Bewerbungsschreiben auf Englisch

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Wie gut ist dein Englisch? Ganz passabel? Das klingt spitze. Geht so? Auch nicht schlimm! Denn wir haben die wichtigsten Infos über das Bewerbungsschreiben auf Englisch – komplett in deutscher Sprachausgabe – und wollen dich fit für deine Bewerbung machen. Ob für eine Bewerbung im Ausland oder bei einem international agierenden Unternehmen, unsere Tipps und Tricks sind überall anwendbar und helfen dir dabei, ein englischsprachiges Bewerbungsschreiben zu erstellen, wie es im Buche steht.

Was ist ein Cover Letter?

Der Cover Letter ist das englische Äquivalent zum deutschen Anschreiben. Obwohl der größte Unterschied zwischen der deutschen und englischsprachigen Bewerbung (neben der Sprache) der Wegfall von Zeugnissen und anderweitigen Belegen für erbrachte Leistungen ist (englische Bewerbungen enthalten in der Regel nur Anschreiben und Lebenslauf), sind beide Dokumente nahezu identisch in Aufbau und Inhalt. Der Cover Letter ist also die erste Seite der englischsprachigen Bewerbung.

Cover Letter und Anschreiben: Unterschiede und Gemeinsamkeiten

Cover Letter und Anschreiben weisen lediglich geringfügige Unterschiede auf. Hier hast du einen kurzen, aber treffenden Überblick:

  • Die englische/deutsche Sprache
  • Das Datum der Erstellung wird ohne Ort angegeben (optional)

Cover Letter und Anschreiben sind wiederum in vielen Aspekten gleich. Diese Gemeinsamkeiten solltest du nicht außer Acht lassen:

  • Die einseitige Länge
  • Die vollständige Angabe der Adressdaten (Absender/Empfänger)
  • Die anschließende Unterschrift

Vorbereitung eines Cover Letters

Auch für die Erstellung eines Cover Letters solltest du dich vorbereiten. Im Fokus stehen hier: der Empfänger, der Job und das Unternehmen.

Der Empfänger: Zu wessen Händen willst du deine Bewerbung versenden? Das ist eine der grundlegenden Fragen, bei der Erstellung eines Bewerbungsschreibens. Oft findest du den richtigen Ansprechpartner bereits in der Stellenausschreibung. Eine weitere Möglichkeit ist die Suche auf der Unternehmenswebsite. Hat selbst das nicht funktioniert, hast du die Option, im Betrieb anzurufen (Achtung: Hier werden deine Englischkenntnisse auf die Probe gestellt).

Der letzte Strohhalm ist die Verwendung einer Floskel anstatt eines bestimmten Ansprechpartners. „To Whom It May Concern“ bedeutet sinngemäß: alle, die es etwas angeht. Diese Phrase ist mit dem deutschen „Sehr geehrte Damen und Herren“ vergleichbar und sollt möglichst vermieden werden.

Der Job: Was macht den Job aus? Versuche in Erfahrung zu bringen, welche Qualifikationen und Fertigkeiten benötigt bzw. gefordert werden. Hilfsmittel sind hier: das Internet, Fachliteratur und natürlich die Stellenausschreibung. Erfüllst du nicht alle Anforderungen? Dann entscheide selbst, ob du es dennoch versuchen möchtest.

Ziehe außerdem ein (Online-)Wörterbuch (dict, PONS) zurate, das dich bei der Übersetzung von englischen Berufsbezeichnungen und Fachbegriffen unterstützt.

Das Unternehmen: Was macht der Betrieb für einen Eindruck? Das Unternehmen sollte dir bestenfalls rundum zusagen. Schließlich wirst du höchstwahrscheinlich für eine längere Zeit dort beschäftigt sein. Die Unternehmenswebsite ist gut geeignet, um sich einen Überblick über die grundlegenden Standpunkte des Betriebs zu verschaffen. Doch es ist nicht alles Gold, was glänzt: Oftmals sieht es hinter den Kulissen anders aus. Daher ist es empfehlenswert, sich bei derzeitigen Angestellten über das Betriebsklima zu informieren. Für den englischsprachigen Arbeitsmarkt kommt das Karrierenetzwerk LinkedIn zur Kontaktaufnahme infrage.

Außerdem ist es so einfacher zu verstehen, welche Charakterzüge das Unternehmen von einem Bewerber erwartet und auch in seiner Bewerbung wiedererkennen will.

Inhalt eines englischen Bewerbungsschreibens

Da der Aufbau des englischen Bewerbungsschreibens nahezu deckungsgleich mit dem des deutschen Bewerbungsanschreibens ist und du bereits weißt, welche feinen Unterschiede es gibt, kommt hier ein abschließender Überblick über den kompletten Aufbau zur Übersicht:

  1. Dein Name und deine Kontaktdaten
  2. Der Name des Empfängers und seine Kontaktdaten
  3. Die Begrüßung (Mr., Ms. Oder Miss)
  4. Die Betreffzeile (Application for …)
  5. Die Nennung des Jobs in der Einleitung
  6. Die Darlegung eurer Qualifikationen und Fähigkeiten
  7. Eine Zusammenfassung eurer Motivation
  8. Der Schlusssatz/Die Bekundung, dass Ihr euch auf Feedback freut
    (verweist optional auf euren Lebenslauf)
  9. Schlussformel und Unterschrift

Das englische Anschreiben: Tipps und Tricks

Diese Tipps und Tricks helfen dir dabei übliche Fehler zu vermeiden, die selbst englischen Muttersprachlern bei der Erstellung ihrer Bewerbung Probleme bereiten:

#1 Fachbegriffe

In jeder Branche gibt es ein bestimmtes Vokabular. Dieses sollte auf jeden Fall in die Bewerbung eingebracht werden. Schaffst du es, englische Fachbegriffe in den Cover Letter einfließen zu lassen, wirst du die ausländischen Personaler damit positiv überraschen.

#2 Rechtschreib- und Grammatikfehler

Rechtschreib- und Grammatikfehler sind in keiner Sprache gerne gesehen. Achte daher auf einen fehlerlosen Text, welchen du durch mehrmaliges Probelesen erzielen kannst. Frage auch Familie oder Bekannte (bestenfalls einen Muttersprachler), ob sie einen Blick auf deinen Cover Letter werfen können. Lasse die Bewerbung zwischen jeder Probe ein paar Minuten ruhen, damit du dich nicht an mehrmals gelesene Fehler gewöhnst.

#3 Anschreiben oder Lebenslauf?

Der Lebenslauf (Résumé) darf nicht zu viel Einfluss auf den Cover Letter nehmen. Reiße lediglich die wichtigsten Stellen an, um die Ursprünge deiner Qualifikationen und Fähigkeiten näher zu beleuchten.

#4 Ich

Verwende nicht zu oft das Wort ich, da der Cover Letter ansonsten sehr selbstbezogen wirkt. Das Unternehmen will direkt angesprochen werden und wissen, wieso du ins Team passt, und ist nicht allzu sehr daran interessiert, warum das Unternehmen zu deinem Lifestyle passt.

#5 Diskretion

In den seltensten Fällen bewirbt sich ein Bewerber für genau einen Job. Das wird auch bei deiner englischen Bewerbung nicht anders sein. Bewahre dennoch Diskretion über deine weiteren Bewerbungsversuche. Arbeitgeber wissen zwar, dass sie nicht die einzigen im Rennen um gute Arbeitskräfte sind, doch du solltest es unter Verschluss halten.

Wichtige Vokabeln für den Cover Letter

Nun hast du eine breite Auswahl an Tipps, die dich bei der Erstellung des Anschreibens für deine englischsprachige Bewerbung begleiten werden. Zum Abschluss möchten wir dir eine Auflistung von englischen Vokabeln und ihren Übersetzungen bieten, die dir bei der Erstellung deines Cover Letters weiterhelfen werden:

  • Cover Letter – Anschreiben
  • Motivational Letter – Anschreiben, Motivationsschreiben
  • Resume – Lebenslauf
  • Application – Bewerbung
  • Application for an employment – Bewerbung für eine Stelle
  • Application for a scholarship – Bewerbung für ein Stipendium
  • Full application – vollständige Bewerbung
  • Posting/Job – Stelle
  • Vacancy – Stellenangebot
  • Motivation – Motivation
  • Experience – Erfahrung
  • Skills – Fähigkeiten
  • Company – Unternehmen
  • Employer – Arbeitgeber
  • Employee – Angestellter
  • Apprenticeship – Ausbildung (Lehre)
  • Study/Studies – Studium