Online-Bewerbung – 7 einfache Tipps

Online-Bewerbungen sind der aktuelle Standard bei der Jobsuche. Die Karriere soll endlich wieder in Schwung kommen und Jobs werden elektronisch in den Fokus genommen. Ein Klick und Bewerbungsschreiben, Lebenslauf und Anlagen werden unmittelbar an das Unternehmen weitergeleitet. Dass vielleicht doch der richtige Ansprechpartner fehlt oder die Korrektur der Rechtschreibfehler vergessen wurde, fällt übereifrigen Jobsuchenden oft erst im Nachhinein auf.

Wir helfen, indem wir dir 7 Tipps zum Erstellen einer Online-Bewerbung geben – und dir so beliebte Stolperfallen ersparen.

Laptop

Die Individualität macht´s

Die E-Mail-Bewerbung gleich an mehrere Unternehmen rausschicken? Eine Karriere per Eilverfahren funktioniert einfach nicht. Ist zwar praktisch, macht aber bei Personalern keinen guten Eindruck und verkürzt die Jobsuche auf lange Sicht nicht. Denn diese erhalten tagtäglich viele Bewerbungen und erkennen sofort, wer sich wirklich Mühe gegeben hat und wer einfach nur eine Sammelbewerbung absendet – zu einem Vorstellungsgespräch wird ein Bewerber auf diese Weise nicht eingeladen werden.

Daher ist es wichtig, dass du im Laufe deiner Karriere immer ein individuelles Anschreiben für deine Bewerbungen anfertigst und auch deinen Lebenslauf an das Unternehmen anpasst.

Vor dem Absenden deiner Online-Bewerbung solltest du unbedingt den richtigen Ansprechpartner ausfindig machen und die Bewerbung gezielt an diesen richten. Nützlich ist hierbei auch immer ein Betreff, der auf den ersten Blick erkennen lässt, worum es in der E-Mail geht. Nochmal ein kleiner Überblick über die Daten, die Bewerber bei jeder Bewerbung aktualisieren sollten:

    • Datum
    • Adresse des Unternehmens
    • Ansprechpartner
    • Betreffzeile
    • Inhalt mit Bezug auf die Ausschreibung

Seriöse Emailadresse verwenden

Post von Schatzihasi@gmx.de? Sich mit einer solchen E-Mail-Adresse zu bewerben hinterlässt einen weniger guten Eindruck und gibt keinerlei Informationen über den Absender. In der Regel führt eine solche Adresse dazu, dass deine Bewerbung sofort im virtuellen Papierkorb landet – weitere Tipps für die Online-Bewerbung ebnen in diesem Fall auch nicht mehr den Weg zum Bewerbungsgespräch.

Verwende daher immer eine seriöse E-Mail-Adresse, um dich zu bewerben und hinterlasse so einen guten ersten Eindruck. Diese könnte z.B. vorname.nachname@gmx.de lauten. Lege dir hierfür auch ruhig eine neue E-Mail-Adresse an. Das erleichtert zusätzlich noch die Verwaltung deiner offenen Bewerbungen und Rückmeldungen, die ansonsten Gefahr laufen, im privaten E-Mail-Verkehr unterzugehen.

Bewerbung Gespräch

Einen guten Eindruck durch Inhalt hinterlassen

Bei einer Bewerbung – egal, ob herkömmlich per Post oder online – spielt der Inhalt immer eine große Rolle. Da du bei einer Online-Bewerbung nicht über den ersten Eindruck durch eine besonders schicke Bewerbungsmappe punkten kannst, ist der Inhalt hierbei sogar umso wichtiger.

Dass eine korrekte Rechtschreibung Grundvoraussetzung ist, versteht sich von selbst – Höflichkeit sowie der richtige Ton (keine Umgangssprache oder aktuelle Abkürzungen) eigentlich auch.

Zudem ist es wichtig, genauestens auf die in der Stellenausschreibung geforderten Anforderungen des Jobs einzugehen. Was nützt eine Bewerbung, bei der du dem Unternehmen nicht mitteilst, warum genau DU der richtige Kandidat für die ausgeschriebene Stelle bist? Ebenso sollte dein Lebenslauf übersichtlich gestaltet sein und alle relevanten Qualifikationen und Fähigkeiten für die Stellenausschreibung beinhalten.

Dokumente in einer PDF-Datei zusammenfassen

Sicherlich hat der Empfänger keine Lust, die Bewerbungsunterlagen als E-Mail mit einer großen Anzahl verschiedener Dateien zu erhalten, die alle einzeln geöffnet werden müssen. Außerdem bringt das Versenden mehrerer einzelner Dokumente die Gefahr mit sich, dass Teile deiner Bewerbung verloren gehen.

Tipps für das Bewerbungsfoto:

TIPP Zu deiner Bewerbung für den Job gehört auch ein Bewerbungsfoto. Es ist wichtig, dass du dieses in einer guten Auflösung in das Deckblatt oder den Lebenslauf einbindest. Eine Möglichkeit ist, dein Bewerbungsfoto mit deinen fertigen Bewerbungsunterlagen einzuscannen. Um jedoch die beste Qualität zu erhalten ist es empfehlenswert, sich die Lichtbilder vom Fotografen, nach dem Shooting, auf einen USB-Stick ziehen zu lassen und die Bilder auf dem Computer hinzuzufügen. Suchst du noch den passenden Fotografen bzw. Service in deiner Stadt? Dann informiere dich hier!

Gerade bei einer großen Anzahl an Bewerbern – aber auch generell – wird sich kein Personaler die Mühe machen, die verloren gegangenen Dateien der Bewerbungsmappe wieder zu suchen und sortiert die Bewerbung direkt aus.

Um solche Probleme zu verhindern und das Lesen zu erleichtern, solltest du daher die Daten richtig formatieren und eine PDF-Datei erstellen. Hierfür empfiehlt es sich, Lebenslauf, Anschreiben und Anhänge in einer einzigen Datei abzuspeichern und zu versenden. Hierzu kannst du ein kostenfreies PDF-Tool nutzen, mit welchem sich mehrere Dateien zusammenfassen und in das PDF-Format umwandeln lassen. PDFs haben zudem den Vorteil, dass du sicher sein kannst, dass die Formatierung so erhalten bleibt, wie du sie eingeben hast.

flaschenpost

Aussagekräftigen Titel wählen

Wichtig ist außerdem die Benennung des Dokuments. Ein Dokument mit dem Namen „doc-01“ kann vom Personaler nicht zugeordnet werden und läuft Gefahr, sofort ausgefiltert zu werden – anders ein Dokument mit dem Namen „Bewerbung Max Mustermann“ und/oder der Bezeichnung des Jobs. Vielleicht schaffst du es sogar, ein virtuelles Deckblatt zu erstellen, das deine Bewerbung von anderen abhebt.

Zu beachten ist auch die Dateigröße, die max. 5 MB betragen sollte. Ist die Datei zu groß, kann die Bewerbung eventuell nicht abgesendet werden oder sie sprengt das Postfach des Empfängers und geht somit unterwegs verloren.

Vor dem Absenden noch mal gründlich prüfen

Sicherlich bist du froh, wenn du alle Felder ausgefüllt und alle notwendigen Angaben getätigt hast. Oftmals verfällt man nun vor lauter Erleichterung dazu, zu voreilig auf „Absenden“ zu klicken – und der Job ist futsch! Alle wichtigen Tipps für die E-Mail-Bewerbung wurden ja berücksichtigt.

Der Nachteil: Gerade die Einfachheit des elektronischen Bewerbungsprozesses verleitet viele dazu, die Dokumente im Vorhinein nicht noch einmal zu checken.

Deswegen:
Unbedingt noch einmal eine Rechtschreibprüfung durchführen (Wichtig: Nicht auf die automatische Fehlererkennung von Word vertrauen), schauen, ob die richtigen Ansprechpartner angeben sind, und auch die Formatierung überprüfen – Letzteres, indem du die E-Mail im Vorfeld an eine alternative E-Mail-Adresse von dir oder einem Freund zuschickst. So testest du, ob alles richtig angezeigt wird.

Spam-Filter auf Rückantwort checken

Die Bewerbung ist schon seit zwei Monaten verschickt, eine Reaktion bleibt allerdings aus? Das könnte daran liegen, dass der Spam-Filter die Antwort nicht zu dir durchlässt.

Der Service mit dem du deine E-Mails versendest bietet dir die Möglichkeit das zu ändern. Wenn du also auf eine wichtige E-Mail wartest, musst du im Vorfeld immer deinen Spam-Filter bearbeiten. Denn es gäbe nichts Ärgerlicheres, als durch diese kleine und leicht zu ändernde technische Einstellung eine mögliche Einladung zu einem Bewerbungsgespräch zu verpassen.

Generell kannst du natürlich, solltest du nach ein paar Wochen noch keine Rückmeldung bekommen haben, einfach beim Unternehmen anrufen und nachfragen.

Wenn du unsere Tipps für die Online-Bewerbung beherzigst, sollte einem Vorstellungsgespräch eigentlich nichts mehr im Wege stehen. Wir wünschen viel Glück beim Bewerben!

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Dies ist ein Gastbeitrag der JOBRUF Studentenvermittlung, seit 2008 Vermittler von vielfältigen und seriösen Studentenjobs.