Bewerbungstrends 2015

Das Bewerberjahr 2014 neigt sich dem Ende zu, während 2015 bereits mit den Hufen scharrt und neue Trends für die Bewerbung setzen will. Was ihr letztlich im kommenden Jahr bei eurer Bewerbung beachten müsst, um mit dem Trend zu gehen, findet ihr hier.

Kaffeetasse, Schaum bildet die Worte: Trends 2015

© Marco2811 – Fotolia

Bewerben ist seit jeher keine leichte Aufgabe. Jeder muss sich selbst bestmöglich präsentieren, seine Stärken passend zum Unternehmen herausarbeiten und den Bewerbungsunterlagen mit einem individuellen Design noch den letzten Schliff verpassen. Dabei dürfen einige Faktoren bei nicht vergessen werden:

    • Für die Bewerbung gilt folgende Reihenfolge: Anschreiben, Deckblatt, Lebenslauf, ggf. Motivationsschreiben, Arbeitszeugnisse
    • Das Bewerbungsschreiben: Eine DIN A4 Seite, persönlicher Ansprechpartner (Personaler), keine Floskeln
    • Lebenslauf: Ebenfalls eine DIN A4 Seite, maximal 2 bei sehr berufserfahrenen Personen, anti-chronologisch, übersichtlich gestaltet
    • Motivationsschreiben: (sowie alle weiteren Elemente) 1 DIN A4 Seite, individuell auf die jeweilige Firma zugeschnitten
    • Das Bewerbungsfoto: Entweder auf dem Deckblatt, oder auf dem Lebenslauf und unbedingt ein professionelles Foto verwenden
    • für alle Bestandteile der Bewerbung: Ein einheitliches Design verwenden und auf eine korrekte Formatierung achten
    • Rechtschreib- und Grammatikfehler vermeiden!

An diesen Maßstäben wird sich auch in dem kommenden Jahr nichts für euch ändern.

Der Vorteil für die Bewerber in dem kommenden Jahr ist, dass sich die Bewerbungssituation ändert. In vielen Bereich kann ein stetig wachsender Trend immer mehr verfolgt werden: Bewerber können sich ihren Job künftig mehr „aussuchen“.

Zu verdanken ist dieser Trend bei dem Bewerbungsvorgang der sogenannten Generation Y, welche sich durch das Streben nach einer „Work-Life-Balance“ auszeichnet. Das meint im Prinzip, dass diese Generation sich nicht mehr an finanzielle sowie materielle Werte klammert, sondern sich um eigene ideelle Vorstellungen bemüht. Diesen modernen Wertvorstellungen müssen sich künftig Arbeitgeber im Bewerbungsprozess anpassen. Trotz allem ist und bleibt es auch 2015 für Bewerber wichtig, eine qualitativ hochwertige und vor allem auch individuelle Bewerbung abzuschicken.
Ein weiterer Trend zeigt sich in diesem Zuge ebenfalls in dem Bewerbungsgespräch: Neben der bekannten Vorgabe, natürlich zu sein und keine „Rolle“ zu spielen, raten Experten für das kommende Jahr zu Folgendem:

Bewerber sollten sich von Unternehmen und Firmen fernhalten, welche im Vorstellungsgespräch nach den eigenen Schwächen fragen. Diese Schwächenfixierung hat in einem modernen Führungsstil nichts verloren. Der schlagfertige Bewerber sollte sich in diesem Fall ebenfalls nicht scheuen zu fragen, welche Maßnahmen für die Förderung der Stärken in dem Unternehmen vorgesehen sind?

Bewerbung 2015

Damit diese Trends für den Bewerbungsvorgang überhaupt einen Nutzen für den Bewerber haben, muss die Bewerbung erfolgreich sein. Um auch an diesem Punkt für 2015 up-to-date zu sein, folgen nun die Bewerbungstrends 2015:

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Online Bewerbung 2015

Ebenso wie in dem vergangenen Jahr gibt es für die Online-Bewerbung verschiedene Optionen:

  • Die Bewerbung per E-Mail
  • Die Bewerbungsunterlagen und alle weiteren Informationen werden über die Homepage eines Unternehmens hochgeladen
  • Anstatt Bewerbungsunterlagen zu versenden, werden alle nötigen Daten in ein Bewerbungsformular übertragen

TIPP Gerade an Punkt 2 und 3 besteht die Gefahr, dass schnell Fehler unterlaufen können. Daher gilt es hier, dass sich der Bewerber rechtzeitig für die Bewerbung bei dem jeweiligen Unternehmen entscheiden muss. Dementsprechend kann sich der Kandidat dann die benötigte Zeit für das fehlerfreie Ausfüllen der Unterlagen nehmen.

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Neben der klassischen Online-Bewerbung setzt sich 2015 ein zusätzlicher Trend für die Bewerber durch:

„Lass dich finden!“

Wer sich jetzt die Frage stellt, wie er sich in der grauen Masse von Bewerbern finden lassen soll, der hat 2014 einiges verpasst.

Mit dieser Überschrift ist die passive Bewerbung über Social Media gemeint. Das heißt nicht, dass neuerdings Recruiter auf Facebook nach geeigneten Kandidaten suchen und den Kontakt zu ihnen herstellen. Für die Passivbewerbung ist ein Mitwirken in sogenannten Business Netzwerken notwendig. Zu diesen Netzwerken zählen u. a. Xing, LinkedIn, Viadeo oder auch Absolventa.

Bei diesen Netzwerken geht es darum, ganz klar seine Kompetenz durch ein aussagekräftiges Profil zu zeigen. Jedes Netzwerk stellt in diesem Punkt den Mitgliedern ganz andere Möglichkeiten zur Verfügung – diese richtig zu nutzen kann dazu führen, dass schnell Headhunter auf einen aufmerksam werden und mit attraktiven Jobangeboten locken.

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Eine Alternative dazu:

Die passive Jobsuche via Smartphone.

Ähnlich der diversen Dating Apps, haben sich viele App-Entwickler gedacht, dass ein Unternehmen ebenso gut zu einem Arbeitnehmer passen muss, wie ein Partner. Wenn die Partnerwahl dann schon unterwegs stattfinden kann, warum dann nicht auch gleich die Unternehmenswahl?
In diesen Job-Apps, wie beispielsweise der Truffls, werden dem Nutzer, gemäß seiner Angaben, Unternehmen mit vakanten Stellenangeboten präsentiert. Direkt am Smartphone kann der Bewerber sich dann entscheiden, ob er das Angebot interessant findet und sich bei einem der Unternehmen bewerben möchte.

Der Vorteil: Egal, wo sich ein Nutzer dieser Apps befindet, er kann jederzeit auf ein entsprechendes Angebot zurück greifen und weiß direkt, welcher Betrieb zu ihm passt.

Der Nachteil: Ohne eine genügende Internetverbindung kann das Angebot nicht ausreichend genutzt werden.

Eine kleine Empfehlung: Die Nutzung im nüchternen Zustand ist absolut ratsam!

Tipps zum Studium:

TIPP Ein Studium ist eine Alternative, die euch jährlich erhalten bleibt. Durch die Vielzahl der Studiengänge und die flexiblen Einstiegspunkte (Sommersemester und Wintersemester), bietet die akademische Weiterbildung Anreize für jedermann und steigert eure Attraktivität als Bewerber auf dem Arbeitsmarkt, um ein Vielfaches. Mehr Informationen und Tipps über das Studieren findet ihr hier!

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Noch ein Bewerbungstrend:

Die Medien und ihre Möglichkeiten 2015 bestmöglich für sich nutzen: Die Bewerbungstrends stagnieren nicht bei der Bewerbung mit einer Bewerbungshomepage. Ganz im Gegenteil, geht es für Bewerber mit den Optionen noch weiter:

  • Bewerbungshomepage
  • Bewerbungspräsentation (Flash-Präsentationen)
  • kurze Bewerbungsvideos

Der Vorteil bei diesen Varianten: Der jeweilige Personaler bekommt einmal etwas komplett anderes präsentiert. Somit ist also ein gewisses Maß an Aufmerksamkeit garantiert.

Es geht, gerade im Bezug auf die Videos, jedoch auch hier darum, sich selbst ins rechte Licht zu rücken. Das heißt, dass in diesem Fall weder ein Auftritt im Jogging-Anzug, noch die Verwendung der Handykamera sowie die Arbeit mit zu grellen Farben ratsam sind.

Bewerbung 2015 Fazit

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Fazit:

Die Bewerbungstrends 2015 setzen auf die neuen Medien, folglich auf die Online-Bewerbung, die passive Bewerbung sowie Alternativen zu der klassischen Bewerbung. Im gleichen Zug geht die Nutzung von der postalischen Bewerbung, also einer klassischen Bewerbungsmappe, immer weiter zurück.

Es bleibt dennoch zu bedenken: Bei einer Bewerbung geht es darum, sich von seiner professionellen und individuellen Seite zu zeigen, um das Unternehmen von sich als Bewerber zu überzeugen. Dies sollte ebenfalls bei den Bewerbungstrends 2015 bedacht werden.