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Berufstaucher / Berufstaucherin

Wenn du dein Hobby zum Beruf machen und als Berufstaucher:in* arbeiten willst, dann solltest du dich vorher gründlich über diesen Beruf informieren. Bei uns erfährst du, welche Voraussetzungen du für die Ausbildung zum Berufstaucher benötigst und wie die Ausbildung sowie Bewerbung als Berufstaucher aussieht.

Ein Beitrag von Mirko Bettenhausen

Berufsbild Berufstaucher

Als Berufstaucher / Berufstaucherin verrichtest du deine Arbeit sowohl im Wasser- als auch im Unterwasserbau. Die Einsatzmöglichkeiten für Berufstaucher / Berufstaucherinnen sind weit gefächert, sodass du viele Optionen hast, deinen Beruf auszuüben. Sei es bei Unterwasserarbeiten an Wasserbauwerken oder anderen Unterwassereinrichtungen.


Ebenfalls kann die Suche nach Vermissten, versunkenen Autos oder anderen unter Wasser liegenden Beweisstücken ein weiteres Einsatzfeld in deinem Beruf sein, wenn du zum Beispiel der Polizei bei Ermittlungen weiterhilfst. Einsätze bei der Polizei, Feuerwehr oder Bundeswehr als Taucher können zu deinem Berufsalltag gehören. Ausführen von Militär- und Rettungseinsätzen unter Wasser sind ebenfalls Tätigkeiten eines Berufstauchers. Als Tauchlehrer kannst du zudem Andere zu professionellen Tauchern ausbilden.


Weitere Einsatzmöglichkeiten sind Tätigkeiten wie Reparaturen, Wartungen, Sanierungen, Reinigungen, aber auch Kernbohrungen, Sprengungen oder Abbrucharbeiten. Außerdem zählt das Verlegen von Leitungen für Wasser und Strom gegebenenfalls auch zu deinen Arbeitstätigkeiten.


Zu deiner Arbeitsausrüstung gehören ein Tauchanzug, ein Helm sowie diverse Arbeitsgeräte. Auch eine Taucherbrille darf bei keinem Einsatz fehlen. Brillenträger können hierbei als Alternative zu Kontaktlinsen auch auf Tauchmasken mit optischer Verglasung zurückgreifen, um die hundertprozentige Sehfähigkeit während der Arbeit immer zu gewährleisten. Häufig sind auch Foto- und Videogeräte ein Teil deiner Berufsausrüstung, mit denen du Foto- und Filmaufnahmen unter Wasser, Kontrollen sowie Vermessungen durchführen kannst.


Während und nach der Ausbildung spielt die Sicherheit eine sehr große Rolle und sollte zu jedem Zeitpunkt gegeben sein. Zudem ist seit 2016 eine neue Verordnung in Kraft getreten, die den Fokus auf die Standards bezüglich Arbeitsmedizin und Arbeitssicherheit legt und berücksichtigt.


Jedoch gehen mit diesem Beruf auch einige Risiken (z.B. Arbeitsunfälle) einher. Es ist nachgewiesen, dass es im Laufe der Jahre zu gesundheitlichen Langzeitrisiken (z.B. die Veränderung des Nervensystems) kommen kann. Schon eine minimale Einschränkung kann unter Wasser große Konsequenzen mit sich bringen und möglicherweise für den Taucher lebensgefährlich sein. Als Berufstaucher / Berufstaucherin wird dein Körper stark beansprucht, sodass Nerven- und Knochenkrankheiten auftreten können.

Bewerbung als Berufstaucher

Vor der Bewerbung steht die Jobsuche bevor. Da es teilweise unterschiedliche Begriffe für die Berufstitel gibt, solltest du auch nach den jeweiligen Synonymen in den Jobbörsen suchen. Eine weitere Bezeichnung für Berufstaucher ist Unterwasser-Bauhandwerksmann. Für eine Bewerbung im englischsprachigen Raum solltest du dich für die Bezeichnung commercial diver entscheiden.


Um als Berufstaucher in die Arbeitswelt eintauchen zu können, musst du zunächst Bewerbungen schreiben und an das Unternehmen schicken, bei dem du gerne arbeiten willst. Die Bewerbung ist der erste Eindruck, den der Arbeitgeber bzw. Personaler von dir bekommt. Deshalb solltest du mit deinen fachlichen Kompetenzen und durch ein strukturiertes, fehlerfreies und individuelles Bewerbungsschreiben überzeugen.

Berufstaucher müssen:

  • eine akademische oder berufliche Ausbildung (z.B. Maurer/-in, Bauwerktrenner/-in, Zimmerer/Zimmerin) besitzen

  • eine Prüfung als Taucher/-in absolviert und bestanden haben

  • über ein tauchmedizinisches ärztliches Attest (G31-Untersuchung) verfügen

  • in ausgezeichneter physischer & psychischer Verfassung sein

  • mehrjährige Erfahrung als Sporttaucher/-in (Sporttaucher-Brevet) vorweisen können

  • ein Deutsches Rettungsschwimmabzeichen der DLRG mindestens in Bronze besitzen

  • einen Führerausweis für Schiffe unter Maschinenantrieb (Kat. A) und einen Auto-Führerschein (Kat. B) absolviert haben

Zudem sind schulische sowie berufliche Vorkenntnisse in Mathematik, Technik und Medizin empfehlenswert. Mathematik ist besonders von Vorteil, da du als Berufstaucher / Berufstaucherin Kenntnisse im Fachrechnen sowie Fachzeichnen während und nach der Ausbildung besitzen solltest. Früher oder später wird dir ein mathematisches Verständnis das Auswerten technischer Zeichnungen enorm erleichtern.


Technisches Fachwissen und Geschick sind vor allem bei der Nutzung von Tauch- und Arbeitsgeräten wichtig. Ein medizinisches Grundwissen wird ebenfalls vorausgesetzt, wobei die Bereiche Anatomie und Physiologie besonders bedeutend sind. Das Wissen dient zur eigenen Sicherheit, um bei möglichen Komplikationen schneller handeln zu können.

Weitere persönliche Eigenschaften, die positive Auswirkungen im Beruf als Berufstaucher haben:

  • Körperliche Beweglichkeit

  • Ausdauer

  • Belastbarkeit

  • Teamfähigkeit

  • Handwerkliches Geschick

  • Unempfindlichkeit gegen Nässe und Kälte

Ausbildung zum Berufstaucher

Die Voraussetzung, um sich zu einem Berufstaucher ausbilden lassen zu können, ist ein bereits absolviertes Studium (Wissenschaftlier oder Ingenieur) oder eine Ausbildung (Mechaniker, Behörde, Bundeswehr), da es sich hierbei um ein Aufbaumodul bzw. eine Zusatzqualifikation handelt. Die Dauer der Ausbildung hängt meist von der Intensität und der Dauer des vorgesehenen Trainings ab. Ein Kampftaucher darf erst nach einem mehrjährigen und anstrengenden Training mit vielen Tauchgängen eingesetzt werden. Auch Schweißer benötigen eine zweijährige Tauchausbildung, bis sie ihre Arbeit selbstständig ausführen dürfen.


Nach einer erfolgreichen Bewerbung in einem Taucherlehrbetrieb deiner Wahl, einer Zusage in einem Unternehmen und einem abgeschlossenen Fortbildungsvertrag, fängt deine Ausbildung an.


Die Dauer der Ausbildung zum Berufstaucher beträgt in der Regel zwei Jahre. Es handelt sich um eine berufsbegleitende Ausbildung. Neben verschiedenen Modulen, die du in deiner Ausbildung absolvieren musst, ist ein Nachweis von über 200 Tauchstunden zu leisten, davon 20 Stunden unter Gerätschaften. Dazu sind noch 320 Unterrichtsstunden zu absolvieren, in denen Fortbildungslehrgänge stattfinden. Diese sind in vier Disziplinen aufgeteilt: die Grundlagen und das Schweißen betragen jeweils 80 Stunden, die Tauchmedizin 60 Stunden und die Anwendungskenntnisse 100 Stunden.


Die Grundlagen behandeln die Fachtheorie, Gerätekunde, Arbeitskunde, Rechtsvorschriften sowie medizinische Aspekte. Unter den Anwendungskenntnissen sind vor allem Inhalte wie Arbeitstechniken, die Druckkammertechnik, sowie Notfallmaßnahmen und Taucherarbeiten unter Wasser in großer Tiefe zu verstehen.


Eine Alternative dazu ist eine mindestens vierjährige Berufspraxis und eine mindestens zweijährige betriebliche Praxisphase in einem Tauchunternehmen. Außerdem ist eine Teilnahme an einer Weiterbildung ebenfalls ein Pflichtbestandteil. Für angehende Berufstaucher sind sowohl Tauchgrundlagen als auch das technische Grundlagenwissen in der Ausbildung erforderlich, um das nötige Wissen anwenden und so die Arbeitsgeräte bedienen zu können.


Der Inhalt der Ausbildung zum Berufstaucher ist in einen theoretischen und einen praktischen Teil aufgeteilt. Die Theorie behandelt die Grundlagen. Neben den oben bereits genannten Punkten wird auch auf das Fachrechnen und Fachzeichnen eingegangen. In der Praxis geht es um die Handhabung der Tauch- und Arbeitsgeräte und der Durchführung von Taucherarbeiten.


Nach Abschluss deiner Ausbildung darfst du dich als geprüfter Taucher bezeichnen.

Kosten der Ausbildung

Die Kosten können in Form von Lehrgangsgebühren, Prüfungsgebühren oder anderen Kosten für das Arbeitsmaterial, Unterkünfte oder Fahrten entstehen. Diese sind aus eigener Tasche zu zahlen.

Berufstaucher - Gehaltsvergleich

Gehalt als Berufstaucher / Berufstaucherin

Als angestellte(r) Berufstaucherin / Berufstaucher verdienst du ab 3.300 Euro brutto aufwärts im Monat. Wirst du an speziellen Arbeitseinsätzen und -orten eingeteilt, hast du sogar die Möglichkeit bis zu 10.000 Euro im Monat zu bekommen.

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Die Berücksichtigung vielseitiger Faktoren wie Unternehmensstandort und Berufserfahrung ermöglicht eine umfangreiche Analyse, die dich bestens auf deine nächste Gehaltsverhandlung vorbereitet.

Karriere als Berufstaucher / Berufstaucherin

Auch als Berufstaucher / Berufstaucherin hast du Aufstiegsmöglichkeiten und kannst Karriere machen. Sei es als Einsatzleiter/-in, Leiter/-in einer Taucherstaffel oder als Tauchausbilder/-in. Mit einem Studium im Bereich Schiffbau, Meerestechnik oder Sportwissenschaften existiert ein breites Berufsfeld, welches dir neue Karrierechancen ermöglicht.


Wenn du bei der Polizei, Feuerwehr oder der Bundeswehr tätig bist, steigen die Aufstiegsmöglichkeiten mit der Anzahl deiner Dienstjahre.


Eine Alternative ist auch der Schritt in die Selbstständigkeit, mit einer eigenen Tauchschule für Berufstaucher / Berufstaucherinnen oder mit einem Tauchunternehmen, wo du zum Beispiel Taucher / Taucherinnen an deine Kunden vermittelst.

Professionelles Bewerbungsdesign für Berufstaucher

Anschreiben Berufstaucher Deckblatt Berufstaucher Lebenslauf Berufstaucher
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*Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird bei Berufsbezeichnungen und berufsbezogenen Hauptwörtern auf dieser Website die männliche Form verwendet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung grundsätzlich für alle Geschlechter. Die verkürzte Sprachform hat nur redaktionelle Gründe und beinhaltet keine Wertung. Danke für dein Verständnis.

Ein Foto von Mirko Bettenhausen

Autor: Mirko Bettenhausen

Nach seinem Studium der Medienwissenschaften und Anglistik hat Mirko als Texter im „Die Bewerbungsschreiber“ Team Bewerbungen für Personen aus verschiedenen Berufszweigen und mit diversen Bildungshintergründen verfasst. Durch den engen Kundenkontakt in der telefonischen Beratung lernte er die Probleme und Bedürfnisse der Bewerber kennen. Dieses Wissen verarbeitet er nun in Artikeln für unsere Webseiten sowie in den Videos für den YouTube Kanal von Bewerbung.net.


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