Lehrer*in

Lange Ferien, um 13 Uhr Feierabend und Beamtenprivileg: wir räumen mit den gängigen Lehrer-Klischees auf und zeigen dir den wahren Arbeitsalltag von Lehrkräften. Außerdem gibt es spannende Tipps für deine Bewerbung und kostenlose Bewerbungsmuster zum Downloaden.

Ein Beitrag von Mirko Bettenhausen

Weitere Berufe:

Bewerbung als Lehrer

Zwischen Referendariat und Bewerbung steht die Suche nach der passenden Schule aus. Hierzu solltest du verschiedene Stellenportale verwenden. Damit du eine maximale Anzahl an Suchergebnissen für offene Stellen bekommst, solltest du auch nach Synonymen für die Berufsbezeichnung suchen:

  • Lehrkraft

  • Schullehrer

  • Teacher

Nach deinem Referendariat beginnt nun der Bewerbungsmarathon. Damit du eine Chance auf ein persönliches Vorstellungsgespräch bekommst, sollte deine Bewerbung besonders hervorstechen. Punkte mit deiner Examensnote, deiner Motivation und deinen individuellen Fähigkeiten.


Obwohl du im Mittelpunkt deiner Bewerbung stehst, solltest du nicht vergessen, deine Wunschschule einzubeziehen. Die Philosophie der Bildungsstätte und wichtige Infos zu Schüleraustauschen, AGS, Festen und dem Schulalltag solltest du unbedingt kennen und auf deine Qualifikationen anpassen.

Eine gute Vorbereitung legt den Grundstein!


Bevor du losschreibst, solltest du dir gut überlegen, welche Informationen du unbedingt in dein Bewerbungsschreiben und deinen Lebenslauf einbringen möchtest. Aus diesen Informationen gestaltest du zunächst eine Rohfassung für deine Bewerbungsunterlagen. Solltest du dich für ein Studium bewerben, wirst du in der Regel kein Anschreiben, sondern ein Motivationsschreiben verfassen müssen.

Bewerbungstipps – Den Schulleiter überzeugen

Aus deiner Bewerbung sollten deine relevantesten Qualifikationen, Kompetenzen und Erfahrungen hervorgehen. Diese sollten mit Beispielen belegt sein und deine Motivation unterstreichen.

Die folgenden Fragen helfen dir, deine wichtigsten Eigenschaften herauszufiltern:

  • Warum interessierst du dich für den Lehrberuf?

  • Warum möchtest du mit Kindern und Jugendlichen arbeiten?

  • Wieso bewirbst du dich bei dieser Schule?

  • Was findest du spannend an der Schulform?

  • Hast du bereits Erfahrungen gesammelt?

  • Warum hast du dich für diese Fächer entschieden?

  • Welche Eigenschaften bringst du mit?

  • Warum eignest du dich als Lehrkraft?

Als gute Lehrkraft zeichnet dich besonders ein pädagogisches Verständnis und eine hohe Sozialkompetenz aus. Du solltest dich flexibel auf die unterschiedlichen Charaktere einstellen können, um jeden deiner Schüler individuell zu fördern. Dafür ist eine gute Ausdrucksweise das A und O. Außerdem sollten dich eine selbstständige Arbeitsweise und eine Weiterbildungsbereitschaft auszeichnen.

Der Beruf Lehrer passt zu dir, wenn …

  • … du Interesse an der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen hast.

  • … du eine dicke Portion Geduld und Verantwortungsbewusstsein mitbringst.

  • … du Leidenschaft für deinen Fachbereich zeigst.

  • … du Autorität und Durchsetzungsvermögen besitzt.

  • … du viel Spaß am Unterrichten hast.

  • … du über eine gewisse Lärmtoleranz verfügst.

  • … dich ein guter Gerechtigkeitssinn auszeichnet.

  • … du Empathie und Einfühlungsvermögen mitbringst.

Bewerbungsvorlagen für Lehrer

Professionelles Bewerbungsdesign für Lehrer

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Berufsbild Lehrer

Der Beruf des Lehrers ist mit viel Pflichtbewusstsein verbunden und gehört zu den wichtigsten Berufen für unsere Gesellschaft. Einerseits haben Lehrkräfte einen Bildungsauftrag und sollen Fachwissen vermitteln, andererseits haben sie große pädagogische Einflüsse und agieren als Ansprechpartner für Schüler mit privaten oder schulischen Problemen.


In Deutschland ist der Begriff nicht geschützt. Jeder, der sein Wissen, seine Fähigkeiten und seine Erfahrungen mit anderen teilt, kann sich als Lehrer bezeichnen.

Aufgaben – Echt lehrreich

Als Lehrer bist du in einem kooperativen Beruf tätig, denn du arbeitest Hand in Hand mit deinen Kollegen und den Schülern. Die Schulform und die verschiedenen Vorgaben der einzelnen Bundesländer bestimmen die Prioritäten in deinem Arbeitsalltag. Während Grundschüler in erster Linie soziale Kompetenzen erlernen sollen, müssen Oberstufenschüler fachkundig den Lehrstoff vermittelt bekommen.

Dennoch gibt es ein grundlegendes Aufgabenfeld für das Lehramt:

  • Unterricht anhand des Lehrplans vorbereiten

  • Unterricht erteilen

  • Schularbeiten planen und korrigieren

  • Schulalltag organisieren (Elternabende, Schulausflüge, Sprechstunden)

  • Lehrer-Konferenzen besuchen

Die Planungen, Vorbereitungen und Korrekturen erledigst du oftmals außerhalb der Schulzeiten nach Feierabend, am Wochenende und in den Ferien.

Arbeitsbereiche – Das ist dein Arbeitsplatz

Durch die deutsche Bildungsstruktur gibt es eine Vielzahl an Schulformen und Schularten. Die meisten schulischen Bildungseinrichtungen sind öffentlich, allerdings gibt es auch Schulen von privaten Trägern. 

Während des Studiums kannst du dich bereits auf Sonderpädagogik, Berufspädagogik oder eine andere bestimmte Schulform spezialisieren:

  • Grundschule

  • Haupt-, Real-, Gesamtschule und Gymnasium

  • Sekundarschule

  • Berufsschule

  • Förderschule

  • Internat

  • Waldorf- und Montessorischulen

Dein Hauptarbeitsplatz ist natürlich die Schule. Hier unterrichtest du Schüler in den Klassenräumen und übernimmst ab und zu die Pausenaufsicht auf dem Schulhof. Im Lehrerzimmer besprichst du dich mit anderen Kollegen, planst deinen Unterricht und korrigierst Klausuren. Viele Lehrer nehmen einen Teil der Arbeit mit nach Hause und erledigen diese dort.


Außerdem betreust du Exkursionen und Klassenfahrten. Als Sportlehrer bist du zudem auf Sportplätzen und in Sporthallen anzutreffen.

Hier kannst du alle Informationen zum Beruf kostenlos herunterladen.

Karriere als Lehrer

Studium – Dein Weg zur ausgebildeten Lehrkraft

Für das Lehramtsstudium benötigst du das Abitur oder einen äquivalenten Schulabschluss. Abhängig von der Fächerkombination und den Klassenstufen, die du unterrichten willst, können der Numerus Clausus und die Noten in den gewünschten Fächern eine Rolle spielen.


Abhängig von dem Bundesland, in dem du studierst, wird das Lehramtsstudium entweder als Bachelor- und Masterkombination oder als Staatsexamen an der Universität abgeschlossen. Der genaue Ablauf ist dabei von Hochschule zu Hochschule verschieden.


Neben den Seminaren und Vorlesungen, die sich auf deine Fächerkombination beziehen, wirst du Kurse zu den Fächern Pädagogik, Didaktik, Psychologie und Soziologie belegen.

Wer einen Master in einem der Mangelfächer (Schulfach, in dem Lehrermangel herrscht) abgeschlossen hat, kann als Quereinsteiger in den Lehrerberuf eintreten. Dafür ist ein erfolgreich abgeschlossenes Referendariat oder die Teilnahme an berufsqualifizierenden Maßnahmen notwendig.

Ein weiterer Bestandteil des Studiums sind mehrwöchige Praktika, die an unterschiedlichen Schulformen absolviert werden und zum Teil in den Semesterferien stattfinden können. Hier bekommst du erste praktische Einblicke in den Beruf. Dabei begleitest du Lehrkräfte in ihren Unterricht und hältst selbstständig erste Stunden.


Der letzte Teil deiner Lehramtsausbildung ist das 18- bis 24-monatige Referendariat. Während diesem bist du als Lehrkraft fest in den Stundenplan integriert und leitest deinen eigenen Unterricht. Diese Praxisphase wird mit dem zweiten Staatsexamen abgeschlossen. In Unterrichtsbesuchen beweist du den Prüfern, dass du dem Beruf gewachsen bist und die Unterrichtsstunden nach Lehrplan gestalten kannst.


Nach erfolgreichem Abschluss des Referendariats bist du eine ausgebildete Lehrkraft und kannst in den Berufsalltag starten. Es ist nicht selten, dass ein Referendar direkt übernommen wird.

Karrierechancen – Mehr Verantwortung im Arbeitsalltag

Als Lehrer solltest du immer auf dem neuesten Stand sein und Entwicklungen in der Pädagogik sowie in den Gesetzen verfolgen. Das gilt natürlich auch für dein Fachwissen, welches du regelmäßig auffrischen solltest.


Von der Regierung werden oftmals entsprechende Weiterbildungen angeboten, an denen du teilnehmen kannst. Hier werden zudem Themen wie Meditation und Seelsorge angeboten. Außerdem kannst du innerhalb der Schule die Karriereleiter erklimmen.

Fachleitung:

  • Aus- und Weiterbildungen in einem Fachbereich planen

  • Moderation und Organisation von Fachkonferenzen

  • Inhalte und Leistungsanforderungen in dem Fachbereich koordinieren

  • Verwaltungsaufgaben

  • Sprecher für den Fachbereich

Seminarleitung:

  • Referendare während des Referendariats betreuen

  • Referendaren Ausbildung an der Schule koordinieren

  • Planung und Gestaltung der Seminartage

  • Stundenplan mit organisieren

  • Bewertung der Referendare

Schulleitung:

  • Höchste und verantwortungsvollste Position in einer Schule

  • Arbeiten zunächst als Konrektoren

  • Leitung der pädagogischen, finanziellen und organisatorischen Themen

  • Kommunikation mit Behörden, Dienststellen und Eltern

  • Koordination des gesamten Schulunterrichts

Grundsätzlich hast du die Möglichkeit, international als Lehrer zu arbeiten. Hierfür brauchst du ausgesprochen gute Kenntnisse der Landessprache und ein grundlegendes Wissen über die Unterschiede des Schulsystems und Lehrplans in deinem Wunschland. Du solltest bereits während deines Studiums spezielle Fortbildungen besuchen und Schwerpunkte setzen.


Allerdings kann es je nach Fächerkombination zu Schwierigkeiten bei der Vereinbarkeit des deutschen mit dem ausländischen Kurrikulum kommen.

Gehalt – Der Lohn auf einen Blick

Das Gehalt der Lehrer wird von unterschiedlichen Faktoren bestimmt. Zum einen sind die Löhne von Bundesland zu Bundesland verschieden und beeinflusst durch die Schulform. Zum anderen ist das Einkommen abhängig von der Berufserfahrung. Denn mit zunehmender Erfahrung steigt auch der Verdienst.

Verbeamtete Gymnasiallehrer, Berufsschullehrer und Lehrer der Sonderpädagogik werden normalerweise nach Gehaltsstufe A13 vergütet und erhalten somit mehr Lohn als Grund-, Haupt-, Real- und Gesamtschullehrer, die normalerweise nach Gehaltsstufe A12 bezahlt werden.

Gehalt Lehrer
Gehaltsvergleich Lehrer

Verbeamtete und angestellte Lehrer erhalten den gleichen Bruttoverdienst. Allerdings zahlen Beamte weniger Abgaben und verdienen somit im Schnitt mehr Geld.

*Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird bei Berufsbezeichnungen und berufsbezogenen Hauptwörtern auf dieser Website die männliche Form verwendet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung grundsätzlich für alle Geschlechter. Die verkürzte Sprachform hat nur redaktionelle Gründe und beinhaltet keine Wertung. Danke für dein Verständnis.


Ein Foto von Mirko Bettenhausen

Autor: Mirko Bettenhausen

Nach seinem Studium der Medienwissenschaften und Anglistik hat Mirko als Texter im „Die Bewerbungsschreiber“ Team Bewerbungen für Personen aus verschiedenen Berufszweigen und mit diversen Bildungshintergründen verfasst. Durch den engen Kundenkontakt in der telefonischen Beratung lernte er die Probleme und Bedürfnisse der Bewerber kennen. Dieses Wissen verarbeitet er nun in Artikeln für unsere Webseiten sowie in den Videos für den YouTube Kanal von Bewerbung.net.


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