Erzieher / Erzieherin 2018-07-17T12:36:36+00:00

Erzieher / Erzieherin

Ohne diese pädagogischen Fachkräfte wären viele Eltern wohl schlichtweg verloren. Denn von montags bis freitags hüten in Deutschland über 300.000 staatlich anerkannte Erzieher und Erzieherinnen ihre Kinder. Dabei übernehmen sie, wie es sich aus dem Namen schon erschließen lässt, auch einen Teil der Erziehung. Wer gerne neue Herausforderungen meistert und Abwechslung braucht, ist in diesem Beruf genau richtig.

Besonders bei Frauen ist der Beruf beliebt. Rund 97 Prozent aller Erzieher sind weiblich.

Erzieher / Erzieherin malt mit Kind

Berufsbild Erzieher / Erzieherin

Wer denkt, dass Erzieher den ganzen Tag nur basteln, backen, singen oder die Kinder betreuen, der irrt. Sie beschäftigen den Nachwuchs nicht nur, sondern beobachten auch sein Verhalten und fördern bewusst die psychische, körperliche als auch soziale Entwicklung, die im Kindesalter von großer Bedeutung ist.

Auch stehen sie in ständigem Kontakt mit den Eltern, vermitteln bei Problemen und haben stets ein offenes Ohr. Feingefühl ist also durchaus gefragt, auch bei der Gestaltung des Alltags. Denn im Kindergarten werden soziale Kompetenzen vermittelt. Außerdem werden die Kinder hier auf die bevorstehende Schule vorbereitet.

Wie du vielleicht merkst, wird dir also ein sehr vielfältiges Aufgabenfeld geboten. Das trifft aber nicht nur auf deinen Berufsalltag, sondern auch die Arbeitgeber zu. Neben Kindertagesstätten oder Kindergärten können die Pädagogen unter anderem auch in Ganztagsschulen, Behinderteneinrichtungen, Jugendzentren, Beratungsstellen oder in therapeutischen Einrichtungen tätig werden. Das bedeutet, dass sie nicht ausschließlich mit Kindern, sondern auch mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen arbeiten können.

In Deutschland zählt der Beruf des Erziehers zu den am stärksten nachgefragten. Alleine 2016 blieben 107.000 Arbeitsstellen unbesetzt. Somit kannst du deinen Berufswunsch gut in die Realität umsetzen. Mit der richtigen Bewerbung sollten deine Chancen sehr gut stehen.

Bewerbung als Erzieher / Erzieherin

Der erste Schritt in den Beruf ist natürlich die Bewerbung. Ist sie gut, wirst du mit großer Wahrscheinlichkeit zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen und bist deinem Traumjob ganz nah.

Damit du mit deiner Bewerbung überzeugen und dich von deinen Konkurrenten abheben kannst, braucht es ein fehlerfreies, individuelles Bewerbungsschreiben, das deine Fähigkeiten bestens darlegt. Außerdem solltest du stets die genaue Stellenausschreibung betrachten und auf die vorgegebenen Anforderungen des Arbeitgebers eingehen.

Erzieher sollten:

  • Gute Noten in den Fächern Deutsch, Kunst und Musik vorweisen
  • Einfühlsam und geduldig sein
  • Verantwortungs- und Gefahrenbewusstsein besitzen
  • Stressresistent sein
  • Dinge gut vermitteln können
  • Freude an der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen haben

Je nachdem, in welcher Ausgangslage du dich befindest, variieren die Anforderungen, die an dich gestellt werden. Ein Bewerber, der frisch aus der Schule kommt und sich für eine Ausbildung als Industriekaufmann bewirbt, wird naturgemäß wenig bis gar keine praktische Erfahrung vorweisen können. Bei jemandem, der die Ausbildung bereits seit längerem absolviert hat, schon berufstätig ist und sich womöglich weitergebildet hat, zeichnet sich natürlich ein ganz anderes Bild ab. Für jede dieser Situationen haben wir euch daher ein kostenloses Bewerbungsmuster zum Download erstellt.

Bewerbungsmuster für Erzieher / Erzieherinnen

Ausbildung zur Erzieherin:

Bewerbung Erzieher / Erzieherin Ausbildung

Berufseinstieg als Erzieherin:

Bewerbung Erzieher / Erzieherin Berufseinstieg

Bewerbung für Erzieher:

Bewerbung Erzieher / Erzieherin berufserfahren

Ausbildung zum Erzieher / Erzieherin

In Deutschland gestaltet sich die Ausbildung je nach Bundesland durchaus unterschiedlich. Grundvoraussetzung ist normalerweise die mittlere Reife oder ein erfolgreicher Abschluss einer mindestens zweijährigen Berufsausbildung, die für den Beruf des Erziehers förderlich ist. Dazu zählen zum Beispiel Kinderpfleger oder Erziehungshelfer.

Die Ausbildung selbst zählt zu den schulischen. Das bedeutet, dass du zwar ein begleitendes Praktikum im Kindergarten absolvierst, der theoretische Teil aber in einer Berufsschule stattfindet. Außerdem bekommst du in dieser Zeit kein Gehalt, im anschließenden Berufspraktikum ist aber eine Vergütung möglich. Insgesamt beträgt die Dauer der Ausbildung rund zwei bis 4,5 Jahre, was unter anderem davon abhängt, ob du diese verkürzen darfst.

Nach dieser Zeit wartet eine Abschlussprüfung auf dich, deren Aufbau vom Bundesland abhängt. In der Regel gibt es aber einen schriftlichen, mündlichen und praktischen Teil. Ist dies geschafft, darfst du dich einen staatlichen anerkannten oder geprüften Erzieher nennen. Danach folgt noch ein einjähriges Berufspraktikum, bei dem du eingearbeitet wirst.

Eine weitere Möglichkeit, in den Beruf einzusteigen, bieten außerdem Studiengänge, bei denen die Arbeit mit Kindern Schwerpunkt ist. Wer ein solches Studium erfolgreich beendet, wird als Kindheitspädagoge bezeichnet.

Gehalt als Erzieher / Erzieherin

Gehalt während der Ausbildung

Da es sich um eine schulische Ausbildung handelt, verdienen die angehenden Erzieher hier noch nicht. Ausnahmen gibt es, wenn das anschließende Berufspraktikum in kommunalen Einrichtungen oder in Einrichtungen von Trägern, die sich an deren tarifliche Vereinbarungen anlehnen, absolviert wird. Je nach Bundesland können über 1.300 Euro brutto gezahlt werden

Gehalt nach der Ausbildung

Auch hier ist der Spielraum nicht klein. Du kannst dich aber darauf einstellen, zwischen 1.950 und 3.470 Euro brutto zu verdienen. Die höchsten Gehälter werden im Übrigen in öffentlichen und kirchlichen Einrichtungen gezahlt, denn hier gilt der Tarifvertrag TVöD. Die Einstiegsgehälter liegen hier bei circa 2.300 Euro brutto und können sich in wenigen Jahren auf 2.700 Euro erhöhen. Da die Plätze hier mitunter begehrter sein können, ist eine gute Bewerbung Gold wert.

Karriere als Erzieher / Erzieherin

Wenn du als Erzieher / Erzieherin arbeitest, bedeutet das gleichzeitig nicht, dass das bis zu deiner Rente so bleiben muss. Auch in diesem Beruf gibt es zahlreiche Aufstiegs- oder Spezialisierungsweiterbildungen. Neben der Gruppen- oder Einrichtungsleitung, gibt es noch weitere spannende berufliche Weiterbildungen. Im Folgenden werden wir dir zwei vorstellen.

Musikpädagoge / Musikpädagogin

Dieser Fachbereich zählt zu den Spezialisierungsweiterbildungen. Durch Lehrgänge wie diesen sollen die bisherigen Kenntnisse an die tatsächlich ausgeübte Tätigkeit angepasst oder ergänzt werden.

Als Musikpädagoge / Musikpädagogin vermittelst du Grunderfahrungen und -begriffe im musikalischen Bereich und führst teilweise spielerisch an die Teilnahme am Musikleben heran. Eine solche Weiterbildung kann an staatlichen und privaten Fachschulen absolviert werden und kann einige Wochen oder Monate dauern. Auch über mögliche Kosten solltest du dich vorher informieren.

Ausbildung zum Ergotherapeuten / zur Ergotherapeutin

Besitzt du eine abgeschlossene Erzieherausbildung, kannst du eine Ausbildung zur Ergotherapeutin / zum Ergotherapeuten verkürzen. Diese Möglichkeit steht nur den Erziehern offen.

In diesem Beruf unterstützt du Menschen, deren Leben physisch oder psychisch eingeschränkt ist. Du hilfst ihnen, ihren Alltag zu meistern, erstellst passende Behandlungskonzepte und führst entsprechende Therapien mit deinen Patienten durch. Wie du siehst, stehen dir auch nach einer abgeschlossenen Ausbildung noch viele weitere Türen offen.

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