Diätassistent / Diätassistentin2018-08-13T09:42:30+00:00

Diätassistent / Diätassistentin

Für dich sind Fette, Kohlenhydrate und Eiweiße nicht nur Wörter, die auf die Verpackungen von Lebensmitteln gedruckt werden? Du kennst dich mit verschiedenen Ernährungsformen aus und interessierst dich für den menschlichen Körper? Sehr gut! Schon mal über eine Ausbildung als Diätassistent / Diätassistentin nachgedacht? Es erwartet dich ein spannender und abwechslungsreicher Berufsalltag, bei dem du ständig dazulernst.

Der Beruf des Diätassistenten / der Diätassistentin wird fast ausschließlich von Frauen ausgeübt.

Diätassistent / Diätassistentin - Patientin
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Berufsbild Diätassistent / Diätassistentin

Als Diätassistent / Diätassistentin bist du ein Experte rund um das Thema Nahrung und Gesundheit. Du weißt genau, welche Nähr- und Inhaltsstoffe in den verschiedenen Lebensmitteln enthalten sind und warum der Körper sie benötigt.

Dabei bist du nicht nur Ansprechpartner für übergewichtige Menschen, die ein paar Kilos verlieren wollen. Du bist auch für die Gesundheitsförderung deiner Patienten zuständig und arbeitest beispielsweise mit Diabetikern. Bei manchen Krankheiten spielt die Ernährungsweise nämlich eine wichtige Rolle.

Du erstellst individuelle Ernährungspläne und ermittelst den Nährstoff- und Energiebedarf deiner Patienten. Außerdem begleitest du sie während der praktischen Umsetzung diättherapeutischer Maßnahmen. Deshalb ist ein ausgeprägtes Fachwissen von großer Bedeutung. Du erweiterst dein Wissen in diesem Beruf ständig, da es ständig neue Trends rund um das Thema Ernährung und Lebensmittel gibt.

Bewerbung als Diätassistent / Diätassistentin

Egal ob Ausbildung oder Job –  deine berufliche Karriere startet mit der Bewerbung. Sie ist der Schlüssel zum weiteren Auswahlverfahren. Damit du bei den Personalern punkten kannst, sollte sie frei von jeglichen Fehlern sein. Dabei sind Rechtschreib- und Grammatikfehler genauso ein No-Go wie eine schlechte Formatierung der Dokumente oder ein unprofessionelles Bewerbungsfoto.

Deshalb solltest du dir genügend Zeit für die Erstellung deiner Bewerbungsmappe nehmen. Ist sie gut, erhältst du schon bald eine Einladung zu einem persönlichen Vorstellungsgespräch. Bis zum Traumjob ist es nun nur noch ein kleiner Schritt.

Informiere dich vorab gut über das Unternehmen und bereite dich auf mögliche Fragen vor, die der Personaler dir stellen könnte. Zudem solltest du auch eigene Fragen parat haben. So bist du bestens auf das Treffen vorbereitet und zeigst gleichzeitig Interesse.

 Diätassistenten / Diätassistentinnen sollten:

  • Spaß am Thema Ernährung haben
  • Gute Noten in Mathematik, Biologie und Chemie vorweisen
  • Kein Problem mit Schichtdienst haben
  • Aufgeschlossen sein
  • Sich und andere gut organisieren können
  • Ein hohes Verantwortungsbewusstsein besitzen

Je nachdem, in welcher Ausgangslage du dich befindest, variieren die Anforderungen, die an dich gestellt werden. Ein Bewerber, der frisch aus der Schule kommt und sich für eine Ausbildung als Diätassistent bewirbt, wird naturgemäß wenig bis gar keine praktische Erfahrung vorweisen können. Bei jemandem, der die Ausbildung bereits seit längerem absolviert hat, schon berufstätig ist und sich womöglich weitergebildet hat, zeichnet sich natürlich ein ganz anderes Bild ab. Für jede dieser Situationen haben wir euch daher ein kostenloses Bewerbungsmuster zum Download erstellt.

Bewerbungsmuster für Diätassistenten / Diätassistentinnen

Ausbildungspraktikum als Diätassistentin:

Bewerbung Diätassistent / Diätassistentin Ausbildung

Berufseinstieg als Diätassistent:

Bewerbung Diätassistent / Diätassistentin Berufseinstieg

Bewerbung für erfahrene Diätassistentinnen:

Bewerbung Diätassistent / Diätassistentin berufserfahren
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Ausbildung zum Diätassistenten / zur Diätassistentin

Möchtest du eine berufliche Laufbahn als Diätassistent / Diätassistentin starten, absolvierst du zuerst eine dreijährige Ausbildung. Da es sich um eine schulische Lehre handelt, musst du dich zunächst für eine der 60 staatlich anerkannten Schulen entscheiden.

Um dich als staatlich anerkannte/r Diätassistent / Diätassistentin bezeichnen zu dürfen, musst du zudem erst eine dreiteilige Examensprüfung bestehen. Hier wird dein Wissenstand sowohl mündlich, schriftlich als auch praktisch abgefragt.

Außerdem musst du für die Ausbildung in der Regel mindestens die Mittlere Reife oder eine gleichwertige Schulausbildung besitzen. In Ausnahmefällen werden auch Hauptschulabsolventen für die Ausbildung zugelassen. Mit einem überdurchschnittlich guten Zeugnis oder einer aussagekräftigen Bewerbungsmappe verbessern sich die Chancen auf einen Ausbildungsplatz deutlich.

Manche Berufsfachschulen verlangen übrigens einen Nachweis über deine gesundheitliche Eignung oder ein polizeiliches Führungszeugnis. Informiere dich am besten vorher über die jeweils geltenden Voraussetzungen.

Gehalt als Diätassistent / Diätassistentin

Gehalt während der Ausbildung

Da es sich um eine schulische Ausbildung handelt, hast du keinen Anspruch auf eine Ausbildungsvergütung. Unter bestimmten Voraussetzungen kannst du aber BAföG erhalten. Ob dir diese Art der Förderung zusteht, hängt von vielen Faktoren ab. Beispielsweise werden das Einkommen deiner Eltern, ihr Vermögen oder deine Wohnsituation einbezogen.

Gehalt nach der Ausbildung

Nach deiner Ausbildung ist der Gehaltsspielraum groß. Dein Verdienst hängt zum einen stark davon ab, ob du in einer öffentlichen oder privaten Einrichtung tätig bist. Ist ersteres der Fall, steht dir ein Lohn nach Tarifvertrag zu.

Nach einigen Jahren Berufserfahrung erwarten dich daher im Schnitt Bruttogehälter zwischen 2.100 und 2.400 Euro. Zusatzqualifikationen oder Weiterbildungen können dein Gehalt ebenfalls steigen lassen. Bei privaten Einrichtungen sehen deine Verdienstmöglichkeiten etwas schlechter aus. Das durchschnittliche Einkommen liegt hier eher zwischen 1.500 und 1.800 Euro brutto.

Karriere als Diätassistent / Diätassistentin

Nach der Ausbildung kannst du deine berufliche Karriere durch eine Weiterbildung oder ein Studium vorantreiben. Als Diätassistent / Diätassistentin hast du zahlreiche Möglichkeiten, die Karriereleiter zu erklimmen. Wir haben für dich zwei Optionen genauer unter die Lupe genommen.

Ausbildung als Ernährungsberater / Ernährungsberaterin

Wie heißt es so schön: Alle Wege führen nach Rom. Ähnlich ist es mit der Zusatz-Ausbildung als Ernährungsberater / Ernährungsberaterin. Im Internet tummeln sich die Fortbildungseinrichtungen. Geboten werden Schulungen, die mehrere Monate, zwei Jahre oder nur vier Tage dauern.

Auch die Preisspanne ist groß. Während ein viertägiger Lehrgang rund 450 Euro kostet, bezahlt man für ein 15-monatiges Seminar oft über 1.000 Euro. Am Ende ist man übrigens nicht „staatlich anerkannter Ernährungsberater“.

Es handelt sich um eine Art „Weiterbildung“ – nach deiner schulinternen Prüfung erhältst du meist ein Zertifikat, was deine erlernten Fähigkeiten bescheinigt. Außerdem ist keine vorherige Berufserfahrung vonnöten. Du solltest dich daher gut informieren. Überlege, welche Option für dich am besten ist und ob du den Lehrgang lieber in Teil- oder Vollzeit absolvieren möchtest.

Studium

Hast du bereits Abitur, kannst du nach deiner Ausbildung ohne Probleme ein Studium absolvieren. Doch auch ohne Hochschulreife bietet sich dir die Möglichkeit, zu studieren. Oft werden Berufserfahrung oder eine Ausbildung anerkannt.

Dir stehen spannende Fächer wie Ökotrophologie, Medizinpädagogik oder Ernährungswissenschaft zur Auswahl. In der Regel dauert ein Studium in Vollzeit sechs Semester. Entscheidest du dich, berufsbegleitend zu studieren, kannst du bis zum Bachelor durchaus auch 9 bis 18 Semester brauchen.

Außerdem bieten nicht alle Fachhochschulen oder Universitäten Teilzeitstudiengänge an. Du solltest dich also bereits vorab über deine Möglichkeiten informieren. Ein Fernstudium kannst du beispielsweise ohne Probleme neben dem Beruf absolvieren.

Kostentechnisch ist ein Studium an einer staatlichen Fachhochschule oder Universität natürlich günstiger. Meist fallen nur Semestergebühren von rund 300 Euro pro Halbjahr an. Ein Fernstudium kann dich hingegen mehrere tausend Euro kosten. Hast du Glück, übernimmt dein Betrieb einen Teil der Kosten. Ob dein Unternehmen dich unterstützt, solltest du bereits vor Studienbeginn abklären.