Elektroniker / Elektronikerin2018-08-13T09:50:09+00:00

Elektroniker / Elektronikerin

Dank ihm können wir täglich Licht, technische Geräte und Co. problemlos benutzen. Ohne den Elektroniker hätten wir uns beim Versuch, uns selbst um solche Dinge zu kümmern, bestimmt schon den einen oder anderen Stromschlag zugezogen.

Denn dieser Beruf ist ebenso wichtig wie vielfältig. Es gibt über zehn Berufsgruppen, die ihre Schwerpunkte unterschiedlich gelegt haben.  Eins steht auf jeden Fall fest: Langweilig wird dir in diesem Job sicher nicht.

Der Beruf „Elektroniker“ ist ein Oberbegriff und umfasst viele verschiedene Spezialisierungen.

Elektroniker / Elektronikerin - Arbeitsalltag
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Berufsbild Elektroniker / Elektronikerin

Zwar gibt es eine Menge Untergruppen, Gemeinsamkeiten haben die verschiedenen Elektroniker aber trotzdem. Zum einen besitzen sie eine gewisse technische Affinität. Zum anderen stellen sich ihnen nicht die Nackenhaare auf, wenn sie die Wörter Mathe oder Physik hören.

Allgemein sind eine logische Denkweise und ein hohes Verantwortungsbewusstsein für sie wichtig. Denn je nach Betrieb und Spezialisierung, gehört die Arbeit mit Starkstromtechnik, der Fertigung und Montage oder Schaltschrankbau, zum Alltag. Grundsätzlich arbeiten Elektroniker entweder in der Industrie oder im Handwerk.

Fachbereiche

Da sich das Berufsbild je nach Fachrichtung stark unterscheiden kann, werde ich dir folglich ein paar Kurzbeschreibungen über den jeweiligen Elektroniker liefern. So kannst du dir erst einmal einen Überblick schaffen.

Elektroniker in der Industrie:

Elektroniker für Automatisierungstechnik

Hier steckt ein Teil deines Aufgabenbereiches schon im Namen: Automatisierte Systeme. Deine Tätigkeit besteht darin, bei solchen Funktionszusammenhänge oder Prozessabläufe unter die Lupe zu nehmen und gegebenenfalls Änderungen vorzunehmen. Auch die Installation von Antriebssystemen gehört für dich zum Arbeitsalltag.

Elektroniker für Betriebstechnik

Sie sind für die fachgerechte Installation und Wartung elektrischer Anlagen zuständig. Außerdem weisen sie die Benutzer in die Bedienung solcher ein. Sie können überall dort arbeiten, wo Fabrikations- und Betriebsanlagen genutzt werden. Häufig wechseln ihre Arbeitsorte, zu welchen auch Umspann- oder Kraftwerke zählen können.

Elektroniker für Geräte und Systeme

Zu den Aufgaben dieser Berufsgruppe zählen unter anderem die Steuerung und Überwachung diverser Abläufe in Herstellung und Instandhaltung von medizinischen, als auch Informations- oder kommunikationstechnischen Geräten. Außerdem installieren oder konfigurieren sie Programme oder Betriebssysteme. Die Instandsetzung zählt ebenfalls zu ihrem Aufgabengebiet.

Elektroniker für Maschinen und Antriebstechnik

Hier arbeitest du in Betrieben, die elektrische Maschinen entwickeln und montieren. Du sorgst hier dafür, dass alles läuft. Wenn Anlagen mal nicht funktionieren, liegt es an dir die Störung zu erkennen und zu beseitigen. Ein weiterer Schwerpunkt deiner Tätigkeit ist das Herstellen von Wicklungen für Antriebe.

Fluggeräteelektroniker

Wie der Name schon verrät, arbeitet diese Gruppe in der Flugzeug- sowie Raumfahrtindustrie. Zu deinen Aufgaben zählen die Installation, Wartung und Reparatur von luftfahrttechnischen Systemen und elektrischen und elektronischen Baugruppen.

Egal ob Airbus A380 oder ein Hubschrauber, auf dich warten immer andere Herausforderungen. Du leistest also einen großen Beitrag dazu, dass Fliegen weiterhin sicher bleibt.

Elektroniker für Gebäude- und Infrastruktursysteme

Spezialisierst du dich in diese Richtung, arbeitest du als Dienstleister in Wohn- oder Geschäftsgebäuden. Die Steuerung und Überwachung von Infrastruktur- und Gebäudesystemen, wie beispielsweise Lüftungs- oder Sicherheitssystemen, bestimmt deinen Arbeitsalltag. Du nimmst außerdem Störungsmeldungen entgegen und behebst Defekte.

Elektroniker für Informations- und Systemtechnik

Um Informationen von A nach B zu versenden, gibt es unterschiedliche Systeme. In diesem Beruf entwickelst du solche industriellen informationstechnischen Systeme und installierst sie anschließend. Wissen über die neusten Technologien oder Entwicklungen ist hier selbstverständlich.

Elektroniker im Handwerk:

Elektroniker für Automatisierungstechnik

Sie installieren oder programmieren Regelungssysteme für rechengesteuerte Fertigungsautomaten, Verkehrsleitsysteme oder Anlagen der Gebäudetechnik. Die Instandhaltung und Planung dieser ist ebenfalls ihr Tätigkeitsfeld.

Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik

Hier stehen die Planung, Reparatur, Installation und Wartung elektronischer Anlagen von Gebäuden im Mittelpunkt. Elektroniker dieser Berufsgruppe sind außerdem im Elektrohandwerk tätig, denn sie errichten auch Blitzschutzsysteme oder Beleuchtungsanlagen.

Elektroniker für Informations- und Telekommunikationstechnik

Wenn dein Internet mal wieder nicht funktioniert und du dich fragst, wer dir zur Hilfe eilt: Dieser Elektroniker ist die Antwort. Er ist spezialisiert auf die Installation elektronischer Kommunikations- und Sicherheitssysteme, wie Alarmanalagen oder Sicherheitssysteme. Diese wartet und repariert er auch.

Informationselektroniker

Diese Berufsgruppe befasst sich mit der Wartung oder Installation von informationstechnischen Systemen. Unter anderem liegen Schwerpunkte auf Fernseh- oder Computertechnik. Informationselektroniker verkaufen und reparieren zudem Geräte der Ton- und Bildtechnik.

Systemelektroniker

Last but not least: Der Systemelektroniker. Hier verarbeitest du diverse mechanische oder elektronische Bauteile und entwickelst elektrische / elektronische Geräte oder Systeme, welche du anschließend in Betrieb nimmst und instand hältst. Wenn dein Prototyp in Serie geht, überwachst du die Fertigung.

Bewerbung als Elektroniker / Elektronikerin

Gerade die Tatsache, dass für diesen Beruf kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben ist, macht deine Bewerbung umso wichtiger. Denn theoretisch kann sich jeder auf diesen Beruf bewerben.

Wenn du mit Lebenslauf und Anschreiben jedoch glänzen kannst, wirst du zu einem persönlichen Vorstellungsgespräch eingeladen, was deine Chancen deutlich verbessert. Für die perfekte Bewerbungsmappe solltest du auch immer auf die Stellenanzeige und den Anforderungsbereich des jeweiligen Arbeitgebers eingehen.

Elektroniker / Elektronikerinnen sollten:

  • Ein hohes Verantwortungsbewusstsein besitzen
  • Eine logische Denkweise haben.
  • Ein gutes technisches Verständnis vorweisen
  • Spaß an Mathe, Physik oder Informatik besitzen
  • Geduldig sein
  • Kein Problem mit körperlicher Aktivität haben

Bewerbungsmuster für Elektroniker / Elektronikerinnen

Ausbildung zum Elektroniker:

Bewerbung Elektroniker / Elektronikerin Ausbildung

Berufseinstieg als Elektroniker:

Bewerbung Elektroniker / Elektronikerin Berufseinstieg

Bewerbung für erfahrene Techniker:

Bewerbung Techniker / Technikerin berufserfahren
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Ausbildung zum Elektroniker / zur Elektronikerin

Genauso vielfältig wie die Berufsgruppen, sind auch die Ausbildungen. Gemeinsam haben aber alle, dass sie dreieinhalb Jahre andauern und die Spezialisierung ab dem zweiten Ausbildungsjahr beginnt.

Somit unterscheiden sich die Berufsgruppen im ersten Lehrjahr nicht. Während deiner Ausbildung bist du sowohl im Unternehmen, als auch in der Berufsschule aktiv. So wird dir eine gute Mischung aus Theorie und Praxis geboten.

Um dich zu bewerben, brauchst du theoretisch keinen bestimmten Schulabschluss, denn rechtlich gibt es hier keine Vorgabe. Jedoch stellen viele Unternehmen Bewerber mit mittlerer Reife oder der Hochschulreife ein. Doch mit den richtigen Bewerbungsunterlagen, kannst du auch mit einem niedrigeren Bildungsabschluss gute Chancen haben.

Gehalt als Elektroniker / Elektronikerin

Gehalt während der Ausbildung

Das Gehalt unterscheidet sich hier mindestens genauso, wie die Tätigkeitsbereiche der verschiedenen Berufsgruppen. Wir haben für dich zwei Beispiele für den Verdienst während der Ausbildung rausgesucht.

Elektroniker Gehalt Ausbildung

Gehalt nach der Ausbildung

Auch hier ist dein Verdienst abhängig von deiner Spezialisierung. Durchschnittlich kannst du dich aber auf ein Gehalt zwischen 1.500 Euro und 3.500 Euro brutto einstellen. Topverdiener sind hier beispielsweise der Elektroniker für Informations- und Telekommunikationstechnik, anders als in der Ausbildung (1.800 bis 3.500 Euro), der Elektroniker in Geräte und Systeme (1.700 bis 3.300 Euro) und der Fluggeräteelektroniker (1.800 bis 3.800 Euro).

Der Systemelektroniker verdient hingegen im Schnitt auch nach seiner Ausbildung nicht so viel wie manche Kollegen (1.600 bis 2.300 Euro). Trotzdem darfst du dich nicht alleine auf diese Zahlen verlassen. Denn je nach Betrieb oder Bundesland sind Unterschiede möglich. Auch gut zu wissen: In der Industrie verdienst du oft mehr als im Handwerk und das schon während der Ausbildung.

Karriere als Elektroniker / Elektronikerin

Wer nicht ewig als Elektroniker arbeiten und sich gerne weiterbilden möchte, der hat dazu zahlreiche Möglichkeiten. Durch ein anschließendes Studium oder die Weiterbildung zum Techniker, steigst du auch in der Gehaltsklasse weiter auf. Welche Möglichkeiten du genau hast, hängt ebenfalls von dem Unternehmen und der Spezialisierung ab.

Ingenieurstudium

Auch wenn du kein Abitur hast; nach deiner erfolgreich abgeschlossenen Ausbildung und dreijähriger Berufserfahrung (normalerweise), kannst du studieren. Somit eröffnen sich dir ganz neue Möglichkeiten.

Denn Ingenieure sind heißbegehrte Fachkräfte. Ein Studium könnte für dich also durchaus sinnvoll sein. In der Regel dauert es drei bis vier Jahre, was stark vom Bereich abhängt. Je nach Hochschule oder Universität, gibt es unterschiedliche Zugangsvoraussetzungen. Außerdem gibt es Teilzeitstudiengänge, so dass du weiterhin arbeiten gehen kannst. Bei einem Vollzeitstudiengang verdienst du hingegen kein Geld. Es besteht aber die Möglichkeit eines Studienkredits oder Bafög.

Staatlich geprüfte(r) Techniker(in)

Die Aufstiegsweiterbildung dauert in der Regel zwei Jahre und liefert vertiefendes Wissen in den jeweiligen Fachbereichen. Voraussetzung ist eine abgeschlossene Berufsausbildung und ein Jahr Erfahrung in diesem Beruf.

Du kannst den Techniker oft neben deiner Arbeit an Abendschulen machen. Es gibt aber auch die Möglichkeit ein „Fernstudium“ zu absolvieren. Oft werden die Kosten von deinem Arbeitgeber übernommen. Wenn du Interesse an einer solchen Weiterbildung hast, solltest du also nachfragen. Wenn du deine Technikerprüfung erfolgreich bestanden hast, darfst du dich staatlich geprüfter Techniker nennen und gehörst zu den hochqualifizierten Fachkräften.