Kündigung Arbeitsvertrag – Vorlage und Tipps für dein Kündigungsschreiben

Die Kündigung ist einer der letzten Eindrücke, die du bei deinem Arbeitgeber hinterlässt. Dieser Eindruck sollte möglichst gut sein, da du nie weißt, wie gut sich dein Ex- und dein neuer Chef kennen. Damit dir dies gelingt, haben wir dir Tipps für die Kündigung deines Arbeitsvertrags und eine Vorlage für ein Kündigungsschreiben zusammengestellt!

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  • Hand hält Briefumschlag auf dem Kündigung steht

Deine Bewerbung war absolut erfolgreich und du hast deinen neuen Arbeitsvertrag unterschrieben. Nun gilt es, schleunigst die Kündigung aufzusetzen, damit du pünktlich deine neue Position im neuen Unternehmen antreten kannst. Allerdings bist du dir nicht sicher, was du genau in oder wie du überhaupt deine Kündigung zu schreiben hast.




Kündigung des Arbeitsvertrags – Was gilt es zu beachten?

Kündigungsschreiben oder mündliche Kündigung?

Die Kündigung eines Arbeitsvertrags muss immer schriftlich in Form eines Kündigungsschreibens erfolgen. Eine mündliche Kündigung ist laut § 623 des BGB nicht rechtskräftig. Außerdem kann eine plötzliche mündliche Kündigung einen Streit zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer provozieren, welcher nicht zielführend und nervenaufreibend ist.

Fehler im Kündigungsschreiben vermeiden

Reine Formfehler in deinem Kündigungsschreiben können dazu führen, dass dieses als nichtig angesehen wird. Formfehler sind zum Beispiel die Gestaltung der Kündigung, der falsche Ansprechpartner, eine fehlende Unterschrift etc.
Im schlimmsten Fall können diese Fehler einen Rechtsstreit zwischen dir und deinem Arbeitgeber zur Folge haben.

Die Kündigungsfrist

Die Kündigungsfrist des Arbeitsverhältnisses muss immer eingehalten werden. Falls du dies nicht machst, kann dieser Fehler einen Rechtsstreit zur Folge haben.
Folgende Dinge solltest du beachten:

  • Die Kündigungsfrist ist die Zeit, die zwischen dem Zeitpunkt, an dem dein Vorgesetzter deine Kündigung erhält und deinem letzten Arbeitstag vergeht. Da häufig von persönlich abgegebenen oder per E-Mail verschickten Kündigungen ausgegangen wird, sollte das Datum, an welchem du dein Kündigungsschreiben abgibst bzw. verschickst, immer auf der Kündigung stehen.
  • Grundsätzlich beträgt die Kündigungsfrist nach § 622 des BGB 4 Wochen zum 15. eines Monats oder zum Monatsende. Es gibt jedoch Ausnahmen, wodurch sich verschiedene Kündigungsfristen ergeben:
    • Die Probezeit: Die Probezeit beträgt maximal 6 Monate. Möchtest du in dieser Zeit kündigen, beträgt deine Kündigungsfrist 2 Wochen.
    • Im Tarif- und/oder Arbeitsvertrag können die Fristen eindeutig definiert werden.

Bei einer außerordentlichen Kündigung, beispielsweise einer fristlosen Kündigung, muss Im Gegensatz zu einer normalen Kündigung ein Kündigungsgrund angegeben werden (Zahlungsverzug, grobe Beleidigung etc.). Die zugelassenen Gründe für eine fristlose Kündigung findest du im § 626 des BGB.

Muss der Empfang der Kündigung vom Arbeitgeber bestätigt werden?

Nein. Selbst wenn du um eine solche Bestätigung bittest, so ist dein Arbeitgeber nicht dazu verpflichtet. Du kannst, sobald du dich als Arbeitnehmer entschließt zu kündigen, zum Beispiel ein Mitglied des Betriebsrats (falls vorhanden) darum bitten, dich bei der Abgabe deiner fristgerechten Kündigung zu begleiten. Dadurch hast du, für den Fall der Fälle, einen Zeugen.

Kann ich in der Kündigung nach einem Arbeitszeugnis fragen?

Ja. Im Kündigungsschreiben kannst du direkt nach einem Arbeitszeugnis fragen. Dieses kannst du mit Beginn der Kündigungsfrist erhalten, um es deinem neuen Arbeitgeber vorzulegen. Dein Arbeitgeber ist laut §630 des BGB dazu verpflichtet, dir ein Arbeitszeugnis zu erstellen. Beachte jedoch bei dessen Erhalt die verwendeten Formulierungen.

Kündigungsschreiben Vorlage

Vorlage Kündigungsschreiben

Kündigungsschreiben Vorlage – Das steckt drin:

  • Kostenloser Download
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  • Bearbeitbare Microsoft Word-Datei (.docx)
  • Jederzeit wiederverwendbar
Download

Tipps für den Inhalt deines Kündigungsschreibens:

Name und Anschrift in der Kündigung

Die Anschrift von dir als Arbeitnehmer (ggf. mit Personalnummer) sowie die Anschrift deines Arbeitgebers müssen vollständig sein. Das Nennen einer Personalnummer (falls vorhanden) hilft deinem Arbeitgeber bzw. der Personalabteilung dabei, deine Kündigung schnell und richtig zuzuordnen.

Das Datum deiner Kündigung

Wie bereits erwähnt, muss es sich hierbei um das Datum handeln, an welchem du deine Kündigung absendest bzw. abgibst. Achte bei der Kündigung stets darauf, die Kündigungsfrist einzuhalten.

Die Betreffzeile im Kündigungsschreiben

Der Betreff muss so eindeutig wie möglich sein und sollte kurz gehalten werden. Sofern du das konkrete Datum kennst, an dem du deinen Arbeitsvertrag unterschrieben hast, kannst du den Betreff deiner Kündigung zum Beispiel wie folgt formulieren: „Kündigung meines Arbeitsvertrags vom [Datum]“. Alternativ kannst du hier auch angeben, zu welchem Zeitpunkt du dein Arbeitsverhältnis beenden willst und die Betreffzeile somit zum Beispiel folgendermaßen verfassen: „Kündigung des Arbeitsverhältnisses zum [Datum]“.

Die Anrede und der Abschluss einer Kündigung

Ebenso wie bei einem Bewerbungsschreiben gilt es bei einer Kündigung den zuständigen Ansprechpartner ausfindig zu machen. Dieser wird mit allen akademischen Titeln (falls vorhanden) genannt. Zum Schluss musst du beachten, dass du deine Kündigung mit einer handschriftlichen Unterschrift versiehst.




Die Zeit nach der Kündigung

Sobald du gekündigt hast, solltest du unbedingt deiner Arbeit gewissenhaft nachgehen. Du kannst im Vorfeld nicht wissen, wie gut sich Arbeitgeber untereinander kennen oder wie gut Personalabteilungen miteinander vernetzt sind. Damit dein Abschied nicht mit einem negativen Ruf endet, ist es folglich ratsamer, wenn du an deiner Arbeitsweise nichts änderst und vorbildlich weiterarbeitest.

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Von |2018-07-30T10:54:29+00:004. Mai 2016|Berufsleben, Jobsuche|