Bewerbung für ein Praktikum 2017-08-07T12:53:08+00:00

Bewerbung für ein Praktikum

Die Bewerbung für ein Praktikum ist ein wichtiger Schritt – genauso wie ein Schulabschluss, ohne den geht schließlich nichts. Doch Theorie ist nicht alles, denn in Deutschlands Betrieben wird praktische Erfahrung bei Bewerbern immer öfter vorausgesetzt. Somit wird das Praktikum, nicht nur für Schüler attraktiver als zuvor, sondern ebenfalls zum Pflichtprogramm im Studium, damit Absolventen als Einsteiger auf dem Arbeitsmarkt bestehen.

 Es ist nicht genug, zu wissen, man muss auch anwenden; es ist nicht genug, zu wollen, man muss auch tun.

Johann Wolfgang von Goethe (Werk: Wilhelm Meisters Wanderjahre)

Durch die steigende Nachfrage nach Praktikumsplätzen steigt der Druck auf uns: Die Bewerber! Viele fragen sich an diesem Punkt: „Wie bewirbt man sich eigentlich für ein Praktikum? Ich habe ja noch gar keine Erfahrung, außer dem Gelernten aus der Schule/Uni. Womit soll ich also punkten?“ Ein scheinbarer Teufelskreis, da Erfahrung verlangt wird, um Erfahrung sammeln zu können.

Tipps für die Bewerbung für ein Praktikum

Adressaten, müde Finger & Co.

Jede Bewerbung hat einen Adressaten und eine Grußformel im Bewerbungsschreiben. Sie richtet sich zwar an ein Unternehmen, wird aber in der Regel immer für eine bestimmte Person geschrieben. Daher ist es auch bei der Bewerbung für ein Praktikum wichtig, zuerst die richtige Kontaktperson ausfindig zu machen.

Viele Unternehmen machen es euch einfach und geben den Ansprechpartner sowie seine E-Mail Adresse direkt auf ihrer Website an. Manchmal ist es schwieriger. In diesen Fällen ist ein Anruf im Betrieb empfehlenswert:

Guten Tag, mein Name ist Bernd Jobsucher, ich würde mich gerne für ein Praktikum in Ihrem Unternehmen bewerben. Wer ist die richtige Kontaktperson, wenn es um den Bereich XY geht?

TIPP Wurde der passende Adressat ausfindig gemacht, könnt ihr im besten Fall sogar im ersten Satz eurer Bewerbung auf das Telefonat verweisen.

Vor müden Fingern solltet ihr übrigens nicht zurückschrecken. Es handelt sich zwar nicht um eine Festanstellung, wer jedoch praktische Erfahrungen sammeln will, muss sich ordentlich ins Zeug legen. Individuelle Anschreiben sind Pflicht!

Struktur und Aufbau einer Praktikumsbewerbung

Die Struktur bzw. der Aufbau einer Bewerbung für ein Praktikum unterscheidet sich nicht grundlegend von einer „normalen“ Bewerbung. Die Standard-Elemente sind hier gefragt:

TIPP Geforderte Zeugnisse und weitere Anlagen sind abhängig vom Praktikum. Im Regelfall zählen jedoch das aktuellste Schulzeugnis, bereits vorhandene Praktikumszeugnisse und – wenn schon vorhanden – das Zeugnis des Uniabschlusses.

Das Praktikumszeugnis

Das Praktikum dient nicht nur als Zeitvertreib, sondern zur Erlangung von wichtigen Kenntnissen. Vor allem vor einer Ausbildung und während des Studiums sind Praktika beliebt, um in der Bewerbung mit Engagement zu glänzen.

Neben den klassischen Bewerbungsunterlagen, wie Anschreiben und Lebenslauf, spielt somit auch das Praktikumszeugnis eine wichtige Rolle. In ihm fassen Arbeitgeber eure durchlaufenen Arbeitsbereiche zusammen und beurteilen euer Verhalten während des Praktikums. Vergesst also nicht, eure erhaltenen Praktikumszeugnisse im Anhang mitzusenden!

Übrigens: Ihr habt ein Recht auf ein Praktikumszeugnis, also lasst euch dieses auch von eurem Arbeitgeber ausstellen!

Eure Motivation für das Praktikum

Liegt eine interessante Bewerbung vor, fragen sich Personaler zunächst: „Können wir diesen Bewerber hier gebrauchen?“

Angehende Praktikanten haben meist wenig bis keine Berufserfahrung und müssen daher zunächst angelernt werden. Das heißt, das Unternehmen muss entscheiden, ob es sich lohnt, in den Bewerber als Praktikant Zeit zu investieren.

PRO Ein Praktikum hat Vorteile für das Unternehmen und den Praktikanten zugleich: Der Praktikant bringt neuen Schwung und ist günstiger als ein regulärer Mitarbeiter. Praktikanten profitieren von einmaligen Arbeitserfahrungen und besseren Chancen auf dem Arbeitsmarkt.

Da Unternehmen häufig mit Praktika knausern, solltet ihr den Arbeitgeber auch bei einem ausgeschriebenen Praktikum davon überzeugen, dass ihr gebraucht werdet – und das nicht nur, um den Betriebskaffee zu kochen oder den Kollegen ihr Mittagessen zu besorgen.

Eure Motivation sollte somit nicht einfach nur vorhanden, sondern ebenfalls begründet sein. Die meisten Bewerber schreiben zwar, dass sie unbedingt im jeweiligen Unternehmen arbeiten möchten und das Praktikum als besondere Chance sehen, vergessen aber, das „warum?“.

Doch Motivation braucht immer langfristige Ziele, wie z.B.:

  • … eine Unternehmenswebsite verbessern zu wollen
  • … sein Engagement im Kundenservice einbringen zu wollen
  • … wertvolle Erfahrungen für die Zukunft zu sammeln
Hier ist Individualität gefragt, denn jedes Unternehmen ist anders und hat andere Baustellen, an denen ihr mit anpacken könnt.

Unsere Prakti-Tipps!

Schreibt ein Unternehmen ein Praktikum aus, wird immer eine Unterstützung gesucht. Daher ist es wichtig, zu vermitteln, dass ihr diese Hilfestellung bieten könnt.

Ein Beispiel:

… aufgrund meiner Einsätze in der Kundenberatung während meines Ferienjobs bin ich überzeugt, dass ich Sie in Ihrem Kundenservice tatkräftig unterstützen kann.

Ihr verdeutlicht damit, wie ihr euch beim Arbeitgeber einbringen könnt – und das alles kurz und knapp im Anschreiben eurer Praktikumsbewerbung!

Doch aufgepasst:

Schreibt nie, dass ihr Schwächen auf Seiten des Arbeitgebers erkennt. Erklärt nur, wobei ihr den Betrieb gerne unterstützen würdet.

Ihr braucht noch mehr Tipps zur Optimierung eurer Bewerbung? Dann werft einen Blick auf unsere Seite Richtig Bewerben!

TIPP Bevor du dein Praktikum nach einer erfolgreichen Bewerbung beginnst, solltest du dich gründlich über deine Versicherung informieren!

Viele unabhängige Tipps sowie eine entsprechende Beratung findest du zum Beispiel hier. Wenn du dort gerade nicht gucken möchtest, kannst du dir eine entsprechende PDF mit den Informationen auch bei uns herunterladen!

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