Redakteur / Redakteurin

Den Satz „ich mache irgendwas mit Medien“ hast du bestimmt schon das eine oder andere Mal gehört oder selbst gesagt. Falls Letzteres auf dich zutrifft und du zu den Menschen gehörst, für die die Medienbranche durchaus als Berufsfeld denkbar wäre, gibt es hier ein paar spannende Informationen für dich.

Denn hinter „irgendwas mit Medien“ verstecken sich viele unterschiedliche Berufe. Zu ihnen zählt auch der Beruf des Redakteurs / der Redakteurin*, der einen kreativen und abwechslungsreichen Arbeitsalltag verspricht. Erhalte in diesem Beitrag alle wichtigen Infos zum Berufsbild und deinen Aufgaben als Redakteur. Zusätzlich findest du spannende Bewerbungstipps und gratis Bewerbungsvorlagen mit Mustertexten zum Download.

Redakteur / Redakteurin

Berufsbild Redakteur

Oft werden die Berufsbilder Redakteur und Journalist vermischt, dabei ist nicht jeder Journalist ein Redakteur. Die Berufsbezeichnung „Journalist“ ist in Deutschland nicht geschützt. Das bedeutet, dass sich theoretisch jeder, auch ohne Ausbildung, als Journalist bezeichnen kann.

Außerdem sind viele Journalisten als Freiberufler oder „freie Redakteure“ tätig, sie schreiben somit für diverse Medien. Redakteure arbeiten hingegen, wie der Name bereits verrät, fest angestellt in verschiedenen Redaktionen und haben in der Regel eine Ausbildung absolviert.




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Aufgaben – Was macht ein Redakteur?

Die Aufgabenbereiche eines Redakteurs sind vielfältig. Im Kern geht es immer um die Vorbereitung von Inhalten, bis diese zur Veröffentlichung bereit sind. Ein guter und fehlerfreier Schreibstil ist daher das A und O. Aufgaben eines Redakteurs umfassen:

  • Planung und Konzeption von Inhalten
  • Recherche und Interviews
  • Produktion eigener Beiträge (Texterstellung, Bildersuche, Grafikerstellung, etc.)
  • Redigieren und Lektorat von Texten (Korrekturlesen)

Der Tagesablauf eines Redakteurs ist so divers wie die möglichen Aufgabenbereiche. Wer für eine Zeitung oder Nachrichtenagentur schreibt, verbringt mindestens so viel Zeit mit Interviews und Vor-Ort-Recherche wie im Büro. Nur eines ist im Redakteursalltag sicher: Kaum ein Tag ist wie der andere.

TIPP Redakteur ist kein traditioneller Bürojob. Besonders die tagesaktuelle Berichterstattung erfordert ein hohes Maß an Mobilität und Flexibilität.

Arbeitsbereiche – Wo arbeiten Redakteure?

Redakteure arbeiten dort, wo professionell verfasste Texte gebraucht werden – in unserer vernetzten Welt, in der sogar das kleinste Café eine eigene Website hat, ist das praktisch überall. Klassischerweise sind Redakteure vor allem in diesen Bereichen zu finden:

  • Nachrichtenagenturen
  • Zeitungen
  • Fernsehsender
  • Radiosender
  • Filmwirtschaft
  • Verlage
  • PR- und Werbeagenturen
  • Online-Medien

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Karriere als Redakteur

Wie wird man Redakteur? Schon bei der Ausbildung unterscheidet sich der Redakteursberuf von vielen anderen Berufsgruppen. Einen festen Werdegang gibt es nicht. Das bedeutet: Alle Wege führen nach Rom, oder eben in die Redaktion. Üblich ist zwar das Hochschulstudium mit anschließendem Volontariat, aber es gibt noch weitere Möglichkeiten in den Beruf einzusteigen. Im Folgenden werden wir dir die drei wichtigsten kurz darstellen:

Ausbildung – Journalistenschule oder Medienakademie

Für diejenigen, die sich sicher sind, später mal als Redakteur arbeiten zu wollen, bieten Journalistenschulen und Medienakademien entsprechende Ausbildungsmöglichkeiten an. Diese sind meist praktischer orientiert als das journalistische Hochschulstudium. Zuweilen werden sie auch verzahnt mit einem Teilzeitstudium angeboten.

Die Dauer der Ausbildung an einer Journalistenschule oder Medienakademie entspricht der eines Studiums: Ca. 3-4 Jahre.

TIPP Journalistenschulen und Medienakademien sind oft private Institutionen mit hohen Gebühren. Zudem finden in der Regel Aufnahmetests statt und / oder es werden Arbeitsproben gefordert. Hier findest du eine Übersicht zu den größeren Journalistenschulen in Deutschland.

Studium – Quereinsteiger aufgepasst

Wer glaubt, dass man zwangsläufig Journalismus studiert haben muss, um als Redakteur zu arbeiten, liegt falsch. Auch mit anderen Studiengängen, wie Medienwissenschaft oder Germanistik, lässt sich der Beruf gut ausüben. Selbst ein Biologe oder Ingenieur, der das Talent und Spaß an der Sache hat, kann prinzipiell in einer Redaktion Fuß fassen.

Eine aussagekräftige Bewerbungsmappe für Quereinsteiger ist besonders wichtig, um zu zeigen, dass sie trotz einer anderen Studienrichtung geeignete Bewerber sind. Die Dauer eines Studiums hängt von der Wahl des Studiengangs ab, beträgt aber im Normalfall mindestens 3-4 Jahre.

Hiermit hebst du dich als Quereinsteiger von anderen Bewerbern ab:

  • Nebenbeschäftigung als freier Redakteur / Journalist
  • Betätigung in studentischen Redaktionen
  • Redaktionspraktikum
  • Studentisches Volontariat
STIFT Besonders das studentische Volontariat ist eine gute Möglichkeit, den Jobeinstieg zu erleichtern und kann das reguläre Volontariat im Anschluss des Studiums ersetzen.

Volontariat – Dein Türöffner zum Job

Nach oder während des Studiums kannst du in vielen Redaktionen ein zweijähriges Volontariat absolvieren. Hier lernst du verschiedene Redaktionsbereiche kennen und durchläufst diverse Stationen. Vorerfahrung oder ein Praktikum können die Chancen erhöhen, genommen zu werden. Gerade als Berufseinsteiger ist das Volontariat der klassische Türöffner zu einer festen Anstellung.

STIFT Besonders begehrte (und zuweilen gut bezahlte) Volontariate haben oft ein mehrstufiges Bewerbungsverfahren – hier lohnt es sich, sich in Bewerberforen vorher über den ungefähren Ablauf zu informieren.

Quiz – Wie gut kennst du dich mit dem Beruf aus?

Beantworte die folgenden Fragen und finde heraus, ob du bereit für eine Bewerbung bist!

Bist du schon fit für den Beruf Redakteur und kannst mit deiner Bewerbung starten?

Karrierechancen – Deine Weiterbildungsmöglichkeiten

Wenn du dich nach der Ausbildung umorientieren möchtest oder aufsteigen willst, stehen dir die Türen als Redakteur offen. Egal, ob du dich zum Chefredakteur hocharbeitest oder dich auf Online Redaktionen, Redaktionsmanagement, eine bestimmte Fachrichtung oder auf Social Media spezialisierst. Sogar eine Weiterbildung zum technischen Redakteur ist möglich – Du hast also die Wahl zwischen einigen spannenden Bereichen.

Social Media und Online Redakteur

Gerade im Online-Sektor haben sich Redakteure in den letzten Jahren stark etabliert. Wenn Suchmaschinenoptimierung (SEO), Online Marketing, Social Media und crossmedialer Content keine Fremdwörter sind, bietet dieser Bereich einiges an Karrierechancen. Da die Branche jedoch recht neu ist, gibt es wenig klare Vorgaben.

Wichtig für Social Media-Redakteure ist eine hohe Affinität und Kenntnisse in den sozialen Medien und ein kreativer Schreibstil. Auch Erfahrungen als Social Media Manager oder im Community Management können hier eingebracht werden. Der Bereich bietet zudem eine gute Möglichkeit sich als Audio-, Video- oder Bild-Redakteur zu profilieren.

DOKUMENT Anerkannte Zertifizierungs- und Weiterbildungsmaßnahmen für angehende Online-Redakteure und Social Media-Redakteure bietet die Industrie und Handelskammer (IHK) an. Mehr dazu findest du hier.

Technischer Redakteur

Der Beruf des technischen Redakteures besteht in der Aufbereitung und Vermittlung komplexer technischer Inhalte für unterschiedliche Zielgruppen. Dies können sowohl Anleitungen als auch Lehrmaterialien oder wissenschaftliche Texte sein. Technische Redakteure sind klassischerweise im Bereich Maschinenbau oder Informationstechnologien tätig, aber genauso in anderen Wirtschaftszweigen gefragt.

Eine Weiterbildung in diesem Bereich kommt vor allem für Quereinsteiger aus den entsprechenden Disziplinen in Frage. Eine Spezialisierung zum technischen Redakteur kann bereits während des klassischen Journalistik- oder Ingenieurstudiums vorgenommen werden. Nach dem Studium gibt es die Möglichkeit über ein technisches Redaktionsvolontariat Fuß zu fassen.

DOKUMENT Anerkannte Weiterbildungs- und Zertifizierungsmöglichkeiten für technische Redakteure bietet zudem die Deutsche Gesellschaft für Technische Kommunikation e.V. (tekom) an. Hier findest du dazu mehr Informationen.

Auslandskorrespondent

Hier übt der Redakteur seine Tätigkeit in verschiedenen Ländern dieser Welt aus. Ob New York, Tokio oder Sydney; Auslandskorrespondenten sind weltweit aktiv.

Einen vorgeschriebenen Weiterbildungsweg zum Auslandskorrespondenten gibt es nicht. Natürlich sind ein perfektes Englisch und das Sprechen der jeweiligen Landessprache unumgänglich. Eine gewisse Erfahrung als Redakteur sowie ein nachgewiesenes Interesse an fremden Ländern und Kulturen ist oft Voraussetzung. Durch ein Praktikum in den Auslandsstudios des Arbeitgebers können die Chancen verbessert werden.




Gehalt – Der verdienen Redakteure

Das Gehalt eines Redakteurs kann je nach Arbeitgeber und Branche stark schwanken. Ein festes Gehalt nach Tarif ist eher die Ausnahme. Stattdessen zählen vor allem Berufserfahrung und zusätzliche Kompetenzen: Je mehr Erfahrungen und nützliche Zusatzkompetenzen du vorweisen kannst, desto höher ist dein Verdienst. Beispiel: Als erfahrener Bild-Redakteur oder Übersetzer für englische Texte kannst du auch als Berufseinsteiger ein höheres Gehalt verlangen.

Je nach Branche solltest du dich zudem über folgende Vergütungsmodelle informieren:

  • Zeilengeld: Verdienst je Zeile / Wort / Zeichen
  • Umsatzprovision: Zusätzliche leistungsbezogene Vergütung
  • Arbeit auf Projektbasis: Kein fester Stundenlohn / Auftragsabhängig
Gehaltsvergleich Redakteur

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Bewerbung als Redakteur

Schon bei der Bewerbung solltest du dein Können unter Beweis stellen. Gerade beim Beruf des Redakteurs ist „Schreiben“ eine der Hauptaufgaben. Umso wichtiger ist ein grammatikalisch perfektes und kreatives Bewerbungsschreiben. Unter den vielen Bewerbern kannst du dich so absetzen, was dir die Türen zur nächsten Runde öffnet und dir vielleicht einen Termin für das Vorstellungsgespräch sichert.

Doch nicht nur das Anschreiben, auch der Lebenslauf muss mit Individualität glänzen. Eine mangelhafte Formatierung kann dich genauso schnell ins Abseits befördern, wie ein schlechtes Anschreiben.

TIPP Außerdem solltest du bei deiner Bewerbung als Redakteur einen genauen Blick auf die Stellenausschreibung werfen, um auf die Anforderungen des Arbeitgebers einzugehen und diese möglichst in deine Bewerbung einzubeziehen.

Bewerbungstipps – Vom Anschreiben in die Tageszeitung

Im Folgenden findest du die wichtigsten Fragen, die deine Bewerbung als Redakteur beantworten sollte. Ein besonderes Augenmerk solltest du auf deine vorherige Berufserfahrung im Verfassen von Texten legen. Erst an zweiter Stelle stehen für einen Redakteur die weitere Qualifikation in der Branche und die persönliche Motivation.

  • Warum hast du dich für diesen Studiengang / diese Ausbildung entschieden?
  • Bist du ein kreativer Mensch und woran äußert sich das?
  • Welche berufsspezifischen Kompetenzen bringst du mit?
  • Hast du Interesse daran, dich ständig weiterzubilden?
  • Wieso bewirbst du dich bei diesem Unternehmen?
  • Was findest du spannend an der Branche?
  • Was möchtest du noch aus der Praxis lernen?
  • Welche Erfahrungen bringst du mit?

Gute Noten allein reichen für eine Redakteursstelle oft nicht aus. Die wichtigste Grundvoraussetzung ist deine Erfahrung im Verfassen von Texten. Deine Bewerbung sollte somit unbedingt auf aussagekräftige Arbeitsproben verweisen. Aktuelle und veröffentlichte Texte bei großen Publikationen sind natürlich ideal, aber auch ein gut geschriebener Blog oder Artikel in kleineren Publikationen sind oft hilfreicher als eine Bewerbung ohne Arbeitsproben.

Der Beruf Redakteur passt zu dir, wenn …

  • … du über sehr gute Deutschkenntnisse verfügst.
  • … du Spaß am Verfassen von Texten hast.
  • … du gut auf Menschen zugehen kannst.
  • … du eine gute Allgemeinbildung besitzt.
  • … du über gutes Einfühlungsvermögen verfügst.
  • … du Interesse an aktuellen Geschehnissen hast.
  • … du Stressresistenz und Belastbarkeit mitbringst.
  • … du Konflikte nicht scheust und kritikfähig bist.
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*Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird bei Berufsbezeichnungen und berufsbezogenen Hauptwörtern auf dieser Website die männliche Form verwendet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung grundsätzlich für alle Geschlechter. Die verkürzte Sprachform hat nur redaktionelle Gründe und beinhaltet keine Wertung. Danke für dein Verständnis.