Erzieher / Erzieherin

Du arbeitest gerne mit Menschen und möchtest Kinder, Jugendliche und Menschen mit Behinderung bei der pädagogischen Entwicklung unterstützen? Als Erzieher / Erzieherin* erwartet dich ein abwechslungsreicher und aktiver Arbeitsalltag.

Falls du mehr über das Berufsbild, die dazugehörigen Aufgaben und deine Zukunft als Erzieherin erfahren möchtest, dann findest du in diesem Artikel die wichtigsten Daten und Fakten. Zudem profitierst du von kostenlosen Bewerbungstipps und -vorlagen mit Beispieltext.

Erzieher / Erzieherin

Berufsbild Erzieherin

Täglich hüten über 300.000 staatlich anerkannte Erzieherinnen die Kinder Deutschlands. Doch auch Jugendliche und eingeschränkte Menschen gelangen in den Genuss ihrer Obhut. Anders als in vielen Branchen, wird dieser Beruf heutzutage noch immer mit einer überwiegenden Mehrheit (94 %) von Frauen ausgeübt.

Aufgaben – Zwischen Spaß und Verantwortung

Als Erzieherin förderst du die psychische, soziale sowie körperliche Entwicklung deiner Schützlinge. Dieser Erziehungsauftrag ist mit großer Verantwortung verbunden, was leider oft einem Vorurteil unterliegt. Der Beruf beschränkt sich nämlich nicht nur auf singen, spielen und Mittagsschläfchen machen.

Welche Aufgaben dich erwarten und wie groß deine Gruppe ist, hängt vor allem davon ab, mit welchen Menschen du zusammenarbeiten möchtest:

  • Arbeit mit Kleinkindern (z. B. Wickeln, Basteln, pädagogische Betreuung)
  • Arbeit mit Schulkindern (z. B. Hausaufgabenbetreuung)
  • Arbeit mit hilfsbedürftigen Menschen (z. B. Unterstützung bei Körperhygiene)
  • Arbeit mit Jugendlichen (z. B. Interessenförderung; Übernahme von elterlichen Aufgaben)

Trotz der verschiedenen Arbeitsmöglichkeiten lässt sich ein allgemeiner Auftrag für Erzieherinnen festlegen:

  1. Erziehen
  2. Betreuen
  3. Fördern

Die Betreuten erhalten eine Art Rundum-Versorgung von dir: Neben dem körperlichen Wohl (z. B. Körperhygiene, Nahrungsaufnahme) darf das psychische Wohl nicht zu kurz kommen. Dazu musst du immer ein offenes Ohr haben und in Gesprächen Empathie und Sensibilität beweisen. Höre also aufmerksam zu und versuche, die individuellen Bedürfnisse und Probleme zu erkennen.

Arbeitsalltag in einer Kindertagesstätte

Am häufigsten entscheiden sich angehende Erzieher für die Arbeit in Kindertagesstätten. Du stellst Regeln auf, die dem Tag in der Einrichtung Struktur verleihen und bei den Kindern ein Bewusstsein für Abläufe und Selbstständigkeit erzeugen sollen.

Falls Streitigkeiten auftreten, musst du diese schnell erkennen, einschreiten und vermitteln, um die Situation zu entschärfen.

Um im täglichen Durcheinander und Lärm einen Überblick über Fort- oder womöglich Rückschritte zu behalten, führst du Protokolle zu jedem Kind und dokumentierst Verhaltensauffälligkeiten (z. B. bezüglich der Sprache, der Motorik oder dem Sozialverhalten).

STIFT Auf Basis deiner Erkenntnisse entwickelst du Erziehungsmaßnahmen, die speziell an die Bedürfnisse der Kinder angepasst sind. Zusätzlich tauschst du dich mit Kolleginnen sowie Fachkräften aus der Medizin oder Psychologie aus und optimierst mit ihnen die Maßnahmen.

Die Eltern werden regelmäßig über den aktuellen Stand aufgeklärt. Hierzu organisierst du Elternabende. Zudem planst du Feste oder Ausflüge für deine Schützlinge.




Arbeitsbereiche – Dein tägliches Umfeld

Wie du vielleicht schon ahnst, kannst du als Erzieherin nicht nur in Kindertagesstätten arbeiten.

Weitere Einsatzorte können sein:

  • Kinder- und Jugendheime
  • Behinderten- und Pflegeeinrichtungen / Krankenhäuser
  • Jugendzentren
  • Beratungsstellen / Therapeutische Einrichtungen
  • Tourismusbranche: Kur- und Freizeiteinrichtungen, Hotels
  • Ganztagsschulen (in der Betreuung)

Standardmäßig arbeitest du nur tagsüber und von montags bis freitags. In Einrichtungen für pflegeintensive Bewohner, wie Menschen mit Behinderung oder in Wohnheimen, kann dich auch Wochenend- und Feiertagsarbeit erwarten. Außerdem legst du dort Nachtschichten ein – diese werden allerdings extra vergütet.

Die Urlaubsregelung ist davon abhängig, ob du im öffentlichen oder privaten Sektor arbeitest. Wenn Betriebsferien anstehen, musst du in dieser Zeit Urlaub nehmen. Die restlichen Urlaubstage kannst du natürlich frei einteilen.

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Karriere als Erzieherin

Ausbildung – Der Weg in dein Berufsleben

In Deutschland gestaltet sich die Ausbildung je nach Bundesland durchaus unterschiedlich. Grundvoraussetzung ist normalerweise die Mittlere Reife oder ein erfolgreicher Abschluss einer mindestens zweijährigen Berufsausbildung, die für den Beruf der Erzieherin förderlich ist. Dazu zählen zum Beispiel eine Ausbildung als Kinderpflegerin oder Erziehungshelferin.

Zusätzlich zu den schulischen Voraussetzungen kann es vorkommen, dass …

  • … ein ärztliches Attest zur Bestätigung deiner Gesundheit und Eignung …
  • … ein erweitertes Führungszeugnis …
  • … ein Vertrag mit einer geeigneten sozial- oder heilpädagogischen Einrichtung …

… gefordert werden, um die Ausbildung beginnen zu können.

Die Ausbildung ist schulisch und kann in Vollzeit zwischen zwei und fünf Jahren dauern. Zwei Jahre erlernst du an einer Fachschule die theoretischen Inhalte, bevor du eine Abschlussprüfung absolvieren musst. In der Regel gibt es einen schriftlichen sowie mündlichen und einen praktischen Teil.

Hast du die Prüfung bestanden, folgt ein einjähriges Berufspraktikum bzw. Anerkennungsjahr, in dem du in einer Einrichtung arbeitest und dein Fachwissen praktisch anwendest und festigst.

DOKUMENT Den Betrieb für das Praktikum musst du dir eigenständig aussuchen und dich dort bewerben. Dieser sollte nicht allzu weit von deiner Fachschule entfernt sein, da begleitend zum Anerkennungsjahr trotzdem Unterricht stattfindet.

Eine Verkürzung der Ausbildung ist bei guter Leistung oder bei bereits erworbenen Vorkenntnissen (z. B. durch eine bereits abgeschlossene Berufsausbildung in einem relevanten Bereich) möglich.

Obwohl die Ausbildung schulisch ist, genießt du aufgrund des Berufspraktikums eine gute Verzahnung von Theorie und Praxis. In manchen Bundesländern wird zu Anfang der Ausbildung ein Vorpraktikum vorausgesetzt, wo du ebenfalls jede Menge Praxiserfahrung sammeln kannst.

TIPP Obwohl die Ausbildungsdauer sehr lang erscheint, empfinden viele Azubis die Zeit als angemessen, in der Hinsicht auf das Verantwortungspensum, das sie im Beruf erwartet.

Ausbildungsinhalte:

  • Individuelle Entwicklung der Kinder fördern
  • Teamarbeit und Gesprächsführung lernen (sowohl mit Kindern, als auch mit Eltern)
  • Erarbeiten pädagogischer Lösungsstrategien
  • Bereiche wie Musik, Kunst, Sprache, Gesundheit und Umwelt erkunden
  • Diversität und Inklusion verstehen und fördern (Kulturalität, Religiosität, Geschlechterrollen)
  • Einübung sozialen Verhaltens (z. B. Gestaltung von Beziehungen zu Bezugspersonen)

Quiz – Wie gut kennst du dich mit dem Beruf aus?

Beantworte die folgenden Fragen und finde heraus, ob du bereit für eine Bewerbung bist!

Bist du schon fit für den Beruf Erzieherin und kannst mit deiner Bewerbung starten?

Weiterbildungsmöglichkeiten – Ergreife deine Chancen

Wenn du deine Ausbildung bereits erfolgreich abgeschlossen hast und der Karriereweg für dich noch nicht zu Ende sein soll, besteht die Möglichkeit, dich weiterzubilden. Egal, ob du dich auf ein Gebiet spezialisieren oder ein Studium beginnen möchtest – es gibt zahlreiche Karrierechancen.

Spezialisierung innerhalb der verschiedenen Einrichtungen

Du kannst deinen Fokus auf bestimmte Fachrichtungen legen wie z. B.:

  • Ergotherapie (Bewegungs- und Beschäftigungstherapie)
  • Logopädie (Behandlung von Sprachstörungen)
  • Heilpädagogik (Therapie von Verhaltensauffälligkeiten)
  • Etc.

Diese Bereiche gehören zu den Spezialisierungsweiterbildungen, die du in Form von Lehrgängen an Fachschulen absolvierst. Informiere dich vorher über mögliche anfallende Kosten und die Dauer, denn diese variiert zwischen mehreren Wochen und Monaten.

Einrichtungsleitung übernehmen

Falls du mit guten Leistungen und Engagement überzeugst, kannst du dich für die Übernahme der Einrichtungsleitung empfehlen. Mit einer abgeschlossenen Erzieherausbildung qualifizierst du dich für die Teilnahme an der Weiterbildung.

Dort erfährst du zusätzlich zu vertiefendem pädagogischem Wissen alles zu rechtlichen und organisatorischen Aspekten, die zur erfolgreichen Führung einer Einrichtung notwendig sind.

Studium

Falls du gerne nach deiner Ausbildung studieren möchtest, kannst du aus mehreren Studiengängen wählen:

  • Soziale Arbeit
  • Erziehungswissenschaften
  • Lehramt
  • Heil- oder Kindheitspädagogik
  • Etc.

Oftmals kann das Studium berufsbegleitend absolviert werden. So dauert es zwar etwas länger, allerdings wirst du währenddessen entlohnt und sammelst weiterhin Berufserfahrung.

Gehalt – Mehr als nur Spielgeld

In den ersten zwei Jahren deiner Lehre erhältst du keine Ausbildungsvergütung, da du sie in der Fachschule absolvierst. Das Berufspraktikum hingegen wird entlohnt.

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In öffentlichen Einrichtungen erfolgt die Vergütung des Anerkennungsjahrs nach dem Tarifvertrag für den Öffentlichen Dienst (TVöD) und du erhältst rund 1.500 Euro brutto. Bei einem Gehalt, das sich nicht am TVöD orientiert, kann dein Arbeitgeber frei entscheiden, wie hoch deine Entlohnung ausfällt.

Gehalt Erzieherin Anerkennungsjahr
Gehaltsvergleich Erzieherin

Bewerbung als Erzieherin

In Deutschland ist die Nachfrage an Fachkräften in der Erziehung sehr groß: Allein 2016 blieben 107.000 Arbeitsstellen unbesetzt. Somit kannst du deinen Berufswunsch gut in die Realität umsetzen – vor allem als männlicher Erzieher, denn diese werden besonders gesucht. Mit einem erfolgreichen Bewerbungsprozess stehen deine Chancen noch besser.

Bevor du dich für den Beruf als Erzieherin bewirbst, solltest du eine passende Stelle finden. In Stellenportalen solltest du nach dem Begriff Kindergärtnerin suchen, um mehr Angebote zu finden. Der Begriff ist zwar veraltet, findet aber noch sehr viel Verwendung. Für eine Bewerbung in einem englischsprachigen Kindergarten solltest du nach den folgenden Begriffen suchen:

  • Nursery-school Teacher
  • Kindergarten Teacher

Der nächste Schritt in den Beruf ist die Bewerbung. Damit du mit dieser überzeugen und dich von deinen Konkurrenten abheben kannst, brauchst du ein fehlerfreies, individuelles Bewerbungsschreiben, das deine Fähigkeiten bestens darlegt. Außerdem solltest du die genaue Stellenausschreibung betrachten und auf die vorgegebenen Anforderungen des Arbeitgebers eingehen.

TIPP Stelle deine Motivation und deine Leidenschaft für den Beruf in den Vordergrund und untermauere sie mit Beispielen. Hierzu eignen sich besonders prägnante Situationen von (ersten) praktischen Erfahrungen, welche du auch im Lebenslauf auflistest.

Darüber hinaus punktest du mit einem Empfehlungsschreiben und / oder einem aussagekräftigen Arbeitszeugnis in deinem Anhang.

Erfüllt deine Bewerbung diese Kriterien, stehen die Chancen gut, zu einem persönlichen Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden. So kommst du deinem Traumjob ein ganzes Stück näher.




Bewerbungstipps – Kinderleicht zum Traumjob

Um deiner Bewerbung Tiefe zu verleihen und deine Motivation zu verdeutlichen, kannst du folgende Fragen individuell für dein Anschreiben beantworten.

  • Aus welchen Gründen hast du dich für diesen Beruf entschieden?
  • Wieso bewirbst du dich bei dieser Einrichtung?
  • Warum möchtest du gerne mit Menschen (Kindern / Hilfsbedürftigen) arbeiten?
  • Hast du bereits (erste) praktische Erfahrungen?
  • Welche Eigenschaften qualifizieren dich für diesen verantwortungsvollen Beruf?
  • Hast du Spaß an einer aufregenden und aktiven Arbeit?
  • Was möchtest du gerne in der Ausbildung / Praxis lernen?
  • Kannst du gut den Überblick in stressigen Situationen behalten?

Gute Noten in Fächern wie Deutsch, Musik, Kunst und Pädagogik sind förderlich in deiner Bewerbung. Außerdem kannst du hervorragend mit deiner Kommunikationsstärke und deinen starken Nerven überzeugen.

Das wichtigste Kriterium ist natürlich, dass das Wohl der Kinder / Jugendlichen / Hilfsbedürftigen für dich zu jeder Zeit an oberster Stelle steht!

Der Beruf Erzieherin passt zu dir, wenn …

  • … du kein Problem mit Lautstärke und viel Trubel hast.
  • … du über Feingefühl verfügst und die Bedürfnisse der Schützlinge erkennst.
  • … du eine große Portion Geduld mitbringst.
  • … du gerne mit Menschen arbeitest.
  • … du ein ausgeprägtes Verantwortungs- und Gefahrenbewusstsein hast.
  • … du Freude an Deutsch, Kunst, Musik und Pädagogik hast.
  • … du stressresistent bist und den Überblick behältst.
  • … du körperlich belastbar bist.

Bewerbungsvorlagen für Erzieherinnen

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*Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird bei Berufsbezeichnungen und berufsbezogenen Hauptwörtern auf dieser Website die weibliche Form verwendet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung grundsätzlich für alle Geschlechter. Die verkürzte Sprachform hat nur redaktionelle Gründe und beinhaltet keine Wertung. Danke für dein Verständnis.