Beispielformulierungen: Gute Gründe für deinen Jobwechsel

Damit du dir wirklich sicher sein kannst, dass du deinen Job und damit gegebenenfalls auch deinen Arbeitgeber wechseln willst, solltest du im Vorfeld genau überlegen, welche Alternativen es zu einem Wechsel gibt.

  • Deine aktuelle Stelle beibehalten und sich langweilen?
  • Einen Entwicklungsstillstand riskieren?
  • Wo genau hast du für deine Karriere die besseren Chancen?

Sobald du diese Punkte für dich beantwortet und damit ein festes Ziel vor Augen hast, musst du dir zwei weitere Fragen stellen:

  • Ist meine Wechselmotivation ebenfalls für einen Personaler glaubhaft?
  • Kann ich diesen Grund für einen Jobwechsel in der Bewerbung nennen?

Im folgenden Video und im darauffolgenden Abschnitt findest du Gründe, die sich gut für einen Stellenwechsel eignen, und Beispiele, wie du diese in deinem Bewerbungsschreiben am besten begründen kannst.

Fachliche und persönliche Weiterentwicklung

Dieser Fall tritt beispielsweise dann ein, wenn du selbst nach Rücksprache mit deinem Chef keine Möglichkeit mehr siehst, deine persönlichen und fachlichen Kompetenzen weiterzuentwickeln. Eine alternative Möglichkeit kann sein, dass dein Arbeitgeber jegliche Möglichkeit auf Fort- und Weiterbildungen ausschlägt.

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Beispielformulierungen für deine fachliche und persönliche Weiterentwicklung

„Künftig möchte ich mich sowohl fachlich wie auch persönlich weiterentwickeln und Ihr Unternehmen gewinnbringend unterstützen.“

„Gerne möchte ich meine bisherigen Kenntnisse und Fertigkeiten gewinnbringend für Ihr Unternehmen einsetzen, um mich durch neue Herausforderungen fachlich und persönlich weiterzuentwickeln.“

Lust auf neue Herausforderungen

Deine bisherige Tätigkeit beherrscht du aus dem sprichwörtlichen Effeff. Was dir fehlt, sind neue Herausforderungen, die es zu meistern gilt und an denen du fachlich wachsen kannst. Es ist an der Zeit, sich intern sowie extern nach neuen Jobs umzusehen und das Anschreiben für den neuen Arbeitsplatz vorzubereiten!

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Wie du neue Herausforderungen am besten begründest

„Nach meiner langjährigen Anstellung als [Positionsbeschreibung] bin ich nun auf der Suche nach einer neuen Herausforderung.“

„In den letzten Jahren konnte ich Suchmaschinenkampagnen mit einem Budget von XX.XXX € erfolgreich steuern und so zum Erfolg meines aktuellen Arbeitgebers beitragen. Durch die positive Entwicklung im Online-Marketing ist das Unternehmen Marktführer geworden. Dies schränkt jedoch die mittelfristigen Entwicklungsperspektiven ein. Deshalb suche ich eine neue Herausforderung und möchte meine Erfahrung und Expertise jetzt bei Ihnen einbringen, um ein vergleichbares Ergebnis – zum Beispiel den Ausbau des Online-Marketings – zu realisieren.“

Erfahrungen in einer anderen Arbeitsumgebung sammeln

Nach drei Jahren in deiner Abteilung ist jeder Tag irgendwie immer gleich, was deine Motivation nicht unbedingt steigert – deine Produktivität lässt zunehmend nach. Folglich wird es Zeit für einen Tapetenwechsel, entweder in einem anderen Bereich des gleichen Unternehmens oder bei einem neuen Arbeitgeber!

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Beispiele, um die Erfahrungssammlung in einem neuen Arbeitsumfeld zu argumentieren

„Nach meiner langjährigen Tätigkeit in einem Großkonzern freue ich mich auf die Möglichkeit, mein Wissen in einem mittelständischen Unternehmen einzusetzen. Daher möchte ich mich Ihnen als ideale Besetzung für die ausgeschriebene Position vorstellen.“

„Ein kollegiales Zusammenarbeiten in einem mitarbeiterorientierten Unternehmen wie Ihrem, sehe ich als wichtige Grundlage für gemeinsamen Erfolg.“

Kennenlernen einer neuen Branche

Im Gegensatz zum vorherigen Punkt, geht es bei einem Branchenwechsel darum, die bereits gesammelten Erfahrungen aus deiner bisherigen Branche zu übertragen. Beispielsweise, wenn du bisher im Online-Marketing in der Gaming-Branche tätig warst und nun in den Beauty-Bereich wechseln willst. Der Bereich Online-Marketing bliebe in diesem Fall bestehen, aber der Branchenwechsel bedeutet ein ganz neues Tätigkeitsfeld.

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Eine neue Branche entdecken – Beispielformulierungen

„Persönlich sehe ich es als eine spannende Herausforderung an, meine gewonnenen Erfahrungen aus [Bereich] in die [Branche] zu übertragen und dort zielorientiert für Ihr Unternehmen einzusetzen.“

„Meiner langjährigen Leidenschaft für [Bereich] folgend, sehe ich es als eine spannende Herausforderung an, die im Laufe meiner Berufserfahrung gewonnenen Kenntnisse gewinnbringend für Sie einzusetzen.“

Verstärkte Arbeit im internationalen Kontext

Deine Englischkenntnisse sitzen und mit interkulturellen Erfahrungen kannst du ebenfalls glänzen – nur dein englischer Lebenslauf liegt ungenutzt in der Schublade. Was dir zu deinem Glück fehlt, ist die Arbeit in einem internationalen Umfeld. Ein internationaler Kontext bedeutet für dich mehr als auf „E-Mail“ zu klicken oder beim „Wording“ zu helfen.

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Verstärkte Arbeit im internationalen Kontext begründen (Beispiele)

„In den vergangenen Jahren habe ich meine sprachlichen Fertigkeiten durch verschiedene Sprachkurse stetig verbessert. Unter anderem diese Kenntnisse möchte ich künftig erfolgreich in einem international arbeitenden Unternehmen wie der XYZ GmbH einsetzen.“

„Durch meine umfangreiche Auslandserfahrung bin ich nicht nur sprachlich versiert, sondern ebenfalls mit vielen interkulturellen Aspekten vertraut. Dieses Wissen möchte ich für die Arbeit in einem international agierenden Unternehmen wie dem Ihren nutzen, um die qualitativ hochwertigen Produkte professionell im Ausland zu vertreten.“

Veränderung aus familiären Gründen (mit Vorsicht)

In diesen Grund spielen viele Faktoren hinein, die du aufgrund einer möglichen Diskriminierung weder im Anschreiben noch im Lebenslauf konkret benennen musst. Dennoch ist es völlig legitim, wenn du (oder dein Partner) zum Beispiel nach einem Arbeitsplatz in der Nähe deines Wohnorts suchst. Auch wenn es deinen Arbeitgeber nichts angeht, hilft es bei der Begründung des Jobwechsels.

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Beispielformulierungen für eine Veränderung aus familiären Gründen

„Aufgrund von familiären Veränderungen möchte ich mich beruflich ebenfalls umorientieren. Daher möchte ich von meiner derzeitigen Festanstellung als Vollzeitangestellte zu einer Anstellung in Teilzeit wechseln.“

„Da ich mich aus familiären Gründen räumlich verändere, bin ich aktuell auf der Suche nach einer neuen Herausforderung im Raum XZ.“

Corona-Krise: Jobwechsel / -verlust

Ob es nun um die Angst geht, den Arbeitsplatz zu verlieren oder während der Probezeit entlassen zu werden: Die Corona-Krise führt zu Verunsicherungen unter den Arbeitnehmern. Wenn auch du von der aktuellen Situation betroffen bist und zu einem krisensicheren Job wechseln möchtest, kannst du dies so in deiner Bewerbung begründen.

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Beispielformulierungen, wie du deinen Jobwechsel /-verlust durch Corona begründest

„Aufgrund der aktuellen weltweiten Entwicklungen und den damit einhergehenden Veränderungen, befinde ich mich aktuell wieder aktiv auf der Suche nach einer neuen beruflichen Situation, in der ich meine langjährig aufgebauten Fähigkeiten ideal zur Geltung bringen kann.“

„Aufgrund der landesweiten Schließungen aller kulturellen Veranstaltungsformate und meiner erst vor Kurzem begonnenen Tätigkeit bei XY, bin ich unverschuldet Teil einer weitreichenden Personaleinsparungsmaßnahme geworden und befinde mich derzeit aktiv auf der Suche nach einer neuen beruflichen Perspektive im Bereich XY.“

Tipps & Tricks: Jobwechsel in der Bewerbung formulieren

Deine Motivation für einen Wechsel des Jobs und gegebenenfalls des Arbeitgebers muss in deinem Anschreiben formuliert werden. Wichtig dafür sind die folgenden Kriterien:

  • Formuliere deine Motivation immer als eine Hin-zu-Motivation

Hinsichtlich der Formulierung gibt es zwei verschiedene Möglichkeiten: Hin zu etwas oder weg von etwas. Letztgenannte zeigt einem Personaler lediglich, dass es dir egal ist, bei welchem Unternehmen du einen neuen Job findest – Hauptsache, du bist nicht mehr in deiner alten Position.

Wenn du „hin zu etwas“ möchtest und die Formulierung im Anschreiben entsprechend wählst, wirkst du als Bewerber wesentlich zielstrebiger. Du zeigst deutlich, dass du dich bewusst für ein neues Unternehmen entschieden hast – ohne dich auf der Flucht zu befinden.

  • Lästern

Du darfst auf keinen Fall über deinen alten Arbeitgeber oder das alte Unternehmen lästern! Dadurch wirkst du selbst unprofessionell und dein künftiger Arbeitgeber muss damit rechnen, dass du in Kürze ebenfalls so über ihn reden könntest.

Folgende (überspitzt dargestellte) Formulierungen solltest du nicht verwenden:

  • „Mein derzeitiger Chef ist weder dazu in der Lage, vernünftig zu zahlen, noch kann er zivilisiert mit mir reden. Letztens hat er mich sogar angespuckt bei einem seiner Schrei-Anfälle! Das aber auch nur, weil wir in Konkurs gehen mit den ganzen roten Zahlen. Deshalb bin ich nun auf der Suche nach einer neuen Herausforderung in einem mitarbeiterorientierten Unternehmen.“
  • „Die vergangene Weihnachtsfeier beendete ich mit einem kleinen tête-à-tête mit der Assistenz der Geschäftsleitung. Leider habe ich mich danach nicht wie ein Rosenkavalier benommen, sodass ich jetzt nur noch doofe Aufträge bekomme. Deshalb möchte ich die von Ihnen ausgeschriebene Position als Krisen- und Notfallmanager nutzen, um beruflich neue Wege zu gehen.“

Bei eben solchen Formulierungen für den Jobwechsel in der Bewerbung wird sich kaum ein Personaler deinen Lebenslauf ansehen. Entsprechend gering ist die Chance auf eine Einladung zu einem Bewerbungsgespräch.

Mit den genannten Tipps sollte deiner erfolgreichen Karriere in einer anderen Abteilung oder einem anderen Unternehmen, zumindest aber der Einladung zu einem Vorstellungsgespräch, nichts mehr im Wege stehen! Wir von bewerbung.net wünschen dir viel Erfolg dabei, deinen Jobwechsel in der Bewerbung zu begründen!

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