Lebenslauf

Der Lebenslauf dient dazu, anhand deines Werdegangs auf einen Blick erkennbar zu machen, welche Fähigkeiten und Erfahrungen du für eine Stelle mitbringst. Im Bewerbungsverfahren wird er oft unterschätzt, da er in der Bewerbungsmappe erst nach dem Bewerbungsschreiben angeordnet wird. Dennoch solltest du auch bei diesem Dokument einiges beachten und ihm die nötige Aufmerksamkeit schenken.

Nicht selten schauen sich Personalverantwortliche zuerst deinen Lebenslauf an, bevor sie sich deinen restlichen Unterlagen widmen. Je übersichtlicher und professioneller dein Lebenslauf also gestaltet ist, umso besser sind deine Chancen, zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden.

Auf dieser Seite findest du alle notwendigen Tipps und Informationen, um deinen Lebenslauf optimal zu erstellen. Mit unseren Ratschlägen und den kostenlosen Lebenslauf Vorlagen mit Mustertext steht der erfolgreichen Gestaltung deiner Vita nichts mehr im Wege.

Video Tutorial – Der perfekte Lebenslauf

Lebenslauf erstellen: Struktur & Aufbau

Der Aufbau und die Struktur eines Lebenslaufs folgen in der Regel einem ähnlichen Schema. Im Fokus stehen dabei die Übersichtlichkeit und eine lückenlose Wiedergabe von Informationen über den beruflichen Werdegang und einige persönliche Aspekte des Bewerbers. Dein Lebenslauf beginnt immer mit deinen Kontaktdaten, welche du am besten in der Kopfzeile der Seite einarbeitest.

Wie der Name schon sagt, lautet der Titel deines Schriftstücks „Lebenslauf“. Diesen Titel solltest du als Überschrift des Dokuments wählen. Darunter machst du deine persönlichen Angaben:

  • Geburtsdatum/ -ort
  • Staatsangehörigkeit
  • Familienstand

Diese persönlichen Daten kannst du wahlweise auch durch deine Kontaktdaten ergänzen und so die Kopfzeile ungenutzt lassen oder lediglich mit deinem Namen versehen.

Lebenslauf Kontaktdaten und persönliche Angaben

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Die weitere Anordnung deiner Inhalte erfolgt antichronologisch, das heißt: Du beginnst mit deiner zuletzt ausgeübten bzw. jetzigen Tätigkeit. Diese Art von Lebensläufen wird von Personalern bevorzugt, da sie so die aktuellsten Stationen sofort im Blick haben.
TIPP Solltest du dich gegen ein Deckblatt innerhalb deiner Bewerbungsmappe entschieden haben, dann findet dein Bewerbungsfoto rechts oben auf deinem Lebenslauf neben den persönlichen Daten seinen Platz. Verwendest du ein Deckblatt, hast du auf dem Lebenslauf mehr Platz für deine Informationen. Außerdem verleiht es der Bewerbung einen optisch hochwertigeren Eindruck.

Um deinen Lebenslauf übersichtlich zu strukturieren, teilst du ihn durch passende Überschriften in verschiedene Kategorien ein. Die konkreten Bezeichnungen kannst du dabei individuell wählen und einige Rubriken ggf. auch zusammenfassen. In die Struktur kannst du deine eigene Note hereinbringen und deinen Lebenslauf so individualisieren.

Um die passenden Optionen für dich zu finden, haben wir dir hier einige Beispiele aufgeführt:

  1. Persönliche Daten/Zur Person/Persönliches
  2. Berufserfahrung/Beruflicher Werdegang/Berufliche Schwerpunkte/Berufstätigkeit/Berufliche Praxis/Berufspraxis/Praktische Erfahrungen/Beruflicher Hintergrund
  3. Ausbildung(en)/Berufsausbildung/Schul- und Berufsausbildung/Studienzeit/Studium/ Schulabschluss/ Schulische- und berufliche Ausbildung/ Schulischer und beruflicher Werdegang/Schulbildung
  4. Weiterbildung(en)/ Fortbildung(en)/ Aktuelle Fort- und Weiterbildungen/ Praktika und Seminare
  5. Weitere Fähigkeiten und Kenntnisse/ Kenntnisse und Fähigkeiten/ Spezialkenntnisse/ Besondere Fähigkeiten/ Weitere Kenntnisse/ Sonstige Qualifikationen/ Sonstiges/ Weitere Tätigkeiten
  6. Auslandsaufenthalte/ Auslandssemester
  7. Fremdsprachenkenntnisse/ Sprachkenntnisse
  8. EDV-Kenntnisse / EDV-Erfahrungen
  9. Ehrenämter / Ehrenamtliche Tätigkeiten / Engagement und Hobbys/ Interessen/ Zivildienst

Jeder dieser Punkte kann eine eigene Kategorie darstellen, muss dies aber nicht. Hast du beispielsweise keine Weiterbildungen gemacht, entfällt diese Rubrik einfach. Ebenso können Sprachkenntnisse alleine aufgeführt werden, wenn du über besonders viele und gute Kenntnisse verfügst. Andernfalls kann dieser Punkt zusammen mit anderen Fähigkeiten (z. B. EDV-Kenntnisse, Seminare, Weiterbildungen, Schulungen, etc.) zusammengefasst in einer Kategorie aufgeführt werden.

Diese Struktur bietet dir und dem Personaler eine gute Orientierung und sollte durch ein passendes Layout ansprechend gestaltet werden. Das Layout ermöglicht es dir, dich trotz ähnlicher Inhalte von der Masse abzuheben und deine Chancen auf ein Bewerbungsgespräch zu erhöhen.

Für die textliche Gestaltung des Lebenslaufs gibt es ebenfalls verschiedene Möglichkeiten: den tabellarischen Lebenslauf und den ausführlichen Lebenslauf. Beide können auch handschriftlich gefordert werden, wobei diese zusätzliche Anforderung in der Regel in Verbindung mit dem ausführlichen Lebenslauf auftritt.




Tabellarischer Lebenslauf

Der tabellarische Lebenslauf ist und bleibt der Klassiker und wird auch heute noch am häufigsten genutzt. Vermutlich hast du im Laufe deines Lebens auch schon einmal einen derartigen Lebenslauf erstellt. Diese klassische Variante überzeugt durch seine übersichtliche Form und die diversen Gestaltungsmöglichkeiten.

Bei dieser Form der Darstellung geht es darum, dem Arbeitgeber deinen bisherigen Werdegang kurz und bündig darzulegen. Dabei verzichtest du vollständig auf ausformulierte Sätze und Erläuterungen, sondern arbeitest nur mit Stichpunkten und Eckdaten.

Das klingt zunächst einfach, doch es gibt auch hier einige Fallstricke und viele Details zu beachten. Auf dieser Seite findest du die wichtigsten Tipps, um einen überzeugenden tabellarischen Lebenslauf zu entwerfen.

Anordnung des Werdegangs

Ausführlicher Lebenslauf

Neben dem klassischen Lebenslauf gibt es noch den ausführlichen und handschriftlichen Lebenslauf. Dieser wird zwar seltener verlangt, sollte dennoch nicht unbeachtet bleiben. Ähnlich wie beim Anschreiben werden die wichtigsten Informationen hier in einem Fließtext ausformuliert.

Dabei gehst du wie im tabellarischen Lebenslauf darauf ein, wie dein bisheriger Werdegang war, welche beruflichen Stationen du bereits durchlaufen hast und wie deine aktuelle Situation aussieht.

Nicht selten wird bei dieser Form des Lebenslaufs eine handschriftliche Gestaltung verlangt. Dadurch kann sich dein Arbeitgeber auf eine etwas ungewöhnlichere Art und Weise weitere Informationen über dich einholen.

TIPP Deine Handschrift sagt mehr über dich und deine Charaktereigenschaft aus, als du vielleicht bisher dachtest.

Um deine Persönlichkeit noch etwas genauer unter die Lupe zu nehmen, werden daher in manchen Fällen auch Psychologen oder Graphologen zum Bewerbungsverfahren hinzugezogen.

Das klingt etwas beängstigend, oder? Keine Sorge, in unserem Artikel „ausführlicher Lebenslauf“ findest du alle Tipps und Informationen, die du für die Gestaltung dieser Vita brauchst.

Lebenslauf schreiben: Inhalt & Beispiele

Der Inhalt eines Lebenslaufs ist relativ begrenzt und konzentriert sich auf die vier folgenden Bereiche:

  • Persönliche Angaben
  • Praxiserfahrung (Anstellungen, Praktika, Ausbildung, etc.)
  • Bildung (Schule und Universität)
  • Kenntnisse (Sprachkenntnisse, EDV-Kenntnisse, Führerschein, etc.)
  • Zusätzliche Informationen (Hobbies/Interessen, Ehrenämter, etc.)

Die Flexibilität dieser Inhalte beschränkt sich auf die Ausführlichkeit der Darstellung. Dabei solltest du dich an der Faustregel „So wenig wie möglich und so viel wie nötig.“ orientieren und im Hinterkopf haben, dass deine Informationen dem Personaler einen Mehrwert bieten sollten. Das heißt, der Inhalt sollte relevant bleiben und entweder einen Bezug zu deiner zukünftigen Stelle haben oder eine deine Charaktereigenschaften untermauern.

Inhalt des Lebenslaufs

Persönliche Angaben

Dein Lebenslauf beginnt immer mit deinen persönlichen Angaben:

  • Vor- und Nachname
  • Anschrift
  • Telefonnummer
  • E-Mail-Adresse

Diese werden oft in einem anschaulichen Design in der Kopfzeile untergebracht.

Dann folgen im Normalfall persönliche Angaben zu

  • deinem Geburtsdatum & -ort
  • deiner Staatsangehörigkeit
  • deinem Familienstand
  • ggf. deiner Konfession.

Du solltest unbedingt darauf achten, keine Inhalte doppelt anzugeben. Hast du also z. B. in der Kopfzeile deines Lebenslaufs bereits deine Adresse und Kontaktdaten angegeben, brauchst du diese nicht noch einmal unter dem Punkt „Persönliche Angaben“ aufzulisten.

Persönliche Daten und Kontaktdaten im Lebenslauf

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Informationen zu Konfession und Familienstand sind freiwillig und können im Rahmen des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) auch weggelassen werden, da sie ohne einen weiteren Kontext keinen Aufschluss über dein Können geben.

Solltest du keine Diskriminierung befürchten, ist es dennoch vorteilhaft, zumindest Angaben zu deinem Familienstand zu machen, da sie für viele Personaler zu einem vollständigen Lebenslauf dazugehören.

STIFTDie Nennung der Konfession macht insbesondere Sinn, wenn das Unternehmen sich öffentlich zu entsprechenden Werten bekennt oder sich in diesem Bereich sogar engagiert.

Deinerseits kann sich die Erwähnung lohnen, wenn es dir wichtig ist, dass deine Werte akzeptiert oder sogar geteilt werden.

Fachbereiche und Erfahrungsfelder

Die Rubrik Fachbereiche und Erfahrungsfelder ist kein klassischer Absatz des deutschen Lebenslaufs, jedoch sehr zu empfehlen, wenn du bereits über viel praktische Erfahrung verfügst und dich beispielsweise für eine Führungsposition bewirbst.

Dieser Bereich fungiert als „Mini-Kurzprofil“. Du kannst dort deine für den neuen Job wichtigsten Kompetenzen, Qualifikationen und Erfahrungsfelder aufführen. Das verschaffst dem Personaler einen schnellen Einblick in dein Können, ohne dass er sich durch deinen gesamten Lebenslauf lesen muss.

Mini-Kurzprofil im Lebenslauf

Bildung und Berufserfahrung

Die Wiedergabe deiner beruflichen und schulischen Stationen startet immer mit der Kategorie, die am relevantesten für deine neue Stelle ist. Egal, in welcher Reihenfolge du diese Informationen auflistest, die folgenden Punkte sollten immer abgedeckt sein:

  • Berufserfahrung
  • Schul- und Berufsausbildung (Ausbildung, Studium, Schule)
  • Praktika
  • Nebentätigkeiten
TIPP Welche Einteilung Sinn ergibt, kommt auf den individuellen Werdegang und die angestrebte Stelle an.

Bewirbst du dich beispielsweise auf einen Master-Studienplatz, sollte dein Bachelor an erster Stelle stehen. Bei Bewerbungen um Festanstellungen macht in der Regel die praktische Erfahrung als erste Angabe am meisten Sinn. Unterschiedliche Herangehensweisen für verschiedene Berufe und Situationen findest du in unserer Rubrik Lebenslauf Beispiele.

Die einzelnen beruflichen Stationen werden antichronologisch angegeben. Sie müssen immer

  • Anfangs- und Enddatum
  • Arbeitgeber und Ort
  • Position
  • Informationen zu deinen Tätigkeiten

enthalten. Vor allem bei für die neuen Positionen relevanten und aktuellen Positionen deines Lebenslaufs ist es wichtig, genauere Tätigkeitsbeschreibungen zu integrieren.
Dieser Teil deines Lebenslaufs könnte zum Beispiel wie folgt aussehen:

Berufserfahrung und Bildung im Lebenslauf

Besondere Erfolge sowie Budget- oder Personalverantwortungen können an den entsprechenden Stellen im Lebenslauf dazugeschrieben werden. Diese Angaben unterstreichen deine Kompetenz und zeigen dem Personaler, wie viel Verantwortung du bereits hattest und was du mit deiner Arbeit erreichen konntest.

Beispiele:

  • Reduktion der Kosten um 16 % durch die erfolgreiche Implementierung des YX-Systems
  • Budgetverantwortung: 6 Millionen
  • Koordination eines 25-köpfigen Teams

Interne Jobwechsel

Wechselst du innerhalb eines Unternehmens deine Position, führst du die einzelnen Positionen einfach unter dem Unternehmen auf.

Interner Jobwechsel im Lebenslauf

Angaben zu Schule und Studium

Bei deinen Angaben zu deinem schulischen und beruflichen Werdegang werden die genauen Berufs- oder Studiengangsbezeichnungen und dein erfolgreicher Abschluss ergänzt. Hast du eine Spezialisierung erreicht, kannst du diese auch erwähnen. Wenn du dich dazu entscheidest, deine Noten anzugeben, musst du diese entweder bei allen Stellen tun oder komplett weglassen.

Hast du während deines Studiums ein Auslandssemester absolviert, kannst du das unter der entsprechenden Position im Lebenslauf ergänzen. Darüber hinaus kann es je nach Bewerbung sinnvoll sein, das Thema sowie die Note deiner Abschlussarbeit im Lebenslauf aufzuführen. Auch hier gilt: Erwähnst du die Note an dieser Stelle, musst du sie auch an allen anderen Stellen hinzufügen.

Studium im Lebenslauf

Besondere Qualifikationen

Nachdem du deinen beruflichen und bildungstechnischen Werdegang vollständig dargestellt hast, kannst du deinem Lebenslauf noch weitere Kategorien hinzufügen. Diese können individuell gewählt werden und fallen daher je nach Bewerber unterschiedlich aus. Der Sinn dieser weiteren Kategorien ist es, deine besonderen Qualifikationen und Erfahrungen deutlich zu machen.

Bei dem einen sind es besondere Weiterbildungen oder ein ehrenamtliches Engagement. Der andere wiederum möchte mit seinen Auslandserfahrungen überzeugen. Du solltest dir bei der Wahl deiner Angaben überlegen, welche deiner Kompetenzen am besten deine Eignung für die ausgeschriebene Stelle untermauern können.

Typische Rubriken:

  • Fort- und Weiterbildungen
  • Ehrenamtliches Engagement
  • Auslandsaufenthalte
  • Publikationen / Projekte

Beispiel:

Wenn du dich zum Beispiel auf ein duales Studium im Bereich Tourismusmanagement bewirbst, solltest du unbedingt dein Auslandssemester angeben. Bei einer Bewerbung um eine Stelle als Rettungssanitäterin darfst du dein jahrelanges ehrenamtliches Engagement bei der freiwilligen Feuerwehr gerne in den Fokus stellen.

Zusätzliche Kenntnisse

Am Ende deines Lebenslaufs finden deine zusätzlichen Kenntnisse und sonstige Informationen ihren Platz. Hier ist die Rede von Sprachen, EDV-Kenntnissen, Angaben zum Führerschein, relevante Hobbies und Interessen. Auch hier gilt nicht: „Viel hilft viel.“ Daher solltest du eine bewusste Auswahl treffen und bei deinen Angaben immer den Bezug zur Stelle im Auge behalten.

STIFT In unserer technisierten Welt und im Zuge der Digitalisierung werden ausgeprägte EDV-Kenntnisse immer wichtiger. Daher solltest du auch in deinem Lebenslauf darauf achten, diese detailliert anzugeben.

Bewirbst du dich auf einen Beruf in diesem Spezialgebiet, beispielsweise Programmierer/-in, solltest du deine Kenntnisse in einer eigenen Rubrik im Lebenslauf unterbringen. Schließlich sind sie für die Stelle von großer Bedeutung.

Generell solltest du Hobbies und Interessen nur dann angeben, wenn sie einen wichtigen Einblick in deine Persönlichkeit ermöglichen und für das Unternehmen relevant sind.

Zum Beispiel:

Du bewirbst dich in einem großen Unternehmen für eine Stelle im IT-Support. Seit einigen Jahren reparierst du unentgeltlich Computer, sammelst alte Prozessoren oder baust Webseiten. Diese Hobbies und Interessen kannst du in deinem Lebenslauf kurz erwähnen, da sie deine Leidenschaft für Computertechnik unterstreichen. Dass du darüber hinaus z. B. auch noch gerne kochst, interessiert den Personaler nicht und bietet keinen wirklichen Mehrwert für das IT-Unternehmen.

Bei Extremsportarten, die dich in lebensgefährliche Positionen bringen könnten, solltest du generell lieber etwas vorsichtig sein.




Datum und Unterschrift

Wir empfehlen dir, deinen Lebenslauf mit einer Unterschrift zu „beenden“. Mir der Unterzeichnung bestätigst du die Richtigkeit deiner Angaben. Darüber hinaus strahlt ein unterschriebener Lebenslauf deutlich mehr Seriosität aus.

Um diesen Eindruck abzurunden und die Aktualität deiner Informationen nachzuweisen, sollte das aktuelle Datum und der Ort deiner Unterschrift ebenfalls ergänzt werden. Üblicherweise nimmst du hier deinen Wohnort, auch wenn du dich beim Leisten der Unterschrift vielleicht gerade bei deinen Eltern im Nachbarort befindest.

Unterschrift und Datum im Lebenslauf

Bei einer Online-Bewerbung kannst du deine Unterschrift einfach einscannen und in deinen Lebenslauf einfügen. Verschickst du deine Unterlagen postalisch, solltest du bei deiner Unterschrift darauf achten, diese mit einem ordentlichen Stift in Schwarz oder dunklem Blau zu tätigen.

TIPP Wir empfehlen dir, die Seiten deines Lebenslaufs zu nummerieren. So verschaffst du dem Personaler eine bessere Übersichtlichkeit. Außerdem gehst du so sicher, dass deine Unterlagen vollständig sind.

Tipps für den Lebenslauf: Darauf achten Personaler

Dein zukünftiger Arbeitgeber möchte mithilfe deiner Bewerbungsunterlagen ermitteln, ob du als Bewerber für die ausgeschriebene Stelle geeignet bist. Dabei liegen dem Personaler nur wenige Unterlagen vor, anhand derer er sich ein erstes Bild von dir machen kann.

Wenn die Unterlagen hier den falschen Eindruck vermitteln, verbaust du dir schnell die Chance, zu einem persönlichen Gespräch eingeladen zu werden und dir die ersehnte Stelle zu schnappen.

Wichtig ist zunächst, den Lebenslauf an der richtigen Stelle deiner Bewerbung einzufügen. Er gehört hinter Anschreiben sowie ggf. Deckblatt und vor deine Zeugnisse, Bescheinigungen und Zertifikate.

Reihenfolge Bewerbungsmappe

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Folgende Dos & Don’ts musst du bei der Erstellung des Lebenslaufs unbedingt beachten:

Dos

  • Anschreiben und Lebenslauf inhaltlich stimmig
  • Übersichtliche Struktur
  • Bis zu zehn Tätigkeiten unter den letzten Stellen aufführen
  • Lückenloser Werdegang
  • Inhalt auf den Mehrwert ausgerichtet
  • Antichronologischer Aufbau
  • Ansprechendes, einheitliches Design wählen

Don’ts

  • Falsche Angaben
  • Rechtschreibfehler
  • Mehr als drei Seiten
  • Unübersichtliche Struktur
  • Mehr als zwei verschiedene Schriftarten
  • Zu viele visuelle Elemente
  • Angabe der Grundschule (meistens)
  • Auflistung der Eltern und Geschwister
  • Irrelevante Hobbies und Interessen
  • Doppelte Angaben

Lücken im Lebenslauf

Sicher kennst du den Spruch: „Sie haben da eine Lücke im Lebenslauf. – Ja, war sehr geil!“ Dieser Spruch mag zwar witzig sein, bringt dich deinem Traumjob jedoch nicht wirklich näher. Du solltest es daher in Bewerbungsgesprächen unbedingt vermeiden, humoristisch auf deine Lücken einzugehen und schon vorab eine passende Antwort auf mögliche Rückfragen parat haben.

Dennoch musst du dir keine großen Sorgen machen, denn heutzutage sind Lücken im Lebenslauf nichts Außergewöhnliches mehr.Lücken, die weniger als sechs Monate angedauert haben, sind daher meist unproblematisch. Allerdings solltest du dir vorab überlegen, was du in dieser Zeit gemacht hast und dich fragen, ob du deine „freien“ Zeiten irgendwie als Arbeitsvorbereitung auslegen kannst.

Hast du dir beispielsweise in der Zeit eine für deinen zukünftigen Arbeitgeber relevante Fähigkeit angeeignet oder eine neue Fremdsprache gelernt? Alle Kompetenzen, die einen Bezug zu deiner neuen Stelle haben,kannst du hier in den Fokus rücken.

TIPP Allgemein ist es vorteilhaft, in Phasen der Beschäftigungslosigkeit eine Fortbildung oder passende Kurse zu belegen, um diese später in deinem Lebenslauf angeben zu können.

Generell gilt bei diesem Thema: Eine Lücke im Lebenslauf ist kein Weltuntergang, sollte jedoch gut begründet werden können. Solltest du dir noch unsicher sein, wie genau du mit dem Thema umgehen sollst, findest du in unserem ausführlichen Artikel noch weitere Infos zum Umgang mit deinen Lücken im Lebenslauf.

Elternzeit

Es gibt kein Gesetz oder eine Vorschrift, die dich dazu verpflichtet, deine Elternzeit anzugeben. Wir empfehlen frei nach dem Motto: „Ehrlichkeit währt am längsten.“, die Zeit dennoch anzugeben. Zumal eine Elternzeit auch viel über deine Werte aussagt und heutzutage bereits von vielen Unternehmen unterstützt wird.

Mit der richtigen Vorbereitung kannst du die Elternzeit in einem Bewerbungsgespräch sogar zu deinem Vorteil nutzen und bewusst auf die positiven Aspekte verweisen, die sich daraus für deine Arbeit ergeben haben. In deinem Lebenslauf wiederum gibt es verschiedene Möglichkeiten, die Elternzeit anzugeben.

Bist du noch bei deinem bisherigen Arbeitgeber angestellt, fügst du die Elternzeit einfach bei der Beschreibung deiner beruflichen Station an.

Elternzeit im Lebenslauf

Solltest du innerhalb deiner Elternzeit eine Weiterbildung oder Ähnliches absolviert haben, bietet es sich an, dies an der gleichen Stelle kenntlich zu machen. Darüber hinaus kannst die die Weiterbildung optisch in den Vordergrund rücken, indem du den Punkt fett oder kursiv formatierst.

Anders verhält es sich, wenn du vorab keinen Job hattest oder kurz vor der Elternzeit gekündigt hast. Dann kannst du die Angaben zu deiner Elternzeit als einzelnen Punkt in deinem Lebenslauf aufführen.

Sollte es bereits eine Kategorie „Sonstiges“ geben, kannst du deine Elternzeit dort ergänzen. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, deine Babypause mit der Überschrift „Familienphase, Erziehungspause“ oder „Elternzeit“ anzugeben.

Unabhängig von der verwendeten Kategorie solltest du deine Elternzeit nicht unbedingt zu Beginn deines Lebenslaufs aufführen. Der Fokus sollte nach wie vor auf deinem beruflichen Werdegang und den damit verbundenen Erfahrungen liegen.

Abgebrochenes Studium / abgebrochene Ausbildung

Im 21. Jahrhundert gibt es so viele berufliche Möglichkeiten wie nie zuvor. Kein Wunder also, dass man bei all der Auswahl manchmal etwas beginnt, nur um dann zu merken, dass es doch nicht zu einem passt. Nicht selten kommt es daher dazu, dass Bewerber vor der Frage stehen: „Gebe ich mein abgebrochenes Studium an oder verschweige ich es?“ Die Antwort ist: Du solltest es definitiv angeben, aber es dem Personaler nicht unbedingt auf die Nase binden.

Wenn dein abgebrochenes Studium keinen direkten Bezug zu deinem zukünftigen Job hat, dann musst du es im Anschreiben nicht zwangsläufig erwähnen. In deinem Lebenslauf kannst du dein Studium oder die Ausbildung ganz normal angeben, jedoch auf die Angabe der Abschlussnote und des Abschlusstitels verzichten.

TIPP Verzichte im Falle eines abgebrochenen Studiums auch darauf, deinen akademischen Werdegang als einzelne Rubrik im Lebenslauf zu wählen. Führe diese kleine Schwäche besser zusammen mit deiner schulischen Laufbahn auf. Ein Beispiel für eine passende Überschrift wäre „Bildung“.

Grundlegend ist der Studienabbruch umso unwichtiger, je weiter er zurückliegt. Solltest du dein Studium jedoch erst kürzlich abgebrochen haben und dich jetzt vielleicht auf eine Ausbildungsstelle oder eine Anstellung in ähnlichen Bereichen bewerben, macht es natürlich Sinn, auf deine im Studium erworbenen Kenntnisse einzugehen und den Fokus auf deine Kompetenzen zu legen.

Darüber hinaus solltest du dich darauf vorbereiten, dass der Personaler Rückfragen zu deinem Abbruch stellen wird. Du darfst dir daher vorab bereits Gedanken machen, wie du deine Entscheidung selbstbewusst begründen kannst und was für positive Auswirkung es auf deinen Bildungsweg haben wird.

STIFT Vermeide es unbedingt, schlecht über deine Hochschule, deinen Ausbildungsbetrieb, deine Kollegen oder deine ehemaligen Professoren zu reden.

Grundschule im Lebenslauf

Dein Lebenslauf ist dazu da, dein Fachwissen, deine Qualifikation und deine Besonderheiten übersichtlich darzustellen. Der Personaler soll für sich die Frage klären können, ob du für die ausgeschriebene Stelle geeignet bist. Der Besuch einer Grundschule ist vor allem in Deutschland selbstverständlich und daher für deinen zukünftigen Arbeitgeber und deine Stelleneignung häufig irrelevant.

Bewirbst du dich gerade auf ein Schülerpraktikum oder einen Studienplatz im Bachelor, kannst du die Angabe in deinem Lebenslauf lassen. Allerdings reichen an dieser Stelle der Zeitraum und der Name deiner Grundschule. Je weiter du in deiner Bildung bzw. Karriere voranschreitest, desto unwichtiger wird die Grundschule.

TIPP Es zählt immer der höchste Bildungsabschluss, alles andere kann bei Bedarf und Platzmangel gestrichen werden. Generell werden Stationen deines Lebenslaufs meistens unwichtiger, je weiter sie zurückliegen.

Deine Zeit auf dem Gymnasium muss beispielsweise nicht mehr erwähnt werden, wenn du über einen Bachelor- sowie Masterabschluss verfügst und einige Jahre berufliche Erfahrung hast.

Lebenslauf-Layout: Mit der Optik punkten

Umfragen zeigen, dass eine professionell gestaltete Bewerbung häufig vorgezogen wird, wenn die sonstigen Qualifikationen der Bewerber nahezu identisch sind. Zudem kann ein durchdachtes, modernes Design den Inhalt deines Lebenslaufs unterstreichen.

Zu viel des Guten ist an dieser Stelle jedoch nicht angebracht, denn dein Design soll lediglich der Hervorhebung des Inhalts dienen und nicht von deinen Fähigkeiten ablenken. Generell hat dabei jedes Design verschiedene Facetten, zum Beispiel die Wahl der Farbe und der Formen.

Um ein gutes Design für deinen Lebenslauf erstellen zu können, braucht es ein gewisses Grundverständnis davon, welche Farben, Formen und Elemente auf dem Lebenslauf miteinander harmonieren und dabei deinen Charakter unterstreichen. Einige Inspirationen können dir unsere modernen Lebenslauf Muster und Vorlagen für Word und OpenOffice bieten.

TIPP Sichere dir jetzt unsere kostenlose Checkliste für den Lebenslauf. Außerdem findest du in unserem Bewerbungsshop viele weitere Ratgeber und Leitfäden rund ums Thema Bewerbung.

Schriftart und Hervorhebung

Ein Teil des Designs ist natürlich auch die Wahl der Schriftarten und die individuelle Hervorhebung der einzelnen Überschriften. Die Überschrift der einzelnen Blöcke solltest du deutlich hervorheben und dabei auf eine einheitliche Formatierung achten. Insgesamt ist es ratsam, nicht mehr als zwei verschiedene Schriftarten zu verwenden und nicht unbedingt die Standard-Schriftarten zu wählen, die jeder benutzt.

Folgende Schriftarten (serifenfrei) bieten sich für die Angabe der Zwischenüberschriften an:

  • Calibri
  • Helvetica
  • Verdana
  • Tahoma

Für den Fließtext eigenen sich Serifen-Schrift:

  • Times New Roman
  • Cambria
  • Georgia
  • Courier

Die Schriftgrößen solltest du insgesamt auch einheitlich gestalten und wie folgt zwischen 10 und 15 Punkt variieren:

  • Name und Titel („Lebenslauf“): 15 Punkt
  • Zwischenüberschriften: 13 Punkt
  • Fließtext: 11 Punkt
  • Datumsangaben: 10 Punkt

Bei der Hervorhebung einzelner Passagen oder Überschriften solltest du ebenfalls einheitlich vorgehen und nie mehr als zwei Hervorhebungsmöglichkeiten (fett, kursiv, unterstrichen, farblich) gleichzeitig auf ein Wort anwenden. Hilfreich ist es an dieser Stelle, wenn du dir selbst Regeln für die einzelnen Elemente setzt, beispielsweise „alle Überschriften der Themenblöcke Schriftgröße 13 fett gedruckt“.

Du kannst auch auf Farben zurückgreifen, um spezielle Angaben in deinem Lebenslauf hervorzuheben und so für eine bessere Übersichtlichkeit zu sorgen. Beispielsweise wird oft die Angabe der Position farblich vom Rest abgehoben. Wichtig ist, dass du diese Gestaltung einheitlich verwendest.

TIPP Die ganzen Informationen und Regeln zur Erstellung eines Lebenslaufs überfordern dich? Hole dir Hilfe von Profis! Unsere Partner von „Die Bewerbungsschreiber“ sind Experten auf dem Gebiet Bewerbungen und nehmen dir die Erstellung deines Lebenslaufs oder deiner gesamten Bewerbung komplett ab!

Formatierung

Bei deinen gesamten Bewerbungsunterlagen solltest du auf eine einheitliche Formatierung achten und alle Schriftarten und -größen sollten in ihren einzelnen Verwendungen identisch sein.

Darüber hinaus folgen die Inhalte der Themenblöcke innerhalb des Lebenslaufs ihrer eigenen Logik. Die Datumsangaben stehen dabei immer links und der Titel der einzelnen Station befindet sich davon abgerückt rechts. Unter dem Titel folgen in Stichworten und mit Spiegelstrichen angeordnet eine kurze Beschreibung der ausgeführten Tätigkeiten.

Was die insgesamte Formatierung anbelangt, kannst du dich bei den Seiten- und Zeilenabständen an den folgenden Abständen orientieren:

  • Linker Seitenrand: 2,5 cm
  • Rechter Seitenrand: 2 cm (mindestens jedoch 1,5 cm)
  • Zeilenabstand: einzeilig bis max. anderthalbzeilig

Der untere Seitenrand sollte je nach Länge des Lebenslaufs angepasst werden. Dabei solltest du darauf achten, dass du weder zu viel Platz lässt noch die Unterschrift gequetscht wirkt. Grundlegend empfehlen wir auch hier 2,5 cm Abstand.




Lebenslauf für besondere Situationen

Dein Lebenslauf ist neben dem Bewerbungsschreiben die wichtigste Seite in deiner Bewerbungsmappe. Oft wird deine Vita sogar als Erstes angeschaut, um sich einen Überblick zu verschaffen. Je nach Situation und gewünschtem Ziel solltest du deinen Lebenslauf daher unbedingt individuell anpassen.

Vielleicht denkst du jetzt: „Wieso? Da gehört doch immer das Gleiche rein!“ und teilweise hast du damit auch recht, aber eben nur teilweise. Es gibt ein paar Besonderheiten, auf die wir kurz eingehen wollen, damit du für jede Situation optimal gerüstet bist.

Lebenslauf Schüler, Azubis & Studenten

Wenn du dich frisch nach der Schule, der Ausbildung oder dem Studium bewirbst, hast du in der Regel noch nicht so viel Berufserfahrung und zusätzliche Kenntnisse sammeln können. Meist liegt der Fokus daher auf der Schulbildung und den erworbenen EDV- und Sprachkenntnissen. Oft lässt sich der Lebenslauf daher bequem auf einer Seite unterbringen oder füllt maximal anderthalb Seiten.

Damit du dennoch mit deinem Lebenslauf punkten kannst und lernst, wie du die wenigen Stationen clever verpackst, kannst du dir in den diversen Lebenslauf Beispielen einige Anregungen holen.

Berufsbilder – Kostenlose Vorlagen & Tipps

Für jeden Job sind spezifische Kompetenzen und Erfahrungen wichtig. In der folgenden Liste findest du verschiedene Berufe mit wertvollen Tipps und kostenlose Bewerbungsvorlagen mit Mustertexten für deinen Traumjob. Informiere dich und starte eine erfolgreiche Bewerbung!

Weitere Berufsbilder

Lebenslauf Englisch

In unserer globalisierten Welt werden Lebensläufe immer häufiger auch in Englisch gefordert. Um dich dabei nicht direkt ins „Aus“ zu befördern, solltest du unbedingt beachten, dass der englische Lebenslauf sich in einigen Punkten vom deutschen unterscheidet.

Hinzu kommt, dass es auch hier noch verschiedene Formen und unterschiedliche Einsatzgebiete gibt. Soll es ein Curriculum Vitae (CV) oder ein Resümee sein? Und wird es für den englischen oder amerikanischen Raum benötigt? Egal, um welche Variante es sich handelt, mit unseren Tipps in diesem Artikel bekommst du alles, was du für einen gelungenen Lebenslauf auf Englisch benötigst.

Europass Lebenslauf

Eine weitere Besonderheit stellt der Lebenslauf im Rahmen des Europasses dar. Der Europass verfolgt im Allgemeinen das Ziel, die Qualifikationen und Kompetenzen von Bewerbern zu vereinheitlichen, sodass diese sich in allen EU-Staaten einfach bewerben können.

Solltest du dich also für einen Arbeitsplatz, ein Praktikum oder ein Auslandssemester im europäischen Ausland interessieren, ermöglicht dir der Europass, deine Arbeitserfahrungen und deine sozialen Kompetenzen deinem ausländischen Arbeitgeber verständlich zu präsentieren.

Trotz Vereinheitlichung gilt es auch hierbei, einiges zu beachten. Daher haben wir dir die Informationen rund um den Europass übersichtlich aufbereitet, sodass du deinen Europass Lebenslauf mit Leichtigkeit erstellen kannst.