Was ist ein Praktikumsbericht?

Oft sind bestimmte Praktika festgelegt, die während der Schulzeit absolviert werden müssen. Auch in manchen Studiengängen ist ein Pflichtpraktikum oder sogar ein ganzes Praxissemester vorgesehen. Natürlich kannst du dich ebenso freiwillig für Praktika während des Studiums oder der Schulzeit entscheiden.

Ein Praktikum soll dir vor allem berufliche Orientierung geben und bietet dir die Möglichkeit, Einblick in verschiedene Tätigkeitsfelder zu erhalten. Um den Überblick zu behalten und dich auch nach späteren Praktika noch an alles Wichtige zu erinnern, kann der Praktikumsbericht eine große Hilfe sein. Dort werden die wichtigsten Daten, Erfahrungen und erworbene Kenntnisse aufgegriffen.

TIPP Da du deine Erfahrungen im Praktikumsbericht festhältst, wird er häufig als reflektierter Tätigkeits- und Erfahrungsbericht bezeichnet.

Bei freiwilligen Praktika ist ein solcher Bericht meist keine Pflicht. Ist das Praktikum vorgeschrieben, erwarten die Schule oder Universität ihn jedoch in der Regel.

Häufig wollen auch Unternehmen, dass du ihnen einen Praktikumsbericht zur Verfügung stellst. Damit können sie dann andere Praktikanten anwerben und erhalten selbst Feedback über ihre Praktikumsgestaltung.

Warum benötigt man einen Bericht?

In den meisten Fällen dient der Praktikumsbericht als eine Bestätigung der Leistungserbringung im Rahmen eines verpflichtenden Praktikums. Dein Betreuer (z. B. dein Lehrer oder Dozent) ist schließlich nicht beim Praktikum dabei, kann aber mithilfe des Praktikumsberichtes deine Gedankengänge und Erlebnisse nachvollziehen. So können dein Bericht bzw. das Praktikum bewertet und z. B. das Bestehen eines Moduls ermöglicht werden. Bei der Bewertung wird berücksichtigt, inwiefern du dich mit den Inhalten auseinandergesetzt hast oder Fachinhalte aus dem Unterricht aufgegriffen wurden.

TIPP Den Anreiz sollte nicht ausschließlich im Bestehen oder Erreichen einer guten Note liegen. Das Verfassen eines solchen Berichtes kann dich auf deinem beruflichen Werdegang weiterbringen und auf persönlicher Ebene prägen.

Der Bericht wird dir außerdem Platz für eine ausführliche Reflexion deines Praktikums geben. Du beschäftigst dich mit deinen Aufgaben, Gedanken, dem Berufsbild und der Branche. Später kann dir der Bericht dann bei wichtigen Entscheidungen behilflich sein, z. B. für welchen Beruf, welches Studium oder auch welchen Schwerpunkt innerhalb deines Studiums du dich entscheidest.

Vorbereitung auf das Schreiben des Berichts

Als Allererstes solltest du dich informieren, ob es bestimmte Vorgaben seitens deines Betreuers bezüglich Länge, Aufbau, etc. gibt. Oft wird ein Handout mit den wichtigsten Vorgaben ausgehändigt, an dem du dich orientieren kannst.

Inhaltlich kann es vor allem helfen, wenn du während des Praktikums tatkräftig mitschreibst und alles Wichtige zu den Themen Aufgaben, Erlebnisse, mögliche Probleme, etc. festhältst. Wenn du relevante Infos nicht parallel zum Praktikum dokumentierst, dann kann es sein, dass du sie mit der Zeit vergisst und sie später nicht in deinem Bericht auftauchen.

STIFT Am besten legst du auf deinem Arbeitsplatz einen Block und Stift bereit, damit du sofort dokumentieren kannst, wenn etwas Spannendes passiert. Ein interessanter Gedankengang oder Formulierungsideen für deinen Praktikumsbericht können so ganz einfach festgehalten werden.

Bist du dir über die gewünschte Gliederung bewusst, kannst du deine Notizen direkt in die entsprechenden Bereiche einteilen und sparst später beim Verfassen Zeit, wenn du nicht zuerst alle Mitschriften sortieren musst.

Inhalt & Aufbau eines Praktikumsberichtes

Was genau von deinem Praktikumsbericht erwartet wird, hängt immer von deiner Schule oder Hochschule ab. Ob z. B. nur eine Aufzählung der Aufgaben, eine Tätigkeitsbeschreibung oder eine Reflexion und Bewertung des ganzen Praktikums verlangt wird, solltest du vorher abklären. Formalitäten wie Schriftgröße, Seitenzahlen, etc. können davon ebenfalls betroffen sein.

Die Inhalte eines Praktikumsberichtes sind:

  1. Unternehmensporträt & Bewerbungsverlauf: Infos zur Praktikumsstelle
  2. Tätigkeitsbeschreibung / Dein Projekt
  3. Persönliche Erwartungen
  4. Tagesberichte: Beschreibungen, was war positiv / negativ
  5. Reflexion / Bewertung: Rolle für die Berufswahl / Studienwahl

Die Inhalte werden aufgeteilt in Untergliederungen eines allgemeinen Aufbaus:

  • Deckblatt
  • Inhaltsverzeichnis
  • Einleitung: Der beschreibende Teil
  • Hauptteil: Die Einordnung des Praktikums
  • Schluss: Bewertung des Praktikums und Fazit
  • Anhang: Praktikumszeugnis, ggf. Literaturverzeichnis, usw.

Deckblatt

Auf dem Deckblatt sollten sich alle wichtigen Daten auf einen Blick wiederfinden lassen. Dazu gehören:

  • Der Titel deiner Arbeit: Praktikumsbericht (evtl. mit Bezug zum Studium)
  • Deine persönlichen Daten: Name, Adresse, Hochschule / Schule
  • Unternehmensdaten: Name, Adresse
  • Daten zum Praktikum: Einsatzbereich, Dauer & Zeitraum (ggf. Wochenstunden)

Falls es Vorgaben für dein Deckblatt gibt, musst du diese natürlich beachten. Es kann sogar sein, dass es eine Vorlage für das Deckblatt gibt, die du nutzen kannst und lediglich die Informationen austauschen musst. Sollte dies nicht der Fall sein, kannst du auch gerne unsere kostenlosen Vorlagen nutzen. Du findest sie am Ende dieses Beitrags.

Inhaltsverzeichnis

Im Inhaltsverzeichnis werden alle folgenden Kapitel deines Praktikumsberichtes in der richtigen Reihenfolge aufgeführt. Zu jedem gelisteten Thema wird die entsprechende Seitenzahl angegeben.

DOKUMENT Das Deckblatt und das Inhaltsverzeichnis selbst sind keine Bestandteile des Inhaltsverzeichnisses und sollten dementsprechend auch keine Seitenzahlen erhalten. Der Versuch, so die gewünschte Seitenzahl zu erreichen, wird also höchstwahrscheinlich nicht glücken.

Einleitung

Mit der Einleitung startet der eigentliche Inhalt deines Praktikumsberichtes. Nutze sie, um einen kurzen Überblick über das Praktikum und die Tätigkeit geben. Eine spannende Gestaltung der Einleitung regt zum Weiterlesen an.

Eine Einleitung für einen Praktikumsbericht enthält eine kurze Vorstellung des Unternehmens, deine Motivationsbegründung sowie deine Erwartungen an das Praktikum. Achte darauf, dass du dich ausreichend über den Betrieb informiert hast und ausschließlich korrekte und sachliche Informationen diesbezüglich angibst.

Das Unternehmensporträt

Du kannst ein paar formale Aspekte zum Unternehmen und zum Praktikum aufführen, wie z. B.:

  • Name des Unternehmens, Gründungsjahr
  • In welcher Branche ist das Unternehmen tätig?
  • Charakteristisches wie: Gesellschaftsform, Standort /-e, Mitarbeiterzahl
  • Was sind Produkte / Leistungen und Zielgruppen des Unternehmens?
  • Eine Zusammenfassung der Unternehmenshistorie
  • Wie bist du auf das Unternehmen aufmerksam geworden und wie verlief der Bewerbungsprozess?

Es sollte daraus deutlich werden, um was für eine Art Praktikum es sich handelt (Schülerpraktikum, freiwilliges oder Pflichtpraktikum für ein Praxissemester) und wie die Praktikantenstelle bezeichnet wird – z. B. „PraktikantIN im Online Marketing“ / „PraktikantIN in der Pflege“.

Deine Motivation

Weshalb hast du dich für ein Praktikum in dieser Branche und ein bestimmtes Unternehmen entschieden? Erläutere deine Motivation – was sind ausschlaggebende Punkte, die zu deiner Entscheidung beigetragen haben?

  • Die Praktikumsinhalte decken sich mit den Studieninhalten
  • Ein Beruf in der „Beipielbranche“ war schon immer dein größter Traum, weil…
  • Du bist von der Unternehmensphilosophie begeistert
  • Deine Eltern sind im selben Beruf tätig und du interessierst dich dafür

Deine Erwartungen

Führe kurz deine Erwartungen an das Praktikum auf.

  • Was möchtest du aus der Praxis lernen?
  • Wie stellst du dir einen typischen Arbeitstag vor?
  • Wie würdest du gerne betreut werden?
  • Was erhoffst du dir, inwiefern dir das Praktikum bei deinen Zukunftsentscheidungen weiterhelfen wird?

Hauptteil

Im Hauptteil sind vor allem Hintergrundinformationen gerne gesehen, die zum Verständnis des Lesers beitragen. Gehe in der genauen Beschreibung deines Praktikumsplatzes auf die Unternehmensstrukturen ein, insbesondere auf die Abteilung, in der du gearbeitet hast und beschreibe die charakteristische Organisation und Abläufe dort.

TIPP Es kann helfen, die verschiedenen Abteilungen oder Fachbereiche voneinander abzugrenzen. Hast du das bereits in der Einleitung getan, bedarf es dem nicht erneut.

Erwähne außerdem, welche Zugangsmöglichkeiten es für den jeweiligen Beruf gibt und welche Voraussetzungen dafür erfüllt sein müssen.

Deine Tätigkeit ist der Kern des Praktikumsberichtes und muss im Detail beschrieben werden. Gib als erstes einen generellen Überblick darüber, welche Aufgaben dir zugeteilt wurden und welche Zielsetzung diese verfolgten. Nach der generellen Übersicht kannst du typische Arbeitsabläufe auf verschiedenen Abstraktionsniveaus beschreiben:

  • Zusammenfassung eines typischen Wochenablaufs
  • Detaillierter Ablauf eines Arbeitstages
  • Konkrete Aufgaben- / Problemstellung und Lösungsweg

Zusätzlich dazu kannst du Fakten zu deinen Arbeitsbedingungen einbauen, also ob du im Großraumbüro, im Freien oder in einer ärztlichen Praxis usw. tätig warst. Arbeitszeiten zählen ebenfalls dazu – Gab es Besonderheiten oder hast du beispielsweise im Schichtdienst gearbeitet?

Neben Standardaufgaben und generellen Abläufen gehören natürlich auch die unerwarteten und nicht der Regel entsprechenden Vorkommnisse zu wichtigen Fakten, die im Hauptteil vorkommen sollen. Dazu zählen unter anderem Probleme, die aufgetretenen sind und die du im besten Fall gelöst hast. Wichtig ist, dass du bei den Beschreibungen stets objektiv bleibst. Die Bewertung des Ganzen erfolgt im Schlussteil.

Schluss

Der Schluss bildet den abschließenden inhaltlichen Teil deines Praktikumsberichtes. Du solltest kurz alles Wichtige zusammenfassen, was du dann folgend subjektiv bewertest.

Beantworte zum Beispiel folgende Fragen:

  • Wie hat dir das Praktikum insgesamt gefallen?
  • Wie haben dir deine Aufgaben gefallen und wie kamst du damit zurecht?
  • Was hast du alles gelernt?
  • Wie war der Umgang mit anderen Mitarbeitern / deinem Ansprechpartner?
  • Wurden deine Erwartungen erfüllt, übertroffen oder enttäuscht und wieso?
  • Welche Relevanz hatte das Praktikum für dich persönlich:
    Welche Rolle spielt es für Entscheidungen bzgl. deines beruflichen Lebens?
    Wie wurde dein Bild von dem Beruf geprägt?
  • Kannst du dir vorstellen, in dieser Firma später zu arbeiten?
  • Konntest du dich während des Praktikums weiterentwickeln?

Beim Verfassen deines Praktikumsberichtes bist du nicht dazu verpflichtet, dich allein auf die Aufführung positiver Dinge zu beschränken. Eine kritische Reflexion des Praktikums ist erwünscht und zeigt, dass du mögliche zukünftig relevante Entscheidungen in deiner Bewertung aufgreifst und sie verknüpfst.

TIPP Schreibe nicht das nieder, was du denkst, was der Lehrer oder Dozent hören möchte. Die Reflexion soll in erster Linie an dich gerichtet sein.

Wenn deutlich wird, dass du dich intensiv mit den Inhalten auseinandersetzt hast, kann sich das positiv auf die Benotung auswirken.

Anhang & Zusätze (Formalitäten)

Jetzt hast du bereits den wichtigsten Teil geschafft – der Text für deinen Praktikumsbericht ist fertig. Nun fehlen nur noch das Literaturverzeichnis und der Anhang, um deinen Praktikumsbericht zu komplettieren.

Das Literaturverzeichnis

Nach dem schriftlichen Teil sollte ein Literaturverzeichnis folgen, in dem sich alle relevanten Quellenangaben wiederfinden lassen, auf die du im Text verwiesen oder aus denen du zitiert hast. Falls du beispielsweise bei der Zusammenfassung der Unternehmenshistorie mit Büchern oder Websites gearbeitet hast, müssen diese im Literaturverzeichnis aufgeführt werden.

Spätestens beim wissenschaftlichen Arbeiten an der Uni wird dir das Literaturverzeichnis über den Weg laufen. Also nutze die Gelegenheit und wage dich auch gerne als schon Schüler an das Thema heran.

Der Anhang

Nach dem Text und dem Literaturverzeichnis folgt der Anhang. Der Anhang ist vor allem dafür da, wichtige Informationen und Zusatzmaterial in den Praktikumsbericht aufzunehmen, ohne seine Qualität und die Leserlichkeit negativ zu beeinflussen.

Es können Bilder, Diagramme oder Illustrationen eingefügt werden, um Aussagen im ausformulierten Teil des Praktikumsberichtes verständlicher darzustellen oder Inhalte anschaulicher zu gestalten. Wichtig ist, dass du an der jeweiligen Stelle im Text auf eine ausführliche Darstellung im Anhang verweist.

DOKUMENT In Berichten zu Praxissemestern ist Bildmaterial im Fließtext eher nicht gerne gesehen. Füge das Material einfach dem Anhang bei und verweise im Text darauf. Frage bei Unsicherheit deinen Betreuer. Er wird dir sagen, welche Handhabung er sich wünscht.

Wie die Verwendung von Zusatzmaterial gehandhabt wird, ist von der Art des Praktikums abhängig. Bei technischen Praktika bieten sich Diagramme an, um z. B. komplizierte Inhalte zu beschreiben. Bei künstlerischen oder kreativen Praktika sind Skizzen und Bilder quasi unumgänglich.

Weitere Bestandteile des Anhangs können sein:

  • Kopien
  • Praktikums- bzw. Arbeitszeugnis
  • Arbeitsproben oder Projektberichte
  • Praktikumsbescheinigung

Selbsständigkeitserklärung

Du musst deinen Praktikumsbericht mit einer Erklärung abschließen, mit der du bestätigst, dass du den Bericht eigenständig und mit ausschließlich erlaubten Hilfsmitteln verfasst hast.

Es gibt vorgefertigte Varianten, die du lediglich mit deinem Namen und Unterschrift ausfüllen musst. Lege sie ganz am Ende deiner Praktikumsmappe bei. Auch in unseren Vorlagen ist solch eine Erklärung enthalten.

Das Layout eines Praktikumsberichtes

Die üblichste Darstellung ist die schriftliche Variante. Falls es erlaubt oder sogar erwünscht ist, kannst du dich kreativerer Methoden bedienen. Gestalte deinen Bericht in Form eines Karrieremagazins, einer PowerPoint-Präsentation oder eines Videotagebuchs.

Für die schriftliche Fassung deines Praktikumsberichtes kannst du dich an Folgendem orientieren, falls es keine strikten Vorgaben seitens deiner Schule / Uni gibt:

  • Der Zeilenabstand sollte einzeilig sein
  • Den Abstand der Seitenränder nicht zu groß wählen
  • Die passende Zeitform (Präsens und Präteritum)
  • Nutze selten oder gar kein Fett- und Kursivdruck
  • Nutze Zwischenüberschriften für einen besseren Überblick und Lesefluss
  • Gut lesbare Schriftgröße (11 oder 12) und neutrale Schriftart (Calibri, Times New Roman)

Neben diesen Formatierungspunkten sollte der Stil, in dem du schreibst, angemessen neutral und wissenschaftlich sein. Rechtschreib- und Grammatikfehler sollten sich auf keinen Fall im Text auftauchen. Aus Datenschutzgründen dürfen keine Namen in deinem Praktikumsbericht auftauchen. Stattdessen kannst du Begriffe wie Vorgesetzter, Kollege oder Geschäftsleiter, etc. verwenden.

Nachbereitung & Tipps für deinen Praktikumsbericht

Nachdem alles fertig formuliert, formatiert und ausgearbeitet ist, gibt es einige Dinge zu beachten, bevor du deinen Bericht an deinen Betreuer aushändigst.

Nachbereitung

Fehler können sich immer einschleichen. Ist dein Bericht fertig verfasst, lasse ihn auf jeden Fall von einer oder besser mehreren Personen kontrollieren. Überprüfe neben dem Inhalt auch die formellen Aspekte wie die Übereinstimmung der Seitenanzahlen mit den Angaben im Inhaltsverzeichnis, eine einheitliche Schriftart und -größe sowie die Vollständigkeit deines Anhangs.

TIPP Es gibt bestimmte Tools für die Fehleridentifikation und -überprüfung, die du sowohl kostenlos als auch kostenpflichtig nutzen kannst. Schreibst du im Studium oder im späteren Beruf oft wissenschaftliche Arbeiten, kann es durchaus sinnvoll sein, sich so ein Programm zu kaufen. Ein Beispiel ist die Rechtschreibprüfung von Duden-Mentor.

Wenn du deinen Bericht fertig formuliert hast und er auf Fehler geprüft wurde, musst du dir Gedanken machen, wie du den Bericht einreichst. Wähle zwischen der digitalen und der Printversion. Falls von deinem Praktikumsbericht nur eine Word- oder PDF-Version als Abgabe verlangt wird, kannst du ihn natürlich per E-Mail versenden oder auf einem USB-Stick an deinen Betreuer übergeben.

Entscheidest du dich für die gedruckte Variante, dann ist das Drucken und Binden genauso wichtig, wie der Inhalt. Wenn das Material nicht hochwertig erscheint, dann kann die Bewertung deines guten Inhalts von einem negativen schlechten Eindruck verzerrt werden. Du kannst spezielle Mappen für Praktikumsberichte günstig in Schreibwarengeschäften auftreiben und dort deine Arbeit binden lassen.

TIPP Knicke oder Flecken jeglicher Art sollten deine Arbeit nicht zieren. Du hast schließlich so viel Mühe und Zeit darin investiert, dass sie mit dem nötigen Respekt behandelt werden sollte.

Es kann darüber hinaus sinnvoll sein, deinen Praktikumsbericht von deinem Vorgesetzten prüfen zu lassen. Er kann vor allem die auf fachspezifisches Wissen bezogenen Aussagen auf Richtigkeit prüfen und dir eventuell Anregungen mitteilen. Falls der Betrieb regelmäßig Praktikanten einstellt, wissen die Ansprechpartner meist, worauf es beim Formulieren des Berichtes ankommt.

Tipps rund um den Praktikumsbericht

  • Fange nicht zu spät mit dem Ausformulieren an.
    Auch wenn Prokrastination ein echtes Problem ist und sehr häufig vorkommt – vermeide es! Du wirst dir später dankbar sein, wenn deine Mitschüler oder Kommilitonen eine Nachtschicht nach der anderen einlegen.
  • Nutze das Internet zur Inspiration.
    Das Internet kann eine große Hilfe sein, wenn du beim Formulieren mal wieder auf dem Schlauch stehst. Allerdings solltest du dir ausschließlich Informationen für eine Wissensgrundlage zusammensuchen und NIEMALS wörtlich abschreiben! So etwas fliegt immer auf und wird notentechnisch bestraft.
  • Frage bei fachlichen Unklarheiten deinen Ansprechpartner.
    Falls du fachliche Themen in deinem Bericht aufnehmen oder diskutieren möchtest, allerdings noch ein oder zwei Fragen diesbezüglich offengeblieben sind, dann frage einfach deinen Vorgesetzten. Wer kennt sich besser in diesem Bereich aus, als jemand, der tagtäglich damit zu tun hat?
TIPP Falls du einem Thema besondere Aufmerksamkeit widmen willst, weil es für dich besonders relevant ist, kannst du auch deinen Vorgesetzten interviewen. Von deinen Chefs wird das als zusätzliche Bemühung wahrgenommen und ehrlich interessierte Fragen sind immer willkommen.

  • Speichere deine Zwischenergebnisse.
    Beim Schreiben deines Praktikumsberichtes am Computer oder Laptop solltest du regelmäßig dein Zwischenergebnis speichern. Wer weiß, wann dein Gerät einen ungeplanten Absturz erleidet und am Ende deine frisch geschriebenen drei Seiten futsch sind?
  • Schließe mit schlechten Erfahrungen ab.
    Sollte dir das Praktikum nicht gefallen oder deine Erwartungen in keiner Weise erfüllt haben, dann kann der Bericht eine Hilfe sein, damit abzuschließen. Mache dir Gedanken darüber, was dir nicht gefallen und warum es dir nicht gefallen hat. Diese Erkenntnis kann dir helfen, darauf basierend Entscheidungen zu treffen. Du kannst dich für eine andere Branche oder ein ganz anderes Berufsfeld entscheiden. Zu wissen, was man nicht möchte, ist ebenfalls ein wichtiger Schritt, um herauszufinden, was man möchte.

Besonderheiten & Tipps für Studenten

Die grundlegenden Inhalte stimmen für den Praktikumsbericht eines Schülers und eines Studenten größtenteils überein. Alles, was du in diesem Beitrag unter dem Punkt Aufbau und Inhalt findest, kann übergreifend verwendet werden.

Allerdings muss der Praktikumsbericht eines Praxissemesters für eine Universität zusätzliche Kriterien erfüllen.

Praxissemester im Studium:

  • An der Uni ist wissenschaftliches Arbeiten Pflicht. Du wirst bestimmte Vorgaben erhalten, wie du zitieren oder wie du Tabellen nummerieren musst.
  • Ein Teil deines Praktikumsberichtes sollte der Verknüpfung der Studieninhalte mit den Praktikumsaufgaben gewidmet werden, denn die praktische Umsetzung deiner Kenntnisse ist schließlich das Ziel hinter dem Praktikum.
  • Neben dem ausführlicheren Inhalt müssen auch weitere Formalitäten beachtet werden: Müssen evtl. Bescheinigungen ausgefüllt werden oder auch von der Praktikumsstelle ausgefüllt werden?
  • Falls du das Praktikum in einer anderen Stadt absolvierst, kannst du auch Aspekte wie die Wohnungssuche oder das Beantragen eines Visums in deinem Bericht mit einbringen.

Checkliste & Vorlagen für deinen Praktikumsbericht

Erhalte mit unserer Checkliste einen Überblick über die wichtigsten Bestandteile eines Praktikumsberichtes und stelle sicher, dass du nichts vergisst.

Inhaltliche Überprüfung:

1. Deckblatt

  • Deine persönlichen Daten
  • Daten des Betriebes
  • Informationen zur Praktikumsstelle

2. Inhaltsverzeichnis
3. Einleitung

  • Grobe Darstellung / Einordnung der Firma
  • Art des Praktikums & Tätigkeitsbeschreibung
  • Deine Motivation deutlich machen
  • Erwartungen beschrieben

4. Hauptteil

  • Gesamtübersicht über die Abteilung, Arbeitsbedingungen und Aufgaben
  • Detaillierte Beschreibung der Aufgaben anhand eines Wochen- und / oder Tagesablaufes

5. Schluss

  • Bewertung des Praktikums</li
  • Reflexion des Erlebten mit Bezug zu deinen Erwartungen
  • Einordnung der Relevanz des Praktikums für dich persönlich

6. Literaturverzeichnis
7. Anhang / Zusätze

  • Grafiken, Zeichnungen, Diagramme, Skizzen, etc.
  • Kopien
  • Praktikumszeugnis
  • Arbeitsproben oder Projektberichte
  • Praktikumsbescheinigung

8. Selbstständigkeitserklärung

Überprüfung der Formalitäten:

  • Sind deine Unterlagen sortiert in einer Mappe und frei von Flecken?
  • Sind alle Quellen im Literaturverzeichnis aufgeführt und im Text gekennzeichnet?
  • Sind alle Bilder, Grafiken, etc. nummeriert?
  • Hast du alle Vorgaben des Dozenten eingehalten?
  • Ist der Inhalt auf Fehler überprüft worden?
  • Sind alle Inhalte im Inhaltsverzeichnis aufgeführt und stimmen die Angaben überein?

Kostenlose Vorlagen für deinen Praktikumsbericht

Für Studenten:

Vorlage Praktikumsbericht Studium
Download

Für Schüler:

Vorlage Praktikumsbericht Studium
Download

Musterbericht – Das steckt drin:

  • Kostenloser Download
  • Vorlagen für Praktikumsbericht
  • Jederzeit wiederverwendbar
  • Bearbeitbare Microsoft Word-Datei (.docx)