Worauf man bei Bewerbungen im Ausland achten muss
Bei Bewerbungen im Ausland ist es besonders wichtig, sich vorher über die landestypischen Unterschiede bzgl. der Bewerbungsunterlagen zu erkundigen.
Je nach Land muss man verschiedene Punkte berücksichtigen. Es reicht z.B. nicht aus einfach nur seine deutschen Dokumente in die jeweilige Sprache zu übersetzen.
Im Weiteren werden die Besonderheiten von Bewerbungsunterlagen in England und Frankreich vorgestellt.
England – Anti-chronologischer Lebenslauf
Die Bewerbungsunterlagen bestehen wie in Deutschland einerseits aus einem maschinengeschriebenen Anschreiben („Cover Letter“ ), in dem die Fähigkeiten und die Motivation des Bewerbers hervorgehoben werden, sowie andererseits aus dem Lebenslauf („Curriculum Vitae“).
Beim Lebenslauf sind mehre Punkte zu beachten. Ersten muss er anti-chronologisch aufgebaut sein, d.h. der Lebenslauf beginnt immer mit der letzten Tätigkeit. Zweitens sollten kein Bewerbungsfoto sowie keinerlei Angaben zur Religionszugehörigkeit, Familienstand und dem Beruf der Eltern eingefügt werden. Drittens werden keine Arbeitszeugnisse oder Diplome mitgeschickt. Das Erstellen von Arbeitszeugnissen ist in England unbekannt. Viertens sollten mögliche Referenzen nur kurz erwähnt werden, so dass diese bei Bedarf jederzeit nachgereicht werden können.
Zu empfehlen ist das Mitschicken einer Antwortpostkarte, so dass der Eingang der Bewerbung schnell bestätigt wird. Ansonsten muss man bei den britischen Unternehmen i.d.R. länger auf eine Empfangsbestätigung warten.
Frankreich – Klassisches Anschreiben in handschriftlicher Form
Ebenso wie in England bestehen die Bewerbungsunterlagen nur aus einem Anschreiben (lettre de motivation) plus Lebenslauf. Es werden ferner keine Arbeitszeugnisse oder Diplome mitgeschickt.
Obwohl ein langsamer Wechsel zu einem maschinengeschriebenen Anschreiben zu erkennen ist, wollen die meisten französischen Unternehmen dieses noch in handschriftlicher Form vorgelegt bekommen. Dabei sollte auf eine schöne Schreibart und ein gutes Briefpapier geachtet werden, da oftmals das Anschreiben von einem Grafologen analysiert wird.
Der Lebenslauf wird nicht datiert und unterschrieben. Ebenso werden keine Überschriften verwendet. Ein Bewerbungsfoto ist erwünscht, wobei jedoch ein normales Passfoto im Gegensatz zu Deutschland vollkommen ausreichend ist.

