Bäcker*in

Wenn Backen deine Leidenschaft ist, dann ist die Arbeit als Bäcker / Bäckerin* eine Möglichkeit, dein Hobby zum Beruf zu machen. Erhalte in diesem Beitrag alle wichtigen Infos zum Berufsbild und deinen Aufgaben als Bäcker. Zusätzlich findest du spannende Tipps und gratis Bewerbungsvorlagen mit Mustertexten zum Download.

Ein Beitrag von Ben Dehn

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Bewerbung als Bäcker

Bevor du dich für eine passende Stelle entscheidest, musst du eine finden. Deshalb solltest du alle Berufsbezeichnungen kennen, um in den Jobbörsen eine große Auswahl an Suchergebnissen zu bekommen. Denn die Bezeichnung Konditor (Zuckerbäcker) wird manchmal umgangssprachlich für den Beruf des Bäckers verwendet.


Du willst deinen Wunscharbeitgeber nun mit einer großartigen Bewerbung beeindrucken? Dann musst du sichergehen, dass die wichtigsten Bestandteile einer Bewerbung wie ein überzeugendes Anschreiben und ein geordneter Lebenslauf fehlerfrei und vollständig sind.

Rechtschreib-, Grammatik- und Formatierungsfehler sind ein No-Go. Was allerdings die positive Wirkung deiner Bewerbung bestärkt, sind ein Deckblatt und ein geeignetes Bewerbungsfoto. So hebst du dich von der Masse ab.

Außerdem solltest du bei deiner Bewerbung um einen Ausbildungsplatz die aktuellsten Zeugnisse beifügen. Für Berufseinsteiger bieten sich Empfehlungsschreiben von Professoren oder Praktikumszeugnisse an. Solltest du bereits Berufserfahrung haben, dann füge auf jeden Fall Arbeitszeugnisse, Zertifikate oder Empfehlungen an.

Bewerbungstipps – Das Rezept für eine tolle Bewerbung

Du hast ein geeignetes Design ausgewählt und deinen Lebenslauf erstellt, doch für dein eindrucksvolles Anschreiben sind dir die Ideen ausgegangen? Orientiere dich an den folgenden acht Fragen und überlege dir individuelle und auf den Betrieb angepasste Antworten, um den potenziellen Arbeitgeber zu beeindrucken.

  • Woher kommt deine Leidenschaft für das Backen?

  • Bist du körperlich belastbar und zeitlich flexibel?

  • Möchtest du ständig Neues lernen und ausprobieren?

  • Bringst du bereits Erfahrungen mit?

  • Welche Eigenschaften qualifizieren dich für den Beruf Bäcker?

  • Hast du Spaß an handwerklichem und kreativem Arbeiten?

  • Warum bewirbst du dich bei diesem Betrieb?

  • Warum hast du dich für ein Handwerk entschieden?

Neben deiner ausgeprägten Leidenschaft für Handwerkskunst und Kreativität machen sich gute Noten in den Fächern Mathe, Deutsch, Chemie und Werken / Kunst hervorragend in deinen Bewerbungsunterlagen.

Unser Bewerbungsshop bietet dir neben professionellen Vorlagen und Designs auch Ratgeber zum Thema Bewerbung. Sichere dir die Grundlage für eine erfolgreiche Bewerbung!

Der Beruf Bäcker passt zu dir, wenn …

  • … du ein absoluter Teamplayer bist.

  • … du ein Gespür für Gestaltung hast und gerne kreativ arbeitest.

  • … du handwerklich geschickt bist.

  • … du Lust hast, ständig Neues zu lernen und auszuprobieren.

  • … du sorgfältig und verantwortungsvoll arbeitest.

  • … du kein Problem mit ungewöhnlichen Arbeitszeiten hast.

  • … du gerne tatkräftig anpackst und belastbar bist.

  • … du ein Auge fürs Detail hast.

Bewerbungsvorlagen für Bäcker


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Berufsbild Bäcker

Bäcker ist ein typisch handwerklicher Beruf, bei dem eine Portion Kreativität im Berufsalltag mitmischt. Wenn du also Interesse an praktisch-konkreten und kaufmännisch-organisatorischen Tätigkeiten hast, dann nutze die Chance und werde Bäcker.

Aufgaben – Zwischen Leckereien und Backöfen

Damit du den Kunden mit deiner Arbeit schon morgens ein Lächeln ins Gesicht zaubern kannst, musst du sehr früh aufstehen. Dein Arbeitstag beginnt bereits zwischen drei und vier Uhr.


Deine Hände sind das gängigste Werkzeug in diesem Beruf, wobei es mittlerweile zahlreiche Geräte (wie Knetmaschinen oder Blechsprühanlagen) zur Unterstützung gibt. So werden Tradition und Innovation vereint.


Neben Brot und Brötchen backst du Kuchen, Torten und Backwaren aus Blätter-, Mürbe- oder Hefeteig. Dazu gehören verschiedene Füllungen und Cremes. Bei dieser enormen Vielfalt wird dir bestimmt nicht langweilig.


Bei der Herstellung von Torten und Keksen kannst du dich kreativ ausleben und deine persönliche Note einfließen lassen. Ein Gespür für Gestaltung ist daher von Vorteil.

Egal, was du gerade herstellst, Sorgfalt und das Einhalten von Hygienevorschriften ist immer Pflicht. Du musst dich also an ordnungsgemäße Richtlinien halten.

Abseits des Backens musst du bei Warenlieferungen zuerst die Qualität überprüfen, bevor du die Ware vorschriftsgemäß lagerst und anschließend verarbeitest. Außerdem musst du die Maschinen auf ihre Funktionstüchtigkeit kontrollieren und sie regelmäßig reinigen, genauso wie die Arbeits- und Verkaufsflächen.


Ein weiterer Aufgabenbereich ist der Umgang mit Kunden. Eine freundliche und aufgeschlossene Art hilft dir beim Bedienen, Beraten und Verkaufen. Zusätzlich entwickelst du Werbemaßnahmen und -aktionen und setzt diese um.

Teamwork wird hier großgeschrieben. Du arbeitest Hand in Hand mit deinen Kollegen und das steigert nicht nur die Produktivität, sondern sorgt gleichzeitig für eine gute Stimmung am Arbeitsplatz.

Arbeitsbereiche – Deine Backstube

Deine Ausbildung machst du meistens in einer Backstube, die eigene Gebäcke verkauft. Steigst du danach ins Berufsleben ein, hast du mehrere Arbeitsmöglichkeiten:

  • Gastronomie / Catering

  • Industrielle Großbäckerei

  • Küche eines Hotels

  • Fachgeschäfte wie Spezial- oder Diätbäckereien

  • Spezialist für deutsches Brot im Ausland

In diesem Berufsbild ist die Wochenend- und Feiertagsarbeit üblich. Wenn du für eine Samstagsschicht eingeteilt bist, bekommst du dafür allerdings einen Tag unter der Woche frei.

Azubis, die noch keine 16 Jahre alt sind, dürfen nicht vor 6 Uhr anfangen zu arbeiten.


Ab 17 Jahren kannst du bereits um 4 Uhr starten. Für unter 18-Jährige ist die Sonn- und Feiertagsarbeit nicht typisch. Wenn es doch mal vorkommt, erhältst du dafür einen Gehaltszuschlag.

Dass du sehr früh beginnst, klingt im ersten Moment abschreckend. Tatsächlich empfinden die meisten Bäcker – aufgrund der Ruhe – das Arbeiten am frühen Morgen als sehr entspannend. Außerdem hast du am Nachmittag ausreichend Zeit für deine Hobbys und andere Aktivitäten.

Lade dir hier alle Informationen zum Beruf kostenlos herunter. 

Karriere als Bäcker

Ausbildung – Backe die Grundlage deiner Zukunft

Die Ausbildung zum Bäcker verläuft dual, das bedeutet, dass du sowohl im Betrieb als auch in der Berufsschule lernst. Die Theorie wird in der Berufsschule behandelt und anschließend im Ausbildungsbetrieb praktisch angewandt.


Für die Ausbildung benötigst du rechtlich gesehen keinen bestimmten Schulabschluss. Du kannst die Ausbildungsbetriebe vor allem mit deinem Talent und deiner Leidenschaft beeindrucken. Ein Hauptschulabschluss oder die Mittlere Reife steigern deine Chancen auf einen Ausbildungsplatz jedoch deutlich.

Schulabschlüsse Bäcker


Drei Jahre ist die Standardlänge der Ausbildung zum Bäcker, allerdings kannst du die Lehre auf zwei Jahre verkürzen, wenn deine Leistungen stimmen.


Bevor du in einem Beruf arbeiten kannst, bei dem du mit Lebensmitteln in Kontakt kommst, musst du eine Belehrung des Gesundheitsamts machen. Im Anschluss erhältst du eine Bescheinigung über die Teilnahme, die du deinem Arbeitgeber aushändigen musst.

Ausbildungsinhalte sind:

  • Arbeiten mit branchentypischen Maschinen

  • Rezepte zur Herstellung von Teigmassen und Entwicklung eigener Rezepte

  • Anfertigung von Backwaren (aus Hefe-, Sauer- und Feinteig)

  • Lebensmittelkunde und Qualitätseinschätzung

  • Kundenberatung

  • Hygiene und Arbeitsschutz

  • Anfertigung von Torten, Speiseeis und Süßwaren (Böden, Dekorationen, Füllungen, etc.)

Hast du die Hälfte der Ausbildung absolviert, erwartet dich eine theoretische Zwischenprüfung, um deinen Wissensstand zu prüfen. Abgeschlossen wird die Lehre mit der Gesellenprüfung, die theoretische und praktische Teile beinhaltet.


Dein Ausbildungsbetrieb wird daran interessiert sein, dich zu übernehmen, nachdem du ausgelernt hast. Denn du bist bereits in alle Abläufe eingearbeitet und kennst dich dort bestens aus. Solltest du den Wunsch haben, in einem anderen Betrieb zu arbeiten, sollte das auch kein Problem sein, denn dein Fachwissen wird überall gerne empfangen.

Weiterbildungsmöglichkeiten – Gestalte deine Zukunft

Nach dem Ende deiner Ausbildung kannst du dich für eine Weiterbildung entscheiden, um die Karriereleiter zu erklimmen.

Bäckermeister

Die Weiterbildung zum Bäckermeister findet an einer Fachschule statt. Mit erfolgreichem Abschluss qualifizierst du dich für die Ausbildung von Nachwuchskräften und zur Existenzgründung.


Voraussetzung ist eine abgeschlossene Ausbildung als Bäcker oder die mehrjährige, einschlägige Berufspraxis im Bäckereihandwerk.

Deine eigene Bäckerei war schon immer dein größter Traum? Mit einem Meistertitel und ausreichend Berufserfahrung kannst du diesen Traum wahr werden lassen. Wichtig ist, dass du über grundlegende betriebswirtschaftliche Kenntnisse verfügst.

Spezialisierung / Weiterführende Ausbildung zum Konditor

Falls du in der Ausbildung merkst, dass du dich überwiegend zur süßen Seite hingezogen fühlst, dann kannst du dich zum Konditor / Konditormeister weiterbilden lassen. Hier sind eine bestandene Gesellenprüfung im Handwerk und Berufspraxis die Voraussetzungen.

Es gibt auch einzelne Seminare, in denen du Zertifikate in unterschiedlichen Bereichen erlangen kannst. Inhalte könnten zum Beispiel verschiedene Backverfahren oder Verkaufsmethoden sein.

Prüfung zum technischen Fachwirt

Die Weiterbildung prüft deine technischen und kaufmännischen Fähigkeiten. Innerhalb von 14 Monaten in Vollzeit lernst du, Mitarbeiter zu führen und betriebswirtschaftliche Prozesse zu koordinieren.

Zugangsvoraussetzung ist die Erfüllung einer der drei Punkte:

  1. Abgeschlossene dreijährige Ausbildung in der entsprechenden Branche

  2. Abgeschlossene Ausbildung und ein Jahr Berufspraxis als Bäcker

  3. Vier Jahre einschlägige Berufserfahrung

Studium

Falls du die Ausbildung im Handwerk nur als Einstieg nutzen möchtest, dann bietet es sich an, anschließend zu studieren.

Es gibt mehrere Schwerpunkte, für die du dich entscheiden kannst.

  • Lebensmitteltechnologie

  • Ernährungswissenschaften

  • Lebensmittelchemie

Gehalt – Das verdienen Bäcker

Während der Lehre erhältst du ein Ausbildungsgehalt, welches je nach Bundesland, Branche und Betrieb variieren kann. Nach der erfolgreich absolvierten Gesellenprüfung bekommst du als Berufseinsteiger ein Einstiegsgehalt. Auch dieses kann aufgrund der zuvor genannten Faktoren unterschiedlich hoch ausfallen.

Mit den Jahren wirst du deine Berufserfahrung ausbauen und dein Gehalt passt sich entsprechend an. Durch berufliche Weiterbildungen oder die Teilnahme an Seminaren kannst du das Gehalt zusätzlich aufbessern.

Ausbildungsgehalt Bäcker
Gehaltsvergleich Bäcker

*Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird bei Berufsbezeichnungen und berufsbezogenen Hauptwörtern auf dieser Website die männliche Form verwendet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung grundsätzlich für alle Geschlechter. Die verkürzte Sprachform hat nur redaktionelle Gründe und beinhaltet keine Wertung. Danke für dein Verständnis.


Ein Foto von Ben Dehn

Autor: Ben Dehn

Ben entschied sich nach seinem Lehramtsstudium dazu, seinen Weg zunächst im Journalismus zu bestreiten. Nach sieben Jahren bei Print, Online und Radio heuerte er 2013 bei der webschmiede GmbH an und betreute im „Die Bewerbungsschreiber“ Team Personen auf sämtlichen Hierarchieebenen. Durch seine Tätigkeit konnte er sein Know-how im Karrierebereich stetig vertiefen. Heute schreibt Ben Dehn hilfreiche Fachartikel, hält Vorträge und gibt Interviews, Workshops & Seminare.


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