Online-Bewerbung schreiben: Tipps & Vorlagen

Eine Online-Bewerbung erfolgt in der Regel per E-Mail oder über ein Online-Bewerbungsformular beziehungsweise ein Karriereportal. Es gibt wichtige Punkte, die bei der Online-Bewerbung zu beachten sind. Vor allem das Thema CV Parsing spielt in dem Kontext eine große Rolle, da die online eingereichten Daten häufig in Bewerbermanagementsysteme (ATS) Übertragen werden. Nutze unsere gratis Vorlagen oder den kostenlosen Online-Bewerbungsgenerator, um deine Online-Bewerbung zu erstellen. Zusätzlich beantworten wir dir die wichtigsten Fragen zum Thema.

Ein Beitrag von Autor Stefan Gerth

Online-Bewerbung per E-Mail

Viele Unternehmen, insbesondere kleine und mittelständische Firmen, bevorzugen die Online-Bewerbung per E-Mail. Der Vorteil liegt in der einfachen Handhabung und schnellen Kommunikation. Du kannst deine Bewerbungsunterlagen problemlos per E-Mail einreichen und hast die Möglichkeit, direkt mit den richtigen Ansprechpartner*innen zu kommunizieren.

Als Bewerber*in solltest du bei einer Bewerbung per E-Mail unbedingt beachten, dass neben dem klassischen Bewerbungsschreiben auch ein Mail-Text erforderlich ist. Viele Bewerber*innen kopieren zumeist aus Unwissenheit ihr Anschreiben hinein. Von dieser Praxis raten wir dir eher ab. Das Bewerbungsschreiben gehört zur Bewerbung. Nutze den Text in der E-Mail besser, um kurz dein Anliegen zu beschreiben und auf deine Bewerbungsunterlagen im Anhang der Mail zu verweisen.

Bewerbung per E-Mail Tipps

Damit du bei der Bewerbung keine Fehler machst, findest du hier eine Checkliste für die Bewerbung per E-Mail:

  1. Seriöse E-Mail-Adresse nutzen

  2. Richtige Kontaktperson adressieren

  3. optional: Eigene E-Mail-Adresse ins BCC setzen

  4. Eindeutige Betreffzeile formulieren

  5. Bewerbungsunterlagen eindeutig benennen und im Anhang hinzufügen

  6. Ansprechperson direkt adressieren

  7. Kurzen professionellen E-Mail-Text verfassen

  8. Unterschrift hinzufügen

  9. Signatur hinzufügen

Weitere Tipps findest du in unserem Fachartikel zur Bewerbung per E-Mail.

Online-Bewerbung per Bewerbungsformular / Karriereportal

Bei größeren Unternehmen ist der Ansturm auf ausgeschriebene Stellen häufig zu groß, um Bewerbungen per E-Mail effizient zu bearbeiten. Deshalb richten diese Unternehmen eigene Bewerbungsportale ein, über die sich Bewerber*innen direkt bewerben können.


Dort kannst du dich oftmals für oder gegen das Anlegen eines unternehmensspezifischen Bewerberprofils entscheiden. Bewerberprofile ermöglichen es Bewerber*innen mehrere Bewerbungen beim gleichen Arbeitgeber einzureichen und ermöglichen es im Bewerbungsprozess außerdem, den aktuellen Stand deiner Bewerbung detailliert einzusehen.


Ob mit oder ohne Bewerberprofil, du füllst bei dieser Bewerbungsart Bewerbungsformulare aus. Dabei werden zunächst persönliche, berufsbezogene Daten abgefragt. Außerdem kannst du alle wichtigen Dokumente (Anschreiben, Lebenslauf, Zertifikate & Zeugnisse) hochladen.

Das wichtigste Dokumente ist hierbei der Lebenslauf. Dieser wird gescannt und dessen Inhalte automatisiert in das Bewerbermanagementsystem (ATS) übertragen. Personalverantwortliche können sich dort alle Bewerbungen an einem Ort anschauen und besser untereinander vergleichen. Das Auslesen ermöglicht Software, die wir als CV-Parser bezeichnen. Diese unterstützen somit auch bei der Auswertung deines Lebenslaufs. In vielen Fällen ist nämlich eine Art Matching im Einsatz, bei dem jede Bewerber*in einen bestimmten Score bekommt. Daher ist es sehr wichtig, dass alle Daten korrekt aus deinem Lebenslauf ausgelesen werden können.


Checkliste für die Bewerbung per Online-Formular:

  • Wenn möglich: Bewerberprofil anlegen

  • Lebenslauf für CV-Parsing optimieren

  • Unbedingt Fehler (Rechtschreibung etc.) vermeiden

  • Alle Angaben genau überprüfen

Weitere Formen der Online-Bewerbung: LinkedIn etc.

Heutzutage suchen Recruiter und Headhunter auf diversen Social-Media-Plattformen nach geeigneten Kandidat*innen. Wir sprechen bei dieser Praxis von „Social-Media-Recruiting“.


Die gängigste Plattform ist sicherlich LinkedIn, da es als Karrierenetzwerk ohnehin Business-orientiert ist. XING hat sich in den letzten Jahren von einem Business-Netzwerk zu einem selbst ernannten Jobs-Netzwerk gewandelt. Ein Profil hat hier vielmehr die Funktion einer digitalen Visitenkarte. Oft stellen sich Bewerber*innen die Frage, ob sie nun vorwiegend LinkedIn oder XING nutzen sollen. Wir raten dir zwingend zu einem LinkedIn-Profil, wenn du bereits ein paar Jahre Berufserfahrung vorwiesen kannst. Ein Xing-Profil lohnt sich in vielen Branchen ebenfalls.


Doch neben den beiden etablierten Plattformen werden auch Instagram oder Facebook zunehmend genutzt, um Kandidaten zu identifizieren. Immer häufiger nutzen Arbeitgeber soziale Netzwerke für ihren Unternehmensauftritt. Bewerber*innen können sich über diesen einen schnellen Eindruck verschaffen und Unklarheiten schnell über das Stellen von Fragen in der Kommentarsektion von Beiträgen aus dem Weg räumen.


Gerade bei Instagram und Facebook, weil es eben nicht primär im beruflichen Kontext steht, empfehlen wir dir, dein Profil noch einmal besonders nach unpassenden Inhalten zu durchsuchen. Alternativ pass deine Datenschutzeinstellungen in sozialen Medien an, wenn du nicht willst, dass alle Inhalte für Jedermann (auch Recruiter) von außen einsehbar sind.


Checkliste für soziale Netwerke:

  • Deine Profile sollten berufsrelevante Inhalte vollständig abdecken

  • Du solltest deine Profile stets aktuell halten

  • Decke berufsrelevante Keywords ausreichend ab

  • Setze auf professionelle Inhalte und präsentiere dich ansprechend

  • Googel dich selbst und lösche möglichst alle unprofessionellen Suchtreffer

  • Pass deine Datenschutzeinstellungen in sozialen Medien an

Passive Bewerbung über Datenbanken

Das Übertragen von Informationen in Datenbanken wird bereits von Unternehmen genutzt, um Bewerber*innen auf das Relevanteste zu reduzieren und somit schnell vergleichbar zu machen.


Die Digitalisierung des Bewerbungsprozesses ermöglicht nun ebenfalls passive Bewerbungsformen, die Online-Datenbanken nutzen. Das heißt Bewerber*innen können sich ihren Lebenslauf in spezielle Datenbanken einspeisen, in denen Headhunter*innen und Recruiter*innen für Arbeitgeber nach geeigneten Kandidat*innen gezielt suchen.


Diese Spezialform der Online-Bewerbung bietet für dich als Bewerber*in den Vorteil, dass im Grunde nichts weiter von dir verlangt wird, als dass du dein Profil in eine entsprechende Datenbank einspeist. Dennoch empfehlen wir dir, die passive Online-Bewerbung nur als Ergänzung und nicht als primäre Bewerbungsform zu nutzen.


Checkliste für passive Bewerbung über Datenbanken:

  • Achte auf ein vollständig ausgefülltes Profil

  • Nutze einen neutralen Sprachstil

  • Halte dein Profil aktuell

  • Nutze berufsrelevante Keywords, damit du für diese gefunden wirst

Bewerbungsunterlagen: Anschreiben, Lebenslauf & Co.

Die Bewerbungsunterlagen unterscheiden sich in ihrem Umfang und Inhalt im Grunde nicht. Egal welche Variante der Online-Bewerbung vom Unternehmen gefordert ist, deine Bewerbungsunterlagen sollten als PDF-Datei vorliegen, soweit ein Upload einer solchen möglich ist.


Wir empfehlen dir für die meisten Unternehmen, deine Dokumente als eine einzige PDF-Datei einzureichen. Diese sollte nicht größer als 5 MB sein. Reichst du stattdessen mehrere PDFs ein, gilt es pro Datei eine Größe von 1 MB nicht zu überschreiten. Viele Bewerber*innen versuchen dieser Beschränkung wegen, ihre Unterlagen als Zip-Datei zu versenden. Da das Verwenden dieses Formats bei Personaler*innen zu Mehraufwand führt, raten wir dir ausdrücklich davon ab.


Neben Format und Dateigröße ist auch die richtige Reihenfolge bei der Online-Bewerbung zu beachten. Reichst du deine Bewerbungsunterlagen gesammelt in einer einzigen PDF-Datei ein, solltest du dich bei der Reihenfolge an der einer klassischen Bewerbungsmappe orientieren.


Die Dokumente deiner digitalen Bewerbungsunterlagen solltest du in folgende Reihenfolge bringen:

  1. Bewerbungsschreiben

  2. Deckblatt (optional)

  3. Tabellarischer Lebenslauf

  4. Anlagen (Zeugnisse, Zertifikate etc.)

Online-Bewerbungsunterlagen in richtiger Reihenfolge

| Online-Bewerbungsunterlagen in richtiger Reihenfolge |

Egal, ob deine Unterlagen als eine oder geteilt in mehrere PDFs einreichst, du solltest darauf achten, dass du sie eindeutig benennst. So kommst nicht nur du, sondern auch die Personaler*innen nicht durcheinander.

Das Bewerbungsschreiben

Das Bewerbungsschreiben ist wie auch in der klassischen analogen Bewerbungsmappe die erste Seite der Bewerbung. Neben der Position innerhalb der Bewerbungsunterlagen sind ebenso Aufbau sowie Inhalt identisch.


Generell hat das Bewerbungsanschreiben jedoch durch die Online-Bewerbung immer mehr an Stellenwert eingebüßt. Längst ist für Personaler*innen wichtiger, welche Fähigkeiten die Bewerber*innen nachweislich mitbringen und nicht, welche sie sich im Zuge des Bewerbungsschreibens selbst zurechnen.


Diese veränderte Gewichtung hat zum Aufkommen einer bestimmten Trenderscheinung im Bewerbungskosmos geführt. Spezifisch für Online-Bewerbungen etabliert sich nämlich zunehmend die Bewerbung ohne Anschreiben.

Anschreiben für eine Online-Bewerbung

| Anschreiben für eine Online-Bewerbung |

Eine Bewerbung also, die ganz ohne ein Bewerbungsanschreiben auskommt und stattdessen einzig auf einen Lebenslauf setzt, der durch relevante Zeugnisse und Zertifikate ergänzt wird.


Doch ein gut geschriebenes Bewerbungsschreiben kann auch in einer Online-Bewerbung überzeugen. 


Denn nicht alle Angaben, die du in deinen Bewerbungsbrief schreiben würdest, lassen sich in deinem Lebenslauf ohne weitere aufnehmen.


Wenn du also nicht auf Sonderformen des Lebenslaufs zurückgreifen möchtest, setze stattdessen auf ein ansprechend formuliertes Bewerbungsschreiben, das diese Inhalte abdeckt.

Der Lebenslauf: Optimierung für CV-Parser notwendig!

Der Lebenslauf für die Online-Bewerbung unterscheidet sich im Aufbau und Inhalt nicht von dem anderer Bewerbungsarten. Doch es gibt eine Besonderheit, die du bei der Erstellung des Lebenslaufs unbedingt beachten musst. Speziell bei Online-Bewerbungen wird eine besondere neue Technik zur effizienteren Verarbeitung von Bewerbungen angewendet.


Die Rede ist von CV-Parsing, also dem automatischen Auslesen von Lebensläufen durch Software. Die Zeiten, in denen Personaler*innen einen ganzen Stapel von Bewerbungsmappen vor sich liegen haben und diese durchgehen, sind vorbei. Längst übernehmen es elektronische Helferlein, die Unterlagen auszulesen und die Daten in Datenbanken zu übertragen.


Doch nicht jeder Lebenslauf lässt sich gleich gut auslesen. Ein zweispaltiges Design, falsche Keywords oder auch Rechtschreibfehler können dafür sorgen, dass deine Daten nicht richtig ausgelesen werden.


In diesem Fachartikel erfährst du, wie du deinen Lebenslauf für Bewerbermanagementsysteme (ATS) optimieren kannst.

Lebenslauf für eine Online-Bewerbung

| Lebenslauf für eine Online-Bewerbung |

So kann es sein, dass deine Bewerbung ausscheidet, ohne dass ein*e Personaler*in sich mit ihr auseinandergesetzt hat.


Neben dem CV-Parsing ist ebenso der besondere Stellenwert des Lebenslaufs in der Online-Bewerbung zu beachten. 


Durch das vermehrte Weglassen des Bewerbungsanschreibens verstärkt sich seine Rolle als zentrales Bewerbungsdokument nur weiter. Doch das führt zu Problemen.


Denn nicht alle Inhalte des Anschreibens lassen sich einfach so im herkömmlichen Lebenslauf aufführen. Motivation, Gehaltsvorstellung, Verfügbarkeit, dafür ist im hierzulande üblichen Lebenslaufdokument noch kein Platz vorgesehen.

Für die Bewerbung ohne Anschreiben haben die Expert*innen des Bewerbungsservices „die Bewerbungsschreiber“ die Lösung. Der CV+ ist eine Weiterentwicklung des klassischen Lebenslaufs, optimiert auf die Anforderungen der Online-Bewerbung.


Er bietet abseits der gängigen Inhalte Platz für Persönlichkeit, Motivation, Verfügbarkeit sowie Gehaltsvorstellung und das alles vollständig CV-Parsing-optimiert. Jetzt kostenlos anfragen und von Expert*innen beraten lassen.

Zeugnisse und Zertifikate

Welche Zeugnisse für die Online-Bewerbung gefordert werden, ist je nach Stelle unterschiedlich. Bei Online-Formularen ist es in der Regel jedoch angegeben, welche Zeugnisse Relevanz haben.


Du kannst aber ebenso in der Stellenausschreibung nach entsprechenden Angaben suchen. Größere Unternehmen haben ihre Bewerbungsanforderungen oft standardisiert und informieren Bewerber*innen entsprechend auf ihrer Website.


Achte bei Zeugnissen und Zertifikaten besonders auf die Dateigröße. Bei eingescannten Dokumenten kann die Größe schnell das vorgeschriebene Maß übertreffen. Farbig eingescannte Dokumente sind meist größer als schwarz-weiße.


Für die Online-Bewerbung werden folgende Zeugnisse und Zertifikate benötigt:

  • Zeugnis deines höchsten Bildungsabschlusses

  • Jedes für die angestrebte Stelle relevante Arbeitszeugnis der letzten zehn Jahre

  • Für den angestrebten Beruf relevante Zertifikate

In deinen Bewerbungsunterlagen werden die Anlagen nach dem potenziell vorhandenen Motivationsschreiben aufgeführt. Doch auch die Anlagen der Bewerbung müssen in die korrekte Reihenfolge gebracht werden.


Diese Reihenfolge ist die richtige für die Anlagen deiner Online-Bewerbung:

  1. Zeugnis deines höchsten Bildungsabschlusses

  2. Arbeitszeugnisse in antichronologischer Reihenfolge

  3. Zertifikate & Weiterbildungen in antichronologischer Reihenfolge

Denke daran, deinen Lebenslauf und dein Anschreiben mit einer Unterschrift zu versehen, da du so noch einmal die Richtigkeit deiner gemachten Angaben bestätigst. Außerdem zeigst du, dass du dir beim Erstellen deiner Unterlagen für das Unternehmen Mühe gegeben hast und verleihst deinen Dokumenten zusätzlich eine persönliche Note.

Kostenlose Vorlagen für die Online-Bewerbung [Word]

Bewerbung online erstellen

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Vorteile und Nachteile der Online-Bewerbung

In der heutigen digitalen Welt ist die Online-Bewerbung zur bevorzugten Methode geworden. Um sich auf Stellenangebote zu bewerben, bietet sie zahlreiche Vorteile gegenüber traditionellen Bewerbungsverfahren. Wie bei anderen Bewerbungsarten gibt es auch bei der Online-Bewerbung positive sowie negative Aspekte, die berücksichtigt werden sollten.


Diese Vorteile hat die Online-Bewerbung für Bewerber*innen:

  • Schnelligkeit: Online-Bewerbungen können sofort und ohne Verzögerung abgeschickt werden. Dies spart Zeit im Vergleich zur postalischen Bewerbung und ermöglicht es den Bewerber*innen, sich schneller auf eine Stelle zu bewerben.

  • Kosteneffizienz: Das Einsparen von Druck- und Versandkosten ist ein großer Vorteil für Bewerber*innen. Durch das digitale Anfertigen und Versenden fallen keine Ausgaben für Papier, Druckertinte oder Porto an.

  • Einfachere Nachverfolgung: Viele Bewerbungsportale bieten Funktionen zur Verfolgung des Bewerbungsstatus. Dies ermöglicht es den Bewerber*innen, den Fortschritt ihrer Bewerbung jederzeit zu überprüfen.

  • Erhöhte Reichweite: Online-Bewerbungen ermöglichen es den Bewerber*innen, sich unkompliziert weltweit bei Unternehmen zu bewerben.

  • Schnelle Anpassbarkeit: Digitale Bewerbungsunterlagen lassen sich bei Bedarf schnell abändern und auf das jeweilige Unternehmen sowie die entsprechende Stelle anpassen.

  • Digitale Möglichkeiten: In Online-Bewerbungen können Bewerber*innen Links zu Social-Media-Profilen oder ihrer Bewerbungshomepage gewinnbringend einfügen, ohne dass es für die Personaler*innen einen wirklichen Mehraufwand erzeugt.

Diese Nachteile hat die Online-Bewerbung für Unternehmen und Bewerber*innen:

  • Technische Schwierigkeiten: Online-Bewerbungen erfordern gewisse technische Fähigkeiten, über die nicht jede*r Bewerber*in verfügt. Auch müssen diese über ein Textverarbeitungsprogramm verfügen und mit diesem umgehen können.

  • Anonymität: Online-Bewerbungen können unpersönlich wirken, da der direkte Kontakt zu Personalverantwortlichen fehlt. Dies kann es schwieriger machen, einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen.

  • Datenschutz und Sicherheit: Die Übermittlung persönlicher Daten über das Internet birgt Risiken. Es ist wichtig sicherzustellen, dass die Bewerbungsplattformen sicher sind und die Daten geschützt werden.

  • Überflutung von Bewerbungen: Die einfache Zugänglichkeit von Online-Bewerbungen kann zu einer Flut von Bewerbungen führen, sodass die Konkurrenz größer wird und es Bewerber*innen erschwert, sich von der Masse abzuheben.

  • Automatisierte Systeme: Viele Unternehmen nutzen aufgrund der Masse von Bewerbungen sogenannte Bewerbermanagement-Systeme, die Lebensläufe automatisch auslesen und filtern. Dies kann dazu führen, dass qualifizierte Bewerber*innen bereits aufgrund kleinster Fehler im Lebenslauf übersehen werden.

Online-Vorstellungsgespräche und Assessments

Online-Vorstellungsgespräche und Assessments sind mittlerweile Standard, bringen aber ganz eigene Herausforderungen mit sich - von der Technik bis zur Körpersprache. Da die Atmosphäre vor dem Bildschirm distanzierter ist, kommt es hier besonders auf die Details an.

Hier sind die wichtigsten Tipps für einen souveränen digitalen Auftritt:

  • Das technische Setup: Kameraposition und Beleuchtung checken, Blickkontakt halten, 10min vorab einloggen

  • Umgebung und Wirkung: Passenden Hintergrund und professionelle Kleidung wählen

  • Störfaktoren eliminieren: Handy auf Flugmodus, Türklingel ignorieren und Mitbewohner informieren.

  • Analoge Hilfsmittel bereitlegen: Stift, Papier etc.

  • Kommunikation und Körpersprache: Aktives Zuhören, bewusst Sprechpausen nutzen (um Verzögerungen bei Übertragung entgegenzuwirken)

  • Notfallplan für Übertragungsausfälle: Telefonnummer des Ansprechpartners bereithalten!

Weitere häufig gestellte Fragen zum Thema

Gibt es einen Unterschied zwischen der Online-Bewerbung und der E-Mail-Bewerbung?

„Online-Bewerbung“ dient als Oberbegriffr alle Arten der digitalen Bewerbung, also auch der E-Mail-Bewerbung. Eine Bewerbung per E-Mail ist somit immer eine Online-Bewerbung, eine Online-Bewerbung jedoch nicht zwangsläufig eine E-Mail-Bewerbung.

Nenne ich die Adresse im Anschreiben meiner Online-Bewerbung?
Ja, du solltest unbedingt deine Adresse und die des Unternehmens im Briefkopf deines Bewerbungsschreibens aufführen, selbst wenn der tatsächliche Versand digital erfolgt. Übernimm aber nicht einfach die Adresse aus dem Impressum des Unternehmens, da du gerade bei größeren Firmen mit mehreren Standorten nicht sicherstellen kannst, dass die Online-Bewerbung auch wirklich dort bearbeitet wird. Steht keine eindeutige Adresse zur Verfügung, kannst du diese weglassen. Deine eigenen Adressdaten sollten jedoch in jedem Fall aufgeführt werden.
Wie integriere ich ein Bewerbungsfoto in meine Online-Bewerbung?
Das Bewerbungsfoto solltest du oben rechts in deinem Lebenslauf einfügen. In Microsoft Word kannst du die Fotodatei ganz einfach an der richtigen Stelle platzieren. Wenn du ein Deckblatt nutzt, setz es mittig.
Bewirbst du dich über ein Online-Formular, findest du dort häufig eine zusätzliche Upload-Möglichkeit.
Ich habe keine Rückmeldung auf meine Online-Bewerbung erhalten, was sind meine Optionen?

Wenn du auf deine Online-Bewerbung keine Rückmeldung bekommen hast, empfehlen wir dir zunächst gründlich in dein E-Mail-Postfach zu schauen, das inkludiert ebenfalls den Spam-Ordner. Hast du dich mit einem Bewerberprofil beworben, dann findet sich dort häufig der Stand deiner Bewerbung innerhalb des gesamten Bewerbungsprozesses.


Gibt es selbst dort keinen Aufschluss über deine Bewerbung, hast du ebenso die Option, den Stand deiner Bewerbung durch direkte Kommunikation mit dem Unternehmen zu erfragen. Dazu kannst du grundsätzlich per Mail oder per Telefon nachfragen.


Weil eine fehlende Rückmeldung seitens der Unternehmen jedoch keine Seltenheit ist, findest du auf der jeweiligen Unternehmensseite in der Regel Informationen zur präferierten Methode, die du unbedingt beachten solltest.


Wann genau die Nachfrage gerechtfertigt ist, lässt sich nicht universell festlegen. Oft findest du auch hierzu Angaben auf den entsprechenden Unternehmensseiten. Als Faustregel solltest du jedoch nie früher als ein bis zwei Wochen nach Ablauf der jeweiligen Bewerbungsfrist nachfragen.

Wie schreibt man am besten eine Online-Bewerbung?
Eine Online-Bewerbung sollte, wie eine postalische Bewerbung, ein Bewerbungsschreiben, einen Lebenslauf und ggf. weitere relevante Zeugnisse und Dokumente enthalten. Wichtig ist, dass alle Unterlagen vollständig, strukturiert und fehlerfrei sind. Zusätzlich sollten spezifische Anforderungen von Online-Bewerbungsportalen (CV-Parsing) oder Stellenanzeigen beachtet werden.
Ein Foto von Stefan Gerth

Autor: Stefan Gerth

Stefan Gerth ist einer der führenden Bewerbungsexperten im deutschsprachigen Raum. Seine Expertise basiert auf einem Studium der Wirtschaftswissenschaften und über einem Jahrzehnt Erfahrung in der Betreuung und Beratung von Jobsuchenden. Als Geschäftsführer (bewerbung.net und Die Bewerbungsschreiber) und Autor teilt er sein Fachwissen regelmäßig und ist darüber hinaus ein gefragter Interviewpartner für renommierte Medien und die Fachpresse (u. a. Spiegel & Business Insider). Als Speaker gibt er sein Wissen zudem live weiter, etwa auf dem Absolventenkongress oder diversen Karrieretagen.


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