Industriemechaniker / Industriemechanikerin 2018-02-23T13:03:50+00:00

Industriemechaniker / Industriemechanikerin

Unter den beliebtesten Ausbildungsberufen rangiert der Industriemechaniker / die Industriemechanikerin regelmäßig auf den oberen Plätzen. In diesem Beruf werden handwerkliche Allrounder ausgebildet, die vielfältige technische Aufgaben rund um Maschinen und Produktionsanlagen übernehmen.

Wenn dir die Handgriffe in der Werk AG oder als Kind beim Lego zusammenbauen besonders leicht fielen, könnte die Ausbildung zum Industriemechaniker / zur Industriemechanikerin genau das Richtige für dich sein.

Industriekaufmann / Industriekauffrau - Büroleben

Berufsbild Industriemechaniker / Industriemechanikerin

Als Industriemechaniker / Industriemechanikerin bist du in deinem Unternehmen zuständig für jegliche Maschinen. Egal ob groß oder klein – du kannst sie bauen, reparieren oder programmieren. Technische Zeichnungen und Montagepläne werden von dir analysiert und helfen dir, einen reibungslosen Ablauf im Unternehmen sicherzustellen.

Wenn es Probleme gibt, kannst du sogar Maschinenteile anfertigen und so die Produktion am laufen halten. Außerdem bist du für Wartungs- und Reparaturarbeiten zuständig und sorgst für eine fachgerechte Instandhaltung der Produktionsstätten.

Abgerundet wird dein Aufgabenfeld durch die Überwachung und Optimierung von Produktionsprozessen. Du bist also nicht nur gefragt, wenn es um handwerkliches Geschick geht, sondern deine analytischen Fähigkeiten spielen ebenfalls eine große Rolle.
Das Aufgabenfeld im Unternehmen kann variieren. Dementsprechend besteht auch die Möglichkeit, in Schichtarbeit eingesetzt zu werden.

Bewerbung als Industriemechaniker / Industriemechanikerin

Es gibt für Industriemechaniker / Industriemechanikerinnen keinen vorgeschriebenen Bildungsabschluss. Daher kannst du dich auch ohne Abschluss für diese Ausbildung bewerben. Da der Beruf aber sehr beliebt ist, ist es gut möglich, dass die Konkurrenz groß ist.

Kümmere dich daher um tadellose Bewerbungsunterlagen. Ein individuelles Anschreiben ohne Rechtschreib- und Grammatikfehler und ein beigefügter, gut strukturierter Lebenslauf bilden die Grundlage für deine Bewerbung.

Wenn du zum persönlichen Vorstellungsgespräch eingeladen wirst, bist du auf einem guten Weg zu deiner Traumausbildung. Setze dich daher gekonnt in Szene und achte auf ein angemessenes Outfit und die richtige Ausdrucksweise. Des Weiteren solltest du dich gut über den Betrieb informieren und auf mögliche Fragen seitens der Personaler vorbereitet sein.

Industriemechaniker / Industriemechanikerinnen sollten:

  • Sich für das Innenleben und die Funktionsweise von Maschinen interessieren
  • Spaß am tüfteln haben
  • Handwerkliches Geschick mitbringen
  • Keine Angst haben, sich die Finger schmutzig zu machen
  • eine technische- und logische Denkweise besitzen
  • Bereit sein für Schichtarbeit

Je nachdem, in welcher Ausgangslage du dich befindest, variieren die Anforderungen, die an dich gestellt werden. Ein Bewerber, der frisch aus der Schule kommt und sich für eine Ausbildung als Industriemechaniker bewirbt, wird naturgemäß wenig bis gar keine praktische Erfahrung vorweisen können. Bei jemandem, der die Ausbildung bereits seit längerem absolviert hat, schon berufstätig ist und sich womöglich weitergebildet hat, zeichnet sich natürlich ein ganz anderes Bild ab. Für jede dieser Situationen haben wir euch daher ein kostenloses Bewerbungsmuster zum Download erstellt.

Bewerbungsmuster für Industriemechaniker / Industriemechanikerinnen

Ausbildung zum Industriemechaniker:

Bewerbung Industriemechaniker / Industriemechanikerin Ausbildung

Berufseinstieg als Industriemechaniker:

Bewerbung Industriemechaniker / Industriemechanikerin Berufseinstieg

Bewerbung für erfahrene Industriemechanikerinnen:

Bewerbung Industriemechaniker / Industriemechanikerin berufserfahren

Ausbildung zum Industriemechaniker / zur Industriemechanikerin

Die Ausbildung zum Industriemechaniker / zur Industriemechanikerin dauert in der Regel 3,5 Jahre und wird im dualen System absolviert. Bei besonders guten Leistungen besteht die Möglichkeit, die Ausbildungsdauer auf 3 Jahre zu verkürzen. Die Lehre wird mit einer theoretischen und praktischen Prüfung abgeschlossen.

In deinem Unternehmen wirst du in praktischen Tätigkeiten ausgebildet und lernst in der Schule die theoretischen Grundlagen für deine Aufgaben. Von Vorteil ist es, wenn du bereits Grundlagenwissen aus den Fächern Mathematik und Physik mitbringst.

Zuerst wirst du in grundlegende Handwerksarbeiten wie Bohren, Schleifen und Fräsen eingeführt. Im Laufe deiner Ausbildung lernst du verschiedene Werkstoffe kennen und kannst dich in 4 verschiedenen Feldern spezialisieren. Entsprechend dem Tätigkeitsbereich deines Ausbildungsbetriebs, besteht die Möglichkeit zur Spezialisierung in den Bereichen Feingerätebau, Maschinen- und Anlagenbau, Produktionstechnik und Instandhaltung.

Gehalt als Industriemechaniker / Industriemechanikerin

Gehalt während der Ausbildung

Industriemechaniker / Industriemechanikerin Gehalt Ausbildung

Gehalt nach der Ausbildung

Nach deiner Ausbildung bewegt sich das monatliche Einstiegsgehalt für Industriemechaniker im Rahmen von 1.800 bis 2.700 Euro brutto. Es ist zu beachten, dass diese Zahlen je nach Branche und Bundesland variieren können.

Wenn du einige Jahre Berufserfahrung gesammelt hast, kann dein monatlicher Lohn auf bis zu 3.000 Euro brutto steigen. Zudem besteht die Möglichkeit, verschiedene Fort- und Weiterbildungen zu absolvieren. Diese können dir helfen, deine Fähigkeiten zu erweitern und somit auch dein Gehalt zu steigern.

Karriere als Industriemechaniker / Industriemechanikerin

Als ausgebildeter Industriemechaniker stehen dir diverse Fortbildungs- und Spezialisierungsmöglichkeiten zur Verfügung. Als Meister oder Techniker bleibst du deiner handwerklichen Tätigkeit treu. Mit dem Studium im Bereich Maschinenbau erweiterst du deine Fähigkeiten in einem akademischen Umfeld.

Meister / Techniker

Die Meister- und Technikerfortbildungen sind die klassischen Weiterbildungsmaßnahmen im Handwerk. Hier gilt es sich zu fragen, in welche Richtung die Karriere verlaufen soll, bevor man sich für eine Fortbildungsvariante entscheidet.

Der Meister gilt als praxisnäher und ist auf einen anderen Aufgabenbereich ausgerichtet als der Techniker. Als Handwerksmeister wirst du intensiver in betriebswirtschaftliche Aufgaben eingeführt und unter anderem darauf vorbereitet, einen eigenen Betrieb zu führen. Der Industriemeister hingegen fokussiert sich stärker auf die Produktion in einem industriellen Großbetrieb.

Beide Meisterfortbildungen kannst du in Voll- und Teilzeit absolvieren. In Vollzeit beträgt die Dauer der Weiterbildung 1 Jahr. Bei der Teilzeitvariante kannst du mit einer Dauer von 2-3 Jahren rechnen. Die Kosten für die Meisterschule variieren ein wenig, können aber mit circa 5.000 Euro angesetzt werden.

Der Techniker bereitet angehende Absolventen auf andere Aufgabenbereiche im Unternehmen vor. Die Ausbildung ist theoretischer und allgemeinbildender gefasst. Sie zielt eher auf Management-Tätigkeiten ab, daher stehen hier Fächer wie Deutsch und Englisch auf dem Stundenplan.

Für die Technikerfortbildung musst du in Vollzeit mit einer Dauer von 2 Jahren rechnen. Wenn du den Techniker in Teilzeit machen möchtest, dauert die Weiterbildung 3 Jahre. Die Kosten für diese Weiterbildung variieren je nach Fachschule. Einige Schulen verlangen circa 250 Euro pro Semester, andere sind hingegen kostenfrei.

Für beide Varianten kannst du das sogenannte Meister-BaföG beantragen, welches dir helfen kann, die Kosten zu bewältigen. Nach erfolgreichem Abschluss hast du sowohl als Techniker, als auch als Meister die Möglichkeit ein Studium aufzunehmen.

Studium

Wenn du dich nach einer gewissen Zeit im Beruf dazu entscheidest, an einer Universität oder Fachhochschule zu studieren, liegt das Ingenieursstudium im Bereich Maschinenbau nahe.

Hier wirst du theoretische Grundlagen kennenlernen und dein Profil um eine akademische Komponente erweitern. Während des Studiums kannst du noch Schwerpunkte setzen und dich zum Beispiel auf Fahrzeugtechnik, Verfahrenstechnik oder Mechatronik spezialisieren. Die Karriereaussichten für Ingenieure, die an deutschen Hochschule ausgebildet wurden, gelten allgemein als sehr gut.