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Kündigung Muster

So gut wie jeder wird mindestens einmal mit dem Thema Kündigung konfrontiert – egal, ob es sich um einen Arbeits-, Miet- oder Handyvertrag handelt. Hier findest du Muster für deine Kündigung, Tipps zum Aufbau & Inhalt sowie wichtige Informationen zu Kündigungsschutz und Kündigungsfrist.

Mit der Kündigung wird ein bestehendes Rechtsverhältnis beendet. Häufig ist dies das Arbeitsverhältnis zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber.

Aus Sicht eines Arbeitnehmers kann zwischen zwei Formen der Kündigung unterschieden werden:

  • Eigenkündigung: selbstständige Kündigung durch den Arbeitnehmer

  • Fremdkündigung: Kündigung durch den Arbeitgeber

Eine Kündigung ist einseitig und damit auch ohne Zustimmung des Empfängers gültig – jedoch nur, wenn gewisse Bedingungen erfüllt und Formalitäten beachtet werden. Dazu gehören u.a. die Einhaltung von Kündigungsfristen sowie die schriftliche Form.


Unten findest du entsprechende Muster für die verschiedenen Formen der Kündigung.

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Aufbau & Inhalt einer Kündigung – Beispielformulierungen

Du bist mit deinem aktuellen Job unzufrieden oder möchtest dich neu orientieren? Dann stehst du womöglich vor dem Verfassen eines Kündigungsschreibens.


Ein solches Anschreiben ist nicht sehr umfangreich. Damit deine Kündigung jedoch rechtskräftig ist, müssen einige Punkte beachtet werden.


In diesem Abschnitt erfährst du alles zum Aufbau und Inhalt einer Kündigung. Dabei erklären wir dir im Detail, was du bei den einzelnen Abschnitten beachten musst und liefern direkt passende Beispielformulierungen.

Aufbau Kündigung

Der Aufbau einer Kündigung sollte wie folgt aussehen:

1. Absender & Adressat

2. Datum

3. Betreffzeile

4. Persönliche Anrede

5. Kündigungserklärung

6. Danksagung

7. Optionale Bitten

8. Unterschrift

Briefkopf & Betreffzeile

Im Briefkopf gibst du sowohl deine Kontaktdaten als auch die Daten deines Arbeitgebers an. Außerdem ist es wichtig, das Ausstellungsdatum des Kündigungsschreibens aufzuführen, damit es schriftlich festgehalten ist.


Damit deine Kündigung unmissverständlich ist, solltest du in der Betreffzeile das Wort Kündigung verwenden. Um dich möglichst explizit auszudrücken, füge am besten direkt das genaue Datum hinzu, zu welchem das Arbeitsverhältnis beendet werden soll.


Außerdem empfiehlt es sich, falls vorhanden, deine Personalnummer anzugeben.

Briefkopf und Betreffzeile einer Kündigung

Persönliche Anrede und Kündigungserklärung

Eine Kündigung ist oft mit Unannehmlichkeiten verbunden, dennoch solltest du eine höfliche Anrede wählen und den Empfänger direkt ansprechen. Das ist in der Regel dein Chef oder der Personalchef.


Eine unmissverständliche Kündigung und die Nennung der Kündigungsfrist gehören in die Einleitung der Kündigung. Darüber hinaus solltest du deinen Arbeitgeber bzw. das Unternehmen namentlich nennen, damit deine Kündigung eindeutig und rechtlich wirksam ist.

Muster Kündigung Arbeitsvertrag – Anrede und Kündigungserklärung

  • „Sehr geehrte Frau Muster,

    hiermit kündige ich das mit Ihnen bzw. der Musterfirma GmbH bestehende Arbeitsverhältnis vom TT.MM.JJJJ, unter Einhaltung der Kündigungsfrist zum TT.MM.JJJJ.“

Formale Danksagung und Gründe

Trennst du dich im Guten von deinem Arbeitgeber, ist außerdem eine kurze und formale Danksagung am Ende des Schreibens empfehlenswert. Erwähne dabei die gute Zusammenarbeit, was du aus dem Arbeitsverhältnis mitnehmen konntest und sprich Wünsche für die Zukunft aus.

Als Arbeitnehmer bist du bei einer ordentlichen Kündigung nicht dazu verpflichtet, einen Grund zu nennen – du kannst natürlich trotzdem freiwillig etwas angeben, zum Beispiel:

Muster Kündigung Arbeitsvertrag – Danksagung und Gründe

  • „Vielen Dank für die jahrelange gute Zusammenarbeit mit Ihnen. Aus der Beschäftigung in Ihrem Unternehmen konnte ich auf fachlicher wie auch auf persönlicher Ebene viel für meine berufliche Zukunft mitnehmen. Auch dafür bedanke ich mich und bedauere die Beendigung des Arbeitsverhältnisses aus persönlichen Gründen. Ich wünsche Ihnen und dem Unternehmen für den weiteren Werdegang alles Gute.“

Möchte dir dein Arbeitgeber kündigen, muss er einen Grund angeben. Im Regelfall liegen Kündigungen jedoch folgende Ursachen zugrunde:

  • Verhaltensbedingte Gründe (z. B. regelmäßiges Zuspätkommen)

  • Personenbedingte Gründe (z. B. Krankheiten)

  • Betriebsbedingte Gründe (z. B. Insolvenzverfahren)

Befindest du dich noch in der Probezeit, ist der Arbeitgeber nicht dazu verpflichtet, dir einen Kündigungsgrund zu nennen. Du kannst jedoch natürlich nachfragen und darauf hoffen, dass er dir Auskunft gibt. Darauf bestehen kannst du allerdings nicht.

Optionale Bitten – Empfangsbestätigung und qualifiziertes Arbeitszeugnis

Um sicherzustellen, dass dein Arbeitgeber deine Kündigung erhalten und zur Kenntnis genommen hat, empfiehlt es sich, um eine Eingangsbestätigung zu bitten.


Außerdem hast du nach Beendigung eines Arbeitsverhältnisses das Recht auf ein Arbeitszeugnis. Wenn du genauere Angaben zu den Inhalten deines Tätigkeitsfelds, der Beurteilung deiner Leistungsfähigkeit und -bereitschaft sowie deinem Verhalten gegenüber Kollegen und Vorsitzenden bekommen möchtest, bitte deinen Chef um ein qualifiziertes Arbeitszeugnis.

Muster Kündigung – Empfangsbestätigung & qualifiziertes Arbeitszeugnis

  • „Bestätigen Sie mir bitte den Erhalt der Kündigung und das Aufhebungsdatum des Arbeitsvertrags in schriftlicher Form. 

    Außerdem bitte ich Sie um ein qualifiziertes Arbeitszeugnis, welches Sie mir an die obige Adresse zukommen lassen können.“

Unterschrift

Die richtige Schriftform der Kündigung (laut § 623 BGB) ist ein schriftliches, formales Anschreiben. Das bedeutet, dass eine Kündigung per Fax und Mail oder auf einem Notizzettel sowie mündlich unwirksam ist. Achte daher unbedingt auf alle formalen Anforderungen, eindeutige Formulierungen und halte die vorgegebenen Fristen ein. Vergiss nicht, deine Kündigung handschriftlich zu unterschreiben.

Muster Kündigung – Unterschrift

  • Mit freundlichen Grüßen 

  • Unterschrift

  • Max Mustermann

Kündigungsfristen

Damit eine Kündigung rechtlich gültig ist und du zum gewünschten Termin aus dem Unternehmen ausscheiden kannst, müssen die vorgegebenen Fristen eingehalten werden.

  • Bei Eigenkündigung: Die gesetzliche Kündigungsfrist bei Kündigung durch den Arbeitnehmer ist in § 622 BGB Abs. 1 geregelt. Demnach kann das Arbeitsverhältnis mit einer Frist von vier Wochen bis zum Fünfzehnten oder zum Ende eines Kalendermonats beendet werden. Was genau das bedeutet, erfährst du weiter unten.

  • Bei Fremdkündigung: Die gesetzliche Kündigungsfrist bei Kündigung durch den Arbeitgeber ist in § 622 BGB Abs. 2 geregelt. Sie variiert mit der Dauer des Beschäftigungsverhältnisses.

Kündigungsfristen bei Fremdkündigung

Die Kündigungsfrist in der Probezeit variiert je nach festgelegter Dauer. In der Regel geht eine Probezeit nicht länger als sechs Monate, die Kündigungsfrist liegt dann bei zwei Wochen. Ist deine Kündigungsfrist in deinem Arbeitsvertrag tariflich festgelegt, ist diese Vereinbarung verbindlich. Bei der fristlosen bzw. außerordentlichen Kündigung existiert keine Kündigungsfrist.


Bei befristeten Arbeitsverträgen ist eine ordentliche Kündigung nicht möglich. Der Arbeitnehmer ist durch die Befristung laut § 15 Absatz 3 TzBfG bereits so eingeschränkt, dass nur eine außerordentliche Kündigung erteilt werden kann. Ausnahmen bestehen hier ebenso bei abweichenden vertraglichen oder tariflichen Vereinbarungen.

Kündigungsfrist einfach erklärt

Eine Kündigungsfrist von vier Wochen bedeutet, dass du die Kündigung mindestens vier Wochen vor dem gewünschten letzten Arbeitstag einreichen musst.


Eine Kündigungsfrist von vier Wochen zum Monatsende bedeutet, dass dein letzter Arbeitstag auf den letzten Tag eines Monats fallen muss. Eine rechtsgültige Kündigung muss dann vier Wochen vor diesem Tag beim Arbeitgeber vorliegen, ansonsten kannst du frühestens zum Ende des nächsten Monats aufhören.


Beispiel: Du möchtest zum 31.10. kündigen, die Kündigungsfrist beträgt 2 Monate zum Ende eines Kalendermonats. Deine Kündigung muss dem Arbeitgeber vor dem 31.08. vorliegen. Versäumst du diesen Termin nur um wenige Tage, endet dein Arbeitsverhältnis erst am 30.09.

Kündigungsschutz & Arten von Kündigungen

Gesetzlicher Kündigungsschutz

Arbeitnehmer genießen in Deutschland einen gesetzlichen Kündigungsschutz.

Damit dieser für dich gilt, müssen jedoch zwei Bedingungen erfüllt sein:

  • Das Unternehmen beschäftigt mindestens 10 Mitarbeiter

  • Du bist bereits länger als 6 Monate im Unternehmen tätig

Unterliegst du als Arbeitnehmer dem gesetzlichen Kündigungsschutz, darfst du nur aus bestimmten Gründen gekündigt werden.

Kündigungsarten laut Kündigungsschutzgesetz

Betriebsbedingte (ordentliche) Kündigung

Bei einer betriebsbedingten Kündigung ist der Auslöser nicht der Arbeitnehmer selbst, sondern problematische Umstände im Unternehmen. Betriebsbedingte Kündigungen treten dann in Kraft, wenn das Unternehmen die Anstellung des Mitarbeiters nicht weitertragen kann. 

Grund dafür können außergewöhnliche Zustände im Betrieb sein:

  • Insolvenzen

  • Standortverlagerungen oder -schließungen

  • Outsourcing einer Abteilung

Personenbedingte (ordentliche) Kündigung

Die personenbedingte Kündigung erfolgt nicht aufgrund von Fehlverhalten des Mitarbeiters, sondern bezieht sich auf seine Fähigkeiten. Wenn die vertraglich vereinbarten Aufgaben durch qualifikationsbezogene, psychische oder physische Gegebenheiten nicht mehr erfüllt werden können, tritt diese Art der Kündigung in Kraft.

Verhaltensbedingte (ordentliche) Kündigung

Eine verhaltensbedingte Kündigung wird dann ausgesprochen, wenn der Arbeitnehmer mehrfach durch Fehlverhalten aufgefallen ist. Typische Beispiele für ein solches Fehlverhalten:

  • Regelmäßiges Zuspätkommen

  • Arbeitsverweigerung

Grundsätzlich muss der verhaltensbedingten Kündigung mindestens eine Abmahnung vorangegangen sein, damit sie durchsetzbar ist.

Fristlose (außerordentliche) Kündigung

Die drastischste Form der Kündigung ist die außerordentliche bzw. fristlose Kündigung. Sie tritt unter anderem bei folgenden Fällen in Kraft:

  • Straftaten

  • Pflichtverstöße (z. B. Rufschädigung)

  • Mobbing / Beleidigungen

  • Betriebsspionage

Im Regelfall muss bei der fristlosen Kündigung durch den Arbeitgeber vorerst eine Abmahnung erfolgen, bei schweren Fällen erfolgt die Kündigung jedoch direkt und fristlos.

Auch vonseiten des Arbeitnehmers ist eine fristlose Kündigung möglich. In diesem Fall müssen genau wie bei der fristlosen Fremdkündigung untragbare Umstände, wie zum Beispiel eine wiederholt verspätete Lohnzahlung oder sexuelle Belästigung, vorliegen.

Besonderer Kündigungsschutz

Für bestimmte Personengruppen gilt ein erweiterter, besonderer Kündigungsschutz.


Je nach Situation wird eine Kündigung durch den Arbeitgeber dadurch (stark) erschwert und ist oft nur mit Zustimmung bestimmter Gremien oder Behörden möglich, beispielsweise dem Integrationsamt bei schwerbehinderten Arbeitnehmern.

Für folgende Personengruppen gilt ein besonderer Kündigungsschutz:

  • Menschen mit Schwerbehinderung

  • Frauen während und nach der Schwangerschaft

  • Wehrdienstleistende

  • Auszubildende

  • Betriebsratsmitglieder

  • ...

Ben Dehn

Ben Dehn

Fachautor von Bewerbung.net

„Dir wurde aus betriebsbedingten Gründen gekündigt? Häufig bieten Unternehmen eine sogenannte Outplacement Beratung an, welche eine Arbeitslosigkeit des Mitarbeiters verhindern soll. Frage nach der Kündigung schnellstmöglich nach dieser Möglichkeit, um dir unnötige Verzweiflung zu sparen.“

Kündigung erhalten – Widerspruch und Abfindung

Wie kann ich gegen eine unrechtmäßige Kündigung vorgehen?

Erhältst du als Arbeitnehmer die Kündigung, hast du die Möglichkeit auf Widerspruch. Dabei solltest du beachten, dass die Widerspruchsfrist zu dem Zeitpunkt beginnt, an dem die Kündigung ihren Machtbereich erreicht. Bei postalischem Weg ist dies das Erreichen des Briefkastens – unabhängig davon, ob du zu diesem Zeitpunkt auch zu Hause bist oder nicht.


Der gesetzliche Kündigungsschutz räumt Arbeitnehmern das Recht auf eine Kündigungsschutzklage ein.


Die Widerspruchsfrist bei einer Kündigungsschutzklage beträgt drei Wochen. In dieser Zeit musst du sie beim zuständigen Arbeitsgericht einreichen, da die Kündigung sonst wirksam ist. 

Was die Kündigungsschutzklage für dich bewirken kann:

  • Eine Weiterbeschäftigung

  • Eine (höhere) Abfindung

Möchtest du rechtlich gegen die Kündigung vorgehen, kannst du einen Anwalt für Arbeitsrecht kontaktieren. Dieser kann die Kündigung auf Formfehler überprüfen, dich über deine Möglichkeiten aufklären und beispielsweise eine Vergütung offener Urlaubstage erreichen.

Abfindung bei Kündigungen

Eine Abfindung ist eine einmalige Zahlung des Arbeitgebers an den Arbeitnehmer aufgrund einer Kündigung . Du hast als Arbeitnehmer nicht automatisch einen Anspruch darauf. 

Ist sie jedoch in …

  • … Arbeits- bzw. Tarifverträgen,

  • … Sozialplänen,

  • … Geschäftsführerverträgen,

  • … etc.

… festgehalten, dann ist eine Abfindung auf jeden Fall vom Arbeitgeber zu gewährleisten.


Sieben weitere hilfreiche Tipps für die Zeit nach der Kündigung findest du in unserem Artikel Kündigung, was nun?.

Eigenkündigung in 5 Schritten – So kündigst du richtig!

Gründe für eine eigene Kündigung

Als Arbeitnehmer ist die Angabe von Gründen in der Kündigung nicht verpflichtend (Ausnahme: fristlose Kündigung aus wichtigen Gründen).


Ein plausibler Grund für die Kündigung ist dennoch erstrebenswert. Diesen kannst du nämlich bei deiner nächsten Bewerbung im Lebenslauf angeben.

Die folgende Auflistung zeigt häufige Gründe für eine Eigenkündigung:

  • Gesundheitliche Gründe

  • Mangelnde Herausforderungen

  • Berufliche Neuorientierung

  • Negatives Arbeitsklima

In unserer Schritt-für-Schritt-Anleitung findest du die wichtigsten Informationen zur Vorbereitung, Einreichung und Abwicklung einer Kündigung als Arbeitnehmer.

Schritt 1 – Plane für die Zukunft

Im Idealfall hast du bereits vor der Einreichung deiner Kündigung eine neue Anstellung gefunden. Beachte ebenso die Regelungen zum Arbeitslosengeld: Bei einer Kündigung auf eigenen Wunsch kann dieses für bis zu drei Monate ausgesetzt werden. Entscheidend ist hierbei, ob wichtige Gründe für die Kündigung vorliegen.


Wichtig ist auch, dass du dich rechtzeitig bei der Agentur für Arbeit als arbeitssuchend meldest. Dies sollte spätestens 3 Monate vor Ende deines Arbeitsverhältnisses geschehen bzw. so schnell wie möglich bei einer kurzfristigeren Kündigung.

Schritt 2 – Beachte die Kündigungsfrist

Damit du das Unternehmen zum gewünschten Zeitpunkt verlassen kannst, ist es wichtig, dass du deine Kündigung rechtzeitig einreichst. Oft enthalten Arbeitsverträge genauere Regelungen zur Kündigungsfrist. Ist dies nicht der Fall, gilt die gesetzliche Kündigungsfrist für ordentliche Kündigungen. Mehr dazu findest du im Abschnitt Kündigungsfrist.

Schritt 3 – Formuliere ein rechtsgültiges Kündigungsschreiben

Damit deine Kündigung gültig ist, müssen einige Anforderungen erfüllt sein. Ein entsprechendes Schreiben muss schriftlich bei der Zielperson eingegangen sein (Überreichung vor Zeugen oder Empfangsbestätigung!) und die Kündigungsabsicht muss deutlich werden. Zudem muss die Kündigungsfrist eingehalten werden (siehe Schritt 2). Weitere Informationen findest du im Abschnitt Aufbau & Inhalt einer Kündigung – Beispielformulierungen.

Schritt 4 – Erfülle deine Pflichten ordnungsgemäß bis zum Kündigungsdatum

Auch wenn dein Ausscheiden aus dem Unternehmen bereits feststeht, ist es wichtig , dass du deine vertraglichen Pflichten bis zum Kündigungsdatum erfüllst. Eine gewissenhafte Bearbeitung deiner Aufgaben zeugt von Professionalität. Lässt du es im letzten Monat dagegen locker angehen, kann das zu bösen Überraschungen führen. Da Unternehmen einer Branche oft gut vernetzt sind, kann eine wahrgenommene Arbeitsverweigerung deinen Ruf schädigen und sich negativ auf zukünftige Bewerbungen auswirken.

Schritt 5 – Beantrage ggf. Arbeitslosengeld und gehe richtig mit deiner Kündigung um

Nach erfolgter Trennung vom Unternehmen musst du dich umgehend arbeitslos melden, sofern du Arbeitslosengeld in Anspruch nehmen willst. Die Beantragung kann und sollte jedoch schon früher erfolgen. Die Arbeitsagentur empfiehlt, den Antrag rund 2 Wochen vor Beginn der Arbeitslosigkeit einzureichen.


Da viele Kündigungen kurzfristig erfolgen und nicht selten mit Stress verbunden sind, ist eine erneute Jobsuche oft erst im Nachhinein möglich. Spätestens jetzt hast du die Gelegenheit, deine Bewerbungsunterlagen auf den neuesten Stand zu bringen. Die Kündigung sollte im Lebenslauf kurz genannt werden. Gerade bei einer Eigenkündigung aus plausiblen Gründen oder einer unverschuldeten Fremdkündigung können auch die Gründe angeführt werden. Vermeide jedoch Rechtfertigungen und konzentriere dich stattdessen auf deine Eignung für die neue Stelle.

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Weitere häufig gestellte Fragen zur Kündigung

Kann ich noch vor dem Jobantritt kündigen?

Wenn der Arbeitsvertrag diese nicht ausschließt, ist eine Kündigung vor dem Jobantritt generell möglich. Beachte jedoch, dass dies meist keinen guten Eindruck beim betroffenen Unternehmen hinterlässt.

Kann ich die Kündigungsfrist umgehen und das Unternehmen früher verlassen?
Unter bestimmten Voraussetzungen kannst du auch als Arbeitnehmer fristlos/außerordentlich kündigen (z.B. bei Mobbing am Arbeitsplatz). Ansonsten besteht die Möglichkeit, deinen Arbeitgeber um die Unterzeichnung eines Aufhebungsvertrags zu bitten. Damit kann die Kündigungsfrist umgangen werden. Zudem sind weitere individuelle Abmachungen möglich, z.B. die Zusicherung einer Abfindung. Jedoch ist der Arbeitgeber nicht zur Unterzeichnung eines Aufhebungsvertrags verpflichtet.
Verliere ich nach einer Kündigung den Anspruch auf Arbeitslosengeld?
Nach einer Kündigung auf eigenen Wunsch oder einer Fremdkündigung aufgrund von eigenem Fehlverhalten kann der Anspruch auf Arbeitslosengeld für bis zu drei Monate verloren gehen. Diese individuelle Entscheidung der Agentur der Arbeit kann jedoch angefochten werden, wenn ein wichtiger Grund für die Eigenkündigung vorliegt. Wichtige Gründe können gesundheitliche Überforderung, Mobbing oder sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz sein, aber auch Verzögerungen bei Lohnzahlungen durch den Arbeitgeber oder sogar der Umzug aus familiären Gründen. Solche Ereignisse musst du als Arbeitnehmer jedoch gut nachvollziehbar dokumentieren.
Was passiert bei einer Kündigung mit meinem Resturlaub?
Das Recht auf die Inanspruchnahme von Resturlaub besteht sowohl bei einer ordentlichen als auch bei einer fristlosen Kündigung. Wenn es dir nicht mehr möglich ist, den Resturlaub zu nehmen, müssen die verbleibenden Urlaubstage durch den Arbeitgeber ausgezahlt werden. Bei einer Kündigung in der zweiten Hälfte des Jahres, also nach dem 30.06. steht dir der vollständige gesetzliche Mindesturlaub zu (20 Tage bei einer 5 Tage-Woche). Kündigst du vorher, hast du nur einen Teilanspruch.
Was passiert bei einer Kündigung mit meinen Überstunden?
Im Falle von geleisteten Überstunden bestehen bei einer Kündigung ähnliche Regelungen wie zum Resturlaub. Das bedeutet, die noch vorhandenen Überstunden können entweder durch Freizeitausgleich abgebaut oder durch den Arbeitgeber ausgezahlt werden. Der Arbeitsvertrag kann hierzu genauere Regelungen enthalten.
Kann ich meine Kündigung auch per E-Mail einreichen?
Nein, eine Kündigung muss immer in schriftlicher Form erfolgen. Eine Kündigung per E-Mail ist also nicht rechtsgültig. Das gleiche gilt auch für mündliche Kündigungen sowie Kündigungen per SMS, WhatsApp o.ä.
Wer trägt die Gerichtskosten bei einer Kündigungsschutzklage?
Die Prozesskosten trägt der Verlierer, die Kosten für deinen Anwalt musst du jedoch selbst übernehmen.
Kann ich eine bereits eingereichte Kündigung zurückziehen?
Die Rücknahme einer bereits eingereichten Kündigung ist nur möglich, wenn der Arbeitgeber zustimmt.

Kündigung – Das Wichtigste auf einen Blick

Damit du alle wichtigen Rahmenbedingungen im Kopf behältst, haben wir im Folgenden noch einmal die wichtigsten Infos für dich zusammengefasst.

Gültigkeit der Kündigung

  • Schriftliche Form und nicht elektronisch oder mündlich

  • Eindeutige Aussage („Hiermit kündige / beende ich…“)

  • Handschriftlich unterschrieben

  • Einhaltung vorgegebener Fristen

Kündigungsfrist

  • Vier Wochen bis zum 15. / Ende des Monats bei Eigenkündigung

  • Variiert mit der Dauer des Beschäftigungsverhältnisses bei Fremdkündigung

  • Vertraglich / tariflich festgelegte Kündigungsfrist ist verbindlich

  • Bei der außerordentlichen Kündigung existiert keine Kündigungsfrist

Widerspruch

  • Widerspruchsfrist beträgt drei Wochen

  • Kündigungsschutzklage muss beim zuständigen Arbeitsgericht eingereicht werdena

  • Arbeitsverhältnis muss unter Kündigungsschutz stehen (Arbeitgeber muss mehr als zehn Mitarbeiter beschäftigen und Arbeitsverhältnis muss mehr als sechs Monate andauern)

Inhaltlicher Aufbau

  • Anrede

  • Kündigungserklärung

  • Zusätzliche Bitten (Kündigungsbestätigung / Arbeitszeugnis)

  • Danksagung und Schlussformel