Lebenslauf Muster

Der Lebenslauf dient dem Personaler als Beweis für die Kompetenzen und den Werdegang des Bewerbers. Welche Erfahrungen bringt dieser mit? Ist er geeignet für die Stelle?

TIPP Unter Lebenslauf findest du bereits alle Informationen dazu, welcher Inhalt in einen Lebenslauf gehört, wie du diesen strukturieren kannst und welche Formatierung sich eignet, um das Unternehmen von sich zu überzeugen.

Um sich besser vorstellen zu können, nach welchen Kriterien der Inhalt für den Lebenslauf ausgesucht und gegliedert wird, gibt es hier ein Fallbeispiel mit einem Musterlebenslauf und Muster-Layout.

Schritt für Schritt zum Lebenslauf



Schritt 1 – Welche Informationen sind relevant?

Zur Erinnerung: Der Bewerber darf keine falschen Angaben machen, muss jedoch nicht alles in seinem Lebenslauf mit aufnehmen. Wichtig sind zunächst die relevanten Informationen des Werdegangs. Dabei sollten Datumsangaben immer korrekt sein; es ist beispielsweise nicht ratsam zu behaupten man hätte kürzer studiert, oder ein längeres Praktikum absolviert.

  • Relevante Ereignisse des Werdegangs
  • Nur tatsächliche Erfahrungen und Fähigkeiten
  • Korrekte Daten

Lampe Vor allem Fähigkeiten lassen sich nicht immer beweisen. Kenntnisse sollten nach Möglichkeit immer durch ein Zertifikat oder Zeugnis bestätigt werden, beispielsweise Sprachen oder bestimmte Softwarekenntnisse. Besonders bei den Fähigkeiten ist es ratsam darauf zu achten, dass diese nicht übertrieben dargestellt werden. Gerade wenn dafür Belege durch Weiterbildungen, Kurse, Studium oder Berufspraxis fehlen, werden Personaler sonst skeptisch.

Diese Daten sollten aufgenommen werden:

Alle hauptberuflichen Tätigkeiten Relevante berufliche Erfahrung
Studium/Abschluss, Universität Relevanter Abschluss, theoretisches Wissen
Relevante Praktika und Nebenjobs Relevante praktische Erfahrung
Nebentätigkeiten, die Soft Skills beweisen z.B. Kellner: Relevant für Teamgeist und Organisationstalent
Schulabschluss,(Wo, welcher?) Abschlussnote Relevant für den Schulischen-Werdegang
Sprachkenntnisse Relevante Fähigkeiten für internationalen Kontext /Lernbereitschaft
Software- und Computerkenntnisse Relevante Fähigkeiten für Arbeitsalltag, Lernfähigkeit
Weitere relevante Kenntnisse & Hobbies Aufzeigen von Soft- und Hard Skills (Wie gut könntest du in deiner neuen Stelle arbeiten?)

Wie kann eine Lücke im Lebenslauf geschlossen werden?

Lücken können vorkommen, allerdings gibt es meistens für jede Lücke einen guten Füller: Zum Beispiel ein Orientierungsjahr (vor dem Studium oder dem Berufseinstieg), Arbeitsvorbereitung (Kurse, Fortbildungen, selbständiges Lernen), Mutterschaft, oder Arbeitssuche. Man sollte sich selbst fragen: Was habe ich in dieser Zeit gemacht? Wie hat mich diese Zeit unterstützt, dass ich jetzt stehe wo ich bin? Meistens handelt es sich bei solchen Lücken um wenige unscheinbare Monate- es sollte jedoch nirgends der Eindruck entstehen, man wäre untätig gewesen.
Lebenslauf Muster Lücke schließen

Welche Daten sollten Bewerber vermeiden?

  1. Schwächen zeigen vermeiden

    Der Bewerber weiß zwar, was seine Schwächen sind, sollte diese jedoch nicht freiwillig preisgeben, denn dies wäre zu seinem Nachteil. Ziel der Bewerbungsmappe ist es schließlich, zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen zu werden. Dort kann der Bewerber das Unternehmen besser davon überzeugen, dass seine Stärken überwiegen. Konkret heißt das, dass in den Lebenslauf nur die Dinge gehören, die du kannst und nicht, was du nicht kannst.

  2. Schwächen bewusst umschiffen

    Ein Bewerber sollte eine Schwäche nur dann preisgeben, wenn er konkret danach gefragt wird. Auch an dieser Stelle sollte der Bewerber nicht zu leicht negative Eigenschaften preisgeben. Fragt der Personaler beispielsweise danach, wie das Studium für den Bewerber verlaufen ist, oder was dieser aus dem Studium mitgenommen hat, sollte dieser nachgeholte Klausuren oder Probleme und Ähnliches weit umschiffen. Auch im Lebenslauf heißt das: Probleme oder Schwierigkeiten in Job oder Studium gehören nicht unter die Tätigkeiten! Auch, dass der Job durch den Arbeitgeber gekündigt wurde, gehört hier nicht hin.

  3. Niemals lügen

    Das heißt nicht, dass der Kandidat im Lebenslauf lügen darf – dies kann im Nachhinein zu einer Kündigung führen und fliegt häufig während des Vorstellungsgespräches auf. Also: Keine Fähigkeiten oder Erfahrungen, die nicht tatsächlich gemacht wurden und im besten Fall auch belegbar sind.

  4. Privates bleibt privat

    Dass der Bewerber Single ist, oder sein sonstiges Privatleben, ist für den Personaler nicht von Belang. Im Gegenteil, wer zu viel aus seinem Privatleben preisgibt hat schlechte Chancen, denn hier ist Professionalität gefragt. Natürlich versuchen Unternehmen hinter die professionelle Maske eines Bewerbers zu blicken und machen daher bei Kandidaten in der engeren Auswahl Hintergrund-Checks. Hier ist es besonders wichtig die eigenen Social-Media-Profile aufzuräumen. Für den Lebenslauf heißt das: Hobbys sollten keinen großen Stellenwert bekommen- ob der Familienstatus genannt wird kann der Bewerber entscheiden.

  5. Informationen kürzen

    Zu alte Informationen sind für den Arbeitgeber nicht mehr relevant. Die Grundschule kann daher getrost weggelassen werden (Ausnahme: Bewerbung auf eine Auszubildenden-Stelle direkt nach der Schule.) So verhält es sich ebenfalls beispielsweise mit 6 Jahre zurückliegenden kurzen Schülerpraktika, welche nichts mit der angestrebten Tätigkeit gemein haben.

Diese Angaben können aufgenommen werden

Hobbys sind im Lebenslauf generell ein strittiges Thema. Wer professionell wirken möchte, sollte davon absehen, nichts aussagende Hobbys in den Lebenslauf mit aufzunehmen. Andererseits geben Hobbys einen Einblick in die Persönlichkeit des Kandidaten und machen diesen für den Personaler menschlicher und greifbarer. Bei einem angestrebten Beruf im Bereich Medien o.ä. macht es beispielsweise Sinn, Hobbys anzugeben, die Kreativität unterstreichen.

Schritt 2 – Daten in Reihenfolge bringen

Check In unserem Muster haben wir nach dem Kriterium „Aktualität “ den Lebenslauf geordnet und daher zuerst die praktischen Erfahrungen thematisiert. Im Muster ist es so, dass der Kandidat gerade gleichzeitig arbeitet und studiert. Es ist für diesen Fall ebenfalls denkbar, die schulische Laufbahn vor die praktischen Erfahrungen zu stellen. Die Frage ist, womit sich der Musterbewerber am ehesten identifizieren kann.

Beispiel:

Es ist dann vorteilhaft, die praktischen Erfahrungen vorzuziehen, wenn der Bewerber aktuell einen Beruf ausübt (oder gerade beschäftigungslos geworden ist) und bereits einiges an Erfahrung gesammelt hat. Ein einzelnes kurzes Pflichtpraktikum vor das aktuelle Studium zu stellen, welches bis jetzt den größten und relevanteren Teil der Qualifikation des Bewerbers ausmacht,lässt das Studium weniger wichtig erscheinen.

An diesem Schaubild können sich Bewerber orientieren:

Lebenslauf Anordnung Werdegang

Es gibt auch die Möglichkeit, einen Lebenslauf rein tabellarisch, ohne Kategorien darzustellen. Dabei werden alle Stationen vorzugsweise antichronologisch, also beginnend mit der letzten Tätigkeit, genannt.

Weitere Beispiele für Lebenslauf-Muster findest Du hier:

Lebenslauf Vorlage Beispiel

Schritt 3 – Praxis-Tipps für das Layout und Design

Lampe Wichtig ist zu beachten, dass weniger oftmals mehr sein kann. Sinnvoll ist es beispielsweise, sich auf eine Farbe zu beschränken und höchstens einen dunkleren oder helleren Ton zu verwenden.
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TIPP Wir raten dazu, das Layout durch Absätze und ausreichend Leerzeichen übersichtlich zu gestalten.

Wer wenig Erfahrung im Designen hat oder sich selbst für unkreativ hält, kann sowohl Designs in Auftrag geben, als auch fertige Designs erwerben. Hierbei raten wir, nicht auf die günstigsten oder auf kostenlose Designs zu zählen. Diese wurden bereits von vielen Bewerbern genutzt und können so vom Personaler erkannt werden. Schlimmer ist es jedoch, wenn der Bewerber eine Musterbewerbung abschreibt.

Lampe Ein gutes Beispiel für ein gelungenes Layout/Design erhaltet ihr von uns als kostenlosen Download!
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Praxis-Tipps:

Überschriften für Abschnitte

Schule, Studium, Ausbildung:

  • Studium
  • Ausbildungsweg
  • Berufliche Ausbildung
  • Ausbildung
  • Schulischer Werdegang
  • Schulische Ausbildung
  • Bildungsweg

Beruf:

  • Praktische Erfahrung
  • Berufliche Erfahrung
  • Berufstätigkeit
  • Beruflicher Werdegang
  • Berufsweg
  • Beruf

Fertigkeiten und Hobbys:

  • Kenntnisse
  • Fähigkeiten
  • Interessen

Sonstiges:

  • Zusätzliches
  • Ehrenamtliche Tätigkeiten
  • Außerberufliche Tätigkeiten
  • Nebenberufliche Tätigkeiten
  • Weiterbildungen
  • Fortbildungen

Tipps für die Erstellung des Layouts mit Word

  • Achte darauf, dass die einzelnen Abschnitte möglichst auf einer Seite sind und nutze notfalls einen Seitenumbruch, um einen Umbruch innerhalb einer Aufzählung zu verhindern.
  • Rücke verschiedene Elemente ein, um sie optisch voneinander zu trennen: Beispielsweise die Aufgaben unterhalb der Stellenbezeichnung. Achte darauf, dass alle gleichen Elemente gleich stark eingerückt sind. (z.B. alle Tätigkeitsbeschreibungen)
  • Nutze zum Einrücken niemals nur die Leertaste, sondern TAB oder das Lineal oben am Worddokument.
  • Gute Layouts können durch Nutzen der Formatvorlagen oder Erstellung eigener Formatvorlagen in Word erstellt werden.

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Muster Lebensläufe zum kostenfreien Download:

Unser Muster Lebenslauf als Download:
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Lebenslauf Designvorlage:
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