Was macht ein gutes Arbeitszeugnis aus?

arbeitszeugnisArbeitszeugnisse sind ein wichtiger Bestandteil einer Bewerbung. Anhand der Bewertungen der früheren Arbeitgeber, kann der Personaler sich ein Bild über Qualifikationen und Persönlichkeit des Bewerbers machen.

Ein Arbeitszeugnis folgt meist klaren Richtlinien und mit Hilfe von bestimmten Formulierungen gibt der Arbeitgeber eine verschlüsselte Benotung ab. Man sollte sich im Vorfeld überlegen, ob man überhaupt ein schlechtes Zeugnis in die Bewerbungsmappe legt, da dieses direkt bei einer Vielzahl von Bewerbern zum Ausschluss führen kann.

Ein gutes Arbeitszeugnis ist aber auch nicht immer ein Garant für ein positives Bild des Bewerbers. Dies hängt stark davon ab, ob sich der Arbeitgeber auch an die Normen für ein Arbeitszeugnis gehalten hat.

Im Folgenden werden einige wichtige Kriterien vorgestellt, die ein gutes Arbeitszeugnis unbedingt erfüllen muss, um auch den Personaler zu überzeugen.

Einwandfreier Schreibstil

Vor allem in kleinen und/oder mittelständischen Unternehmen kann es vorkommen, dass das Arbeitszeugnis Rechtschreib- und Grammatikfehler enthält. Da hilft es auch nicht, die Schuld dem ehemaligen Arbeitgeber zu geben, da man die Fehler hätte bemängeln müssen.

Ebenfalls muss darauf geachtet werden, dass klare Formulierungen genutzt werden, und z.B. keine verschachtelten Sätze zu enthalten, die eventuell Fragen aufwerfen könnten.

Bei dem Arbeitszeugnis sollte auch immer mindestens der direkte Vorgesetzte das Zeugnis unterschreiben, da eine Unterschrift einer untergeordneten Person eventuell auf eine geringere Wertschätzung gegenüber dem Arbeitnehmer zeugen könnte.

Nutzung der allgemeingültigen Strukturierung eines Arbeitszeugnisses

Bei der Erstellung des Arbeitszeugnisses gibt es eine vorgegebene Strukturierung, an die sich der Arbeitgeber zu halten hat. Generell besteht das Arbeitszeugnis aus den Abschnitten Einleitung, Werdegang, Stellenbeschreibung, Leistungs- und Verhaltensteil sowie Beendigungsformel.

Der Werdegang und die Stellenbeschreibung sollten sachlich und vor allem bewertungsfrei gehalten werden. Im Leistungs- und Verhaltensteil werden die Arbeitsbereitschaft, -weise und –erfolg sowie das Fachwissen bewertet. Dieser Abschnitt endet bei einem guten Arbeitszeugnis mit den bekannten Satz „… erledigte alle Aufgaben stets zu unseren vollen Zufriedenheit“. Damit wird nochmals die beschriebenen Leistungen in einem Satz kurz bewertend zusammengefasst.