Inhalt des Schlusssatzes

Der letzte Satz des Anschreibens soll die wichtigsten Informationen zu deiner Bewerbung noch einmal kompakt aufzeigen. Konntest du mit deinem Bewerbungsschreiben überzeugen, sind diese Fakten von großer Bedeutung für einen Personaler und können ausschlaggebend für seine Entscheidung sein.

Möglicher Inhalt des Schlusssatzes:

  • Motivation
  • Bereitschaft für ein Vorstellungsgespräch
  • Frühester Eintrittstermin / Zeitraum
  • Kündigungsfrist
  • Sperrvermerk
  • Gehaltswunsch
  • Probearbeiten / Probetag

Die Kunst eines gelungenen Schlusssatzes besteht darin, so viele Informationen wie nötig in möglichst wenige Worte zu verpacken und trotzdem ein ansprechendes, überzeugendes Ende der Bewerbung zu schaffen.

Letzter Satz in der Bewerbung

| Zur Shop-Vorlage „Motivator“ |

Tipps und Beispiele für den Schlusssatz

Das Wichtigste ist, dass du im Schlusssatz alle vom Unternehmen geforderten Informationen unterbringst. Welche das genau sind, ist situationsabhängig und meist der Stellenausschreibung zu entnehmen. Alles Weitere kannst du individuell nach deinem eigenen Geschmack gestalten.

In jedem Fall solltest du als Bewerber Selbstbewusstsein vermitteln. Dafür ist es wichtig, niemals den Konjunktiv zu verwenden! Er vermittelt Unsicherheit und nicht die von die gewollte Überzeugung. Auch ein Anschreiben kann eine bestimmte Präsenz haben oder eben in der Masse untergehen. Dein Ziel sollte es immer sein, das gewisse Etwas hervorzubringen, was dazu führt, dass du dem Personaler in Erinnerung bleibst.

Ein guter Trick, um eben das zu erreichen, ist der sogenannte Call-to-Action.

Call-to-Action

Ein Call-to-Action ist nichts anderes als die Aufforderung, tätig zu werden. Im Bewerbungskontext bedeutet dies, dass du den Leser deiner Bewerbung dazu aufforderst, dich anzurufen oder per E-Mail zu einem persönlichen Gespräch einzuladen.

Wichtig dabei ist, dass du nicht aufdringlich wirkst oder in irgendeiner Weise Druck auf das Unternehmen ausübst. Du solltest zwar selbstbewusst und motiviert erscheinen, aber niemals über das Ziel hinausschießen.

Beispiele für den Call-to-Action im Schlusssatz

„Auf eine positive Rückmeldung freue ich mich sehr.“

„Ich freue mich, von Ihnen zu hören.“

„Ich freue mich, Sie bei einem Bewerbungsgespräch von meinen Fähigkeiten zu überzeugen.“

„Über die Einladung zu einem Bewerbungsgespräch freue ich mich sehr.“

„Meine Erfahrungen und Kompetenzen erläutere ich Ihnen während eines Vorstellungsgesprächs gerne näher.“

„Hoch motiviert stehe ich Ihnen ab dem xx.xx.xxxx zur Verfügung.“

In diesen Formulierungen zeigst du dich selbstbewusst und beweist, dass du dir sicher bist, mit deinen Bewerbungsunterlagen überzeugen zu können. Du nimmst dem Leser deiner Bewerbung also im Prinzip die Entscheidung ab, ob er dich näher kennenlernen möchte, oder nicht.

TIPP Handelt es sich in deinem Fall um eine Online-Bewerbung, sollte der Schlusssatz des Bewerbungsschreibens nicht identisch mit dem abschließenden Satz des E-Mail Textes sein.

Du könntest stattdessen dein Anschreiben mit „Über die Einladung zu einem persönlichen Gespräch freue ich mich sehr.“ beenden und die E-Mail mit „Ich freue mich, bald von Ihnen zu hören.“ abschließen. Hinter beide Schlusssätze gehören jeweils eine Grußformel und eine Signatur.

Du wirst im Folgenden einige Beispiele für Schlussformulierungen in deiner Bewerbung finden. Diese kannst du nach Belieben auswählen und zu einem prägnanten Schlusssatz zusammenfügen. Wichtig ist, dass du dabei individuell vorgehst und nicht einfach Sätze kopierst und zusammenfügst.

Schlusssatz mit Eintrittsdatum

Eine der häufigsten Informationen im letzten Absatz der Bewerbung ist das frühestmögliche Eintrittsdatum.

„Gerne stehe ich Ihnen ab dem xx.xx.xxxx zur Verfügung.“

„Hochmotiviert sehe ich einem Start bei Ihnen ab dem xx.xx.xxxx entgegen.“

„Ich freue mich, ab dem xx.xx.xxxx an dem Erfolg der Beispiel GmbH mitzuwirken.“

„Überdurchschnittlich motiviert stehe ich Ihnen ab sofort zur Verfügung.“

„Gerne setze ich meine Fähigkeiten kurzfristig ein.“

Letzter Satz mit Kündigungsfrist

Befindest du dich in einem Beschäftigungsverhältnis, hast du in der Regel eine Kündigungsfrist. Diese solltest du deinem potenziellen neuen Arbeitgeber nicht verschweigen, damit dieser besser planen kann.

„Nach Einhaltung einer viermonatigen Kündigungsfrist stehe ich Ihnen mit meinen Fähigkeiten zur Verfügung.“

„Da ich mich aktuell in einem Anstellungsverhältnis befinde, muss ich zunächst meine Kündigungsfrist von 3 Monaten einhalten.“

„Unter Berücksichtigung meiner dreimonatigen Kündigungsfrist stehe ich Ihnen und Ihren Kunden gerne mit meiner Kompetenz zur Verfügung.“

„Die Kündigungsfrist beträgt 3 Wochen zum Monatsende.“

Sperrvermerk im Schlusssatz

Befindest du dich in einem festen Anstellungsverhältnis, kann es sein, dass du nicht möchtest, dass dein aktueller Arbeitgeber von deiner Suche nach einem neuen Job erfährt. Das kann vor allem vorkommen, wenn dein neuer Arbeitgeber sich bei deinem jetzigen Unternehmen über dich informieren möchte. Um das zu verhindern, gibt es den sogenannten Sperrvermerk.

Beispiele:

„Aktuell befinde ich mich in einem ungekündigten Arbeitsverhältnis. Ich bitte Sie, meine Bewerbung vertraulich zu behandeln.“

„Bitte behandeln Sie meine Bewerbung vertraulich.“

„Aufgrund der Arbeitszeiten in meinem aktuellen Beschäftigungsverhältnis bin ich telefonisch ab xx Uhr erreichbar. Ich bitte Sie, meine Bewerbung vertraulich zu behandeln.“

Gehaltsvorstellung im Schlusssatz

Bei Ausbildungen und Praktika ist diese Angabe unüblich, bei Festanstellungen wird jedoch oft nach einer groben Vorstellung gefragt. So kannst du deine Gehaltsvorstellung in der Bewerbung formulieren:

„Ich stehe Ihnen ab sofort zu einem verhandelbaren Bruttojahresgehalt von xx.xxx € zur Verfügung.“

„Meine Gehaltsvorstellung liegt im Bereich xx.xxx € brutto jährlich.“

„Entsprechend meiner Fähigkeiten und Erfahrungen stelle ich mir ein Brutto-Jahresgehalt von xx.xxx € vor, das ist jedoch verhandelbar.“

„Ich freue mich darauf, die Stelle ab dem xx.xx.xxxx zu einem verhandelbaren Bruttojahresgehalt von xx.xxx € anzutreten.“

STIFT Möchtest du deinen Gehaltswunsch unbedingt mitteilen, da er beispielsweise ein Ausschlusskriterium ist und du dir nicht sicher bist, ob das Unternehmen Gehälter nach deinen Vorstellungen zahlt, solltest du dies am Anfang des optionalen Teils (vor dem Schlusssatz) integrieren.

Schlusssatz bei der Bewerbung um einen Ausbildungsplatz

Bei der Bewerbung um eine Ausbildung musst du immer beachten, dass der Ausbildungsbeginn festgelegt ist und nicht individuell gewählt werden kann. Informiere dich also, wann ein möglicher Startzeitpunkt für dich wäre.

„Hochmotiviert, Ihr Unternehmen und dessen Arbeitsweisen genauer kennenzulernen, stehe ich Ihnen zum nächstmöglichen Ausbildungsbeginn zur Verfügung.“

„Voller Tatendrang stehe ich Ihnen zum Ausbildungsbeginn xx.xx.xxxx zur Verfügung.“

„Den Ausbildungsplatz trete ich überdurchschnittlich motiviert am xx.xx.xxxx an.“

TIPP Es ist nicht unüblich, im Vorfeld zu einer Ausbildung ein Praktikum oder Probearbeiten im Ausbildungsbetrieb zu absolvieren. Das kannst du direkt im Bewerbungsschreiben schon anbieten.

Beispiel-Formulierungen:

„Gerne überzeuge ich Sie an einem Probearbeitstag oder während eines Praktikums von meiner Arbeitsweise und meinen Fähigkeiten.“

„Meine Kompetenzen beweise ich gerne im Rahmen eines Probearbeitstages.“

„Über die Einladung zu einem Probearbeiten und einem persönlichen Kennenlernen freue ich mich sehr.“

Schlusssatz bei der Bewerbung um einen Praktikumsplatz

Die Bewerbung um einen Praktikumsplatz sollte im finalen Satz neben dem frühestmöglichen Eintrittsdatum auch noch einmal die angestrebte Dauer des Praktikums beinhalten.

„Mein dreimonatiges Pflichtpraktikum kann ich ab dem xx.xx.xxxx, jedoch spätestens zum xx.xx.xxxx antreten, da diese praktische Phase sich andernfalls mit dem Semesterstart überschneidet.“

„Hoch motiviert, die Social Media Welt genauer kennenzulernen, stehe ich ab dem xx.xx.xxxx für zwei Monate zur Verfügung.“

„Tiefere Einblicke in Ihr Unternehmen würde ich gerne ab dem xx.xx.xxxx für vier Monate sammeln.“

Der letzte Satz der englischen Bewerbung

Englische Bewerbungen schließen ebenfalls mit einer Zusammenfassung der wichtigsten Informationen ab. Da englische Bewerbungen meistens ins Ausland verschickt werden, sollte die Angabe der Gehaltsvorstellung auch in der richtigen Währung erfolgen.

Vorstellungsgespräch + Rückmeldung

„I will gladly introduce myself further in a personal interview, preferably via Skype. I am looking forward to hearing from you“

Eintrittsdatum

„Highly motivated, I will be available as of xx.xx.xxx.“

Kündigungsfrist + Gehaltsvorstellung

„I can be at your service having regard to a x-month notice period. Corresponding to my professional experience and skills, my gross anaual salary requirement lies in the 48,000 to 54,000 $ range.“

TIPP Wichtig! Das Datum wird im Englischen in dieser Reihenfolge genannt: Monat-Tag-Jahr.

Beispiel: October 4, 2019.

Außerdem werden Zahlen nach den Tausenderstellen mit einem Komma getrennt. Da, wo im deutschen Raum ein Komma steht, verwendet man im Englischen einen Punkt.

Deutsch: 43.000,50 €
Englisch: 43,000.50 $

Initiativbewerbungen: Ein überzeugendes Ende

Bei der Initiativbewerbung ist es besonders wichtig, den Personaler davon zu überzeugen, dass du einen großen Mehrwert darstellst und sie auf keinen Fall auf dich verzichten sollten. Dabei muss vor allem dein Interesse an dem Unternehmen deutlich werden.

„Ich überzeuge Sie gerne von meinen Fähigkeiten und Qualifikationen bei einem persönlichen Gespräch. Den Antritt der Stelle kann ich kurzfristig leisten. Sollten Sie zum jetzigen Zeitpunkt keinen Bedarf haben, dürfen Sie gerne auf mich zurückkommen, wenn sich eine entsprechende Position entwickelt.“

„Gerne setze ich meine Kompetenzen und Erfahrungen nach Einhaltung einer viermonatigen Kündigungsfrist ein, um Ihre neue Abteilung auf eine erfolgreiche Spur zu bringen und zu einem positiven Image des Unternehmens beizutragen.“

„Voller Tatendrang und Begeisterung für Ihr Unternehmen möchte ich gemeinsam mit Ihnen für die Werte der Beispiel GmbH kämpfen und die Welt ein bisschen besser machen. Ab dem xx.xx.xxxx stehe ich für diese Mission zur Verfügung.“

Interne Bewerbung: Der Schlusssatz

Bei der internen Bewerbung wird auf einen frühestmöglichen Eintrittstermin in der Regel verzichtet, da diese Angelegenheit unternehmensintern geklärt werden kann. Häufig muss bei einer internen Bewerbung keine Kündigungsfrist eingehalten werden.

Interne Bewerbungen kann jedoch sehr unterschiedlich aussehen, da die Bewerbung auf eine Führungsposition in einem 50 Mann Unternehmen und die Bewerbung auf eine Führungsposition in einem Konzern, womöglich mit Standortwechsel, nicht miteinander zu vergleichen sind.

„Um über die Bewerbung hinaus auch einen persönlichen Eindruck von mir zu bekommen, freue ich mich über die Einladung zu einem Gespräch.“

„Gerne können wir bei einem persönlichen Gespräch über meine Visionen für die Abteilung und weitere Rahmenbedingungen sprechen.“

„Gerne überzeuge ich Sie in einem persönlichen Gespräch davon, dass ich nicht nur aufgrund meiner langjährigen Anstellung in diesem Unternehmen, sondern auch wegen meiner Fähigkeiten und Ideen eine gute Besetzung für die Position bin.“

Die größten Fehler im letzten Satz

Weglassen/ Vergessen von geforderten Informationen

Das Fehlen von geforderten Informationen erweckt den Eindruck, du hast die Stellenanzeige nicht richtig gelesen. Dies gilt es zu vermeiden. Das Unternehmen muss dann, falls generelles Interesse besteht, hinter dir her telefonieren. Diesen holprigen Start solltest du vermeiden.

Ausübung von Druck

Formulierungen wie: „Wann darf ich Sie anrufen, um einen Termin für ein persönliches Gespräch zu vereinbaren?“ sind ein absolutes No-Go! Der nächste Schritt liegt definitiv beim Unternehmen. Zeige dich selbstbewusst, aber nicht aufdringlich oder arrogant.

Verwendung des Konjunktivs

Die Verwendung des Konjunktivs in der Bewerbung ist ein klares No-Go. Der Konjunktiv vermittelt Unsicherheit und kann schnell in „Betteln“ umschlagen. Formulierungen wie „Dürfte ich mich bitte bei einem Bewerbungsgespräch bei Ihnen vorstellen?“ haben in einer Bewerbung nichts verloren. Schließlich weißt du, was du kannst!

Fragen stellen

In Ausnahmefällen kann es Sinn machen, den Schluss des Anschreibens mit einer Frage einzuleiten. In der Regel sind Fragen wie „Sie möchten mich näher kennenlernen?“ oder „Habe ich Ihr Interesse geweckt?“ jedoch nichts anderes als Floskeln, die alles andere als gut rüberkommen. Und du willst schließlich durch Individualität überzeugen.

Für die Aufmerksamkeit bedanken

Denke immer daran, dass das Unternehmen dich braucht, nicht nur andersrum. Bedanke dich also nicht für die Aufmerksamkeit, denn so vermittelst du Zweifel daran, dass das Lesen deiner Bewerbungsunterlagen eine sinnvolle Zeitinvestition ist. Was du hingegen machen kannst, ist dich für die Berücksichtigung oder die Sichtung deiner Unterlagen zu bedanken.

Eine Beispiel-Formulierung dafür lautet:

„Ich bedanke mich für die Sichtung meiner Unterlagen und freue mich, Sie in einem persönlichen Gespräch kennenzulernen“.

Checkliste: Der perfekte Schlusssatz

Die wichtigsten Tipps zu deinem Schlusssatz noch einmal auf einen Blick:

  • Verwende einen Call-to-Action, ohne Druck auszuüben
  • Denke an alle geforderten Informationen
  • Zeige dich selbstbewusst – der Konjunktiv hat in einer Bewerbung nichts verloren!
  • Vermittle deine Motivation und unterstreiche deine Kompetenzen
  • Benutze positive Ausdrücke und Aktivsätze
  • Auch wenn es Schlusssatz heißt, kannst du den letzten Absatz in mehrere Sätze unterteilen. Das ist besser für den Lesefluss.
STIFT Das wahre Ende eines Bewerbungsschreibens bilden immer eine Grußformel und deine Unterschrift. Vergiss diese beiden Punkte niemals, sonst ist deine Bewerbung unvollständig und hinterlässt keinen guten Eindruck.