Operationstechnischer Assistent / Operationstechnische Assistentin (OTA) 2018-03-06T12:44:48+00:00

Operationstechnischer Assistent / Operationstechnische Assistentin (OTA)

Du hast kein Problem damit Blut zu sehen? Außerdem bist du fasziniert von Serien wie Grey’s Anatomy oder Dr. House? Schon mal über eine Ausbildung als Operationstechnische/r Assistent/in (OTA) nachgedacht? In diesem Beruf ist der Operationssaal dein zweites zu Hause. Dich erwarten spannende und verantwortungsvolle Tätigkeiten und ein sehr abwechslungsreicher Arbeitsalltag.

Operationstechnischer Assistent / Operationstechnische Assistentin (OTA) : OP-Saal

Berufsbild Operationstechnische/r Assistent/in (OTA)

Als operationstechnische/r Assistent/in arbeitest du Hand in Hand mit Ärzten zusammen. Du assistierst ihnen während der Operationen und bist somit ein unverzichtbares Mitglied des OP-Teams. Dabei sind Konzentration und ein sehr hohes Verantwortungsbewusstsein elementar.

Manche Operationen gehen mehrere Stunden und fordern dich im hohen Maße. Schließlich hängt das Wohlbefinden der Patienten von dir und den Ärzten ab. Du solltest daher stets aufmerksam sein und immer das richtige Operationsmaterial zur Hand haben.

Des Weiteren bist du vor und nach der Operation für die Patienten zuständig. Du bereitest sie auf bevorstehende Eingriffe vor und versuchst ihnen die Angst zu nehmen. Kommen sie in den OP, deckst du sie mit sterilen Tüchern ab und sorgst dafür, dass die strengen Hygienebestimmungen eingehalten werden.

Sonst können sich schnell Krankheitserreger vermehren. Nach den Eingriffen desinfizierst und sterilisierst du außerdem die Instrumente und dokumentierst den Operationsablauf am Computer.

Arbeit findest du in Krankenhäusern oder privaten Praxen. Im Prinzip kannst du überall dort arbeiten, wo Operationen durchgeführt werden. Doch bevor du dich für diesen Beruf entscheidest, solltest du bedenken, dass es nicht nur schöne Arbeitstage gibt. Es kann auch passieren, dass ein Patient auf dem OP-Tisch stirbt. Du musst mit solchen Situationen umgehen und sie verkraften können.

Bewerbung als Operationstechnische/r Assistent/in (OTA)

Damit du deinen Traumjob als Operationstechnische/r Assistent/in (OTA) antreten kannst, musst du erstmal eine Bewerbung einreichen. Sie vermittelt den Personalern einen ersten Eindruck über dich und deine Fähigkeiten.

Um eine Einladung zum begehrten Vorstellungsgespräch zu erhalten, sollte sie frei von Fehlern jeglicher Art sein. Grammatik- und Rechtschreibfehler sind genauso ein K.O.-Kriterium wie ein unstrukturierter Lebenslauf oder ein schlechtes Bewerbungsfoto.

Daher solltest du dir Zeit für die Erstellung deiner Bewerbungsmappe lassen. Stimme Anschreiben und Lebenslauf auf Stellenanzeige und Unternehmen ab und lies deine Unterlagen mehrmals durch. Außerdem kannst du deine Bewerbungsmappe einmal von Freunden oder Familie gegenlesen lassen.

Hast du eine Einladung zum Vorstellungsgespräch erhalten, gilt es sich auf mögliche Fragen vorzubereiten und sich genaustens über das Unternehmen zu informieren. Des Weiteren solltest du dir auch selbst ein paar Fragen überlegen, um so dein Interesse an der Stelle zu zeigen.

Operationstechnische Assistenten / Assistentinnen (OTA) sollten:

  • Sich gut konzentrieren können
  • Sehr gute Noten in Mathematik, Chemie und Biologie mitbringen
  • Kein Problem mit Schichtdienst haben
  • Ein sehr hohes Verantwortungsbewusstsein besitzen
  • Gut mit Menschen umgehen können
  • Körperlich fit sein

Je nachdem, in welcher Ausgangslage du dich befindest, variieren die Anforderungen, die an dich gestellt werden. Ein Bewerber, der frisch aus der Schule kommt und sich für eine Ausbildung als Operationstechnischer Assistent bewirbt, wird naturgemäß wenig bis gar keine praktische Erfahrung vorweisen können. Bei jemandem, der die Ausbildung bereits seit längerem absolviert hat, schon berufstätig ist und sich womöglich weitergebildet hat, zeichnet sich natürlich ein ganz anderes Bild ab. Für jede dieser Situationen haben wir euch daher ein kostenloses Bewerbungsmuster zum Download erstellt.

Bewerbungsmuster für Operationstechnische/r Assistenten/in  (OTA)

Praktikum als Operationstechnische Assistentin:

Bewerbung Operationstechnische / r Assistent / in Praktikum

Berufseinstieg als Operationstechnischer Assistent:

Bewerbung Operationstechnische / r Assistent / in Berufseinstieg

Berufserfahrene Operationstechnische Assistentinnen:

Bewerbung Operationstechnische / r Assistent / in Berufserfahrung

Ausbildung zum / zur  Operationstechnischen Assistenten/in (OTA)

Um Operationstechnische/r Assistent/in (OTA) zu werden, absolvierst du eine schulische Ausbildung. Drei Jahre lang lernst du in der Berufsschule alles zum Thema Patientenbetreuung, Hygienebestimmungen oder Endoskopien.

Zudem erfährst du, wie man sich in Katastrophen- oder Notsituationen zu verhalten hat. Um deine erlernten Kenntnisse direkt einzubringen, gibt es Praktikumsphasen im Krankenhaus. Nach deiner Ausbildung besitzt du ein ausgeprägtes Fachwissen und bist bereit für den Einsatz im OP-Saal.

Um deine Ausbildung erfolgreich zu beenden, musst du vorab die Abschlussprüfung bestehen. Sie besteht aus einem mündlichen und einem praktischen Teil.

Möchtest du Operationstechnische/r Assistent/in (OTA) werden, brauchst du mindestens die mittlere Reife oder einen gleichwertigen Abschluss. Außerdem verlangen die Berufsschulen oft einen Nachweis über deine gesundheitliche Eignung oder einen Praktikumsnachweis.

Gehalt als Operationstechnische/r Assistent/in (OTA)

Gehalt während der Ausbildung

Operationstechnischer Assistent / Operationstechnische Assistentin Gehalt Ausbildung

Gehalt nach der Ausbildung

Nach deiner Ausbildung erwarten dich gute Verdienstmöglichkeiten. Besonders wenn du eine tarifgebundene Vergütung erhältst. In der Regel liegt dein anfängliches Bruttogehalt hier zwischen 1.800 und 2.400 Euro brutto im Monat.

Mit deinen Berufsjahren oder je nach Betrieb, sind durchaus auch Gehälter von 2.500 bis 2.800 Euro brutto monatlich möglich. Deine anspruchsvolle Tätigkeit wird also angemessen bezahlt. Arbeitest du in einem unabhängigen Betrieb, musst du selbst über dein Gehalt verhandeln. Der gesetzliche Brutto-Mindestlohn von 8,84 Euro die Stunde steht dir aber definitiv zu.

Karriere als Operationstechnische/r Assistent/in (OTA)

Suchst du eine neue berufliche Herausforderung oder möchtest einfach deine Kenntnisse erweitern? Beides ist in diesem Beruf kein Problem. Dank verschiedener Weiterbildungsmöglichkeiten, wird dir auch nach einigen Jahren als Operationstechnische/r Assistent/in (OTA) sicher nicht langweilig.

Weiterbildung zur/zum Fachkrankenschwester/-pfleger im Operations- und Endoskopiedienst

Absolvierst du diese Weiterbildung, bist du zuständig für die Pflege der Patienten. Vor Operationen und Endoskopien betreust du sie. Du checkst außerdem, ob sie fit für den Eingriff sind. Hierfür misst du beispielsweise Temperatur und Blutdruck.

Voraussetzung ist meist eine abgeschlossene Ausbildung in einem einschlägigen Gesundheitsberuf inklusive Berufserfahrung. Erwägst du diese Weiterbildung, solltest du dich bei deiner Wunschschule über die genauen Bedingungen informieren.

Du kannst die Fortbildung sowohl in Teil- als auch in Vollzeit absolvieren. Die Kosten belaufen sich je nach Variante auf hunderte bis tausende Euro.

Studium

Ein Studium ist die perfekte Möglichkeit, einen großen Sprung auf der Karriereleiter zu machen. Hast du Abitur, kannst du direkt nach deiner Ausbildung anfangen zu studieren. Aber auch ohne Hochschulabschluss gibt es Mittel und Wege.

Beispielsweise können dir Berufserfahrung oder die bestandene Ausbildung angerechnet werden. In welchem Maße das möglich ist, hängt aber immer von der (Fach-)Hochschule ab. Dich erwarten spannende Studiengänge, wie Gesundheitsmanagement oder Humanmedizin. In der Regel dauert ein Vollzeitstudium sechs Semester.

In Teilzeit brauchst du für einen Bachelor oft doppelt so lange. In Humanmedizin ist die Studienzeit aber deutlich länger. Du studierst hier mindestens 13 Semester. Außerdem brauchst du einen sehr guten Numerus Clausus (NC). Unter einem Notendurchschnitt von 1,3 stehen deine Chancen auf einen der begehrten Studienplätze schlecht.

Studiengebühren fallen an einer staatlichen Universität nicht an. Du zahlst hier ausschließlich einen Semesterbeitrag von rund 300 Euro pro Halbjahr. An privaten Hochschulen können hingegen mehrere tausend Euro für dein Studium fällig werden.