Anlagen in der Bewerbung – Das gilt es zu beachten

Die Anlagen einer Bewerbung dienen als eine Art Belegsammlung für erworbene Qualifikationen und Fähigkeiten. Darüber hinaus geben sie dem Personaler detaillierte Auskunft über ausgeübte Tätigkeiten und wie Vorgesetzte deine Arbeitsweise und dein Verhalten bewerten. Daher erfüllen die Anlagen eine entscheidende Rolle im Bewerbungsprozess und sollten nicht vernachlässigt werden. Im Folgenden findest du alle Tipps zur Zusammenstellung eines aussagekräftigen Anhangs.

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Welche Anlagen gehören in eine Bewerbung?

Die Anlagen einer Bewerbung beinhalten Dokumente wie Zeugnisse und Zertifikate. Diese haben den Sinn, dem Arbeitgeber deine angegebenen Qualifikationen und Kenntnisse zu belegen. Würdest du also keine Anlagen anfügen, wären alle deine noch so professionell zu Blatt gebrachten Fähigkeiten haltlos. Im schlimmsten Fall folgt der Ausschluss deiner Bewerbung.

Generell legst du deiner Bewerbung Anlagen bei, die den Zweck erfüllen, deine Erfahrungen und Leistungen zu untermauern. Dies sind in konkreter Form beispielsweise:

  • Abschlusszeugnisse der Schule, Berufsschule oder der Hochschule
  • Arbeitszeugnisse, Weiterbildungsnachweise und Fortbildungszertifikate
  • Zertifikate über Fremdsprachen- und Computerkenntnisse, etc.
  • Bescheinigungen über Auslandsaufenthalte
  • Nachweise über ehrenamtliche Aktivitäten
  • Referenzen

TIPP Aufgrund der hohen Relevanz von Zeugnissen in der Bewerbung solltest du nach jeder Beendigung eines Arbeitsverhältnisses ein Arbeitszeugnis fordern. Dabei ist aber Vorsicht geboten! Durch gewisse Codes können Personaler auf dezente Weise Kritik an deiner Leistung äußern.

Aktualität und Relevanz der Anlagen einer Bewerbung

Stelle sicher, dass du deiner Bewerbung nur für die angestrebte Stelle relevante Dokumente beilegst. Ein 37-jähriger Bankkaufmann, der sich auf die Stelle als Filialleiter bewirbt, muss das vor 20 Jahren erworbene Abschlusszeugnis der Realschule nicht anhängen. Neben der Tatsache, dass der Personaler nicht durch eine Flut von Zeugnissen aus der Vergangenheit erschlagen werden möchte, ist die Durchschnittsnote des Realabschlusses vor allem vollkommen irrelevant für die Bewerbung.

Aktuelle und fachbezogene Zeugnisse geben dem Personaler hingegen weitreichende Auskunft über vorhandene Qualifikationen und Fähigkeiten. So kann er beurteilen, ob der Bewerber der angestrebten Position gewachsen ist.

Um also einen komprimierten und aussagekräftigen Anhang für deine Bewerbung zu erstellen, solltest du die folgenden Punkte unbedingt einhalten:

  • Füge nur deinen höchsten (Hoch-)Schulabschluss an, denn lediglich dieser ist interessant für den Personaler.
  • Zwei bis drei fachbezogene Arbeitszeugnisse sind genug Beleg für deine Qualifikationen. Mehr Lesestoff würde den Personaler nur langweilen.
  • Zwei Referenzen im Anhang der Bewerbung reichen aus, mehr sollten nicht enthalten sein.

Ein Schüler, der sich kurz vor dem Abitur auf eine Ausbildungsstelle bewirbt, ist selbstverständlich nicht in der Lage, eine Vielzahl von Arbeitszeugnissen oder Referenzen vorzuweisen. In seinem Fall sind natürlich die Schulnoten und Praktikumsnachweise ausschlaggebend und sollten auf jeden Fall beigelegt werden.

TIPP Bei einem schlechten Zeugnis stellt sich wohl jeder die Frage, ob dieses besser weggelassen wird. Jedoch führt das Fehlen des Zeugnisses wahrscheinlich dazu, dass der Personaler misstrauisch wird. So erhält ein anderer Bewerber den Vorzug, bei dem der Personaler weiß, worauf er sich einlässt. Idealerweise stehst du zu deinem Zeugnis und versuchst, die Umstände im Bewerbungsgespräch zu erläutern.

Reihenfolge der Anlagen in der Bewerbung

  1. Direkt hinter den Lebenslauf wird das Zeugnis des höchsten Bildungsabschlusses angehängt.
  2. An nächster Stelle stehen die Arbeitszeugnisse. Bei deren Anordnung solltest du dich an die Struktur deines Lebenslaufes halten. Ist dein Lebenslauf rückwärts chronologisch geordnet, sprich die aktuellste Tätigkeit ist als erstes aufgelistet, sollte auch das dazu passende Arbeitszeugnis oben auf liegen. Weitere Arbeitszeugnisse werden dann der Reihenfolge nach beigefügt.
  3. Abschließend folgen Zertifikate und Weiterbildungsnachweise. Dabei gilt bei der Anordnung dasselbe Vorgehen wie bei den Arbeitszeugnissen.

Nennung der Anlagen in den Bewerbungsunterlagen

Heutzutage wird einer Bewerbung kein gesondertes Anlagenverzeichnis mehr beigefügt. Ebenfalls hat eine Auflistung der einzelnen Anlagen sowohl im Anschreiben als auch im Lebenslauf nichts zu suchen.

Stattdessen hast du die Möglichkeit, die Anlagen auf dem Deckblatt zu nennen. Dabei nennst Du dann nicht jede Anlage im Einzelnen, sondern fasst diese beispielsweise unter dem Begriff „Zeugnisse & Zertifikate“ zusammen.

TIPP Kostenlose Deckblatt Vorlagen kannst du auf unserer Deckblatt-Seite herunterladen. Professionelle Bewerbungsdesigns für die gesamte Bewerbungsmappe findest du in unserem Shop.

Von |2018-08-28T11:15:46+00:0014. Mai 2018|Bewerbungstipps|