Uhrmacher / Uhrmacherin2018-10-05T15:45:13+00:00

Uhrmacher / Uhrmacherin

Ohne den Uhrmacher / die Uhrmacherin würden wir wohl öfter mal die Zeit vergessen. Bereits seit hunderten von Jahren sorgen sie dafür, dass unser Alltag organisiert abläuft und wir wissen, wann es Zeit ist, schlafen zu gehen.

Außerdem sind Uhren ein stylisches Modeaccessoire, weshalb dieser Beruf auch heute noch genauso angesagt ist wie vor 100 Jahren. Geboten wird dir also ein Mix aus einem traditionellen Handwerk und den neuesten Technologien.

Die ersten richtigen Uhrmacher gibt es seit Mitte des 16. Jahrhunderts. Vorher übten Schlosser und Schmiede diesen Beruf aus.

Uhrmacher / Uhrmacherin - Arbeitsalltag

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Berufsbild Uhrmacher / Uhrmacherin

In erster Linie übst du in diesem Beruf eine handwerkliche Tätigkeit aus. Du stellst Uhren und sonstige Zeitmessgeräte her, wartest sie und bist für ihre Reparatur zuständig. Den Satz „die tickt nicht richtig“ ist für dich keine Beleidigung, sondern er zählt zum beruflichen Alltag.

Elementar ist außerdem Fingerspitzengefühl. Meist sind die Teile einer Uhr sehr klein. Wenn du Batterien wechseln oder Gehäuse reinigen musst, braucht es eine ruhige Hand. Des Weiteren ist Detailgenauigkeit als Uhrmacher / Uhrmacherin sehr wichtig, denn du designst auch selbst Uhren und stellst Einzelstücke her.

Arbeitest du in der Industrie, wirst du oft in der Massenproduktion eingesetzt. Du steuerst die Maschinen oder überwachst den Produktionsablauf. Bist du im Handwerk tätig, zählen insbesondere die Wartungen und Reparaturen von Uhren aller Art zu deinen Schwerpunkten. Außerdem bist du für die Kundenberatung zuständig.

Bewerbung als Uhrmacher / Uhrmacherin

Bevor du in deinem Traumjob als Uhrmacher voll durchstarten kannst, musst du eine Bewerbung einreichen. Sie gibt dem Personaler einen ersten Eindruck von dir und deinen Fähigkeiten. Damit du punkten kannst, sollte deine Bewerbungsmappe frei von Fehlern sein. Rechtschreib- und Grammatikfehler sind genauso tabu wie ein unprofessionelles Bewerbungsfoto oder ein unstrukturierter Lebenslauf. Außerdem sollte dein Anschreiben perfekt auf die Stellenanzeige und den Betrieb angepasst sein.

Konntest du mit deinen Unterlagen glänzen, erhältst du die Einladung zu einem persönlichen Vorstellungsgespräch. Informiere dich vorab über dein Wunschunternehmen und bereite dich auf mögliche Fragen seitens der Personaler vor. So stehen die Chancen auf deinen Traumjob sicherlich sehr gut. Möchtest du besonders hervorstechen, überlege dir auch selber einige Fragen. So zeigst du dein Interesse an Job und Betrieb.

Uhrmacher / Uhrmacherinnen sollten:

  • Ein hohes technisches Verständnis besitzen
  • Gute Noten in Mathematik und Physik vorweisen können
  • Fingerspitzengefühl und ruhige Hände haben
  • Sorgfältig und geduldig sein
  • Sich gut konzentrieren können
  • Eine hohe Eigenmotivation mitbringen

Je nachdem, in welcher Ausgangslage du dich befindest, variieren die Anforderungen, die an dich gestellt werden. Ein Bewerber, der frisch aus der Schule kommt und sich für eine Ausbildung als Uhrmacher bewirbt, wird naturgemäß wenig bis gar keine praktische Erfahrung vorweisen können. Bei jemandem, der die Ausbildung bereits seit längerem absolviert hat, schon berufstätig ist und sich womöglich weitergebildet hat, zeichnet sich natürlich ein ganz anderes Bild ab. Für jede dieser Situationen haben wir euch daher ein kostenloses Bewerbungsmuster zum Download erstellt.

Bewerbungsmuster für Uhrmacher / Uhrmacherinnen

Ausbildung zum Uhrmacher/ zur Uhrmacherin:

Bewerbung Uhrmacher / Uhrmacherin Ausbildung

Berufseinstieg als Uhrmacher/ Uhrmacherin:

Bewerbung Uhrmacher / Uhrmacherin Berufseinstieg

Bewerbung für Uhrmachermeister/ -innen:

Bewerbung Uhrmacher / Uhrmacherin berufserfahren

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Ausbildung zum Uhrmacher / zur Uhrmacherin

Um Uhrmacher / Uhrmacherin zu werden, gibt es gleich zwei Möglichkeiten. Einerseits kannst du die klassische duale Ausbildung absolvieren, andererseits kommt auch eine rein schulische Variante infrage.

Entscheidest du dich für Möglichkeit Nummer eins, bist du drei Jahre lang sowohl im Betrieb als auch in der Berufsschule zu finden. In der Werkstatt deines Ausbildungsbetriebes kannst du dein theoretisch erlerntes Wissen direkt in die Tat umsetzen.

Armbänder befestigen oder Batterien wechseln kannst du bald im Schlaf. Außerdem steht der Umgang mit verschiedenen Stoffen und Chemikalien auf deinem Lehrplan. Im Verlauf deiner Ausbildung lernst du auch, wie du Uhrenteile aus Metall schweißt oder die fertigen Stücke gravierst.

In der Berufsschule werden dir hingegen theoretische Grundlagen vermittelt. Physikalische Kenntnisse sind ebenso wichtig wie Mathematik. Nur so verstehst du, wie Zeitmessgeräte funktionieren oder wie du trigonometrische Berechnungen oder Zeitberechnungen durchführst.

Entscheidest du dich für die rein schulische Ausbildung, paukst du drei Jahre in einer Berufsfachschule für Uhrmacher. Auch hier schließt du deine Lehre mit einer Gesellenprüfung ab. Betriebliche Praktikumsphasen ermöglichen dir zudem erste Einblicke  in den Beruf.

Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Die meisten Betriebe bevorzugen jedoch Bewerber, die mindestens den Hauptschulabschluss erlangt haben.

Gehalt als Uhrmacher / Uhrmacherin

Gehalt während der Ausbildung

Uhrmacher / Uhrmacherin Gehalt Ausbildung

Gehalt nach der Ausbildung

 Im Durchschnitt verdienst du als Uhrmacher / Uhrmacherin 2.150 Euro brutto im Monat. Natürlich hängt dein Gehalt auch von Bundesland, Berufserfahrung oder Betrieb ab. Beispielsweise verdienst du in Hessen mit einem Bruttolohn von 2.500 Euro überdurchschnittlich gut.

Bist du nicht in einer Gewerkschaft organisiert, musst du mit deinem Arbeitgeber über deinen Verdienst verhandeln. Oft orientieren sich diese an bestehenden Tarifen. Ist das nicht der Fall, steht dir immerhin der gesetzliche Mindestlohn von 1.470 Euro brutto im Monat zu.

Karriere als Uhrmacher / Uhrmacherin

Du möchtest nicht bis zur Rente als Uhrmacher / Uhrmacherin arbeiten? Kein Problem! Es gibt verschiedene Weiterbildungen, die dich in deiner beruflichen Karriere vorantreiben. Wir haben zwei Optionen für dich genauer betrachtet.

Weiterbildung zum Uhrmacher-Meister / -Meisterin

Machst du deinen Meister, erlernst du nicht nur weitere Fachkenntnisse. Du bist auch berechtigt, Nachwuchskräfte auszubilden oder einen eigenen Betrieb zu führen.

Hast du bereits eine abgeschlossene Ausbildung, kannst du dich ohne Probleme an einer Meisterschule anmelden. Absolvierst du die Fortbildung in Vollzeit, brauchst du circa ein Jahr bis zu deinem Meistertitel.

In Teilzeit kann es natürlich auch mehr als doppelt so lange dauern. Informiere dich einfach bei deiner Wunschschule über die genauen Bedingungen, denn der Ablauf gestaltet sich je nach Einrichtung unterschiedlich.

Außerdem solltest du in deinem Betrieb fragen, ob die Kosten möglicherweise übernommen werden. Sie belaufen sich oft auf mehrere tausend Euro. Hast du nichts angespart, können sie sonst schnell zu einem Hindernis werden.

Restaurator / Restauratorin im Uhrmacherhandwerk

Eine etwas ausgefallenere Option ist die Weiterbildung zum Restaurator / zur Restauratorin im Uhrmacherhandwerk. Hier arbeitest du mit kunsthistorischen und gleichzeitig wertvollen Gegenständen. Voraussetzung ist, dass du bereits einen Meistertitel hast.

Möchtest du diesen Karriereweg tatsächlich einschlagen, informiere dich vorab, an welcher Schule du die Weiterbildung absolvieren möchtest. Außerdem hast du Wahl zwischen Voll- und Teilzeit Lehrgängen.