Das Arbeitszeugnis

Arbeitszeugnisse sind die wohl bekannteste Anlage der Bewerbung und können der ausschlaggebende Faktor bei der Entscheidung für oder gegen einen Kandidaten sein, da sie dem Personaler einen Eindruck vom Bewerber verschaffen, der über seine Selbsteinschätzung im Bewerbungsschreiben hinaus geht.

Die wichtigsten Informationen zum Arbeitszeugnis sowie Formulierungen in Zeugnissprache und gratis Vorlagen als Word Download findest du auf dieser Seite.

Was ist ein Arbeitszeugnis?

Ein Arbeitszeugnis ist die schriftliche Beurteilung deiner Leistungen und Erfolge sowie ein Nachweis für dein Beschäftigungsverhältnis. Es wird in der Regel von deinem Vorgesetzten oder der Personalabteilung ausgestellt. Das Zeugnis beurteilt einerseits deine fachliche Arbeitsleistung und andererseits deine sozialen Kompetenzen.

Ein gutes Arbeitszeugnis ist somit das i-Tüpfelchen deiner Bewerbung, ein schlechtes hingegen führt dazu, dass deine Bewerbung direkt im Müll landet.

TIPPWie du mit einem schlechten Arbeitszeugnis umgehst und wie du dieses anfechtest, erfährst du in unserem Beitrag „Schlechtes Arbeitszeugnis“.

Vor allem in englischsprachigen Ländern gibt es das Arbeitszeugnis, wie wir es in Deutschland kennen, nicht. Dort sind Referenz- und Empfehlungsschreiben von großer Bedeutung. Diese werden ebenfalls vom Vorgesetzten verfasst, allerdings besteht keine Ausstellungspflicht.




Einfaches vs. Qualifiziertes Arbeitszeugnis

Das Arbeitszeugnis wird in zwei grundsätzlichen Formen unterschieden:

  1. Einfaches Arbeitszeugnis
  2. Qualifiziertes Arbeitszeugnis

Das einfache Arbeitszeugnis ist die kürzere und daher weniger aussagekräftige Variante. Es enthält ausschließlich Informationen über Art und Dauer deiner Beschäftigung sowie über deine Aufgaben des Arbeitnehmers.

Das qualifizierte Arbeitszeugnis gibt einem Personaler darüber hinaus tiefere Einblicke in deine Arbeitsweise und dein Sozialverhalten. Dabei werden Inhalte zu deinem Tätigkeitsfeld, eine Beurteilung deiner Leistungsfähigkeit und -bereitschaft sowie dein Verhalten gegenüber Kollegen und Vorsitzenden angegebenen. Qualifizierte Arbeitszeugnisse sind um einiges aussagekräftiger und vorzuziehen.

TIPP Eine weitere Form des Arbeitszeugnisses ist das sogenannte Zwischenzeugnis. Beim Zwischenzeugnis handelt es sich um ein vorläufiges Zeugnis, das auf Bitte des Arbeitnehmers ausgestellt wird.

Aufbau und Inhalt des Arbeitszeugnisses

Es gibt bestimmte inhaltliche Aspekte und Regeln zum Aufbau, die bei einem Arbeitszeugnis unbedingt eingehalten werden sollten.

Den korrekten inhaltlichen Aufbau eines qualifizierten Arbeitszeugnisses erkennst du im Bild.

Das einfache Arbeitszeugnis ist vergleichsweise kürzer. Der Bewertungsteil (6. und 7.) fällt raus.

Arbeitszeugnis Inhalt Aufbau
  1. Briefkopf des Unternehmens oder Firmenbogen (optional)
    Wird das Arbeitszeugnis nicht auf einen Firmenpapier gedruckt, kann am Anfang der Briefkopf des Unternehmens eingefügt werden.
  2. „Arbeitszeugnis“ als Überschrift
    Wie bei jedem Dokument, sollte von Anfang an klar sein, worum es sich genau handelt. Bei der Sichtung einer Bewerbung ist es für Personaler so einfacher, die Dokumente sofort richtig einzuordnen.
  3. Einleitungssatz (mit Angaben zur Person und der ausgeführten Tätigkeit)
    Im Einleitungssatz sollten neben vollständigem Namen sowie Geburtsort und -datum der Beschäftigungszeitraum und der Aufgabenbereich bzw. die Position des Arbeitnehmers untergebracht werden.
  4. Kurze Beschreibung des Unternehmens
    Die Unternehmensbeschreibung sollte die Branche sowie den Firmennamen enthalten. Weitere erwähnte Informationen sind Hauptsitz, Größe, Rechtsform, Anzahl der Standorte und Art der Produkte oder Dienstleistungen.
  5. Stellenbeschreibung (Tätigkeitsfeld und konkrete Aufgaben)
    Bei der Stellenbeschreibung werden die wichtigsten und regelmäßig ausgeführten Aufgaben genannt. Der Wichtigkeit nach geordnete Aufgaben und Angaben zur Personal- und Budgetverantwortung schaffen eine detaillierte Übersicht. Diese Angaben können stichpunktartig aufgeführt werden.
  6. Bewertung der erbrachten Leistungen
    Bei der Bewertung der erbrachten Leistungen muss sich an folgendes Schema gehalten werden: Arbeitsbereitschaft, Arbeitsfähigkeit, Fachwissen, Arbeitsweise, Arbeitserfolg und Führungsleistung (falls es sich um eine Führungsposition handelt). Wichtig ist, dass die Angaben vollständig sind.
  7. Beurteilung des Sozialverhaltens
    Bei der Beurteilung deines Sozialverhaltens geht es um das Verhalten anderen Personen gegenüber. Dabei wird zwischen Vorgesetzten, internen Kollegen und Kolleginnen sowie externen Kunden und Geschäftspartnern unterschieden.
  8. Schlusssatz (in der Regel inklusive Danksagung)
    Der Schlusssatz, beziehungsweise Schlussabsatz, besteht aus 3 Teilen: Grund der Beendigung des Arbeitsverhältnisses, Dankesformel, gegebenenfalls Bedauernsformel und Zukunftswünsche.
  9. Ort, Datum und Unterschrift des Vorgesetzten
    Ort, Datum und vor allem die Unterschrift des Vorgesetzten machen das Bewerbungszeugnis erst zu einem gültigen Dokument. Überprüfe also immer, ob das Zeugnis unterschrieben und mit Ort sowie Datum versehen ist.

Arbeitszeugnis Generator: Zeugniserstellung online

Mit unserem Arbeitszeugnis Generator kannst du dein Arbeitszeugnis direkt und kostenlos online erstellen. Die eingerahmte Vorlage kannst du vollständig nach deinen Vorstellungen umschreiben – probiere es doch direkt mal aus!

Nachdem du alle gewünschten Änderungen vorgenommen hast, kannst du deinen Text ganz einfach kopieren und in ein Textverarbeitungsprogramm (z.B. Microsoft Word) einfügen. Wir wünschen dir viel Spaß!

Arbeitszeugnis

Herr Max Mustermann, geboren am 18.03.1995 in __________, wohnhaft in __________, __________, war in der Zeit vom 17.04.2016 bis zum 31.12.2019 als __________ in unserem Unternehmen beschäftigt.

__________ ist ein global agierendes Unternehmen im Bereich __________. Seit dem Jahr __________ sind wir in der __________ führend. Die Herstellung, sowie der Vertrieb im In- und Ausland von __________, zählt zu unseren Kernaufgaben.

Als Leiter im Bereich __________ kümmerte sich Herr Mustermann, als äußerst engagierter Mitarbeiter, schwerpunktmäßig um __________. In dieser Tätigkeit nahm Herr Mustermann folgende Aufgaben wahr:

  • __________
  • __________
  • __________

Wir haben Herrn Mustermann als äußerst motivierten Mitarbeiter, welcher sich stets im hohen Maße mit seiner Tätigkeit identifiziert, kennengelernt. Herr Mustermann erledigte seine Aufgaben systematisch, gewissenhaft und zu unserer vollsten Zufriedenheit. Dabei zeigte er durchweg, zusätzlich zu seinen fundierten Fachkenntnissen, ein hohes Maß an Leistungsbereitschaft, eine rasche Auffassungsgabe, Zielstrebigkeit und Eigeninitiative. Selbst in Zeiten hoher Belastung und angespannter Terminlage ging Herr Mustermann über das von ihm geforderte Maß hinaus und bewies höchste Ergebnisqualität, lösungsorientiertes Handeln sowie Zuverlässigkeit.

Sein stets professionelles Auftreten trug in den letzten Jahren zu einer großen Anzahl erfolgreicher Vertragsabschlüsse bei und machte ihn zu einem wertvollen Bestandteil unseres Teams. So konnte Herr Mustermann durch seine umsichtige und zielstrebige Art und seinen sehr hohen Arbeitseinsatz nachhaltige und äußerst wichtige Beziehungen zu zahlreichen Kunden aufbauen. Auch gegenüber Vorgesetzten und Kollegen verhält sich Herr Mustermann stets vorbildlich.

Darüber hinaus ist besonders das erfolgreiche Mitwirken am Projekt __________ hervorzuheben, in welchem Herr Mustermann zielführend die Teamleitung übernahm und so das geplante Projekt vorantreiben konnte. So gelang es Herrn Mustermann zu einer sehr positiven Umsatzentwicklung von __% beitragen zu können.

Herr Mustermann scheidet auf eigenen Wunsch aus dem Unternehmen aus. Wir bedauern diese Entscheidung sehr, bedanken uns jedoch für seine stets hervorragende Arbeit und wünschen ihm für seinen Berufsweg sowie persönlich alles Gute und weiterhin viel Erfolg.

Bochum, 01.01.2020

Unterschrift

Formulierungen und Noten im Arbeitszeugnis

Grundsätzlich versteckt sich hinter den Formulierungen im Arbeitszeugnis nichts anderes als die klassischen Schulnoten von 1 bis 5, also „sehr gut“ bis „mangelhaft“. Kleinste Anpassungen von Wörtern oder das Hinzufügen von unwichtig erscheinenden Wörtern kann aus einem „ausreichend“ schnell ein „gut“ machen.

Folgendes Beispiel verdeutlicht dir diese Abstufung sehr gut:

  • Note 1 (sehr gut):stets zu unserer vollsten Zufriedenheit
  • Note 2 (gut):zu unserer vollsten Zufriedenheit
  • Note 3 (befriedigend):zu unserer vollen Zufriedenheit
  • Note 4 (ausreichend):zu unserer Zufriedenheit
  • Note 5 (mangelhaft):insgesamt/im Großen und Ganzen zu unserer Zufriedenheit

An diesem Beispiel erkennst du, wie sich kleine Veränderungen auf die Bedeutung und implizierte Note des Satzes auswirken.

Hilfreiche Muster-Formulierungen für das Arbeitszeugnis

Wir haben im Folgenden einige hilfreiche Formulierungen inklusive deren Abstufung nach Noten zusammengestellt. So erhältst du einen besseren Eindruck von der Zeugnissprache und eine Orientierung für dein eigenes Arbeitszeugnis.

Formulierungen für eine sehr gute Leistung

Er/Sie erledigte ihre/seine Aufgaben stets selbstständig, mit größter Genauigkeit und zu unserer vollsten Zufriedenheit.

Seine/Ihre Arbeit war stets von hervorragender Qualität.

Frau/Herr XY war eine große Bereicherung für das Team und trug maßgeblich zum Erfolg aller Projekte bei.

Herr/Frau war ein/e sehr wertvolle(r) Mitarbeiter/in, der/die stets erfolgreich und mit außerordentlicher Einsatzbereitschaft agiert hat.

Besonders seine/ihre Fähigkeit, ___________, ist an dieser Stelle hervorzuheben.

Im Umgang mit Vorgesetzten, Kollegen und Kunden war Herr/Frau XY stets vorbildlich, zuvorkommend und freundlich.

Formulierungen für eine gute Bewertung

Er/Sie hat die ihm übertragenen Aufgaben stets sorgfältig und zu unserer vollen Zufriedenheit erledigt.

Er/Sie war stets sehr engagiert und zeigte große Initiative.

Frau/Herr XY meisterte neue Arbeitssituationen stets sehr gut.

Seine/Ihre Arbeit war durchweg von guter Qualität.

Wir verlieren mit Herrn/Frau XY einen Mitarbeiter, der stets zuverlässig war und erfolgreichste Arbeitsergebnisse lieferte.

Im Umgang mit Vorgesetzten, Kollegen und Kunden war er/sie stets vorbildlich.

Formulierungen für die Gesamtnote befriedigend

Die ihm/ihr übertragenen Aufgaben erledigte er/sie zu unserer vollen Zufriedenheit.

Herr/Frau XY zeigte stets Engagement und Initiative.

In neue Arbeitssituationen fand er/sie sich erfolgreich ein.

Die Arbeitsqualität von Herr/Frau XY war überdurchschnittlich.

Durch seine/ihre effiziente Arbeitsweise wurden selbst umfangreiche Aufgaben schnell und zufriedenstellend erledigt.

Der Umgang mit Vorgesetzten, Kollegen und Kunden war vorbildlich.

Formulierungen einer schlechten Bewertung (ausreichend und mangelhaft)

Seine/Ihre Aufgaben erledigte er/sie zufriedenstellend.

Engagement zeigte er/sie in ausreichendem Maße.

Die Qualität der geleisteten Arbeit entsprach unseren Erwartungen.

Herr/Frau XY war insgesamt eine Bereicherung für unser Unternehmen.

Der Mitarbeiter/Die Mitarbeiterin arbeitete gewissenhaft.

Sein/Ihr Verhalten gegenüber Mitarbeitern und Vorgesetzten war insgesamt angemessen.

Schlusssatz im Arbeitszeugnis

Im Schlusssatz des Arbeitszeugnisses wird der Beendigungsgrund angegeben. Dabei ist zu unterscheiden in

  • Kündigung des Arbeitnehmers („auf eigenen Wunsch“)
  • Kündigung des Arbeitgebers („betriebsbedingt“)
  • Einigung beider Parteien („in beiderseitigem Einvernehmen“)
  • Auslaufen eines befristeten Vertrages („nach Ablauf der vereinbarten Frist“)

Folgende Beispiele verdeutlichen die Noten, die durch die Abschiedsformel ausgedrückt werden können:

Sehr gut: Wir bedauern seine/ihre Entscheidung, das Unternehmen zu verlassen, außerordentlich. Für ihre/seine berufliche und persönliche Zukunft wünschen wir ihr/ihm weiterhin viel Erfolg und alles Gute.

Gut: Er/Sie verlässt auf eigenen Wunsch das Unternehmen, was wir sehr bedauern. Wir wünschen ihr/ihm beruflich weiterhin viel Erfolg und persönlich alles Gute.

Befriedigend: Herr/Frau XY verlässt uns auf eigenen Wunsch. Unserem Mitarbeiter wünschen wir weiterhin viel Erfolg und privat alles Gute.

Ausreichend: Herr/Frau XY verlässt das Unternehmen auf eigenen Wunsch. Für seinen/ihren weiteren beruflichen und persönlichen Weg wünschen wir Erfolg und alles Gute.

Mangelhaft/ungenügend: Mit Herr/Frau XY verlieren wir einen gewillten Mitarbeiter. Wir wünschen ihm/ihr Erfolg und alles Gute.

Das Herauslassen von bestimmten inhaltlichen Bestandteilen und Qualifikationen eines Arbeitszeugnisses führt bei Personalern zu der Annahme, dass diese Punkte schlecht bewertet werden müssten und daher ganz raus gelassen werden.Die Vollständigkeit eines Arbeitszeugnisses ist also von größter Bedeutung!

Außerdem solltest du stutzig werden, wenn bestimmte Verhaltensweisen, die Arbeitgeber als selbstverständlich ansehen, extra erwähnt werden. „An seiner Pünktlichkeit war nichts zu beanstanden.“ ist ein Beispiel für einen Satz, der eigentlich genau das Gegenteil implizieren soll.

Sonderformulierungen in der Schlussformel

Die folgenden Beispiele zeigen Sonderfälle, bei denen der Austrittsgrund vom Zeugnisaussteller zum Teil nicht direkt angegeben wird:

Nach Ende einer befristeten Anstellung: Das Arbeitsverhältnis endet nach Ablauf der vereinbarten Zeit am xx.xx.20xx.

Befristete Vertretung einer anderen Arbeitskraft: Da sich der Überbrückungsanlass erledigt hat, endet das befristete Arbeitsverhältnis am xx.xx.20xx.

Fristlose Kündigung: Frau/Herr schied am … aus unserem Unternehmen aus.

Kündigung in der Probezeit Das Arbeitsverhältnis endete fristgerecht am xx.xx.20xx.

Geheimcodes: Zeugnissprache im Arbeitszeugnis

Mithilfe der Zeugnissprache kann durch bestimmte Formulierungen ganz einfach eine Note (Bewertung) vermittelt werden, ohne das die meisten Bewerber es mitbekommen.

Im Folgenden findest eine Auswahl beliebter Zeugniscodes. Diese beziehen sich auf die Arbeitsleistung eines Arbeitnehmers und auf sein Verhalten gegenüber Mitarbeitern und Vorgesetzten. Die Beispiele orientieren sich an der Liste der Sprachwissenschaftler Presch und Gloy von 1977, die schon damals die Geheimsprache in Arbeitszeugnissen näher untersucht haben und deren Ergebnisse bis heute aktuell sind.

Mit den Vorgesetzten ist er gut zurechtgekommen.
Bedeutung: Er ist ein Mitläufer und zeigt keine Eigeninitiative.

Für die Belange der Mitarbeiter bewies er immer Einfühlungsvermögen.
Bedeutung: Er hat mit den anderen Mitarbeitern geflirtet bzw. hatte sexuelle Kontakte mit anderen Mitarbeitern.

Er verfügt über Fachwissen und ein gesundes Selbstvertrauen.
Bedeutung: Er überspielt mit Arroganz sein mangelndes Fachwissen.

Er machte sich mit großem Eifer an die ihm übertragenen Aufgaben.
Bedeutung: Er war fleißig, aber hatte bei seinen Aufgaben keinen Erfolg.

Er erledigte alle Aufgaben pflichtbewusst und ordnungsgemäß.
Bedeutung: Er war zu bürokratisch und zeigte keine Eigeninitiative.

Er verstand es, die ihm übertragenen Aufgaben mit Erfolg zu delegieren.
Bedeutung: Er hat sich vor seiner Arbeit gedrückt und die Aufgaben an seine Kollegen übergeben.

Im Umgang mit Mitarbeitern und Vorgesetzten zeigte er eine erfrischende Offenheit.
Bedeutung: Er war zu frech zu seinen Vorgesetzten (und Kollegen).

Er war mit Interesse bei der Sache/zeigte großes Interesse an seinen Aufgaben.
Bedeutung: Er war interessiert, hatte aber keinen Erfolg.

Er war sehr gesellig und trug so zur Verbesserung des Betriebsklimas bei.
Bedeutung: Er hatte ein Alkoholproblem.

Wenn in deinem Arbeitszeugnis explizit die Worte „ehrlich“ und „pünktlich“ erwähnt werden, solltest du skeptisch werden. Diese Eigenschaften setzen Arbeitnehmer automatisch voraus und sie stehen nur im Zeugnis, wenn dein Arbeitgeber keine anderen positiven Eigenschaften nennen konnte.

Eine Ausnahme gibt es dennoch: In den Arbeitszeugnissen der Gastronomie und im Einzelhandel ist die Eigenschaft „ehrlich“ besonders wichtig und sollte sogar hervorgehoben werden.

Muster Arbeitszeugnis – Kostenloser Download

Einfaches Zeugnis:

Vorlage Praktikumsbericht Schüler

Zeugnis qualifiziert:

Vorlage Praktikumsbericht Studium

Das steckt drin:

  • Kostenloser Download
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  • Bearbeitbare Microsoft Word-Datei (.docx)

Checkliste Arbeitszeugnis: Darauf achten Personaler

Einen besonders guten Eindruck hinterlassen persönliche Kommentare von Vorgesetzten im Arbeitszeugnis. Diese sind als Empfehlung für dich als Arbeitskraft aufzufassen. Darüber hinaus achten Personaler auf folgende Punkte:

  • Rechtschreib- und Grammatikfehler
  • Klarer Schreibstil ohne leere Floskeln
  • Individualität
  • Überprüfung der Formulierungen: was bedeuten sie wirklich?
  • Unterschrift des Vorgesetzten
  • Vollständigkeit der Angaben
  • Vermittelter Gesamteindruck

Mit zusätzlichen Empfehlungs- und Referenzschreiben in der Bewerbungsmappe kannst du dich noch besser von anderen Bewerbern abheben.




4 Gründe, sich sein Arbeitszeugnis schreiben zu lassen

In einen professionellen Service zu investieren und sich das Arbeitszeugnis schreiben zu lassen, lohnt sich nicht? Wir geben dir vier Gründe, die das Gegenteil beweisen.

  1. Das Arbeitszeugnis: Wichtiger Teil der Bewerbung
    Dein Arbeitszeugnis ist eines der aussagekräftigsten Dokumente deiner Bewerbung. Auch wenn es bestimmten Regeln unterliegt, ist es die persönlichste und ehrlichste Auskunft, die ein Arbeitgeber über dich bekommt.
  2. Arbeitgeber ohne Know-how
    Aufgrund der vielen Fallen, die sich bei der Erstellung eines Arbeitszeugnisses verstecken, sollte es wirklich nur von Profis mit dem nötigen Know-how erstellt werden.
  3. Kleine Fehler im Zeugnis – große Folgen für deine Bewerbung
    Rechtschreib- und Grammatikfehler sind tiefe Schlaglöcher. Sie vermitteln dem potenziellen neuen Arbeitgeber nämlich, dass sich keine Mühe bei dem Erstellen deines Arbeitszeugnisses gegeben wurde.
  4. Die Experten in Sachen Arbeitszeugnis überzeugen
    Ein gutes Arbeitszeugnis beinhaltet nicht nur eine bloße Anreihung von Lobpreisungen und Komplimenten. Durch die Hilfe eines professionellen Services, erlangst du ein glaubwürdiges Zeugnis.

Es gibt eine Vielzahl an Online-Dienstleistern, die die Erstellung und/oder Prüfung von Arbeitszeugnissen anbieten. Wir empfehlen dir dafür unseren Partner Die Bewerbungsschreiber.

Häufige Fragen: Ansprüche und Rechte

Welche Ansprüche habe ich?

Nach §630 des BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) hat grundsätzlich jeder Arbeitnehmer „nach Beendigung eines dauernden Dienstverhältnisses“ das Recht auf ein Zeugnis in schriftlicher Form. Darüber hinaus ist der Arbeitgeber rechtlich in der Bringschuld, wenn du dir ein qualifiziertes Arbeitszeugnis wünschst. Zudem gelten folgende Rechte:

  • In §109 der Gewerbeordnung ist festgelegt, dass die Formulierungen und ihre Intentionen klar verständlich und eindeutig interpretierbar sein müssen
  • Arbeitszeugnisse müssen wohlwollend formuliert (wohlwollenspflicht) sein. Informationen, die den Arbeitnehmer bei der Jobsuche benachteiligen, sind tabu
  • Entsprechen die Leistungen des Arbeitnehmers den allgemeinen Anforderungen, so muss das Arbeitszeugnis mindestens die Gesamtnote „befriedigend“ darstellen
  • Fällt das Zeugnis schlechter als „befriedigend“ aus,  muss der Arbeitgeber dies begründen können, wenn er eine Klage vom Arbeitnehmer erhält.
  • Auch der Arbeitnehmer muss Gründe für seine Klage auf ein sehr gutes Arbeitszeugnis vorlegen können. (Siehe beispielsweise BAG – 9 AZR 584/13)

Diese Angaben beruhen alle auf der grundlegenden rechtlichen Lage. Individuelle Unterschiede sind je nach Situation immer möglich. Wende dich für detaillierte Auskünfte am besten an eine Rechtsberatung.

DOKUMENT Als Azubi kannst du von deinem Arbeitgeber ein Ausbildungszeugnis anfordern. Dieses kannst du für deine Bewerbung und deinen Berufseinstieg hervorragend nutzen.

Wer erstellt das Arbeitszeugnis?

Wer der Aussteller des Arbeitszeugnisses ist oder sein sollte, ist grundsätzlich nicht festgelegt. Entscheidend ist, dass es von einer befugten Person unterzeichnet und damit als wahrheitsgemäß bestätigt wird. Das Zeugnis selbst kann sowohl von der Personalabteilung als auch vom Vorgesetzten oder sogar von dir selbst erstellt werden.

Grundsätzlich ist es auch möglich, dass ein Kollege dein Arbeitszeugnis ausstellt. Dabei kann es jedoch zu Problemen kommen, wenn die Beteiligten sich nicht mit dem Code von Arbeitszeugnissen auskennen. In diesen Fällen solltest du dein Arbeitszeugnis aufmerksam prüfen oder sogar professionell prüfen lassen!

Wie kann ich mein Arbeitszeugnis anfordern?

In der Regel stellen Unternehmen das Zeugnis für die Leistungsbeurteilung zum Ende eines Beschäftigungsverhältnisses aus. Viele Unternehmen schreiben sogar direkt ein qualifiziertes Arbeitszeugnis. Bei einem Positionswechsel wird häufig ebenfalls ein Zeugnis, das sogenannte Zwischenzeugnis, ausgestellt. Normalerweise musst du ein Arbeitszeugnis dementsprechend nicht explizit bei deinem Arbeitgeber anfordern.

Um sicherzugehen, dass du wirklich pünktlich ein qualifiziertes Arbeitszeugnis in den Händen hältst, lohnt es sich jedoch, rechtzeitig um eines zu bitten. Wer der richtige Ansprechpartner dafür ist, klärst du am besten mit deinem Vorgesetzten.

Mögliche Formulierung für die Anforderung eines Arbeitszeugnisses:

Sehr geehrte Frau Mustermann,

hiermit bitte ich Sie um die Ausstellung eines qualifizierten Arbeitszeugnisses für meine am xx.xx.20xx endende Beschäftigung.

Vielen Dank!

Mit besten Grüßen
Max Mustermann

Wie lange muss ich auf ein Arbeitszeugnis warten?

Es existiert keine gesetzliche Frist, innerhalb welcher dir das Arbeitszeugnis vorliegen muss. Hast du nach deinem letzten Arbeitstag noch kein Zeugnis erhalten, lohnt es sich in jedem Fall nachzufragen. Generell sollte die Erstellung nicht länger als 2-3 Wochen dauern. Für dich und deine Bewerbungen ist das Arbeitszeugnis jedoch von großer Bedeutung, daher solltest du diesbezüglich beharrlich bleiben.

Der Anspruch auf ein Arbeitszeugnis verfällt, wenn vertraglich nicht anders geregelt, drei Jahre nach Beendigung der Beschäftigung (Verjährungsfrist). Innerhalb dieses Zeitraumes kannst du deinen ehemaligen Arbeitgeber jederzeit um ein Arbeitszeugnis bitten.