Motivationsschreiben für dein Studium

Das Motivationsschreiben für dein Studium kann entweder deine Eintrittskarte für eine bestimmte Hochschule sein oder dir alle vorhandenen Chancen verbauen. Damit dir für deinen Bachelor oder Master jedoch alle Türen offen stehen, haben wir folgend ein paar Tipps für dich!

Wie du beim Stöbern durch unseren Blog sicherlich festgestellt haben wirst, gibt es neben dem Motivationsschreiben für dein Studium auch das Motivationsschreiben für ein Austauschprogramm oder einen Arbeitsplatz. In jedem Fall gibt es bestimmte Besonderheiten, die es von deiner Seite aus zu beachten gilt. Damit du bestens gewappnet bist, haben wir daher für dich sowohl für den Inhalt als auch für den Aufbau eines Motivationsschreibens für dein Studium ein paar nützliche Tipps.

Motivationsschreiben für dein Studium ohne Muster? Das geht - Schrift auf Holzpanelen

© Tomas Williams – stocksnap.io

Achtung: Es werden dir an dieser Stelle keine Musterformulierungen angeboten! Wie in vielen anderen Beiträgen auch, raten wir dir von der Nutzung sowie von der direkten Kopie von Musterformulierungen ab, da du dir damit jede Chance auf eine Annahme für einen Studienplatz zunichtemachst. Muster sollten dir maximal als Inspiration dienen. Da aber die Versuchung auf vorformulierte Motivationsschreiben für das Studium zurückzugreifen groß zu sein scheint (laut dieser Diskussion), wirst du in diesem Beitrag keinerlei Muster finden.

Motivationsschreiben für dein Studium – bevor du dich ans Schreiben machst

Recherche

Ein junger Mann mit einer Lupe - Recherche für das Motivationsschreiben für dein Studium

© Stillkost – fotolia.de

Bevor du dich an dein Motivationsschreiben setzt, solltest du zu der von dir gewünschten Hochschule recherchieren – insofern du dies nicht unlängst erledigt hast. Was genau interessiert dich an dieser Hochschule und an dem Studiengang? Sind es besondere Zusatzangebote, Partnerprogramme oder bestimmte Auszeichnungen in deinem angestrebten Studienbereich, die die Hochschule für dich so interessant machen? Sammel Argumente durch diese Recherche, die du dann in deinem Motivationsschreiben aufgreifen kannst.

Überdies hinaus gilt es nach den Anforderungen zu schauen, die an dein Motivationsschreiben gestellt werden. Werden die Länge, Schriftgröße, der Zeilenabstand und auch die Schriftart genau definiert? Mach dir dazu die entsprechenden Notizen, sodass du dich, wenn alle Argumente gesammelt sind, direkt an die Arbeit machen kannst.

TIPP Insofern es keine direkten Angaben zu den Formalitäten gibt, empfiehlt sich ein Rahmen von mindestens 500 bis maximal 750 Wörtern. Ideal ist die Schriftgröße 11 pt in Kombination mit einer neutralen Schriftart wie Arial, Calibri oder Helvetica. Wenn du lieber eine Schrift mit Serifen verwenden möchtest, kannst du zum Beispiel zu Garamond wechseln.

Achtung: Die Schriftart deiner kompletten Bewerbung muss einheitlich sein! Alles andere würde lediglich einen chaotischen Eindruck von dir als Bewerber hinterlassen.

Der Aufbau

Sowie für jeden weiteren Bestandteil deiner Bewerbungsunterlagen auch, benötigst du eine gute Struktur für dein Motivationsschreiben. Du könntest dein Motivationsschreiben als einen einzelnen Block herunterschreiben, doch du wirst aus eigener Erfahrung wissen, dass du lieber einen durch Absätze aufgelockerten Text liest, als einen großen Fließtext.

Die Grundstruktur für dein Motivationsschreiben ist ganz einfach. Du benötigst eine Einleitung, gefolgt von dem Hauptteil und dem anschließenden Schluss. Insofern du deine Bewerbung mit einem Anschreiben versiehst, benötigst du keinen Briefkopf für die dritte Seite.

Motivationsschreiben für dein Studium

© bewerbung.net

Nun geht es daran, die genannten drei Teile mit Inhalt zu füllen. Das Ziel dabei ist klar: Du musst aufzeigen, warum du an dieser Hochschule studieren willst und aus welchem Grund du der geeignete Bewerber bist. Für diesen Fall wird zwischen dem Inhalt für ein Motivationsschreiben für einen Bachelor – und einen Masterstudiengang unterschieden.

Der Aufbau des Motivationsschreibens für deinen Bachelorstudiengang (je ein Absatz):

  1. Einleitung

    Wer bist du und wie gestaltet sich deine Motivation? Versuche diese Fragen knapp zu beantworten. Lasse dazu Informationen aus, die bereits in deinem Anschreiben und in deinem Lebenslauf geklärt werden.

  2. Dein Interesse für diese Fachrichtung

    Du hast bereits erläutert, warum du dich für diese Hochschule interessierst. Nun gilt es, dein Interesse für die Fachrichtung, in der dein Studiengang liegt, zu bekunden. Warum möchtest du beispielsweise in dem geisteswissenschaftlichen Bereich studieren?

  3. Parallelitäten zwischen Schule und Studiengang

    Diesen Absatz kannst du dazu nutzen, um deine schulischen Kenntnisse aufzuweisen, die zu dem Studiengang passen.

  4. Gegebenenfalls passende Praxiserfahrungen

    Du hast bereits Praktika in dem angestrebten Bereich absolviert? Oder bist du ehrenamtlich tätig und sammelst dadurch wichtige Lektionen, die dir in deinem Studium helfen? Dann solltest du deine praktische Erfahrung an dieser Stelle auflisten!

  5. Ein Ausblick in deine Zukunft

    Was möchtest du mit diesem Studium erreichen? Welchen Berufswunsch hast du? Natürlich kann sich dieser Wunsch im Verlauf der Semester verändern. Es ist jedoch wichtig zu erkennen, dass du bereits ein Ziel hast. Dadurch soll ausgeschlossen werden, dass du jemandem den Studiengang wegschnappst, der diesen wirklich für seinen Traumberuf benötigt. Wenn du selbst noch nicht so sicher bezüglich deiner Zukunft bist, kannst du dich im Vorfled über die beruflichen Perspektiven informieren (künftige Geisteswissenschaftler können dies zum Beispiel hier machen).

  6. Warum hast du dich für diese Hochschule entschieden?

    Diese Frage kannst du leicht durch deine Recherche im Vorfeld beantworten.

  7. Schlusssatz und Grußformel
    Runde mit diesem letzten Absatz dein Motivationsschreiben noch einmal ab. Wenn deine Bewerbung kein Bewerbungsschreiben beinhaltet, solltest du an dieser Stelle unbedingt (insofern das Auswahlverfahren dies vorsieht) dein Interesse für ein Vorstellungsgespräch bekunden.

Der Aufbau des Motivationsschreibens für dein Masterstudium (je ein Absatz):

Für den Masterstudiengang sind andere Faktoren für die Prüfung deiner Eignung relevant. Es bietet sich die folgende Aufteilung an:

  1. Einleitung

  2. Dein bisheriges Studium

    Warum hast du dich für dein Bachelorstudium entschieden? Welche Interessen hast du und wie hat dein bisheriges Studium dazu gepasst? Welches Thema hatte deine Bachelorarbeit und welche Schwerpunkte hast du dabei gesetzt? Wie passt sowohl der letzte Studiengang samt der Abschlussarbeit zu dem Masterstudium?

  3. Bisherige, passende Praxiserfahrungen (falls vorhanden)

    Insofern dein bisheriges Studium nicht rein wissenschaftlich ausgelegt war, so kannst du deine Praxiserfahrung aus bisherigen Praktika, einer Tätigkeit als Werkstudent oder als wissenschaftlicher Mitarbeiter einfügen. Konzentriere dich dabei wirklich nur auf die Erfahrungen, die für den Master relevant sind!

  4. Deine berufliche Zukunft

    Ebenso wie beim Motivationsschreiben für das Bachelorstudium gilt es, dein berufliches Ziel klar zu definieren und wie dieser Studiengang dir bei dessen Erreichen behilflich ist.

  5. Zielprogramm und Zielhochschule

    Warum hast du dich für den Master entschieden? Welche Kurse willst du belegen? Möchtest du ein Auslandssemester machen? Achte an diesem Punkt darauf, dass kein Widerspruch zu deinen beruflichen Zielen entsteht!

  6. Schlusssatz sowie abschließende Grußformel

Das Motivationsschreiben für dein Studium – der Schreibprozess:

Folgend gilt es, dass du den vorgestellten Aufbau passend für dein Studium mit Inhalt füllst. Beachte in diesem Schritt, dass du weder die Informationen deines Anschreibens (falls bei der Bewerbung angefügt) noch lediglich die Stationen aus deinem Lebenslauf wiederholst.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist, dass du bei den verschiedenen Bewerbungen an unterschiedlichen Hochschulen dein Motivationsschreiben nicht einfach duplizierst und weiter verwendest. Allein aufgrund der unterschiedlichen Anforderungen jeder Hochschule ist dieses Vorgehen nicht sinnvoll.

Zu guter Letzt:

Vorbildlich hast du nun auf ein Muster für dein Motivationsschreiben verzichtet. In einem letzten Schritt ist es wichtig, dass du dein Schreiben, auch im Hinblick auf die komplette Bewerbung, gegenlesen lässt. Sobald du dich auf dem akademischen Parkett bewegst, sind Rechtschreibfehler sowie grammatikalische Ungereimtheiten ein noch größeres No-Go als bei Bewerbungen um einen Arbeitsplatz.

Mit diesen Tipps dürfte deinen Bewerbungen mit einem Motivationsschreiben für dein Studium nichts weiter im Weg stehen. Wir wünschen dir viel Erfolg dabei!