Motivationsschreiben

Das Motivationsschreiben ist nicht mit dem Anschreiben in der Bewerbung zu verwechseln. Es ist oftmals freiwillig und ein gutes Mittel, um deine Schlüsselqualifikationen näher zu betonen. Schlüssig dargestellt liefert das Motivationsschreiben dem Personaler weitere Argumente, deine Bewerbung in die engere Auswahl aufzunehmen.

Was ist ein Motivationsschreiben?

Ein Motivationsschreiben wird ergänzend zum Bewerbungsschreiben verfasst.

Hier kannst du weitere persönliche Informationen unterbringen, spezielle fachliche Qualifikationen hervorheben und deine Motivation mit Bezug zum Unternehmen betonen.

Indem du mehr über deine Stärken und deine eigene Person erzählst, kannst du dich von anderen Bewerbern abheben.

Dadurch bekommen Personaler ein besseres Gesamtbild von dir und sehen, dass du dich umfangreich über den Job und den Arbeitgeber informiert hast.

Motivationsschreiben

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Das Motivationsschreiben erhöht deine Chance auf ein persönliches Vorstellungsgespräch. Außerdem hat es weniger formale Anforderungen, ist persönlicher und fundamentaler als ein Anschreiben. Nur wenige Unternehmen verlangen ein gesondertes Motivationsschreiben und somit ist es oft freiwillig.

Wie ist die Anordnung in der Bewerbungsmappe?

Das Motivationsschreiben wird hinter dem Bewerbungsschreiben und Lebenslauf angeordnet. Durch diese Form in der Bewerbungsmappe wird das Motivationsschreiben umgangssprachlich auch als „dritte Seite“ oder „Seite drei“ der Bewerbung bezeichnet.

Reihenfolge der Bewerbungsunterlagen:

  1. Anschreiben
  2. Lebenslauf
  3. Motivationsschreiben
  4. Zeugnisse, Empfehlungen, Referenzen, Zusatzqualifikationen, etc.

DOKUMENT Nicht überall ist das Motivationsschreiben die dritte Seite! In Österreich wird zum Beispiel bei jeder Bewerbung ein Motivationsschreiben gefordert. Hierbei handelt es sich jedoch um den Teil der Bewerbungsunterlagen, der in Deutschland als Bewerbungsschreiben bekannt ist.

Welche Vorteile hat ein Motivationsschreiben?

Das Motivationsschreiben „schwappte“ in den 1990er Jahren nach Deutschland, woraufhin es immer mehr zu einem Bestandteil der Bewerbung wurde. Sinn und Zweck dieser dritten Seite ist eine zusätzliche Individualisierung der eigenen Bewerbungsunterlagen sowie eine dadurch ermöglichte Abgrenzung zu anderen Bewerbern.

Ein Motivationsschreiben gibt dir die Möglichkeit, schwierige Stellen des eigenen Lebenslaufes zu erklären, den eigenen Mehrwert für das Unternehmen herauszuarbeiten und letztlich kannst du deine Individualität unterstreichen.

Motivationsschreiben Vorteile

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Wenn du dich für eine Initiativbewerbung entscheidest, kann die dritte Seite für dich ebenfalls von Vorteil sein! Du kannst dort noch einmal deinen Entschluss, dich auf eine nicht ausgeschriebene Position zu bewerben, explizit mit deinem Interesse an dem Unternehmen sowie den zu erwartenden Aufgaben ausführen.

Zudem kannst du dabei deine Fähigkeiten und bisher gewonnenen Qualifikationen gezielter betonen als in einem Anschreiben.




Wie bereite ich das Motivationsschreiben vor?

Bevor du mit der Ausarbeitung deines Motivationsschreibens beginnst, solltest du dich gründlich vorbereiten und einige Tipps beachten. Beginne zunächst damit, dir stichpunktartig deine Motivation und die relevantesten Inhalte zu notieren. Plane zudem den Aufbau deines Textes und überlege dir eine gute inhaltliche Struktur.

Nutze nun deine Stichpunkte, um einen ersten Entwurf für dein Motivationsschreiben zu gestalten. Vermeide bei der Erstellung den Konjunktiv (die Möglichkeitsform: z. B. könnte oder würde). Schreibe stattdessen selbstbewusst und nutze starke Verben. Auch Floskeln sind ein No-Go: Nur mit einem individuellen Motivationsschreiben kannst du Pluspunkte sammeln.

TIPP Je nachdem, was dein Berufswunsch ist oder wie das Unternehmen aufgestellt ist, kannst du deine Motivation kreativ darlegen. Dabei sollte sich das Motivationsschreiben von der traditionellen Version abheben. Das gelingt dir mit einem ausgefallenen Design oder einer originellen Sprache (z. B. einen Cliffhanger einbauen).

Eine erfolgreiche Jobbewerbung ist fehlerfrei, deshalb musst du dein Motivationsschreiben auf Rechtschreib- und Grammatikfehler prüfen, wenn du mit dem Schreibprozess fertig bist. Darüber hinaus solltest du dich für ein ausgefallenes Design und eine gut lesbare Schriftart entscheiden, die du einheitlich an deine weiteren Bewerbungsunterlagen anpasst.

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Wie schreibe ich ein Motivationsschreiben?

Hier findest du Tipps und Anregungen, wie du dein Motivationsschreiben verfassen kannst. Verlasse dich beim Schreiben nicht zu sehr auf Muster aus dem Internet. Diese werden schnell von Arbeitgebern erkannt und haben keinen Bezug zum Unternehmen. Ein Motivationsschreiben sollte immer individuell auf dich und das Unternehmen angepasst sein.

Formaler Aufbau

Im Gegensatz zum Bewerbungsanschreiben, hast du bei der formalen Gestaltung etwas mehr Spielraum. Wichtig ist, dass auch der formale Aufbau zu den restlichen Bewerbungsdokumenten passt.

Deine Kontaktinformationen (Name, Adresse, E-Mail und Telefonnummer) kannst du im Briefkopf, einer Kopf- oder Fußzeile angeben. So sieht der Personalverantwortliche direkt, welchem Kandidaten das Motivationsschreiben gehört.

Wenn deinem Schreiben bereits ein Anschreiben vorangegangen ist, kannst du auf eine Empfängeradresse, die Grußformel und auf das rechtsbündig formatierte Datum verzichten. Steht das Motivationsschreiben allein, solltest du diese Punkte aufgreifen und unterbringen.

TIPPDie Grußformel solltest du direkt an den Personaler richten, da ein einfaches „Sehr geehrte Damen und Herren, …“ oft unpersönlich wirkt.

Nachdem du all deine Beweggründe für den Job, den Studienplatz oder das Stipendium im Schreiben untergebracht hast, folgen das Datum und die Unterschrift.

Die Einleitung

Der Anfang deines Motivationsschreibens sollte mit einer aussagekräftigen Überschrift beginnen. Zudem kannst du den Text durch Unterüberschriften gliedern. Die erste Überschrift ist in jedem Fall enorm wichtig, da sie die Aufmerksamkeit des Personalverantwortlichen auf sich zieht und zum Weiterlesen animieren soll.

Mögliche Überschriften:

  • Was sie noch über mich wissen sollten
  • Was sie noch nicht über mich wussten
  • Warum ich mich bei Ihnen bewerbe
  • Meine Motivation
  • Ich über mich
  • Warum [Name des Unternehmens]?
  • Warum gerade ich?

Darüber hinaus solltest du mit einem spannenden Einleitungssatz überzeugen, damit der Personaler weiterliest:

„Die erfolgreichsten Arbeitsergebnisse erzielt man, wenn man eine große Leidenschaft für seinen Beruf mitbringt und sich mit seinem Arbeitgeber identifiziert. Meine 15-jährige Berufserfahrung möchte ich nun gerne in Ihrem Unternehmen einbringen.“

„Engagiert, organisiert und zielorientiert – So gestalte ich meinen Arbeitsalltag. Dabei liegt mein Fokus auf einer stetigen Weiterentwicklung meiner Kenntnisse. In Ihrem Unternehmen sehe ich die Chance, mich neuen Herausforderungen zu stellen und mein Wissen zu vertiefen.“

Der Hauptteil

Der inhaltliche Aufbau deines Motivationsschreibens kann an dieser Stelle je nach Themenschwerpunkt variieren.

Du kannst es so aufbauen, wie es für deine Bewerbung den besten Zweck erfüllt.

Zu Beginn kannst du beispielsweise den Bezug zum – und deine Begeisterung für – das Unternehmen zum Ausdruck bringen.

Wichtig ist, dass du deine Motivation klar und deutlich auf den Punkt bringst.

Vermeide lange verschachtelte Sätze und konzentriere dich auf deine Argumente.

Motivationsschreiben Beispielhafter Aufbau

Mögliche Themen für dein Motivationsschreiben:

  • Deine Fähigkeiten und Kompetenzen ergänzend zum Anschreiben
  • Deine Motivation
  • Persönliche Schwerpunkte (was ist dir wichtig?)
  • Erklären von schwierigen Stellen im Lebenslauf
  • Deine Alleinstellungsmerkmale (Was hebt dich von anderen Bewerbern ab?)
  • Deine Leidenschaft für den Beruf
  • Dein besonderes Interesse am Unternehmen
  • Dein Engagement
  • Deine beruflichen Ziele

Bezug zum Unternehmen:

„Mich begeistert der Fokus Ihres Unternehmens auf Innovation und Weiterbildung. Darüber hinaus ermöglichen Sie es mir, meine Kenntnisse in der Verkaufsförderung auszubauen und meine Erfahrung als Projektmanager im Marketing gewinnbringend einzubringen.“

Persönliche Motivation:

„Als wissbegieriger Mensch sehe ich jeden Tag als Chance, meine Kenntnisse zu vertiefen und mich neuen Herausforderungen zu stellen. Meinen beruflichen Fokus möchte ich auf die Übernahme von mehr Verantwortung legen.“

Fachliche Qualifikationen:

„Persönlich zeichne ich mich vor allem durch eine fokussierte und eigenverantwortliche Arbeitsweise aus, wodurch ich auch in stressigen Situationen zielstrebig bleibe. Mit mir gewinnen Sie eine engagierte Teamplayerin, die Engagement und Leidenschaft für den Beruf mitbringt.“

Der Schlussteil

Auch am Ende des Motivationsschreibens kannst du einen Hinweis darauf geben, dass du dich über eine Einladung zum Vorstellungsgespräch freust, um das Unternehmen besser kennenzulernen.

Besonders gelungen ist dabei ein Abschluss, der wirkliches Interesse am Unternehmen bekundet und nicht schleimt oder anbiedert. Aus diesen Infos gestaltest du dann einen prägnanten Schlusssatz wie:

„Vielen Dank für die Berücksichtigung meiner Bewerbungsunterlagen. Für Rückfragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Ich freue mich darauf, bald von Ihnen zu hören.“

„Ich danke Ihnen für die Sichtung meiner Unterlagen und freue mich darauf, Sie in einem persönlichen Gespräch kennenzulernen und von meiner Motivation zu überzeugen!“

Praxis-Tipps für das Motivationsschreiben

Befolge die nachstehenden Tipps, um dein Motivationsschreiben erfolgreich zu gestalten. Achte dabei darauf, deine Motivation individuell und authentisch zum Ausdruck zu bringen. Außerdem solltest du dir zuvor überlegen, ob du das Schreiben als kompletten Fließtext formulierst oder die einzelnen Passagen mit Zwischenüberschriften gliedern möchtest. Nachdem du eine erste Idee im Kopf hast, beginnst du mit der Rohfassung.

  • Wähle gute Formulierungen und achte auf Fehlerfreiheit
    (Grammatik, Rechtschreibung, Stil)
  • Passe das Layout dem Design deiner restlichen Bewerbungsunterlagen an
  • Wirf keine neuen Fragen auf (beantworte alle wichtigen, noch offenen Fragen)
  • Gestalte ein ansprechendes Design und sei kreativ
  • Wecke mit der Überschrift die Neugier des Personalers
  • Sei menschlich und natürlich, bleibe jedoch immer professionell
  • Beschränke dich auf Informationen, die dem Arbeitgeber einen Mehrwert liefern
  • Belege deine Fähigkeiten mit Beispielen

Nachdem du dein Motivationsschreiben verfasst hast, solltest du eine weitere Person Korrektur lesen lassen, um unverständliche Sätze und Fehler zu vermeiden.

TIPP Wichtig ist, deine Merkmale und Fähigkeiten immer zu begründen! Deshalb beantwortest du, wie und wo du die Fähigkeiten erworben, vertieft und eingesetzt hast? Nenne nur die Merkmale, die einen konkreten Bezug zur Stelle haben.

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Brauche ich ein Motivationsschreiben?

Nicht für jede Bewerbung ist ein Motivationsschreiben sinnvoll. Führungskräfte beispielsweise können mit einer dritten Seite deutlicher auf ihre Qualifikationen und bisherigen Erfahrungen eingehen. Für einen Job als Aushilfskraft macht es hingegen nicht viel Sinn, ein Motivationsschreiben zu verfassen.

Wann ist ein Motivationsschreiben sinnvoll?

  • Wenn die Konkurrenz für die Stelle sehr hoch ist
    (z.B. Praktika / Traineeprogramme oder Jobs bei sehr renommierten Unternehmen)
  • Wenn die Anforderungen der Stelle nicht genau oder nur wenig zum eigenen Lebenslauf passen
  • Wenn es sich um ein international agierendes Unternehmen oder einen Betrieb im Ausland handelt
  • Bei einer Stelle mit besonders hohen Ansprüchen an den Bewerber
    (z.B. hoch qualifizierte technische Berufe)
  • Berufe, für die eine gewisse Leidenschaft oder Begabung gefordert ist
    (z.B. soziale oder kreative Berufe)
  • Nach / Während dem Studium
    (wenn z.B. relevante Berufserfahrung fehlt; Für Stipendien oder ein Masterstudium)
  • Wenn in der Ausschreibung ein Motivationsschreiben verlangt wird
  • Bei der Bewerbung für ein FSJ

Wenn du darüber nachdenkst, deiner Bewerbung ein Motivationsschreiben beizufügen, solltest du dir folgende Fragen stellen:

    1. Wird dein Anschreiben mit allen wichtigen Informationen länger als eine DIN A4-Seite?
    2. Gibt es noch wichtige Informationen, die in deinem Anschreiben und Lebenslauf nicht auftauchen?
    3. Gibt es etwas Außergewöhnliches über dich, das du mitteilen möchtest?
    4. Hast du eine besondere Motivation für die Stelle?

STIFTWenn du eine oder mehrere dieser Fragen mit „ja“ beantworten kannst, bietet dir ein Motivationsschreiben für deine Bewerbung einen gewaltigen Mehrwert. Nimm dir ruhig Zeit zu überlegen, ob du etwas näher erläutern oder detaillierter darstellen möchtest.

Warum mit der „dritten Seite“ bewerben?

Personaler konzentrieren sich in erster Linie auf den Lebenslauf und vergleichen diesen mit den geforderten Qualifikationen. Im Anschluss verschwindet die Bewerbung oftmals in der Masse. Um die Aufmerksamkeit und Neugier des Arbeitgebers zu erwecken, musst du mit deiner Bewerbungsmappe auffallen.

Dein zusätzlicher Arbeitsaufwand für das Motivationsschreiben vermittelt den Personalern ein besonderes Interesse und eine große Motivation für die Stelle. Außerdem bekommt der Arbeitgeber ein genaueres Bild von dir.

Mit dem Motivationsschreiben kannst du mit deinen Fähigkeiten und deiner Motivation beeindrucken. Im Anschreiben hast du dafür oftmals nicht genug Platz zu Verfügung.

TIPPDamit dir international und innerhalb deines Studiums alle Türen offen stehen, haben wir hier alle wichtigen Fakten sowie Tipps für ein Motivationsschreiben auf Englisch und ein Motivationsschreiben für dein Studium.




Häufige Fehler in Motivationsschreiben

Damit dein Motivationsschreiben ein Erfolg wird, haben wir hier häufige Fehler zusammengestellt, die du vermeiden solltest:

  • Wiederholungen
    Inhaltlich solltest du neue Informationen über dich liefern und nicht dein Anschreiben / Lebenslauf wiedergeben.
  • Uninteressante Fakten
    Alle Fähigkeiten und Kenntnisse, mit denen sich kein Bezug zur Stelle herstellen lässt, können gestrichen werden.
  • Reine Aufzählungen
    Schreibe deine Fähigkeiten nicht nur herunter („Ich bin leistungsbereit, teamfähig und motiviert.“), sondern belege diese immer mit Beispielen!
  • Zu Unnatürlich
    Du solltest nicht aufgesetzt, sondern natürlich und menschlich wirken, dabei jedoch professionell. Genau dieser Spagat macht ein gelungenes Schreiben aus.
  • Betteln oder Rechtfertigungen
    Vermeide es, um die Stelle zu betteln: „Man sollte mir diesen Job geben, weil (…)“ oder „Ich brauche diesen Job, denn (…)“.

Stelle in deinem Motivationsschreiben heraus, wodurch du dem Unternehmen einen Mehrwert bietest. Das Schreiben sollte kurz und knapp die Gründe darlegen, warum du dich bei diesem Unternehmen bewirbst.

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