abschluss erlernen. Hast du die Fachhochschul- oder Hochschulreife in der Tasche, steigen deine Chancen auf einen Ausbildungsplatz jedoch.

Schulabschlüsse Tourismuskauffrau

 

Der praktische Teil wird in deinem Ausbildungsbetrieb stattfinden. Für die Theorie und den Wissensinput besuchst du die Berufsschule. Zum Ausbildungsverlauf solltest du wissen, dass im zweiten Lehrjahr eine Zwischenprüfung und zum Ende der Ausbildung eine Abschlussprüfung stattfinden.

TIPP Die Abschlussprüfung setzt sich aus drei schriftlichen und einer mündlichen Wissensabfrage zusammen.

Bei bestandener Abschlussprüfung darfst du dich als staatlich anerkannte Tourismuskauffrau bezeichnen.

Je nachdem, in welchem Betrieb du arbeitest, unterscheiden sich die Aufgabenschwerpunkte. Die Inhalte der Berufsschule sind allerdings für alle gleich.

Ausbildungsinhalte in der Berufsschule

  • Hauptreiseziele der Deutschen und die dazugehörigen Sehenswürdigkeiten
  • Rechtliche Grundlagen der Tourismusbranche
  • Strategien für ein erfolgreiches Beratungsgespräch
  • Berücksichtigung von Kostendeckung und Gewinn bei der Kalkulation von Reisen
  • Individuelle Angebotserstellung für Kunden
  • Planung und Umsetzung von zielgruppenspezifischen Marketingstrategien
  • Koordinieren von Projekten
  • Berechnung und Interpretation betriebswirtschaftlicher Kenngrößen
  • Kennenlernen der unterschiedlichen Arten von Reiseveranstaltern (Ski- & Partyurlaub / Kulturtrips / etc.)

Quiz – Wie gut kennst du dich mit dem Beruf aus?

Beantworte die folgenden Fragen und finde heraus, ob du bereit für eine Bewerbung bist!

Bist du schon fit für den Beruf Tourismuskauffrau und kannst mit deiner Bewerbung starten?




Weiterbildungsmöglichkeiten – Die Reise auf der Karriereleiter

Du bist nun staatlich anerkannte Tourismuskauffrau, deine Neugier und dein Wissensdurst sind aber trotzdem nicht gestillt? Dann gibt es für dich mehrere Möglichkeiten, wie du dich beruflich weiterbilden kannst.

Bei vorhandenem Fachabi oder Vollabitur besteht die Möglichkeit eines Studiums im Bereich Tourismus:

Studium: Tourismusmanagement

  • Dauert mindestens sechs Semester
  • Vollzeitstudium / duales Studium / Fernstudium
  • Ziel: Betriebswirtschaftliche Kenntnisse auf den Tourismus anwenden können
  • Mindestens Fachhochschulreife erforderlich
TIPP Es gibt noch viele weitere Studiengänge, die einen bestimmten Fokus anpeilen. Falls du dich besonders für Sport interessierst, gibt es zum Beispiel den Studiengang Sporttourismus.

Weitere Studiengänge:

  • Freizeitmanagement
  • International Tourism Management
  • Luftverkehrsmanagement

Falls ein Studium nichts für dich ist, du aber schnell die Karriereleiter in Richtung Führungskraft erklimmen möchtest, besteht die Möglichkeit einer Fortbildung.

Tourismusfachwirtin

  • Dauert 18 Monate
  • Berufsbegleitende Weiterbildung
  • Betriebswirtschaftliches Know-how
  • Übernahme von Führungsaufgaben nach Fortbildung
  • Voraussetzung: Mindestens zwei Jahre Berufserfahrung

Tourismusbetriebswirtin

  • Dauert 18 Monate
  • Berufsbegleitende Weiterbildung
  • Marketing und Management stehen im Vordergrund
  • Übernahme von Führungsaufgaben nach Fortbildung
  • Voraussetzung: Abgeschlossene kaufmännische Berufsausbildung und ein Jahr Berufserfahrung oder fünf Jahre einschlägige Berufserfahrung

Gehalt – Das kannst du verdienen

Wie bei allen Ausbildungsberufen erhältst du während deiner Lehre ein Ausbildungsgehalt. Dieses wird mit jedem neuen Ausbildungsjahr erhöht. Nach erfolgreichem Abschluss startest du dann mit einem Einstiegsgehalt in das Berufsleben als Tourismuskauffrau.

Wie dein Verdienst ausfällt, ist von der Größe und Art des Unternehmens abhängig und ob du in einer privaten Einrichtung arbeitest oder nach Tarif bezahlt wirst. Je mehr Berufserfahrung du vorweisen kannst, desto höher wird auch dein Lohn.

Ausbildungsgehalt Tourismuskauffrau
Gehaltsvergleich Tourismuskauffrau

 

Bei den in den Diagrammen gezeigten Zahlen handelt es sich um Durchschnittswerte. Der kostenlose Gehaltscheck von XING ermöglicht eine detaillierte Gehaltsanalyse, welche Faktoren wie Alter, Karrierestufe, Region, Branche und Unternehmensgröße berücksichtigt. Jetzt XING-Vorteile nutzen und Gehalt checken:

Bewerbung als Tourismuskauffrau

Die Entscheidung steht: Du möchtest gerne die Lehre zur Tourismuskauffrau antreten. Doch die Reise in deinen neuen Lebensabschnitt startet direkt mit einem kniffligen Part– der Bewerbung. Keine Sorge, hier erfährst du alles, was du für eine gelungene Bewerbung brauchst und zusätzlich ein paar hilfreiche Tipps.

Grundsätzlich musst du darauf achten, dass deine Bewerbungsunterlagen fehlerfrei und einheitlich gestaltet sind. Neben dem Anschreiben mit deinen wichtigsten Hard (Fachwissen) und Soft Skills (soziale Kompetenzen), solltest du einen Lebenslauf erstellen, der deine fachlichen Kompetenzen bzw. Erfahrungen dokumentiert und belegt.

DOKUMENT Versuche, dich an dem Anforderungsprofil der Stellenanzeige zu orientieren und Individualität einfließen zu lassen, indem du dich z. B. mit einem optisch ansprechendem Design von deinen Mitbewerbern abhebst.

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Zusätzlich zu den Standardunterlagen wie Anschreiben und Lebenslauf solltest du mindestens dein letztes Zeugnis beifügen. Hier kannst du mit guten Noten in Mathe, Sprachen, Erdkunde und Wirtschaft besonders von dir überzeugen. Arbeitszeugnisse und Empfehlungsschreiben machen sich ebenfalls sehr gut, um deine Kompetenzen hervorzuheben.




Bewerbungstipps – Exkursion zum Erfolg

Falls du noch nicht so richtig weißt, was du in deiner Bewerbung schreiben sollst, sind hier ein paar Fragen für dich. Wenn du diese in deinem Schreiben beantwortest, hast du eine solide Basis für deine Bewerbung.

  • Warum möchtest du einen kaufmännischen Beruf erlernen?
  • Wieso bewirbst du dich bei diesem Unternehmen?
  • Was erhoffst du dir von dieser Ausbildung?
  • Welche Erfahrungen bringst du mit?
  • Was findest du spannend an der Tourismusbranche?
  • Welche deiner Eigenschaften qualifizieren dich als Tourismuskauffrau?
  • Warum hast du dich für diesen Ausbildungsberuf entschieden?
  • Was möchtest du noch aus der Praxis lernen?

Du warst ein Jahr im Ausland und beherrschst mehrere Sprachen perfekt? Falls du bereits relevante Erfahrungen in dieser Branche vorweisen kannst, erwähne sie auf jeden Fall in deinem Anschreiben.

Der Beruf Tourismuskauffrau passt zu dir, wenn…

  • … du ein wahres Organisationstalent bist.
  • … du gerne Menschen berätst und stets den Überblick behältst.
  • … du kommunikationsstark und dabei überzeugend bist.
  • … du sorgfältig und genau arbeitest.
  • … du nicht zu große Angst vor Mathematik und Sprachen hast.
  • … du selbstsicher und kontaktfreudig bist.
  • … du geographisch top informiert und immer up to date bist.
  • … du ein seriöses und freundliches Auftreten hast.
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Bewerbungsvorlagen für Tourismuskaufleute

Ausbildung zur Tourismuskauffrau:

Bewerbung Tourismuskauffrau Ausbildung
Vorlage kostenlos herunterladen

Berufseinstieg als Tourismuskauffrau:

Bewerbung Tourismuskauffrau Berufseinstieg

Berufserfahrene Tourismuskauffrauen:

Bewerbung Tourismuskauffrau berufserfahren

*Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird bei Berufsbezeichnungen und berufsbezogenen Hauptwörtern auf dieser Website die weibliche Form verwendet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung grundsätzlich für alle Geschlechter. Die verkürzte Sprachform hat nur redaktionelle Gründe und beinhaltet keine Wertung. Danke für dein Verständnis.

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