Werkzeugmechaniker / Werkzeugmechanikerin 2018-05-23T14:06:57+00:00

Werkzeugmechaniker / Werkzeugmechanikerin

Ohne sie würde sich die Produktion von Autos, Schränken oder auch alltäglichen Gegenständen, wie Bodylotion und Kugelschreibern, schwierig gestalten, denn die Werkzeugmechaniker / Werkzeugmechanikerinnen stellen Werkzeuge aller Art her. Du wolltest schon immer einen Beruf ausüben, bei dem du deine handwerklichen Fähigkeiten perfekt einbringen kannst? Dann ist diese Ausbildung möglicherweise genau das Richtige für dich. Dich erwarten ein abwechslungsreicher Arbeitsalltag und ständig wechselnde Herausforderungen.

Werkzeugmechaniker / Werzeugmechanikerin - Arbeitsalltag

Berufsbild Werkzeugmechaniker / Werkzeugmechanikerin

Wie schon erwähnt, stellst du in diesem Beruf hauptsächlich Werkzeuge für die industrielle Serienproduktion her. Dafür fertigst du aus Werkstoffen, wie Stahl, Metallen oder Kunststoffen, Schablonen, Werkzeuge und Co.

Bohren, Fräsen und Hämmern gehört für dich also zum beruflichen Alltag. Außerdem bist du für die Produktion chirurgischer Instrumente zuständig. Wie du siehst, ist dieser Beruf ganz schön wichtig und verantwortungsvoll. Um die zahlreichen Gegenstände überhaupt herzustellen, musst du zudem die Maschinen richtig einstellen und Berechnungen vornehmen.

Damit die gefertigten Teile auch passgenau sind, nutzt du täglich Mess- und Prüfgeräte. Du kontrollierst die Maßhaltigkeiten deiner Werkzeuge bis auf wenige tausendstel Millimeter genau. Eine präzise Arbeitsweise ist daher von großer Bedeutung.

Außerdem bist du nicht nur handwerklich tätig, sondern berätst auch Kunden. Du erklärst ihnen die Handhabung von Werkzeugen oder Geräten. Arbeit findest du vor allem in Werkstätten oder Produktionshallen.

Bewerbung als Werkzeugmechaniker / Werkzeugmechanikerin

Egal ob Ausbildung oder Job –  deine Bewerbung öffnet dir die Tür zum weiteren Auswahlverfahren. Sie vermittelt einen ersten Eindruck über dich und deine Fähigkeiten.

Damit deine Bewerbungsmappe positiv auffällt, sollte sie frei von Rechtschreib- und Grammatikfehlern sein. Des Weiteren legen Personaler Wert auf einen strukturierten Lebenslauf und ein ansprechendes Anschreiben. In diesem solltest du zudem auf Stellenanzeige und Unternehmen eingehen.

Konntest du überzeugen, erhältst du die Einladung zu einem persönlichen Bewerbungsgespräch. Dein Traumjob ist dann schon in greifbarer Nähe. Du solltest dir vorab eigene Fragen überlegen und dich gut über das Unternehmen informieren. So zeigst du den Personalern, dass du den Job wirklich willst.

Werkzeugmechaniker / -innen sollten:

  • Gute Noten in Mathematik, Technik und Physik vorweisen
  • Ein hohes technisches Verständnis haben
  • Handwerklich geschickt sein
  • Eine präzise und sorgfältige Arbeitsweise an den Tag legen
  • Sich und andere gut organisieren können
  • Geduldig sein

Je nachdem, in welcher Ausgangslage du dich befindest, variieren die Anforderungen, die an dich gestellt werden. Ein Bewerber, der frisch aus der Schule kommt und sich für eine Ausbildung als Werkzeugmechaniker bewirbt, wird naturgemäß wenig bis gar keine praktische Erfahrung vorweisen können. Bei jemandem, der die Ausbildung bereits seit längerem absolviert hat, schon berufstätig ist und sich womöglich weitergebildet hat, zeichnet sich natürlich ein ganz anderes Bild ab. Für jede dieser Situationen haben wir euch daher ein kostenloses Bewerbungsmuster zum Download erstellt.

Bewerbungsmuster für Werkzeugmechaniker / -innen

Ausbildung zum Werkzeugmechaniker:

Bewerbung Werkzeugmechaniker / Werkzeugmechanikerin Ausbildung

Berufseinstieg als Werkzeugmechanikerin:

 Bewerbung Werkzeugmechaniker / Werkzeugmechanikerin Berufseinstieg

Bewerbung als Industriemeister:

Bewerbung Werkzeugmechaniker / Werkzeugmechanikerin berufserfahren

Ausbildung zum Werkzeugmechaniker / zur Werkzeugmechanikerin

Bevor du in die Welt der Werkzeuge abtauchen kannst, musst du eine duale Ausbildung absolvieren. Die theoretischen Kenntnisse lernst du in der Berufsschule. Durch deine zusätzliche Tätigkeit im Betrieb kannst du sie direkt praktisch einbringen.

Insgesamt dauert es dreieinhalb Jahre, bis du dich als anerkannter Werkzeugmechaniker / Werkzeugmechanikerin bezeichnen darfst.Vorausgesetzt du bestehst beide Teile der Abschlussprüfung. Die erste Prüfung findet am Ende des 2. Lehrjahres statt. Teil zwei legst du hingegen am Ende deiner Ausbildung ab.

Gesetzlich ist kein Schulabschluss für diese Ausbildung vorgeschrieben. In der Praxis stellen Unternehmen trotzdem meist Bewerber ein, welche die mittlere Reife besitzen. Hast du ein überdurchschnittlich gutes Zeugnis oder eine aussagekräftige Bewerbungsmappe, können deine Chancen aber auch mit einem niedrigeren Abschluss gut stehen.

Gehalt als Werkzeugmechaniker / Werkzeugmechanikerin

Gehalt während der Ausbildung

Werkzeugmechaniker / Werzeugmechanikerin Gehalt Ausbildung

Gehalt nach der Ausbildung

Auch nach deiner Ausbildung ist die Gehaltsspanne groß. Als Berufseinsteiger verdienst du meist zwischen 1.500 und 2.400 Euro brutto im Monat. Dein Verdienst hängt aber vor allem davon ab, ob du in der Industrie oder im Handwerk tätig bist. Ist ersteres der Fall, gestaltet sich dein Gehalt im Schnitt höher. Zudem wirken sich Bundesland, Unternehmensgröße und Berufserfahrung auf deinen Verdienst aus. Nach einigen Jahren im Job sind auch Löhne von bis zu 3.500 Euro brutto monatlich realistisch.

Karriere als Werkzeugmechaniker / Werkzeugmechanikerin

Wenn du nicht bis zur Rente als Werkzeugmechaniker / Werkzeugmechanikerin arbeiten möchtest, ist das kein Problem. Es gibt mehrere spannende Weiterbildungsmöglichkeiten, die neben deinen Kenntnissen auch dein Gehalt verbessern. Beispielsweise steht dir eine Weiterbildung als Industriemeister / Industriemeisterin oder ein Studium zur Auswahl.

Industriemeister / Industriemeisterin

Deinen Meister kannst du am besten in der Fachrichtung Metall absolvieren. Um diese Aufstiegsweiterbildung abzuschließen, musst du in Voll- oder Teilzeit eine Meisterschule besuchen.

Entscheidest du dich für Variante Nummer eins, dauert es rund fünf Monate, bis du dich nach bestandener Meisterprüfung Industriemeister / Industriemeisterin nennen darfst. In Teilzeit brauchst du hingegen circa 24 Monate.

Nach Abschluss erhältst du unter anderem mehr Führungsaufgaben und bist für die Planung und Steuerung der Produktion von Maschinen und Metallerzeugnissen zuständig.

Informiere dich vorab bei deinem Chef, ob das Unternehmen einen Teil der Kosten trägt. Sie belaufen sich auf mehrere tausend Euro und können ohne Ersparnisse schnell zu einem Hindernis werden.

Studium

Hast du drei Jahre in deinem Betrieb gearbeitet oder bereits (Fach-)Abitur, kannst du ohne Probleme ein Studium beginnen. Du hast die Wahl zwischen Studiengängen, wie Maschinenbau oder Kunststofftechnik. Studierst du in Vollzeit, dauert dein Bachelor in der Regel drei bis vier Jahre. In Teilzeit nimmt er oft doppelt so viel Zeit in Anspruch.

Dafür verdienst du nebenbei weiterhin Geld, was sich als sehr nützlich erweisen kann. Ein Studium an einer privaten (Fach-)Hochschule kostet oft nämlich mehrere tausend Euro. An einer staatlichen Einrichtung zahlst du hingegen meist nur einen Semesterbeitrag von rund 300 Euro pro Halbjahr.