Wie wichtig ist Selbstvermarktung?

Tipps zur Selbstvermarktung in der Karriere

© vladimirfloyd – Fotolia – Tipps zur Selbstvermarktung in der Karriere

Selbstmarketing spielt beim Vorstellungsgespräch, aber auch bei der Arbeit eine wichtige Rolle. Untersuchungen haben gezeigt, dass immerhin 30 Prozent aller Stellen aufgrund einer überzeugenden Selbstpräsentation vergeben werden. Nicht nur die Qualifikationen zählen, sondern auch wie man diese und sich selber vermarktet.

Es geht aber nicht darum, seine Qualifikationen „aufzubauschen“ und Unwahrheiten zu erzählen. Selbstmarketing dient dazu die eigenen Qualifikationen und Arbeitsleistungen seinem (potenziellen) Arbeitgeber klar zu kommunizieren, um ein Jobangebot zu bekommen bzw. Karriere innerhalb eines Unternehmens zu machen. Daher folgen jetzt wichtige Tipps zur Selbstvermarktung im Berufsleben und in der Bewerbung.

Sich seiner Stärken und Schwächen bewusst sein

Um ein gutes Selbstmarketing zu machen, muss man sich zunächst seiner Stärken und Schwächen bewusst sein. Erstere müssen im Vordergrund stehen, um weiter an ihrer Verbesserung zu arbeiten. Bezüglich der eigenen Schwächen sollte man vor allem ehrlich zu sich selber sein. Wer noch nie gut in Mathe war, wird dies mit Sicherheit auch nicht später sein. Lieber an dem Ausbau der Stärken arbeiten, als an der Verbesserung der Schwächen verzweifeln. Schließlich sucht man sich seinen Beruf aufgrund seiner Kompetenzen und nicht seiner Schwachstellen aus.

Es ist vor allem wichtig, sich über die eigenen Fähigkeiten bewusst zu sein. Nicht umsonst gibt es das Sprichwort: „Selbsterkenntnis ist der Weg zur Besserung.“

Seine Arbeitsleistungen hervorheben

Vor allem Frauen fällt es nicht leicht, ihren Vorgesetzten ihre guten Leistungen zu kommunizieren. Um aber von seinem Arbeitgeber positiv wahrgenommen werden, reicht es leider meist nicht aus, einfach gute Leistungen zu erbringen. Der Vorgesetzte muss auch wissen, wer die Leistung erbracht hat. Man darf nie davon ausgehen, dass dieses Wissen automatisch vorhanden ist. Genauso gut können sich Kollegen mit den fremden Lorbeeren schmücken. Wer Karriere machen will, sollte daher keine Angst davor haben, sich auch mal selbst für eine gute Arbeit zu loben.

Sich selber loben ist damit notwendig, um Aufmerksamkeit zu erzielen. Selbstverständlich wandelt man dabei auf einem sehr schmalen Grat, da zu viel Selbstlob auch negativ bewertet werden und vor allem bei den Kollegen auf Unverständnis stoßen kann. Es muss daher ein gesundes Mittelmaß gefunden werden.

Bewerbungstipps zum Selbstmarketing

Auch in der Bewerbung spielt die Selbstvermarktung eine bedeutende Rolle. Bewerber haben jedoch häufig Schwierigkeiten, sich selbst zielorientiert beim Arbeitgeber für einen Job in Szene zu setzen. Dabei können sie in ihrer Bewerbung kaum etwas falsch machen, außer zu wenig Selbstvertrauen an den Tag zu legen. Arbeitgeber suchen in einem Bewerber die optimale Besetzung für eine freie Stelle. Wieso sollten sie sich also für einen Kandidaten entscheiden, der sich hinter seinen guten Leistungen versteckt?
Somit sollte jede Kompetenz und Erfahrung, durch ein geschicktes Marketing, positiv verkauft werden. Ein gutes Beispiel dafür sind Lücken im Lebenslauf. Klaffen mehrere Zeiträume ohne Beschäftigung im Werdegang, kommen Bewerber in Erklärungsnot. Gutes Marketing wäre in diesem Fall, die Lücken im Lebenslauf mit selbstständiger Weiterbildung zu füllen, wie das Lesen von Fachliteratur oder der Nutzung von Lernsoftware am Computer.
Die richtige Selbstvermarktung in der Bewerbung ist nicht immer einfach. Bewerbungsservices übernehmen das Marketing und fertigen Bewerbungsunterlagen an, die individuell für den Job und das Unternehmen angepasst werden. Doch hilft eine professionell verfasste Bewerbung wirklich, um bei der Jobsuche erfolgreich zu sein?