Bewerbungsgespräch – Im Vorstellungsgespräch überzeugen 2017-08-11T10:16:46+00:00

Bewerbungsgespräch

Macht ihr euch bereits Gedanken um euer Vorstellungsgespräch? Dann habt ihr bereits eine große Hürde gemeistert. Eure Bewerbung wurde für gut (vielleicht sogar sehr gut) befunden und ihr wurdet zu einem persönlichen Treffen gebeten. Doch mit der Freude kommen gleichzeitig viele Bedenken auf. Seid ihr optimal auf euer Bewerbungsgespräch vorbereitet oder völlig planlos?

Wie auch immer ihr euch fühlt, die Aufregung vor einem Jobinterview ist normal. Schließlich geht es um mehr als nur einen Job – es geht um eure berufliche Zukunft. Eine unlösbare Aufgabe ist ein Vorstellungsgespräch jedoch nicht. Mit einer ernsthaften Herangehensweise und den wichtigsten Tipps schließt ihr jedes Bewerbungsgespräch erfolgreich ab.

Das Bewerbungsgespräch erfolgreich meistern

Um eine Aufgabe gekonnt zu bewältigen, führt ihr euch am besten erst einmal vor Augen, was überhaupt zu tun ist – quasi eine Checkliste für euer Vorstellungsgespräch. So steht ihr vor keinem Wirrwarr aus Sorgen und Problemen, sondern wisst ganz genau, was auf euch zukommt.

Unsere folgenden Tipps basieren auf einem alltäglichen Hergang eines Bewerbungsgesprächs. Lasst euch von uns durch den Ablauf führen und erhaltet einen Eindruck davon, was euch erwartet.

Vorbereitung auf das Vorstellungsgespräch

Recherche

Zur Vorbereitung auf ein Vorstellungsgespräch gehört vor allem die Recherchearbeit. Dabei forscht ihr,wie Detektive oder Reporter nach Informationen über das Unternehmen.

  • Was sind die Tätigkeitsfelder des Unternehmens?
  • Wofür steht es und welche Ziele hat es?
  • Welche Aufgaben erwarten dich?

All diese Fragen und mehr solltet ihr euch selbst stellen und beantworten können, um im Bewerbungsgespräch mitzureden und einen fachkundigen Eindruck zu hinterlassen. Für eine schnelle Recherche sind Unternehmenswebsites die erste Anlaufstelle. Aktuelle Pressemitteilungen oder Social Media Kanäle der Unternehmen können ebenfalls sehr hilfreich sein.

Bewerber sollten Unternehmensslogans und Sprüche jedoch nicht für ihre eigene Werbekampagne im Anschreiben oder auch im Gespräch nutzen. Am interessantesten ist es immer noch, wichtige Details über sich selbst preiszugeben.

TIPP Um euch bestmöglich auf das Vorstellungsgespräch und die Fragen des Arbeitgebers vorzubereiten, gibt es keine bessere Hilfe als das Wissen eines bereits angestellten Mitarbeiters.

Solche Kontakte knüpft ihr am leichtesten in Karrierenetzwerken wie zum Beispiel XING. Ohne viel Aufwand kommt ihr so an Tipps, Insider-Informationen und könnt sogar von Stellen erfahren, die nicht öffentlich ausgeschrieben sind.

Planung

Habt ihr einen Termin für euer Vorstellungsgespräch gilt es natürlich, auf keinen Fall zu spät zu kommen. Oftmals ist die Anreise zu einem Vorstellungsgespräch sehr lang und der neue Arbeitgeber sitzt nicht mal eben um die Ecke.

Pünktlichkeit ist enorm wichtig. Schließlich bildet sie einen Grundpfeiler im Berufsleben und geht Hand in Hand mit eurer Verlässlichkeit. Wollt ihr also einen guten Eindruck hinterlassen, dann beginnt eure Anreise rechtzeitig, um Verspätungen entgegenzuwirken.

Gerade, wenn die Anreise sehr lang ist, kann es ratsam sein, bereits einen Tag vorher anzureisen. So gehst du möglichen Zugverspätungen oder Staus auf der Autobahn aus dem Weg und musst dich nicht schon mitten in der Nacht auf den Weg machen, nur um pünktlich auf der Matte zu stehen.

Doch auch wenn der Weg nicht ganz so weit ist, kann mal etwas dazwischen kommen. Nichts ist ärgerlicher, als sich zu verspäten, weil man keinen Parkplatz gefunden hat oder die Bahn Verspätung hatte. Plant also auch hier genügend Zeit ein, um entspannt anzukommen.

Der typische Ablauf eines Vorstellungsgesprächs

Begrüßung

Die Begrüßung ist wohl der aufregendste Moment – sowohl für Bewerber als auch Arbeitgeber. Viele Bewerber sind in diesem Moment so euphorisch, dass sie gleich den ersten Schritt machen wollen. Doch dieser gebührt dem Arbeitgeber.

Seid ihr bei der Begrüßung angekommen, lasst euch von eurem Gegenüber leiten. Bietet er euch einen Händedruck an, dann erwidert diesen. Bietet er euch einen Platz an, dann setzt euch. Der Arbeitgeber ist sozusagen euer Gastgeber und macht die Regeln.

Werdet ihr von mehreren Personen in Empfang genommen, begrüßt ihr jeden Gesprächspartner einzeln mit Handschlag und stellt euch vor.

Gesprächsthemen

Für Gesprächsthemen ist reichlich gesorgt. Ihr müsst euch also keine Sorgen machen, dass von euch erwartet wird, das Gespräch zu führen. In aller Regel wird der Arbeitgeber diese Rolle übernehmen. Er hat schließlich eine Menge Fragen an euch im Gepäck und weiß, was er von euch wissen will. Du solltest aber natürlich auf das obligatorische „Erzählen Sie doch mal was über sich“ vorbereitet sein.

Doch auch von eurer Seite wird Wissbegierde gefordert. Neben Antworten werden von euch ebenso Fragen an den Arbeitgeber erwartet. Macht euch vor und während des Bewerbungsgesprächs Notizen zu Punkten, die euch wichtig oder unklar sind.

Das zeigt nicht nur euer Interesse, sondern sollte euch selbst klar machen, ob das Unternehmen das Richtige für euch ist. Doch nicht nur Arbeitsabläufe oder das Betriebsklima sollten zu Gesprächsthemen werden – die Ansprache von Themen, wie eurem Gehalt, Weiterbildungmöglichkeiten oder der Anzahl der Urlaubstage ist legitim und wichtig für euch.

Vorstellungsgespräch Notizen

Smalltalk

Kurze Nebengespräche gehören zu einem Bewerbungsgespräch dazu. Vielleicht entdeckt ihr plötzlich eine Gemeinsamkeit mit dem Arbeitgeber – ihr mögt zum Beispiel beide den gleichen Fußballverein oder ihr habt beide das gleiche Haustier.

Solche Nebengespräche können Sympathie vermitteln, aber auch ein Trick des Arbeitgebers sein, um euch zu testen. Die Vorliebe für Extremsport ist keine gute Eigenschaft, da ihr häufig verletzt sein könntet. Ein Hobby, das euch besonders viel Aufwand kostet, könnte euch von der Arbeit abhalten und sollte ebenfalls verschwiegen werden.

Verhalten

Natürlich will ein Unternehmen wissen, ob ihr euch souverän verkaufen könnt. Viel mehr interessiert allerdings, was ihr zu sagen habt. Außerdem ist Coolness nicht immer ein Verkaufsschlager. Wer zu kalt reagiert, dem kann dies als Gleichgültigkeit ausgelegt werden. Eine leichte Nervosität lässt erkennen, dass euch die Stelle wichtig ist. Versucht daher einfach, ganz natürlich zu bleiben.

Körpersprache

Gestik und Mimik spielen beim Vorstellungsgespräch eine wichtige Rolle. Bewerber sagen mit ihrer Körpersprache oft mehr aus, als das Unternehmen wissen sollte.

Du solltest durch deine Sitzhaltung Aufmerksamkeit zeigen, aber gleichzeitig entspannt wirken. Meist wird dies durch eine gerade Haltung mit dem Rücken am Stuhl ausgedrückt. Wenn du irgendwie auf dem Stuhl „hängst“, zeugt das von Desinteresse. Das Sitzen an der Stuhlkante zeugt von Nervosität und Unsicherheit.

Während des Gesprächs solltest du dem Personaler dein Interesse zeigen, indem du dich deinem Gesprächspartner etwas entgegenlehnst und auch dem Kopf zu ihm neigst. Eventuell kannst du auch versuchen, die Körperhaltung deines Interviewers zu kopieren. Das soll unterbewusst eine Verbindung zwischen dir und dem Arbeitgeber herstellen – ihr seid auf einer Wellenlänge.

TIPP Natürlich ist die Körpersprache deines Gegenübers im Bewerbungsgespräch ebenfalls interessant für dich. Interviewer achten nicht immer auf ihre eigene Körpersprache oder Mimik und du kannst lernen, diese Signale zu deuten.

Wenn sie sich beispielsweise über etwas ärgern, wird dies durch Kopfschütteln, Seufzer oder das Zurücklehnen im Stuhl mit gefalteten Händen signalisiert. In diesem Fall ist es empfehlenswert, das Vorstellungsgespräch in eine andere Richtung zu lenken oder deinen Standpunkt verständlicher zu erklären. Meist hast du so noch die Möglichkeit, den negativen Eindruck zu beseitigen.

Wohin mit den Händen?

Während des Bewerbungsgespräches, oder auch in anderen Situationen, wie bei Präsentationen im Job, wissen viele nicht, was sie mit ihren Händen machen sollen. Im besten Fall sollte die Gestik deine Aussagen unterstützen und hervorheben.

Bei Fragen ist es besser, die Hände locker im Schoß liegen zu lassen oder auf den Armlehnen abzulegen. Auf gar keinen Fall solltest du die Arme ineinander verschränken, da diese Haltung abwehrend und unsicher wirkt.

Wichtig ist, dass die Hände ruhig und kontrolliert bleiben. Versuche sie nicht zu „kneten“ oder zu reiben. Ebenso solltest du nicht mit deinen Haaren spielen oder mit den Beinen wippen.

TIPP Bei der Vorbereitung auf das Vorstellungsgespräch ist es sinnvoll, das Gespräch mit Freunden oder der Familie zu üben.

Spreche sie darauf an, ob ihnen unbewusste Verhaltensweisen bei dir aufgefallen sind und versuche, in einem weiteren Testdurchlauf mehr darauf zu achten. Bist du dir deiner Ticks nämlich erst einmal bewusst, kannst du sie einfacher vermeiden.

Blickkontakt

Bewerber sollten versuchen beim Vorstellungsgespräch alle Gesprächspartner in gleichem Maße anzuschauen. Direkter Blickkontakt vermittelt Selbstvertrauen und Aufmerksamkeit. Schaue bei Fragen immer die sprechende Person an, um dein Interesse zu zeigen und versuche bei deinen Antworten ebenfalls Blickkontakt zu den anderen Gesprächsteilnehmern aufzubauen, um diese bewusst in das Gespräch einzubeziehen.

Verabschiedung

Das Ende eines Bewerbungsgesprächs verspricht Erleichterung. Ob ihr den Job habt oder euch weiterhin auf Jobsuche befindet, entscheidet das Unternehmen nach gründlicher Überlegung in den Folgetagen.

Bei der letztendlichen Verabschiedung gilt das Gleiche wie bei der Begrüßung. Der Arbeitgeber führt durch das Vorstellungsgespräch und beendet es auch. Plant also von Beginn an genug Zeit für das Gespräch ein, um nicht unter Zeitdruck zu geraten und verabschiedet euch abschließend freundlich!

Vorstellungsgespräch Abschluss

Tipps gegen die Nervosität im Vorstellungsgespräch

Besonders Berufsanfänger sind vor ihren ersten Vorstellungsgesprächen sehr nervös und aufgeregt. Dein Herz pocht, du bekommst einen trockenen Mund und die Handflächen sind klamm und feucht – du bist nervös. Im Folgenden wollen wir dir einige Tipps geben, um dem Bewerbungsgespräch ruhiger entgegenzusehen und dich auch währenddessen sicherer zu fühlen.

Vor dem Vorstellungsgespräch

  1. Die richtige Vorbereitung ist alles: Wenn du dich im Vorfeld gut über das Unternehmen informiert hast, fühlst du dich direkt viel sicherer und weniger gestresst. Informationen über den zukünftigen Arbeitgeber lassen sich heutzutage einfach im Internet suchen. Teilweise finden sich auf der Unternehmenswebseite sogar Tipps für die Bewerbung und das Vorstellungsgespräch.
  2. Übung macht den Meister: Frage deine Familie oder Freunde, ob du mit ihnen ein Vorstellungsgespräch üben kannst. Dabei können Fragen über das Unternehmen sowie zu deinen Stärken und Schwächen gestellt werden.
  3. Gutes für Körper und Seele: Achte darauf, dass du ausreichend Schlaf vor dem Bewerbungsgespräch bekommst. Ebenso nimm eine ausgewogene und gesunde Mahlzeit zu dir. Wenn du müde und hungrig zum Gespräch erscheinst, kannst du dich nicht von deiner besten Seite zeigen.

Während des Vorstellungsgesprächs

  1. Der erste Eindruck zählt: Es gibt keine zweite Chance für einen ersten Eindruck. Gehe mit einem Lächeln in das Gespräch, schüttele mit einem festen Händedruck die Hände deines Gesprächspartners und zeige eine aufrechte Körperhaltung. Diese Signale zeugen von einem selbstbewussten Auftreten.
  2. Be yourself: Auch wenn es in solch speziellen Situationen schwer fällt. Spiele deinem Gegenüber nichts vor. Am besten stellst du dir vor, dass du mit einem Bekannten sprichst und dich darüber freust. Bleibe professionell, aber auch gleichzeitig freundlich und sympathisch.
  3. Sei souverän: Auch wenn du trotz aller Vorbereitung doch einmal ins Straucheln geraten solltest und dich vielleicht versprichst, ist das nicht schlimm und kann schon einmal passieren. Wichtig ist jedoch, dass du am Ball bleibst und weitermachst. Das zeigt dem Arbeitgeber, dass du dich von Rückschlägen nicht unterkriegen lässt und bei Fehlern einen kühlen Kopf behältst.

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