Fotograf / Fotografin 2018-05-23T12:16:13+00:00

Fotograf / Fotografin

Egal ob Hochzeitsfotos, Familienshooting oder einfache Passbilder – Fast jeder von uns war schon einmal zu Gast bei einem Fotografen / einer Fotografin. Doch wer denkt, dass dieser Beruf nur „Fotos schießen“ umfasst, der irrt. Als Fotograf / Fotografin erwartet dich ein abwechslungsreicher Arbeitsalltag, der dich ständig aufs Neue herausfordert.

Der Beruf des Fotografen / der Fotografin ist zulassungsfrei. Somit ist eine Ausbildung nicht zwingend notwendig.

Fotograf / Fotografin - Kamera

Berufsbild Fotograf / Fotografin

Damit deine Kunden mit einem Lächeln aus dem Fotostudio gehen, brauchst du neben einem guten Auge auch fundierte Fachkenntnisse. Du musst wissen, wie du die Menschen perfekt ausleuchtest und sie richtig hinsetzt oder -stellst.

Gerade bei Shootings ist oft auch Kreativität gefragt. Kommen Menschen ohne genaue Vorstellungen zu dir und wollen beispielsweise einfach ein „Shooting im Grünen“, musst du dir Gedanken machen, wie du das am besten umsetzt.

Des Weiteren musst du den Hintergrund auf deine Kunden abstimmen und ihnen Anweisungen geben. Da nicht jeder auf Anhieb die optimale Pose beherrscht, solltest du außerdem Geduld und Feingefühl mitbringen. Wenn die Aufnahmen im Kasten sind, ist deine Arbeit aber nicht getan.

Schließlich müssen die Bilder mitunter noch bearbeitet, ausgedruckt oder auf CD gebrannt werden. Deshalb solltest du auch mit Bearbeitungsprogrammen, wie Photoshop und Lightroom, umgehen können.

Um die teils komplexen Kameras fachgerecht zu bedienen und diverse Einstellungen vorzunehmen, ist außerdem ein technisches Verständnis von Vorteil. Arbeit findest du unter anderem in Fotostudios oder als Fotojournalist für die Presse.

Bewerbung als Fotograf / Fotografin

Um deine berufliche Karriere als Fotograf / Fotografin zu starten, musst du zunächst eine Bewerbung an deinen Wunschbetrieb senden. Sie ist deine Eintrittskarte zum weiteren Auswahlverfahren und vermittelt den Personalern einen ersten Eindruck von dir.

Damit dieser positiv ausfällt, solltest du darauf achten, Fehler aller Art zu vermeiden. Rechtschreibung und Grammatik sollten genauso fehlerfrei sein wie der Lebenslauf. Außerdem solltest du Wert auf ein professionelles Bewerbungsfoto legen und dein Anschreiben auf Unternehmen und Stellenausschreibung abstimmen.

Hast du eine Einladung zum persönlichen Vorstellungsgespräch erhalten, bist du deinem Traumjob schon ganz nah. Deshalb ist eine gute Vorbereitung umso wichtiger. Informiere dich über das Unternehmen und sei auf mögliche Fragen seitens der Personaler vorbereitet. Möchtest du besonders interessiert wirken? Dann bereite auch selbst ein paar Fragen vor.

Fotografen / Fotografinnen sollten:

  • Kreativ sein
  • Gute Noten in Mathematik und Physik mitbringen
  • Ein Auge fürs Detail haben
  • Kontaktfreudig sein und auf Menschen zugehen können
  • Sich und andere gut organisieren können
  • Stressresistent sein

Je nachdem, in welcher Ausgangslage du dich befindest, variieren die Anforderungen, die an dich gestellt werden. Ein Bewerber, der frisch aus der Schule kommt und sich für eine Ausbildung als Fotograf bewirbt, wird naturgemäß wenig bis gar keine praktische Erfahrung vorweisen können. Bei jemandem, der die Ausbildung bereits seit längerem absolviert hat, schon berufstätig ist und sich womöglich weitergebildet hat, zeichnet sich natürlich ein ganz anderes Bild ab. Für jede dieser Situationen haben wir euch daher ein kostenloses Bewerbungsmuster zum Download erstellt.

Bewerbungsmuster für Fotografen / Fotografinnen

Ausbildung zur Fotografin:

Bewerbung Fotograf / Fotografin Ausbildung

Berufseinstieg als Fotograf:

Bewerbung Fotograf / Fotografin Berufseinstieg

Berufserfahrene Fotografen:

Bewerbung Fotograf / Fotografin Berufserfahrung

Ausbildung zum Fotograf / zur Fotografin

In der dualen Ausbildung lernst du den Unterschied zwischen einem Schnappschuss und richtiger Fotografie kennen. Drei Jahre lang eignest du dir in der Berufsschule theoretisches Wissen an und bringst es dann direkt in den Betrieb ein.

Die verschiedenen Bildformate, Objektive und Lichteinstellungen kennst du schon bald auswendig. Um deine Ausrüstung richtig zu bedienen und einzustellen sind außerdem Aspekte aus der Physik, speziell der Optik, wichtig.

Deine Ausbildung kannst du im Übrigen in vier Schwerpunkten absolvieren. Du hast die Wahl zwischen Produkt-, Porträt-, Wissenschafts- oder Industrie- und Architekturfotografie. Bei Variante Nummer eins spezialisierst du dich auf die Ablichtung verschiedener Produkte. Hier wirst du vor allem in der Werbeindustrie eingesetzt.

Als Porträtfotograf steht hingegen die Fotografie von Personen im Mittelpunkt. Möchtest du lieber Aufnahmen für wissenschaftliche Zwecke erstellen, ist der dritte Schwerpunkt genau das Richtige für dich. In der Industrie- und Architekturfotografie befasst du dich mit der Ablichtung von Bauwerken.

Um eine Ausbildung als Fotograf / Fotografin zu beginnen, brauchst du theoretisch keinen bestimmten Schulabschluss. Betriebe stellen jedoch fast immer Bewerber ein, die mindestens einen Hauptschulabschluss vorweisen können.

Gehalt als Fotograf / Fotografin

Gehalt während der Ausbildung

Fotograf / Fotografin Gehalt Ausbildung

Gehalt nach der Ausbildung

Nach Abschluss deiner Ausbildung, erwartet dich ein großer Gehaltsspielraum. Die Fotografen-Branche ist hart umkämpft und es gibt deutlich mehr Bewerbungen als Stellen. Bist du selbstständig und hast viele Aufträge, können natürlich auch Löhne bis 3.000 Euro brutto im Monat oder mehr möglich sein.

Außerdem können Bundesland, Schulabschluss oder Berufserfahrung deinen Verdienst positiv beeinflussen. Realistisch sind Bruttolöhne zwischen 1.470 Euro und 2.500 Euro.

Karriere als Fotograf / Fotografin

In diesem Beruf kannst du zwischen zahlreichen Weiterbildungsmöglichkeiten wählen. Damit du einen Überblick über deine Optionen erhältst, haben wir für dich zwei Karrierezweige genauer betrachtet.

Fotografenmeister / Fotografenmeisterin

Für diese Aufstiegsweiterbildung musst du eine abgeschlossene Ausbildung und zwei Jahre Berufserfahrung vorweisen. Deinen Meister kannst du sowohl in Teil- als auch in Vollzeit absolvieren. Je nach Schule und Variante kann die Weiterbildung zwischen ein paar Monaten und einem Jahr dauern.

Die Kosten belaufen sich meist auf mehrere tausend Euro. Du solltest dich vorab bei deinem Arbeitgeber über eine mögliche Kostenübernahme informieren. Wenn du deinen Meister selber zahlen musst, macht es Sinn vorher etwas Geld anzusparen.

Hast du deine Prüfung erst bestanden, bist du unter anderem berechtigt Nachwuchskräfte auszubilden.

Selbstständigkeit

So gesehen, kannst du dich jederzeit mit einem eigenen Studio selbstständig machen. Du solltest aber beachten, dass dann eine Menge administrative Aufgaben auf dich zukommen. Du musst beispielsweise die Buchhaltung führen, Termine koordinieren und die Kunden betreuen.

Dich erwarten viele verantwortungsvolle Aufgaben und mitunter ein hoher beruflicher Druck. Wie bereits erwähnt, ist die Branche überlaufen und es gibt viel Konkurrenz.

Deshalb solltest du dir sehr sicher sein, bevor du diesen beruflichen Schritt wagst. Hast du einmal einen Kundenstamm aufgebaut, kann sich die Selbstständigkeit durchaus lohnen.