Bewerbung als Buchhalter – diese Voraussetzungen solltest du erfüllen

Als Buchhalter wartet ein abwechslungsreiches Tätigkeitsfeld auf dich. Du kümmerst dich um die Finanzplanung, die Abwicklung des Zahlungsverkehrs sowie um das Mahnwesen. Bei einer Bewerbung ist eine bereits abgeschlossene kaufmännische Ausbildung Pflicht – im Idealfall konntest du sogar schon erste Erfahrungen in einer Buchhaltung sammeln. Außerdem brauchst du Disziplin, eine akribische Arbeitsweise und ein gewisses Faible für den Umgang mit Zahlen. Wir zeigen dir, welche Anforderungen Personaler außerdem an dich stellen können und geben dir Tipps für deine Bewerbung als Buchhalter.

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  • Vorstellungsgespräch in der Buchhaltung

Als Buchhalter wartet ein abwechslungsreiches Tätigkeitsfeld auf dich. Du kümmerst dich um die Finanzplanung, die Abwicklung des Zahlungsverkehrs sowie um das Mahnwesen. Bei einer Bewerbung ist eine bereits abgeschlossene kaufmännische Ausbildung Pflicht – im Idealfall konntest du sogar schon erste Erfahrungen in einer Buchhaltung sammeln. Außerdem brauchst du Disziplin, eine akribische Arbeitsweise und ein gewisses Faible für den Umgang mit Zahlen. Wir zeigen dir, welche Anforderungen Personaler außerdem an dich stellen können und geben dir Tipps für deine Bewerbung als Buchhalter.

Allgemeine Voraussetzungen

Die Bezeichnung Buchhalter ist kein geschützter Begriff. Ist ein Mitarbeiter in der Buchhaltung tätig, darf er sich auch so nennen – unabhängig von seinen Qualifikationen oder seiner bisherigen relevanten Arbeitserfahrung. In der Regel brauchst du allerdings eine kaufmännische Ausbildung, um dich erfolgreich auf eine solche Stelle zu bewerben. Ein Studium mit dem Schwerpunkt Controlling oder Finanzwesen ist nicht erforderlich, jedoch sinnvoll, wenn du auf der Karriereleiter nach oben klettern möchtest.

Voraussetzung an das Bewerbungsschreiben: Deine Bewerbung sollte eine ordentliche Form haben und übersichtlich gegliedert sein. Entscheide dich für klare Formulierungen. Besonders kreative Layouts, die aus der Masse hervorstechen, braucht es in der Regel nicht.

Die Bedeutung von PC-Anwendungen: Ein Großteil der Buchhaltung findet heutzutage digital und teilweise automatisiert statt. Du hast also einen Vorteil, wenn du technisch versiert bist und dich bei Softwares schnell zurechtfindest. Aber keine Sorge – die meisten Anwendungen sind intuitiv zu bedienen.

Bist du Spezialist oder eher Allrounder?

Bewirbst du dich bei einer eher kleinen Firma, arbeitest du dort voraussichtlich eher in mehreren Bereichen (Lohn-, Anlagen-, Debitoren- und Kreditorenbuchhaltung). In diesem Fall solltest du über ein entsprechend breit gefächertes Wissen verfügen. Bei einem großen Betrieb werden üblicherweise Mitarbeiter gesucht, die sich in einem der untenstehenden Bereiche besonders gut auskennen. Welche Anforderungen ein Unternehmen an dich als Bewerber stellt, erfährst du in der Stellenbeschreibung („das erwartet dich“) und im Bewerberprofil („das solltest du mitbringen“). Folgende Untergliederungen innerhalb der Buchhaltung sind möglich:

Lohnbuchhalter: Du bist für die Bezahlung der Mitarbeiter zuständig und kümmerst dich darum, dass sämtliche Abgaben (z.B. Sozialabgaben, Krankenkassenbeiträge) ordnungsgemäß von deren Löhnen abgezogen werden. Außerdem verbuchst du das Weihnachtsgeld, Prämien sowie Gewinnbeteiligungen. Du solltest bei deiner Bewerbung erwähnen, wenn du bereits allgemeine Erfahrungen im Bereich Lohnbuchhaltung gesammelt und mit einer Lohnbuchhaltungssoftware gearbeitet hast. Dadurch kannst du dich unter Umständen gegen Mitbewerber durchsetzen.

Debitoren- & Kreditorenbuchhalter: Die meisten Unternehmen nutzen in diesem Bereich ebenfalls PC-Anwendungen, mit denen du ein- und ausgehende Rechnungen erstellen sowie dokumentieren kannst. Außerdem fällt Mahnwesen in diesen Bereich.

Anlagenbuchhalter: Firmen verwenden in diesem Bereich ebenfalls immer häufiger eine Software, mit der sie ihre Anlagegüter verwalten. Dabei geht es sowohl um Sachwerte (Maschinen, Gebäude etc.) als auch um immaterielle Güter.

Erwähne deine relevante bisherige Arbeitserfahrung in deinem Bewerbungsschreiben und gib deine Softwarekenntnisse in deinem Lebenslauf an, z.B. unter dem Punkt „Zusatzqualifikationen“. Es ist ebenfalls sehr hilfreich, wenn du Kenntnisse in den Bereichen Arbeits-, Lohnsteuer- und Sozialrecht nachweisen kannst.

Mehr Verantwortung und mehr Gehalt: Ein Job als Bilanzbuchhalter

Wenn du bereits über Arbeitserfahrung verfügst und bereit für den nächsten Schritt bist, kannst du dich als Bilanzbuchhalter bewerben. Eine andere Bezeichnung lautet: Leiter des Rechnungswesens.

Voraussetzung hierfür ist eine abgeschlossene dreijährige kaufmännische Lehre oder eine Ausbildung zum Steuerfachangestellten. Außerdem musst du eine Berufspraxis von mindestens drei Jahren in der Rechnungsabteilung eines Unternehmens nachweisen. Erfüllst du diese Voraussetzungen, kannst du bei deiner zuständigen IHK eine Prüfung ablegen. Danach darfst du die geschützte Bezeichnung „geprüfter Bilanzbuchhalter“ verwenden. Wenn du die Prüfung an einem privaten Institut bestehst, darfst du dich „Bilanzbuchhalter“ nennen.

Als Bilanzbuchhalter hast du mehr Verantwortung, da du die Leitung, Kontrolle und Organisation der Rechnungsabteilung in einem Unternehmen übernimmst. Außerdem erweitert sich dein Aufgabengebiet. Du bist nun für kompliziertere Buchungen, Monats-, Quartals- sowie Jahresabschlüsse zuständig. Bewirbst du dich als Bilanzbuchhalter, solltest du über ein breites Fachwissen in sämtlichen Buchhaltungsbereichen verfügen und dies auch entsprechend belegen können.

Als Bilanzbuchhalter gehört außerdem die Kommunikation mit der Geschäftsführung zu deinen Aufgaben. Dafür wertest du alle Zahlen aus, erstellst Berichte über die Tätigkeiten der Rechnungsabteilung und informierst so die Geschäftsführung über die Finanzlage des Unternehmens. Gleichzeitig berätst du sie in buchhalterischen Fragen.

Außerdem befindest du dich in einer leitenden Position, weshalb du bei deiner Bewerbung mehr auf deine Softskills und Führungsqualitäten eingehen solltest. Belege deine Aussagen jedoch immer mit Berufserfahrungen. Aufgrund der größeren Verantwortung ist das Gehalt eines Bilanzbuchhalters höher.

Alternative: Selbstständiger Buchhalter

Vor allem kleine Betriebe lagern die Buchhaltung aus, um Kosten zu sparen. Um dieser Nachfrage nachzukommen, kannst du dich als Buchhalter auch selbstständig machen. Voraussetzungen dafür sind u.a.:

  • Du bist dazu verpflichtet, dich beim Gewerbeamt anzumelden.
  • Als selbstständiger Buchhalter musst du aktiv Kunden akquirieren und dein Know-how stets auf dem aktuellen Stand halten.
  • Du solltest in allen buchhalterischen Bereichen fit sein (Fachwissen + Arbeitserfahrung).
  • Um effektiv zu arbeiten, setzt du idealerweise auf eine gute Software.

Ausführlichere Informationen zu den gesetzlichen Bestimmungen, die für selbstständige Buchhalter gelten, findest du auf firma.de.

 

Beitragsbild: © Antonio Guillem/shutterstock

Von |2018-08-28T11:39:12+00:0023. Juli 2018|Bewerbungstipps, Jobsuche|