Chemikant / Chemikantin2018-08-13T09:41:00+00:00

Chemikant / Chemikantin

Dank ihnen kannst du dir jeden Morgen deine Haare mit duftendem Shampoo waschen und deine Zähne mit Zahnpasta putzen: Der Chemikant / die Chemikantin sorgt dafür, dass diese und viele andere alltäglichen Dinge hergestellt werden. Warst du schon immer experimentierfreudig und gleichzeitig begeistert von Chemie? Dann könnte dir dieser Beruf sehr gut gefallen.

Chemikanten / Chemikantinnen können in jedem Unternehmen der chemischen Industrie arbeiten.

Chemikant / Chemikantin - Arbeit im Labor
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Berufsbild Chemikant / Chemikantin

In erster Linie stellst du als Chemikant / Chemikantin aus anorganischen und organischen Rohstoffen chemische Erzeugnisse her. Beispielsweise gibt es dank dir Kopfschmerztabletten, Sonnenmilch oder Waschmittel. Du lernst also, wie man Chemikalien verarbeitet und wie der Fertigungsverlauf protokolliert wird.

Aber du bist auch für die Überwachung und Steuerung der Produktionsanlagen und Verfahrensprozesse der Produkte zuständig. Du befüllst die Maschinen und bist bei Störungen der erste Ansprechpartner. Daher ist es gut möglich, dass du Schichtdienst hast und auch mal in der Nacht arbeiten musst. Außerdem bist du für die fachgerechte Entsorgung von Abfällen verantwortlich und analysiert diverse Proben.

Bei der Wahl deines Arbeitsplatzes bist du flexibel, denn du kannst prinzipiell in allen Unternehmen der chemischen Industrie arbeiten – und das sind nicht wenige. Du hast die Wahl zwischen Pharmaindustrie, Kosmetikproduzenten und vielen mehr. Allein in Nordrhein-Westfalen gibt es einen CHEMPARK, in dem über 70 solcher Unternehmen sitzen.

Bewerbung als Chemikant / Chemikantin

Den Weg zu deinem Traumjob ebnet dir wie immer die Bewerbung, denn sie ist der erste Schritt. Mit deiner Bewerbungsmappe vermittelst du deinem Wunschunternehmen einen ersten Eindruck von dir und deinen Fähigkeiten.

Deshalb sollte sie frei von Rechtschreib- und Grammatikfehlern sein. Weitere K.O.-Kriterien sind eine falsche Formatierung von Lebenslauf und Bewerbungsschreiben oder ein unprofessionelles Bewerbungsfoto. Ein Selfie sollte man in deinem Lebenslauf oder der Bewerbungsmappe also besser nicht finden. Des Weiteren solltest du darauf achten, deine Unterlagen inhaltlich individuell zu gestalten.

Hast du es dann zum langersehnten Vorstellungsgespräch geschafft, solltest du dich vorab weitergehend über das Unternehmen informieren und dir die Stellenausschreibung nochmals genau ansehen. Beachtest du all diese Tipps, stehen die Chancen, deinen Traumjob zu erhalten, sicherlich gut.

Chemikanten / Chemikantinnen sollten:

  • Verantwortungsbewusst und genau arbeiten
  • Gute Noten in Chemie und Physik vorweisen
  • Flexibel sein
  • Keine (starken) Allergien haben
  • Sich und andere gut organisieren können
  • Ein gutes technisches Verständnis besitzen

Je nachdem, in welcher Ausgangslage du dich befindest, variieren die Anforderungen, die an dich gestellt werden. Ein Bewerber, der frisch aus der Schule kommt und sich für eine Ausbildung als Chemikant bewirbt, wird naturgemäß wenig bis gar keine praktische Erfahrung vorweisen können. Bei jemandem, der die Ausbildung bereits seit längerem absolviert hat, schon berufstätig ist und sich womöglich weitergebildet hat, zeichnet sich natürlich ein ganz anderes Bild ab. Für jede dieser Situationen haben wir euch daher ein kostenloses Bewerbungsmuster zum Download erstellt.

Bewerbungsmuster für Chemikanten / Chemikantinnen

Ausbildung zum Chemikant / Chemikantin

Bewerbung Chemikant / Chemikantin Ausbildung

Berufseinstieg als Chemikant / Chemikantin:

Bewerbung Chemikant / Chemikantin Berufseinstieg

Bewerbung für Industriemeister der Chemie:

Bewerbung Industriemeister / Industriemeisterin Bereich Chemie
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Ausbildung zum Chemikant / zur Chemikantin

Entscheidest du dich, in diesem Beruf Fuß fassen zu wollen, erwartet dich eine duale Ausbildung. Das bedeutet, dass du den theoretischen Teil deiner Lehre in der Berufsschule absolvierst. Die praktischen Erfahrungen machst du hingegen in einem Betrieb. Nach dreieinhalb Jahren darfst du dich dann staatlich anerkannte/r Chemikant / Chemikantin nennen.

Vorausgesetzt natürlich, du bestehst die zweiteilige Abschlussprüfung. Der erste Teil erfolgt bereits am Ende des zweiten Lehrjahres. Am Ende deiner Ausbildung erfolgt dann die finale Prüfung mit drei schriftlichen und einem praktischen Prüfungsteil.

Ein gewisser Schulabschluss ist im Übrigen nicht vorgeschrieben. In der Praxis zeigt sich jedoch, dass Unternehmen meist Bewerber mit Mittlerer Reife oder Abitur einstellen. Du hast keinen der beiden Abschlüsse, möchtest aber trotzdem genau diese Ausbildung absolvieren? Lass den Kopf nicht hängen! Denn ein überdurchschnittliches Zeugnis oder eine aussagekräftige Bewerbungsmappe können deine Chancen extrem steigern.

Möchtest du als Chemikant / Chemikantin arbeiten, solltest du außerdem von deinem Hausarzt checken lassen, ob und welche Allergien du hast. Denn kommst du mit gewissen Stoffen in Kontakt, können Reaktionen wie Juckreiz oder Hautirritationen hervorgerufen werden. Dann kann der einstige Traumberuf schnell zum lästigen Übel werden.

Gehalt als Chemikant / Chemikantin

Gehalt während der Ausbildung

Chemikantin / Chemikant Gehalt Ausbildung

Gehalt nach der Ausbildung

Nicht nur in der Ausbildung erwartet dich ein gutes Gehalt. Bist du erst im Berufsleben angekommen, erwarten dich Löhne zwischen 2.400 und 5.550 Euro brutto im Monat. Dabei hängt dein Verdienst natürlich auch vom Arbeitgeber, deiner Erfahrung sowie dem Bundesland ab.

Karriere als Chemikant / Chemikantin

Wenn du dich nach der abgeschlossenen Ausbildung weiterbilden möchtest, um bessere Aufstiegschancen zu haben, stehen dir als Industriekaufmann/-frau alle Türen offen. Denn eine kaufmännische Ausbildung qualifiziert dich für zahlreiche Weiterbildungen im wirtschaftlichen Bereich. Sehr beliebte Weiterbildungen sind der Fachkaufmann (IHK) oder der staatlich geprüfter Betriebswirt.

Industriemeister / Industriemeisterin (IHK)

Diese Weiterbildung beschert dir zum einen mehr Verantwortung, aber auch Führungsaufgaben. Außerdem kannst du dich anschließend zum technischen Betriebswirt ausbilden lassen. Das verbessert nicht nur den Lebenslauf, sondern auch dein Gehalt.

Die Weiterbildung kannst du in Voll- oder Teilzeit absolvieren. Entscheidest du dich für die erste Variante, kannst du dich je nach Schule bereits nach 16 Wochen Industriemeister nennen. In Teilzeit kann es auch mal länger als 24 Monate dauern. Vorteil hier: Du verdienst weiterhin Geld. Was von großer Bedeutung sein kann, denn meist kostet eine solche Weiterbildung mehrere tausend Euro.

Wenn du Glück hast, werden die Kosten teilweise oder sogar komplett/vollständig vom Betrieb übernommen. Ist dies aber nicht der Fall, ist es gut, wenn du weiterhin Lohn bekommst und schon etwas angespart hast.

Ein Chemiestudium

Ist dein Wissensdurst nach chemischen Formeln und Experimenten noch nicht gestillt? Dann ist ein Studium genau das Richtige für dich. Hast du Abitur kannst du jederzeit starten. Aber auch ohne Hochschulreife kannst du dich immatrikulieren.

Als Meister wirst du nämlich auch so zu vielen Studiengängen zugelassen. Des Weiteren solltest du dich an deiner Wunsch-Universität oder Hochschule über verschiedene Einstiegsmöglichkeiten informieren. Manchmal kann deine berufliche Erfahrung ebenfalls anerkannt werden.

Das Chemiestudium dauert in der Regel sechs Semester. Studierst du an einer Fachhochschule oder Universität, fallen meist nur Semestergebühren an. Möchtest du an einer privaten Hochschule studieren, können Studiengebühren fällig werden, die durchaus mehrere hundert Euro im Monat betragen können.