Das richtige Bewerbungsfoto für eine erfolgreiche Bewerbung

 

Bewerbung Foto

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Das Bewerbungsfoto ist ein wichtiger Bestandteil der Bewerbung und wird auf dem Lebenslauf oder auf einem Deckblatt platziert. Oft stellt sich die Frage, worauf du für ein gutes Foto achten musst und ob überhaupt zwingend ein Fotograf notwendig ist. Hier erhältst du nützliche Tipps und erfährst,Bewerbungsfotos selber machen kannst, welche Faktoren ein gutes Bewerbungsfoto ausmachen und ob du deiner Bewerbung überhaupt ein Foto beilegen musst.

Muss ich überhaupt ein Foto beilegen?

Lampe In Deutschland ist es üblich, dem Bewerbungsschreiben ein Foto von sich beizulegen. Generell bist du als Bewerber gesetzlich nicht dazu verpflichtet, ein Foto bei der Bewerbung zu verwenden, jedoch könnte der Verzicht auf ein Foto negativ auffallen. Ein Unternehmen darf sich rechtlich gesehen, nicht aufgrund des Fotos für oder gegen einen Bewerber entscheiden, aber eine unbewusste Beeinflussung wird immer stattfinden. Mehr über das Weglassen vom Bewerbungsfoto findest du beim Thema „Anonyme Bewerbung“.

Aus diesem Grund kann das richtige Bewerbungsfoto eine wichtige Rolle dabei spielen, einen Schritt weiter im Bewerbungsprozess zu kommen und zum Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden. Ein schlechtes Bewerbungsfoto kann dagegen schnell zu einem K.O.-Kriterium werden.

Kann ich das Bewerbungsfoto selber machen?

Ja, es ist möglich das Bewerbungsfoto selber zu machen. Jedoch spielen für ein qualitativ hochwertiges Bewerbungsfoto einige Faktoren eine Rolle, die du als Laie beachten musst. Wenn du unsere Tipps befolgst lässt sich hoffentlich nicht erkennen, dass das Foto nicht von einem professionellen Fotografen gemacht wurde. Auch einige „professionelle“ Fotografen machen grausige Bewerbungsbilder.

Was brauche ich für ein gutes Foto?

  • Kamera (mit Blitzlicht) und ordentlicher Auflösung
  • Einfarbiger, (heller) Hintergrund, evtl. ein Vorhang /Stoff
  • Stehlampen und Deckenlampe, andere kleine Lampen oder Sonnenlicht
  • (selbstgebauter) Reflektor
  • Stativ oder festen Untergrund
  • 2. Person welche die Kamera bedient
  • Zeit und Geduld

Was du brauchst, um ein gutes Foto zu schießen, ist neben einer Kamera zunächst ein neutraler und geeigneter Hintergrund. Geeignet sind beispielsweise eine weiße saubere Wand, oder aber eine dunkle einfarbige Wand oder eine Mauer. Ebenfalls möglich ist es einen einfarbigen Vorhang oder Stoff als Hintergrund zu nutzen. Bei einem weißen Hintergrund wird das Licht evtl. ungünstig reflektiert, ein dunkler Hintergrund schluckt Licht. Daher ist es wichtig auch die Lichtverhältnisse richtig einzustellen.

Lampe Du musst vermeiden, dass auf dein Gesicht oder an die Wand ein Schatten geworfen wird; daher empfiehlt es sich mehrere Lichtquellen zu nutzen um dich richtig auszuleuchten. Am Besten von schräg oben von hinter der Kamera, und von den Seiten- also brauchst du etwa zwei Stehlampen und eine Deckenlampe. Ansonsten kannst du auch versuchen das Foto an einem hellen aber nicht zu sonnigen Tag draußen vor einer geeigneten Wand oder Mauer zu schießen. Eine natürliche Ausleuchtung kann auch durch indirektes Licht, z. B. durch einen selbst gebauten Reflektor aus Silber oder Goldfolie erreicht werden. Vielleicht hast du noch eine abgelaufenen Erste-Hilfe-Tasche im Auto, hier findest du eine silberne bzw. goldene Rettungsdecke.

Dringend zu empfehlen ist ein Stativ für deine Kamera, damit dein Bild auch scharf wird. Evtl. kann die Kamera auf einen Beistelltisch gestellt werden, auf jeden Fall auf einen festen Untergrund in der richtigen Höhe.

Viele Kameras haben heutzutage einen Selbstauslöser- trotzdem empfehlen wir dir z. B. eine/n Freund/in zu bitten, dich zu unterstützen. Wenn du selbst den Auslöser drückst hast du nicht viel Zeit wieder zurück in die richtige Position zu kommen, evtl wirkst du dann abgehetzt. Eine andere Person kann mehrere Bilder nacheinander schießen und dich dabei beraten, welche Fotos gelungen sind und welche nicht.

Letztendlich brauchst du als Laie sehr viel Geduld und musst wahrscheinlich erstmal viele Fotos schießen um ein richtig gutes zu erhalten.
TIPP Hinterher hast du natürlich die Möglichkeit nochmal mit einem Bildbearbeitungsprogramm an das Bild zu gehen- ABER: Auf keinen Fall knallige Filter über das Foto legen oder zu viel daran herumbasteln- das Foto muss weiterhin natürlich aussehen!

All diese Faktoren sind für professionelle Bewerbungsfotos unerlässlich.
Wenn du auch mit Improvisation nicht alle Voraussetzungen für ein gutes Bild erfüllen kannst, oder nicht die Geduld besitzt, dann solltest du lieber einen professionellen Fotografen aufsuchen.

Bei deinem Bewerbungsfoto solltest du keine halben Sachen machen!

Wichtig ist, dass das Foto gut wird- wenn du zu einem Fotografen gehst, solltest du darauf achten, dass auch dieser sich mit dir länger als 5 min beschäftigt und dass die Bilder gut ausgeleuchtet sind- wir haben öfter wirklich schlechte Bewerbungsfotos gesehen, die von „professionellen“ Fotografen gemacht wurden.

Es wird zwar immer seltener gefordert, aber wenn du deine Bewerbung auf postalischem Wege verschicken möchtest musst du dein Bewerbungsfoto noch professionell ausdrucken lassen. Wir empfehlen hier den Foto-Service von einigen Drogerie Ketten, oder einen Copyshop mit entsprechenden Fotodruckgeräten. Zuhause das Foto auf Papier zu drucken wirkt unprofessionell; davon raten wir ab.

Selbst das Bewerbungsfoto aufnehmen, Ja oder Nein?

PRO Du hast dein eigenes Bild selbst in der Hand und sparst dabei einiges an Geld, insofern du eine gute Kamera bereits besitzt. Außerdem werden viele Personen bei einem Fotografen schnell nervös und bekommen kein gutes Bild zustande. Manchmal erzielt man selbst dann bessere Ergebnisse. Im übrigen gehört das Bild dann wirklich „dir“! Du musst nicht fürchten, dass du von einem Fotografen verklagt wirst, weil du das Bild im Internet nutzt bzw. nicht der gekauften „Lizenz“ entsprechend.

CON Du musst dir das richtige Equipment erst zusammen suchen und auch den Einsatz, beispielsweise eines Reflektors, erst üben. Außerdem hast du keine Anweisungen von einem Fotografen und kannst wahrscheinlich die Qualität eines wirklich professionellen Fotos nicht erreichen.
Solltest du deine Bewerbung auf postalischem Wege verschicken, kommt noch das Ausdrucken des Bewerbungsfotos in hoher Qualität und richtigem Format für den Lebenslauf oder das Deckblatt hinzu.

Prinzipiell ist es also möglich sich mit einem selbst erstellten Bewerbungsfoto zu bewerben. Manchmal ist jedoch ein Gang zum professionellen Fotografen die bessere Wahl. Bis du zu Hause gute Bilder erstellt hast, kann einiges an Zeit vergehen.

Generell gilt: Personaler präferieren professionelle Bewerbungsfotos. Allerdings entscheidet nicht nur das Foto über Erfolg und Misserfolg, sonder auch ein gutes Layout und deine Qualifikationen

 

Das richtige Auftreten

Ein professioneller Bewerbungsfotograf ist die Grundlage für ein erfolgreiches Bewerbungsfoto. Auch das richtige Auftreten ist essenziell um beim Personaler einen guten Eindruck zu hinterlassen. Die richtige Kleidung ist beispielsweise ein wichtiger Faktor. Der geeignete Dresscode ist oft von Branche zu Branche unterschiedlich. Während im Bankwesen der Anzug bzw. das Kostüm für das Bewerbungsfoto unerlässlich ist, wirkt ein Anzug mit Krawatte bei einer Bewerbung in der Kreativbranche oder im handwerklichen Bereich schnell verkleidet. Solltest du dir bei der Kleiderwahl unsicher sein, versuche dich im Vorfeld über den Dresscode des Unternehmens zu informieren. Du kannst beispielsweise den Internetauftritt oder die in Broschüren verwendeten Fotos des Unternehmens als Hinweis nehmen. Generell gilt jedoch: Mit einem einfachen Hemd oder einer einfachen Bluse machst du sicherlich nichts falsch.
Neben der Kleidung solltest du auch das richtige Styling wählen. Hier gilt: Weniger ist mehr! Auffälliger Schmuck und starkes Make-up sind ein echtes No-Go auf Bewerbungsfotos. Auch eine gepflegte Frisur ist für ein gutes Bewerbungsfoto ausschlaggebend. Bei Frauen können zusammengebundene Haare oft professioneller wirken. Aber auch gepflegte, offene Haare sind für ein Bewerbungsfoto geeignet. Aufwendige Föhn- oder Flechtfrisuren sollten jedoch vermieden werden. Absolute No-Gos sind fettige Haare, ein starker Farbansatz und zerzauste Haare. Auch der Gesichtsausdruck ist entscheidend. Allgemein gilt: Bitte lächeln! Ein lächelndes Gesicht wirkt freundlicher und offener. Es ist jedoch wichtig, dass dein Lächeln natürlich wirkt. Ein künstliches Lächeln kommt eher kalt und unsympathisch rüber. Am besten übst du zu Hause vor dem Spiegel vor deinem Fototermin dein Lächeln.

Do’s

✓ Dresscode in unauffälligen Farben passend zum Unternehmen
✓ Dezentes Make-up: Pickel, Hautunreinheiten dezent überdecken
✓ Haare gepflegt offen oder zusammengebunden
✓ Natürlich Lächeln (am besten vorher vorm Spiegel üben)

Dont’s

✗ Kleidung in auffälligen Farben
✗ Starkes Make-Up
✗ Auffälliger Schmuck
✗ Aufwändige Föhn- und Flechtfrisuren
✗ Zerzauste Frisur
✗ Fettige Haare
✗ Starker Farbansatz
✗ Ernster Gesichtsausdruck
✗ Auffällig künstliches Lächeln