Typische Aufgaben in einem Assessment Center
Viele grosse Unternehmen veranstalten ein Assessment-Center, um die potenziellen Bewerber bzgl. deren Persönlichkeit und Qualifikationen zu analysieren und zu bewerten. In dem Personalauswahlverfahren müssen sich die Bewerber alleine oder in Gruppen Aufgaben stellen.
Da eine Einladung zu einem Assessment-Center oftmals Panik bei vielen Bewerbern auslöst, da sie nicht wissen, was sie erwartet, werden im Weiteren ein paar typische Aufgaben vorgestellt.
Zu den bekanntesten Einzelübungen gehören die Postkorbübung, Rollenspiele sowie das Einzelinterview. Die Gruppendiskussion gehört zu den Standard-Gruppenübungen.
Postkorbübung
Bei dieser Übung hat der Bewerber ca. eine Stunde Zeit, um ungefähr 15-20 Dokumente (geliefert in einem Postkorb) abzuarbeiten. Dabei möchte das Unternehmen beobachten, wie sich der Bewerber in einer Stresssituation bzgl. Konzentration, Arbeitsorganisation sowie Entscheidungsfähigkeit verhält.
Rollenspiel
Dabei wird ein Zweiergespräch simuliert, bei dem es sich z.B. um ein Mitarbeiter-oder Kundengespräch handeln kann. Eine kurze Vorbereitungszeit (5-15 min.) wird dem Kandidat gewährt. Beim Rollenspiel muss der Bewerber zeigen, wie er mit Konflikten umgehen kann sowie sich innerhalb eines Gespräches verhält (Stimme, Gesten, Mimik). Ebenso kann man bei einem solchen Rollenspiel erkennen (je nach Simulationstyp), ob der Kandidat über Entscheidungsfähigkeit und Führungskompetenz verfügt.
Einzelinterview
Das Interview im Assessment-Center ist dem klassischen Bewerbungsgespräch sehr ähnlich. Das Unternehmen will dort seinen bisherigen Eindruck von dem Bewerber bestätigen. Dem Kandidat wird dabei nochmals die Gelegenheit gegeben, sich selbst zu präsentieren.
Gruppendiskussion
Innerhalb einer Gruppendiskussion müssen die Bewerber zeigen, wie sie sich aktiv und konstruktiv in die Diskussion einbringen können und dabei gleichzeitig kompromissbereit und teamfähig sind. Wenn man sich zu sehr in den Mittelpunkt drängt und keinen der anderen Teilnehmer ausreden lässt, dann hinterlässt das genauso einen schlechten Eindruck wie nichts zu sagen. Der perfekte Mittelweg muss gefunden werden. Die Themen der Diskussionen werden meist vorgegeben und manchmal muss der Bewerber eine festgelegte Meinung verteidigen (auch wenn es nicht seine persönliche ist).

