Justizfachangestellter / Justizfachangestellte 2018-02-16T11:13:11+00:00

Justizfachangestellter / Justizfachangestellte

Du hast Gerichtsprozesse schon immer spannend gefunden? Außerdem zählen Barbara Salesch und Richter Alexander Hold zu deinen absoluten Lieblingsserien? Super! Schon einmal über eine Ausbildung als Justizfachangestellte / Justizfachangestellter nachgedacht? Hier kannst du Gerichtsprozesse hautnah miterleben und greifst gleichzeitig Richtern und Staatsanwälten unter die Arme.

Justizfachangestellte findet man in jedem Gerichtssaal.

Justizfachangestellter / Justizfachangestellte - Gerichtssaal

Berufsbild Justizfachangestellter / Justizfachangestellte

Damit ein Gerichtsprozess überhaupt funktionieren kann, müssen eine Menge organisatorische und administrative Aufgaben erledigt werden. Und da kommst du ins Spiel: Du überwachst Fristen, verwaltest und pflegst Akten oder bist Ansprechpartner für Bürger.

Außerdem bist du für anfallende Büro- und Sekretariatsaufgaben verantwortlich. Du bist aber auch bei Gerichtsprozessen anwesend und führst Protokoll oder beglaubigst die Abschriften von Gerichtsentscheidungen. Eine genaue Arbeitsweise ist hier das A und O.

Doch es gibt noch mehr Vorteile als nur das breite Aufgabenspektrum oder die geregelten Arbeitszeiten. Nach deiner Ausbildung besteht die Möglichkeit, dass du verbeamtet wirst. Ein sicherer Beruf ist garantiert.

Dein Arbeitsplatz beschränkt sich übrigens nicht nur auf Gerichte oder die Staatsanwaltschaft. Nach deiner Ausbildung kannst du ebenfalls in Rechtsanwaltskanzleien oder Notariaten tätig werden.

Bewerbung als Justizfachangestellter / Justizfachangestellte

Egal ob Ausbildung oder Job – deine Bewerbung ist die Eintrittskarte in die Gerichtssäle dieser Welt. Damit du bei Personalern einen guten ersten Eindruck hinterlässt, sollte deine Bewerbungsmappe frei von Rechtschreib- und Grammatikfehlern sein. Außerdem sind ein ansprechendes Design und ein individuelles Anschreiben enorm wichtig.

Dein Bewerbungsfoto sollte ebenfalls professionell aussehen. Selfies oder Bilder von schlechter Qualität sind ein absolutes No-Go.

Wenn du mit deiner Bewerbungsmappe überzeugen kannst, erhältst du die Einladung zu einem persönlichen Vorstellungsgespräch. Damit du auch hier punkten kannst, solltest du dich vorab über den Betrieb informieren, um auf mögliche Fragen bestens vorbereitet zu sein.

Justizfachangestellte sollten:

  • Eine gute Selbstorganisation besitzen
  • Gute Noten in Deutsch und Mathe mitbringen
  • Gerne im Büro arbeiten
  • Sorgfältig und Genau arbeiten können
  • Ein hohes Verantwortungsbewusstsein haben

Je nachdem, in welcher Ausgangslage du dich befindest, variieren die Anforderungen, die an dich gestellt werden. Ein Bewerber, der frisch aus der Schule kommt und sich für eine Ausbildung als Justizfachangestellter bewirbt, wird naturgemäß wenig bis gar keine praktische Erfahrung vorweisen können. Bei jemandem, der die Ausbildung bereits seit längerem absolviert hat, schon berufstätig ist und sich womöglich weitergebildet hat, zeichnet sich natürlich ein ganz anderes Bild ab. Für jede dieser Situationen haben wir euch daher ein kostenloses Bewerbungsmuster zum Download erstellt.

Bewerbungsmuster für Justizfachangestellte

Ausbildung zur Justizfachangestellten:

Bewerbung Justizfachangestellter / Justizfachangestellte Ausbildung

Berufseinstieg als Justizfachangestellter:

Bewerbung Justizfachangestellter / Justizfachangestellte Berufseinstieg

Bewerbung für erfahrene Justizfachangestellte:

Bewerbung Justizfachangestellter / Justizfachangestellte berufserfahren

Ausbildung zum Justizfachangestellter / zur Justizfachangestellten

Da du eine duale Ausbildung absolvierst, findet man dich sowohl im Betrieb als auch in der Berufsschule. Drei Jahre lang eignest du dir juristisches Fachwissen an. Des Weiteren stehen Kosten- und Zinsrechnung auf dem Lehrplan.

Im zweiten Ausbildungsjahr erwartet dich eine schriftliche Zwischenprüfung. Hier wird dein bisheriger Wissenstand abgefragt. Die finale Abschlussprüfung erfolgt am Ende deiner Ausbildung. Neben einer schriftlichen Prüfung erwartet dich hier auch ein praktischer Teil. Hast du alles erfolgreich gemeistert, darfst du dich staatlich anerkannte/r Justizfachangestellte / Justizfachangestellter nennen.

Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich zwar nicht vorgeschrieben, aber trotzdem stellen die Betriebe fast ausschließlich Bewerber mit Mittlerer Reife oder (Fach-)Abitur ein. Hast du einen niedrigeren Schulabschluss, können ein überdurchschnittliches Zeugnis oder eine ausdrucksstarke Bewerbungsmappe deine Chancen stark verbessern.

Gehalt als Justizfachangestellter / Justizfachangestellte

Gehalt während der Ausbildung

Justizfachangestellter / Justizfachangestellte Gehalt Ausbildung

Gehalt nach der Ausbildung

Nach deiner Ausbildung entscheidet zunächst deine tarifliche Vergütungsgruppe über dein Gehalt. Da du wahrscheinlich in der niedrigsten Gruppe eingeordnet wirst, kannst du mit einem Lohn zwischen 2.000 und 2.800 Euro brutto monatlich rechnen. Dein genauer Verdienst wird außerdem durch Arbeitgeber oder Bundesland beeinflusst. Das höchste Durchschnittsgehalt erhältst du übrigens in Hessen. Hier verdienen Justizfachangestellte rund 2.650 Euro im Monat. Mit viel Berufserfahrung sind aber Löhne bis 3.000 Euro brutto im Monat im Bereich des Möglichen.

Karriere als Justizfachangestellter / Justizfachangestellte

Hast du deine Ausbildung erst abgeschlossen, eröffnen sich dir einige spannende Weiterbildungsmöglichkeiten. Damit du einen Überblick erhältst, haben wir für dich zwei Optionen genauer unter die Lupe genommen.

Beamter/Beamtin des mittleren Justizdienstes

Du hast deine Ausbildung erfolgreich abgeschlossen und bist noch jünger als 28? Perfekt! Dann steht diesem beruflichen Aufstieg nichts im Wege. Als Beamter / Beamtin im mittleren Justizdienst bist du vor allem für die Aktenverwaltung und als Sachbearbeiter / Sachbearbeiterin für Rechtsangelegenheiten zuständig.

Damit dein beruflicher Aufstieg klappt, musst du dich erst einmal bewerben und ein Auswahlverfahren absolvieren. Wirst du angenommen, startest du mit dem Vorbereitungsdienst, der durch Verordnungen des jeweiligen Bundeslandes geregelt ist. Nach 1,5 bis 2,5 Jahren darfst du dich dann Beamter / Beamtin nennen.

Während deines Dienstes verdienst du, je nach Bundesland, zwischen 1.000 und 1.200 Euro brutto im Monat. Als Beamter steigt dein Gehalt natürlich wieder.

Studium der Rechtswissenschaft

Wenn du die Karriereleiter erklimmen willst, eignet sich ein Studium der Rechtswissenschaft, auch Jura Studium genannt. Dich erwarten neun bis zehn Semester voller Theorie. Da Jura zu den lernintensivsten Studiengängen zählt, wirst du sicherlich einige Tage und sogar Nächte in der Bibliothek oder am Schreibtisch verbringen. Gesetzesbücher und Paragraphen kannst du bald im Schlaf aufsagen. Nachdem du das Staatsexamen bestanden hast, darfst du als Jurist arbeiten.

Außerdem benötigst du für ein Studium rein theoretisch nur Abitur. Da Rechtswissenschaft aber zu den beliebten Studienfächern zählt, ist ein sehr gutes Zeugnis gefragt. Der durchschnittliche Numerus clausus liegt bei 1,5 – an vielen Universitäten ist er sogar noch höher.

Du möchtest studieren, hast aber kein Abitur? Kein Problem! Informiere dich einfach an deiner Wunschuniversität. Viele Einrichtungen rechnen berufliche Qualifikationen, inklusive einer abgeschlossenen Ausbildung mit Berufserfahrung, an. So kannst du gegebenfalls auch ohne Abitur voll durchstarten.