Steuerfachangestellte*r

Papierkram, Zahlen und auch sonst eine trockene Tätigkeit: So stellen sich leider noch einige Menschen den Beruf der Steuerfachangestellten / des Steuerfachangestellten* vor. Dass dieser negative Ruf nicht gerechtfertigt ist, zeigen wir dir in diesem Artikel. Zudem helfen wir dir bei deiner Bewerbung, indem wir dir wertvolle Tipps und kostenlose Vorlagen bieten.

Ein Beitrag von Mirko Bettenhausen

Weitere Berufe:

Bewerbung als Steuerfachangestellte

Deine Bewerbung ist die Eintrittskarte zum weiteren Auswahlverfahren. Deshalb ist es immens wichtig, mit deinen Bewerbungsunterlagen einen sehr guten ersten Eindruck zu hinterlassen.


Vor der Erstellung deiner Bewerbung, benötigst du allerdings entsprechende Stellenanzeigen, an denen du dich orientieren kannst.

Hier ist es wichtig, dass du nicht nur nach der Berufsbezeichnung Steuerfachangestellte suchst. Personaler veröffentlichen immer öfter Stellenanzeigen unter der englischen Bezeichnung oder anderen Synonymen in Online-Portalen.

Hier einige Alternativen für eine ergebnisreiche Suche:

  • Steuerfachgehilfe (veraltet)

  • Assistant tax consultant

Deine Bewerbung sollte natürlich frei von Fehlern jeglicher Art sein. Rechtschreib- und Grammatikfehler sind damit genauso tabu wie eine mangelhafte Formatierung der Dokumente. Doch auch ein unprofessionelles Bewerbungsfoto kann dich schnell aus dem Rennen werfen.


Der mit Abstand wichtigste Punkt ist jedoch, dein Bewerbungsschreiben und deinen Lebenslauf individuell zu gestalten und speziell auf die angestrebte Stelle und das Wunschunternehmen anzupassen. Dabei solltest du darauf achten, ob neben Anschreiben auch ein Motivationsschreiben gefordert ist.


Hast du mit deiner aussagekräftigen Bewerbungsmappe überzeugen können, flattert schon bald eine Einladung für ein persönliches Vorstellungsgespräch in deinen Briefkasten. Um das Unternehmen von dir zu überzeugen, solltest du dich vor dem Gespräch auf mögliche Fragen seitens der Personaler vorbereiten. Überlege dir auch selbst ein paar Fragen, um dein Interesse an dem Betrieb zu zeigen.

Steuerfachangestellte sollten:

  • Keine Angst vor Mathe, Zahlen, Tabellen und Daten haben

  • Sehr gute Deutschkenntnisse mitbringen

  • Interesse für wirtschaftliche Vorgänge und Zusammenhänge zeigen

  • Gut mit Menschen umgehen können

  • Geduldig sein

  • Eine analytische Denkweise besitzen

Je nachdem, in welcher Ausgangslage du dich befindest, variieren die Anforderungen, die an dich gestellt werden. Ein Bewerber, der frisch aus der Schule kommt und sich für eine Ausbildung als Steuerfachangestellte bewirbt, wird naturgemäß wenig bis gar keine praktische Erfahrung vorweisen können. Bei jemandem, der die Ausbildung bereits seit längerem absolviert hat, schon berufstätig ist und sich womöglich weitergebildet hat, zeichnet sich natürlich ein ganz anderes Bild ab. Für jede dieser Situationen haben wir euch daher ein kostenloses Bewerbungsmuster zum Download erstellt.

Bewerbungsmuster für Steuerfachangestellte

  • Steuerfachangestellte Berufseinstieg

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  • Steuerfachangestellte Berufserfahren

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Berufsbild Steuerfachangestellte

Als Steuerfachangestellte arbeitest du Hand in Hand mit den Steuerberatern zusammen. Du erstellst hier aber nicht nur Steuererklärungen, sondern berätst Mandanten oder kümmerst dich um die Buchführung.


Dabei zählt in diesem Beruf vor allem eins: Pünktlichkeit. Reichst du beispielsweise eine Steuererklärung zu spät ein, können Strafzahlungen fällig werden. Das Vertrauen deiner Mandanten würdest du so verlieren. Sie verlassen sich voll und ganz auf dich und deine Fähigkeiten.


Du solltest außerdem kein Problem damit haben, oft am Computer zu sitzen und Telefonate zu führen. Du organisierst nämlich auch Termine und stehst in ständigem Kontakt mit Sozial- und Krankenversicherungen oder dem Finanzamt.

Ausbildung zur Steuerfachangestellten

Als Steuerfachangestellte absolvierst du eine duale Ausbildung. Dein theoretisches Wissen eignest du dir drei Jahre lang in der Berufsschule an. Parallel dazu erhältst du praktische Einblicke in den Betrieb. Fächer wie Steuer- oder Rechnungswesen stehen für dich genauso auf dem Lehrplan wie Wirtschaftskunde.


Im zweiten Lehrjahr gibt eine Zwischenprüfung. Hier wird dein aktueller Wissenstand schriftlich abgefragt. Die finale Abschlussprüfung folgt am Ende deiner Ausbildung. Nachdem du den mündlichen und schriftlichen Teil bestanden hast, darfst du dich staatlich anerkannte Steuerfachangestellte nennen.


Für die Ausbildung gibt es im Übrigen keinen vorausgesetzten Schulabschluss. Nichtsdestotrotz stellen Betriebe fast ausschließlich Bewerber mit Mittlerer Reife oder (Fach-)Abitur ein. Doch auch wenn du einen niedrigeren oder gar keinen Schulabschluss besitzt, musst du deinen Traumberuf nicht aufgeben. Mit einem überdurchschnittlich guten Zeugnis oder einer exzellenten Bewerbungsmappe kannst du durchaus einen Ausbildungsplatz ergattern.

Gehalt als Steuerfachangestellte

Gehalt während der Ausbildung

Das Ausbildungsgehalt für Steuerfachangestellte richtet sich in der Regel nach den Vorgaben der Steuerberaterkammer des jeweiligen Bundeslandes. Somit kann die Höhe des Verdienstes von Bundesland zu Bundesland variieren. Die Vorgaben werden zwar festgelegt, Betriebe sind jedoch nicht verpflichtet, sich an diese Vorgaben zu halten. Demnach solltest du dich gut über die Verdienstmöglichkeiten in deinem Bundesland informieren und keine Scheu haben, gegebenenfalls mit deinem Chef über dein Ausbildungsgehalt zu verhandeln.

Ausbildungsgehalt Steuerfachangestellte

Gehalt nach der Ausbildung

Hast du die Ausbildung erst erfolgreich abgeschlossen, startest du mit einem Einstiegsgehalt. Dieses steigt mit deinen Berufsjahren und deiner Erfahrung. Aber auch Branche, Unternehmensgröße und Standort sind ausschlaggebende Faktoren für die Bestimmung deines Verdiensts.

Gehalt Steuerfachangestellte

Karriere als Steuerfachangestellte

Reicht dir dein Gehalt nicht aus oder erfindest du dich beruflich gerne neu? Super! In diesem Beruf gibt es nach der Ausbildung noch zahlreiche Weiterbildungsmöglichkeiten. Egal ob als Steuerfachwirtin oder durch ein Studium – es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Karriereleiter zu erklimmen.

Weiterbildung als Steuerfachwirtin

Um dich als Steuerfachwirtin bezeichnen zu dürfen, gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder sammelst du 10 Jahre Berufserfahrung oder du absolvierst nach drei Jahren im Beruf eine Weiterbildung mit anschließender Prüfung.


Entscheidest du dich für die zweite Variante, musst du dich noch zwischen einer Weiterbildung in Voll- oder Teilzeit entscheiden. Entschließt du dich, einen Vollzeitlehrgang zu besuchen, kannst du dich bereits nach zwei Monaten geprüfte Steuerfachwirtin nennen. Absolvierst du einen sogenannten Samstagslehrgang, dauert deine Weiterbildung etwas länger als ein halbes Jahr.


Ob die anfallenden Kosten von deinem Arbeitgeber übernommen werden, solltest du bereits im Vorfeld absprechen. Sie betragen meist mehrere tausend Euro, was ohne Ersparnisse schnell zu einem Hindernis werden kann.


Nach bestandener Prüfung bekommst du neben einem besseren Gehalt auch mehr Verantwortung. Außerdem kannst du schon nach sieben Jahren im Beruf mit der Steuerberater-Ausbildung beginnen und dich im Anschluss selbstständig machen.

Studium

Möchtest du den Berufsalltag lieber gegen Hörsaal und Bücher tauschen, dann ist ein Studium die perfekte Möglichkeit, beruflich aufzusteigen. Hast du bereits dein (Fach)-Abitur in der Tasche, ist ein Studienstart kein Problem.


Falls nicht, ist das an vielen Universitäten und Fachhochschulen aber auch nicht weiter schlimm. Oft können bestehende Berufserfahrung und die Ausbildung anerkannt werden. Wenn du dich für ein Studium interessierst, solltest du dich an deiner Wunschuniversität oder Fachhochschule über deine Optionen informieren.


Als Steuerfachangestellte eignen sich Studiengänge wie Betriebs- oder Volkswirtschaftslehre oder Wirtschaftsrecht besonders gut. Ein Bachelor in solchen Fächern dauert in der Regel drei Jahre bzw. sechs Semester in Vollzeit. In Teilzeit kann dein Studium aber durchaus auch fünf Jahre in Anspruch nehmen.


Kosten erwarten dich vor allem an privaten (Fach)-Hochschulen. Hier können mehrere hundert Euro im Monat fällig werden. An staatlichen Einrichtungen zahlst du hingegen meist nur einen Semesterbeitrag von rund 300 Euro pro Halbjahr.

*Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird bei Berufsbezeichnungen und berufsbezogenen Hauptwörtern auf dieser Website die weibliche Form verwendet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung grundsätzlich für alle Geschlechter. Die verkürzte Sprachform hat nur redaktionelle Gründe und beinhaltet keine Wertung. Danke für dein Verständnis.


Ein Foto von Mirko Bettenhausen

Autor: Mirko Bettenhausen

Nach seinem Studium der Medienwissenschaften und Anglistik hat Mirko als Texter im „Die Bewerbungsschreiber“ Team Bewerbungen für Personen aus verschiedenen Berufszweigen und mit diversen Bildungshintergründen verfasst. Durch den engen Kundenkontakt in der telefonischen Beratung lernte er die Probleme und Bedürfnisse der Bewerber kennen. Dieses Wissen verarbeitet er nun in Artikeln für unsere Webseiten sowie in den Videos für den YouTube Kanal von Bewerbung.net.


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